Wir müssen in die Perspektive der Anderen kommen!
Wir müssen eben nicht die anderen dahin kriegen, was man selber schon weiß.
- Was ist denn „noch nicht politisch“? lässt sich der klassische Bürger durch den Konsumenten ersetzen? Der Konsument ist derjenige, der ein Angebot reaktiv auswählt, der Bürger ist derjenige, der gestaltend wirkt, d.h. er ist ein AKTIVER Teil, ein essentieller Teil des Gemeinwesens
- Transformation umfasst eine kulturelle Veränderung bestehender Lebenspraktiken, wie soll sie denn aussehen? Auf jeden Fall NICHT „so wie jetzt, nur besser“! eine Transformation betrifft alles, Regionalisierung, Mobilisierung, das Eigentum, Demokratische Teilhabe, (d)eine Veränderung wird tiefgreifend sein
- die komplette Wirtschaftsform umzustellen, eine Gesellschaft umzustellen wird schwierig
- die Veränderung ist keine technologische Fragestellung (früher gab es die industrielle Revolution, dann gab es Automatisierungen, hohe Kosten) es ist keine Aufgabe zwischen Kooperationsexperten und Politik (und NGO), es wird überhaupt nur gehen, wenn die Teile dieser Gesellschaft sich als Teilhaber begreifen (das Symbol ist Stuttgart 21)
- es geht um Implementierungsfragen, der Bürger nimmt nichts an, eine Gesellschaft entsteht aber erst durch aktive Teilnahme
- das Problem darin, NICHT die anderen dahin bringen, was man schon weiß! In die Perspektive der Anderen kommen!
- Wir sind eine luxuriöse Gesellschaft im Vergleich zur weltweiten relativen Verschwendung und Ausbeutung, WIR sind das Problem, wir sollten uns reflexiv als Problem begreifen
- Wir haben das Problem der vollständigen Entfernung von a) bürgerschaftlichem Engagement und professioneller Politik, dies gilt es zu lösen (keine aktive Auseinandersetzung + entpolitisierte Zivilgesellschaft)
- Daher: JEDER (unterschiedl. Geschichtete Gesellschaft) kann Handlungsspielräume anders nutzen, dies kann durch Konsum, durch Verhalten, durch auf die Straße gehen geschehen!
- Es gibt eine „latente community“ in diesem Land, diese ist extrem unzufrieden mit den Verhältnissen, die Unzufriedenheit ist jedoch NICHT als gesellschaftliche Kraft sichtbar
- Unternehmensinitiativen, Start-ups müssen sehen, dass sie mit dem business as usual nicht einverstanden sind
- Wir können keine Richtung einschlagen, wenn wir vom Angebot ausgehen, 2050 soll ANDERS aussehen
- Veranstaltungen wie diese (Utopia Konferenz 2010) leiden an extremer Zustimmungsfähigkeit, dauernd wird geklatscht, unsere Gesellschaft besteht aber nicht aus Gutem!
- Wir müssen eine Trennlinie neu definieren: business as usual vs. Paradigma der Zukunftsfähigkeit: Akteure Hier und andernorts
- Wogegen muss man vorgehen? Der Haken im Moment ist, es gibt punktuelles Dagegensein, wir müssen wieder lernen FÜR etwas sein - FÜR Generationenverträglichkeit , - Mut zur Vision , - Aufhören immer zu allen nett zu sein
- Was die Regierung momentan tut….keiner von den Bürgern schreitet ein…keiner spricht laut aus „das macht man nicht“, „das ist demütigend“, „gemein“ (vieles, was geschieht, ist aber demütigend, gemein)


Kommentare (2)
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lichtglanz
schrieb am 13.11.2010 um 02:26 ¶panda_mo.di
schrieb am 13.11.2010 um 03:19 ¶Zwar ist zunächst, logisch und sehr grundsätzlich betrachtet, für oder gegen etwas zu sein, nur komplementär. Wer gegen etwas ist, ist damit zugleich dafür, dass die Welt so ist, dass dies, wogegen er ist, nicht der Fall ist. Zum Beispiel wer gegen Atomkraftwerke ist, ist dafür, dass die Welt frei von Atomkraftwerken ist u.s.w.
Aber es ist hier eher so gemeint, dass es besser ist, nicht nur sagen zu können, das ein Zustand oder Prozess x schlecht ist, sondern auch einen Zustand oder Prozess ungefähr beschreiben zu können, der besser ist, und am besten auch ungefähr, wie dorthin zu kommen wäre.
Nicht zuletzt im übrigen ein Dank an Utopistin mfazzi für die Zusammenfassung des Vortrags!
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