Ich selbst habe dort ein Praktikum im Rahmen meiner Ausbildung gemacht und habe dort sehr viel gelernt. Ich empfinde die Einrichtung als wirkliche Bereicherung für die Menschen dort, als auch für die Umwelt. Schon allein durch die Vielfältigkeit der verschieden Handwerke und der vielen Möglichkeiten sich zu betätigen, ist es fast schon gegeben, dass die Teilnehmer irgendwo Erfolge haben und meistens auch etwas finden, was sie dann gut können wovon sie vielleicht vorher noch gar nichts wussten. Solche Entdeckungen, die dann auch noch gefördert werden, können sehr heilsam für solche Seelen sein. Denn durch die jahrelange Arbeitslosigkeit fehlt es oft (nicht immer) an Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.
Für die Umwelt ist es eine Bereicherung, weil oft Vorurteile und Vorbehalte gegen Arbeitslose die Sicht trüben. Hier kann die Umwelt mit eigenen Augen sehen, dass die Arbeitslosen ja doch etwas schaffen, wenn man ihnen nur den Raum und das Material dafür gibt.
Meine eigenen Vorurteile habe ich selbst ziemlich schnell revidiert und gemerkt das diese Menschen oftmals ganz sensible Menschen sind die (meistens) durch Schicksalsschläge, des eigenen Bodens oder der Existenz beraubt wurden. Hier bekommen die Leute wirklich die Möglichkeit sich selbst zu erfahren, Handwerke zu erlernen und sich selbst zu beschäftigen, mit dem Ziel sie eines Tages vielleicht wieder in den Arbeitsmarkt schicken zu können. Und Arbeitslose brauchen einen Raum wo sie sich betätigen können und Rückmeldung und Hilfe bekommen. Die Gemeinschaft stellt hier ein sehr wichtiges Element dar.
Was fehlt für diese Einrichtung?
Eine Lobby
Menschen die sowas unterstützen.
Menschen die vielleicht Genossenschaftsmitglied werden, Leute die dort ein Gartentor in Arbeit geben, oder einen Stuhl zum Flechten in Auftrag geben...
Für weitere Infos:
http://wildholz-projekt.de/
Ich schreibe diesen Blog weil ich begeistert bin und helfen will, das Medium Internet scheint mir eine Gute Möglichkeit zu sein die Missstände aufzuzeigen und ich weiss das vielen Utopisten das Projekt wahrscheinlich auch sehr gefällt und hier vielleicht neue Ideen aufkommen..
Rebellische Grüße
MakeArtNotWar
Noch etwas bedrohtes!


Kommentare (6)
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berniewa
schrieb am 19.11.2010 um 14:39 ¶Solchen Projekten werden Gelder gekürzt, und andere bunkern Milliarden. Erwerbslose sollen am besten nach Meinung Vieler in "Billiglohn" gedrückt werden,
Hauptsache formaler Wirtschaftsaufschwung, BIP Steigerung, Unternehmensgewinne ... während statistisch nachweislich immer mehr Leute im Niedriglohnsektor arbeiten - noch dazu dort Dinge tun müssen, bei denen oft fragwürdig ist, wie gut sie nach bestimmten ethischen Maßstäben überhaupt sind (z.B. in der Fleischindustrie, Rüstungsindustrie, Kfz-Industrie (auch wenn es ein paar wenige relativ umweltfreundliche Kfz gibt ...) sowie deren jew. Zulieferfirmen, oder auch im Verkauf von Produkten, die weder menschen- noch umwelt-freundlich hergestellt sind etc. etc.
MakeArtNotWar
schrieb am 19.11.2010 um 14:53 ¶berniewa
schrieb am 19.11.2010 um 15:02 ¶topist
schrieb am 20.11.2010 um 17:22 ¶Gruß vom Topisten
MakeArtNotWar
schrieb am 20.11.2010 um 13:37 ¶Uwe-Sievers
schrieb am 06.02.2012 um 10:09 ¶Dabei geht es doch darum sich UNTER ALLEN UMSTÄNDEN, seien sie auch noch so schlecht, sich sein Geld zuverdienen.
Gerechtigkeit, Solidarität, Ökologie und Sinnhaftigkeit fehlen gänzlich!
Diese Gedanken, diese Auffassung von Arbeit ist nicht überlebensfähig!
Nur wer nachhaltig, also ökologisch, ökonomisch und sozial denkt und handelt wird überleben.
Auch wenn es Rückschläge gibt.
Es ist unausweichlich, das Gerechtigkeit, Solidarität, Ökologie und Sinnhaftigkeit zum dauerhaften Erfolg führt.
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