Als reiner Handelsbetrieb erzeugen wir so gut wie keine gefährlichen Abfälle. Im Jahr 2010 sind keine „gefährlichen Abfälle zur Verwertung" und lediglich 38 kg „gefährliche Abfälle zur Beseitigung" (Farbreste) angefallen. Alle weiteren Abfälle sind „nicht gefährliche Abfälle zur Verwertung", davon der weitaus größte Teil Karton/Pappe und Kunststoffe. Mit knapp über 53.000 kg ist dieser Wert der niedrigste seit fünf Jahren.

Um die Entstehung von Abfällen vorbeugend zu vermeiden, ergreifen wir verschiedene Maßnahmen.

Papier- und Kartonagenabfall fällt bei memo vor allem in drei Bereichen an.

Überschüssige Kataloge: Durch eine systematische Kundensegmentierung und entsprechende Auflagenplanung minimieren wir dauerhaft negative Umweltauswirkungen durch die Entsorgung überschüssiger Kataloge. Damit konnten wir die Jahresauflage unserer Kataloge und Mailings 2010 im Vergleich zum Jahr 2009 um 7,72 % senken.

Allgemeiner Papierabfall: Durch Schulungen und Informationsveranstaltungen motivieren wir unsere Mitarbeiter zu einem sparsamen Umgang mit dem wertvollen Rohstoff Papier. Trotzdem sind auch wir noch weit entfernt vom „papierlosen Büro". Für den internen Bedarf sowie für jegliche Geschäftskorrespondenz verwenden wir ausschließlich 100 % Recyclingpapier, ausgezeichnet mit dem „Blauen Engel". Papier sparen wir z.B. durch doppelseitiges Kopieren, durch Verwendung von Fehldrucken als Notizzettel oder durch den Verzicht des Ausdrucks digitaler Dokumente. Gebrauchsfähiges, aber für den Verkauf nicht mehr geeignetes Papier wird für interne Zwecke verwendet. Zudem legen wir seit dem 2. Halbjahr 2010 den Kundensendungen, die über Internet und per E-Mail bestellt wurden, keine Bestellformulare mehr bei. Dies entspricht einem Rückgang des Papierverbrauchs in diesem Bereich um 42 %.

Verpackungsabfall: Kartonagenabfälle entstehen bei memo fast ausschließlich durch die Anlieferung verpackter Waren. Zur Minimierung dieser Abfälle versuchen wir, in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, Verpackungen und Bestellmengen zu optimieren. Grundsätzlich fordern wir von unseren Lieferanten die Verwendung von umweltverträglichen Verpackungen und Füllstoffen. So akzeptieren wir z.B. bis auf wenige unvermeidbare Ausnahmen keine Produktverpackungen aus PVC oder nicht trennbare Verpackungsverbunde. Darüber hinaus ordern wir bevorzugt komplette Verpackungseinheiten eines Artikels.

Trotz Unternehmenswachstum und Ausbau des Sortiments liegt der Papier- und Kartonagenabfall bei memo im Jahr 2010 mit knapp über 43.000 kg auf dem niedrigsten Niveau seit fünf Jahren.

Auch Kunststoffabfälle entstehen bei memo in erster Linie bei Warenanlieferungen. Paletten sind zur Transportsicherung in der Regel mit Kunststofffolie umhüllt. Zum Teil werden Kunststoffbänder als zusätzliche Sicherung eingesetzt. Zur Trennung der verschiedenen Kunststoffarten haben wir zusammen mit unserem Recyclingunternehmen ein gesondertes Wertstoff-Sammelsystem entwickelt. Trotzdem arbeiten wir mit unseren Lieferanten weiterhin an Methoden zum sparsameren Einsatz von Verpackungsmaterial. Auch hier haben wir 2010 den seit fünf Jahren niedrigsten Wert mit 2.322 kg erreicht.