Der Mensch braucht täglich mindestens 2 Liter Wasser. Für das geschmacklose und farblose Wasser aus der Flasche legen wir gerne etwas mehr Geld auf den Tisch. Dabei ist Leitungswasser nicht nur viel günstiger als Leitungswasser (0,0015 € / Liter) statt Mineralwasser (ca. 0,50 € / Liter), es ist auch aus ökologischer Sicht die bessere Entscheidung! Mineralwasser aus der Flasche belastet die Umwelt bis zu 1000-mal mehr als Leistungswasser. Eine Flasche Mineralwasser wird durchschnittlich 180 km transportiert und verbraucht dabei bis zu 0,3 Liter Erdöl (Leitungswasser: 0,00003 Liter Erdöl)
Für die Wellness- und Lifestyle-Idylle bezahlen wir aber trotzdem gerne etwas mehr und verursachen mit unserem Wasser aus der Plastikflasche ein ökologisches Desaster.
Allein in Deutschalnd sind jährlich 800 Millionen PET-Flaschen im Umlauf. Auch das Pfand versorgt nicht mit einem reinen Gewissen, den Pfand bedeutet nicht gleich automatisch Recycling.
Gesünder als Leitungswasser ist das Wasser aus Plastikflaschen nach Meinung von Experten in der Regel aber keineswegs. Abbauteile des Kunstoffs können etwa in das Wasser übergehen. Eine Studie der Universität Frankfurt hat z.B. nachgewiesen, dass Mineralwasser aus Plastikflaschen mit hormonell wirksamen Substanzen belastet sein kann.
Wir haben das Glück, dass in Deutschland unser Leitungswasser bestens kontrolliert wird und teilweise sogar noch strengeren Verordnungen unterliegt als das abgefüllte Mineralwasser. Das einzige Problem können alte Rohre in Altbauten darstellen, die Schwermetalle abgeben können und den Geschmack des Wassers beträchtigen, aber das kann man mit einem einmaligen Test prüfen lassen.
Die meisten Länder dieser Welt haben nicht den Luxus, das sauberes Wasser aus den Leitungen sprudelt. Wir in Deutschland können uns also glücklich schätzen und sollten diesen Reichtum aus der Leitung auch konsumieren und nicht mit Plastikflaschen und unnötiger Verschwendung fossiler Brennstoffe die Umwelt belasten.
Ich habe das Wasser aus der leitung in meiner neuen Wohnung getestet und es schmeckt frisch und stillt den Durst. In Zukunft werde ich mein Wasser abfüllen und so meinen Plastikverbrauch verringern, statt weiterhin ständig teures Minerallwasser zu kaufen.
Wer sein Trinkwasser am heimischen Hahn zapft, der spart Geld und schont die Umwelt!
Hier ein gut gemachtes Video, das zum Umdenken bewegt:


Kommentare (21)
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Zum zweiten Punkt: er hat ja Recht, das Erhitzen des Wassers und bei nicht fair gehandeltem Tee auch die Menschenrechtslage sprechen gegen den Tee. Ganz zu schweigen davon, dass Tee oft von weit her kommt und in großes CO2-Päckchen hat. Aber ich liebe Tee, besonders frischen Pfefferminztee und -ohne den Anspruch auf Richtigkeit- mit meinem Ökostrom mach ich mir dann auch ohne Gewissensbisse mal 'ne Kanne. Allerdings auch nicht jeden Tag. Aber ich denke, das sitzt drin...?!
Alles andere praktiziere ich genauso.
Plastik meide ich generell wie eine Wahnsinnige. Wahrscheinlich ist das das Normalste.
Die Wasserwerke untersuchen regelmäßig, ob diese Schadstoffe im Leitungswasser die gesetzlichen Grenzwerte nicht überschreiten.
Doch bei der Beurteilung von Schadstoffen dürfen eigentlich nicht nur einzelne Werte betrachtet werden. Die Wechselwirkung zweier oder mehrerer Stoffe ist u.U. noch brisanter.
Die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) weist darauf hin, dass in unserem Wasser mehr als 200 gesundheitsgefährdende Stoffe vorhanden sind. Unerwünschte und krank machende Fremdstoffe wie Hormone oder Medikamentenrückstände werden bei den Untersuchungen durch die Wasserwerke nicht berücksichtigt. Richtwerte für Arzneimittelrückstände existieren nicht. Die gesetzlichen Grenzwerte sind für den Verbraucher pauschalisiert. Sie gelten für alle Menschen gleich, unabhängig vom Alter und Gesundheitszustand. So ist z.B. der gesetzliche Grenzwert bei Nitrat, dessen Vorkommen im Trinkwasser in erster Linie aufgrund der Massentierhaltung und Überdüngung der Felder zustande kommt, umstritten. Experten warnen, dass er für Säuglinge zu hoch und damit gefährlich ist. Nach der Trinkwasserverordnung dürfen in einem Liter Trinkwasser 50 mg Nitrat enthalten sein. Die WHO hat für Kinder einen Nitrat Grenzwert von 10 mg/l festgelegt.
Wir filtern unser Wasser mittels einer Umkehrosmose-Anlage.
Einmal im Jahr werden die Filter gewechselt.