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Altersarmut mit den Milliardenüberschüssen der Krankenkassen verbinden? Das geht. Dazu erstmal folgende Sachlage:
Junge arbeitende Menschen benötigen nicht sehr oft ärztliche Leistungen, deshalb bedarf es hier keine Zuschüsse.
Hartz-IV-Empfänger erhalten schon großzügige Zuschüsse.
Von Beamten, Abgeordneten, Richter, Soldaten usw. will ich erst gar nicht reden.
Wären da noch die Schwächsten unserer Gesellschaft: die Rentner (dazu meine ich nicht nur die Altersrentner sondern auch die Erwerbsunfähigkeitsrentner und schwerbehinderte Menschen).
Im Bundesdurchschnitt, so ermittelten einige Recherchen und Gutachten des Bundes, haben die Rentner ein Einkommen von ca. 900,00 €. Einige mehr, aber allerhand weniger.
Im Vergleich: Die Hartz-IV-Empfänger haben ca. 320,00 € monatlich aber noch zusätzliche Leistungen wie Miete, Heizkosten, Sachkostenzuschläge wie Kleidung usw. Dies aber erhält der Rentner nicht, der muss alles von seinem Einkommen bestreiten.
Ein Rentner oder behinderter Mensch hat zudem weniger Möglichkeiten, sich im Nebenjob was hinzu zu verdienen, gegenüber anderer Gesellschaftsgruppen, weil ihm das Alter oder die Gesundheit dazu zu schaffen macht.
Zur anderen Seite haben die Krankenkassen Milliarden- Überschüsse und wissen nicht, wie sie selbige nutzbringend verwenden können.
Wie wäre es, wenn diese Mittel den Schwächsten unserer Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden würde?
Dazu folgendes Denkmodell:
Da die Rentner mit ihren geringen Einkünften das Lebensnotwendigste bestreiten müssen und ihnen für ihre Gesundheit wenig übrig bleibt, sollte der Staat folgendes Gesetz erlassen, mit der Überschrift: "Änderung der Finanzierung für die Bereitstellung gesundheitlicher Hilfsmittel".
Dann weiter:
Die Krankenkassen werden verpflichtet, Rentnern, Erwerbsunfähigkeitsrentnern und schwerbehinderte Menschen mit einem Grad ab 50 % Hilfsmittel, wie Brillen, Zahnersatz, Kuren, Arztgebühren, Medikamentenzuschuß und Zuschüsse zum Kuren- und Krankenhausaufenthalt zu erstatten.
Ausnahmen sind die unter dem o.g. Personenkreis, die ein Einkommen (Rente + Nebenveinkommen) von mehr als 2.000,00 € haben. (Im ganzen Beitrag sind die Einkünfte als monatliches Einkommen zu berücksichtigen.)
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Dies wäre mal eine echte Leistung für Rentner, als die lächerliche Erhöhung der Renten mit kaum spürbaren Verbesserungen im Lebensniveau, frei nach dem Gießkannenprinzip, wobwi Rentenerhöhungen ein anderes Kapitel ist. Da betrachte man den Ausgleich der jährlichen Inflationsrate usw.


Kommentare (9)
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Wie legt man die Grenze fest. In dem Beispiel mit den 900€ kein Thema. Wesentlich sind aber die Nebenkosten, z.B. die Miete, der Hausstand.
Wenn ein Rentner, allein lebend mit 900€ und einer Miete von ca 400€ leben müsste, ist das kein Thema für einen KK-Zuschuss.
Hat der selbe Rentner aber eine Rente von 2000€ und der gleiche Miete, würde ich das nicht einsehen.
Lebt der selbe Rentner in einer Ehegemeinschaft ohne weiteres Einkommen, könnte das schon wieder anderst zu bewerten sein.
wie also das Beispiel zeigt, Rente ist nicht gleich Rente und da ein gerechtes System zu entwickeln nicht einfacht.
Aber wir brauchen uns keine Gedanken über die Überschüsse der Krankenkassen machen, sie werden nicht zurückfliessen, da bin ich mir fast sicher!
Ich muss zugeben, mein Beispiel soll eher ein Denkmodell sein, natürlich auch verbesserungswürdig, regt aber zur Diskussion an.
Die Fehler unseres derzeitigen Rentensystems sind hier sehr gut beschrieben: http://youtu.be/WZcybBazSDg
Hier wurde auch schon mal über Lösungsansätze nachgedacht: http://www.utopia.de/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/altersarmut-verhindern-200471
Was Altersarmut betrifft, das Rentensystem auf stabile Füße zu stellen, ist eine prima Sache, aber Wunschtraum, Wunschdenken, so gut wie nicht realisierbar. Alle Welt redet aus der Grundkenntnis heraus, wie es mit der krisengeschüttelten Volkswirtschaft aussieht, von der Bekämpfung der Altersarmut, nur wie der Kampf ausgeht, na ja. Eine Beseitigung derselben ist wohl eher ein ferner Zukunftstraum.
Wie soll ein Rentensystem auf stabile Füße kommen, wenn die gesamte Volkswirtschaft instabil ist (Bankenspekulationen um Aktien und Immobilien zum Schaden der Volswirtschaft, Rettungsschirm Griechenland, später mal dann Portugal, Spanien, Italien). Mit anderen Worten, eine sichere Rücklage des Bundeshaushaltes gibt es nicht, also weiterträumen.
Allerdings realistischer ist die Möglichkeit, Denkmodelle zu erstellen, wie man die Altersarmut in kleinen Schritten mildert. Dies in meinem Beitrag könnte ein solches sein. Das muss ich nicht wiederhoilen. Finanzierbar durch die Millardenüberschüsse und durch differenzierte Ausgaben (auch im Denkmodell beschrieben) eine zeitlich langfristige Investition.
Übrigens, ein stabiles Rentensystem gab es schonmal in der DDR. Jeder zahlte, je nach seinem Verdienst, in die staatliche Renternversicherung ein. Ein Arbeiter erhielt einen Lohn zwischen 600,00 und 1.200,00 M. Das war der Rahmen, je nach Schichtarbeit, Bildungsniveau, Parteizugehörigkeit usw. Arbeitslose gab es da ja nicht.
Jeder Rentner erhielt eine Grundrente von ca. 320,00 M, so als Einheitsrente. Essen und Miete waren zwar billig, ärztliche Versorgung kostenfrei, aber alles andere für Rentner kaum erschwinglich wie Fernseher, Auto, Urlaubsreisen usw.
Wollen das unsere Rentner? Glaub ich kaum. Denn das ist nicht die Teilhabe alter, kranke und behinderter Menschen an der modernen Gesellschaft unseres Staates (Grundgesetz)
Zudem muss hier ja die Rente dynamisch sein, wenigstens ansteigend um 3 - 4 % pro Jahr. Denn das ist die jährliche Jahresinflation, ansonsten würde das eine jährliche Rentenkürzuing bedeuten, um 3 - 4 % pro Jahr, wenn man die Nullrunden der Rentenerhöhungen der letzten Jahre gegenüberstellt, bzw. 1 % des vorletzten Jahres. Die Planung in diesem Jahr, die Rente um 3 % zu erhöhen, wo aber nur 2,1 % zum Tragen kamen, ist ein lächerliches Entgegenkommen zum Jahresinflationsausgleich.
Einen Fernseher hatte auch in der DDR fast jeder Rentner. Und sofern es einen halbwegs akzeptablen Nahverkehr gibt, brauchen Rentner auch nicht unbedingt ein Auto. Ich kannte (Gott habe sie seelig) und kenne einige Rentner, die nie ein Auto hatten. Einige davon leben sogar auf einem Dorf, wo es mit Nahverkehr schlechter aussieht. Einen Fernseher haben die natürlich auch. Aber Urlaubsreisen können auch die sich nur sehr selten leisten.
Da unsere Volkswirtschaft eine wesentlich größere Wirtschaftskraft hat, als die DDR, ist davon auszugehen, dass es für die Rentner deutlich mehr Geld geben wird, wenn wir das Rentensystem der DDR einführen würden. Dementsprechend wären Fernseher, Auto und Urlaubsreisen höchstwahrscheinlich auch gar kein Problem.
Und es ist doch logisch, dass die Renten auch dynamisch steigen würden, wenn jeder einen gleichen prozentualen Anteil seines Einkommens einzahlt, sofern auch die Löhne weiter steigen. Würden sie nicht weiter steigen, hätten nicht nur die Rentner sondern vor allem auch die Arbeiter ein Problem, was genauer betrachtet durch das Lohndumping in Deutschland schon seit einigen Jahren der Fall ist. Aber auch die Lösung für dieses Problem ist ja allgemein bekannt, auch wenn es die schwarz-gelben Politiker nicht umsetzen wollen (ausreichender Flächendeckender Mindestlohn, bei Leiharbeit und Werksverträgen: gleiches Geld für gleiche Arbeit, usw.)
Außerdem gibt es meines Erachtens kein Grundrecht auf ein Auto oder Urlaubsreisen. Ein Grundrecht auf eine intakte Natur, saubere Luft, Essen und Wasser und auf faire Arbeit gibt es aus meiner Sicht schon. Dementsprechend wäre es vernünftig, den Rentern so viel Grundrente zu geben, dass sie sich davon ökologisch und sozial Korrekt versorgen können.
Auch wenn es hinlänglich bekannt ist, wiederhole ich es gerne, dass jeder weiß, dass Autofahren und Flugzeugfliegen das Klima zerstört und das Billigklamotten und -Nahrungsmittel auf Kosten der Umwelt gehen und damit auch auf Kosten der Menschen, weil bei deren Produktion unsere Lebensgrundlagen vergiftet und zerstört werden.
Meine Schlußfolgerungen zum Vergleich mit der DDR ziehe ich aus Deinem vorletzten Beitrag mit folgendem Zitat, Dude: "...das Rentensystem wieder auf stabile Füße zu stellen und eine ausreichende Grundversorgung für alle zu sichern" (Zitat Ende). Besonderer Wert liegt hier das Wort "wieder" in diesem Satz.
Ich werde auch deswegen in Deinem 1. Absatz den Vergleich zwischen heute und der damaligen DDR nicht mit Dir teilen, darüber schrieb ich schon im vorigen Beitrag.
Zum 2. Absatz:
In einem geb ich Dir recht, die Volkswirtschaft hat ein größeres Finanzaufkommen als die damalige DDR, aber wo ich Dir nicht recht gebe, dass deshalb mehr Mittel zur Verfügung stehen. Das sehe ich vollkommen anders, denn der Bund hat mehr Mittel, muss aber auch vielmehr davon ausgeben: höhere Alterslebenserwartung, viel höhere Bevölkerungszahl, ausländische Einwanderer, die in unser soziales Netz integriert werden.
Zum 3. Absatz:
Natürlich steigen die Renten an, aber nicht ausreichend. Wir können dem Schöpfer danken, dass überhaupt die Renten ansteigen, aber von Angleichung sind wir weit entfernt. Aber die Erhöhungen sind doch lächerlich, nicht ernst zu nehmen. Die Erhöhungen sind in Wirklichkeit Rentenkürzungen, lies in meinem letzten Beitrag, letzter Absatz.
Zu Deinem letzten Absatz:
Rentner sind nicht nur mit den Grundrechten abzuspeisen, wie die Hartz-IV-Empfänger, denn selbige bekommen Unterhalt vom Staat + Erstattung weiterer Kosten, wie Miete, Heizung, aber das hab ich schon alles geschrieben.
Ein Rentner hingegen erhält sein Geld aus der Rentenklasse. Rente, die er selbst eingezahlt hat, deshalb steht ihm auch mehr zu. Oder sollte dem Arbeiter mit seinem Lohn auch nur die Grundrechte zustehen, welches er sich erarberitet hat?
Und den letzten Satz empfinde ich als eine total unrealistische Einschätzung. Klar sind Autabgase und selbige vom Flugzeug schädlich der Natur. Sollen die Schwächsten der Gesellschaft dafür bluten? Sollen Rentner und schwerbehinderte Menschen darauf verzichten, was für andere Menschen normal und selbstverständlich ist? Ist das mit dem Gewissen zum Gerechtigkeitsempfinden vereinbar?
Solche Aussagen würden dem Grundgesetz zur Integration der Schwächeren unserer Gesellschaft nicht entsprechen.
Das ist doch gerade die Krankheit unserer Zeit. Der Neid auf "die Anderen" der uns täglich durch die Werbung eingeflößt wird. Nach dem Motto: Wer nichts hat, der ist auch nichts!
So ein Blödsinn. Wer wenig hat, weiß die wirklich wichtigen Dinge im Leben eher zu schätzen als diejenigen die damit beschäftigt sind, möglichst viel Geld zu verdienen, damit sie sich selbst verwirklichen können, was meistens nichts anderes heißt als auf Kosten anderer zu konsumieren. Glücklicher sind diese reichen Menschen deshalb nicht.
Auch wenn ich mit Religionen eigentlich nichts am Hute habe: Nicht ohne Grund verteufeln alle großen Religionen Neid, Missgunst, Gier und Habgier. Sie führen nur zu Konflikten, Ausbeutung und Zerstörung.
Leider ist für viele Menschen hier vieles normal und selbstverständlich, was auf Ausbeutung und Zerstörung beruht. Davon wird es aber nicht besser. Und die Menschen werden davon nicht glücklicher. Beschäftige dich mal mit Glücksforschung, dann wirst du erkennen, das mehr Wohlstand irgendwann nicht mehr Glücklich macht. Und in Deutschland haben wir diesen Punkt schon lange überschritten.
Zu deiner Frage: "Oder sollte dem Arbeiter mit seinem Lohn auch nur die Grundrechte zustehen, welches er sich erarberitet hat?"
Ja, natürlich! Warum denn nicht? Es sind doch Grundrechte. Das heißt doch nicht, dass damit ausgeschlossen ist, dass man mehr haben kann.
Ich möchte das der Reichtum unseres Landes gerechter verteilt wird. Früher gab es eine ethische Obergrenze bei Gefältern von Managern die das 20-fache des Durchschnittsgehalts der Firma war. Heute gibt es Manager, die das 200-fache des Firmendurschnittsgehalts verdienen. Und diese Menschen zahlen durch Steuertricks oder Steuerbetrug auch noch einen geringeren Anteil an Steuern und durch Privakranken- und -Pflegeversicherungen und Beitragsbemessungsgrenzen auch noch einen geringeren Anteil an Versicherungsbeiträgen als normale Arbeitnehmer.
Hier gibt es also genug Geld, dass man gerechter verteilen könnte. Die reichsten 10% der Detuschen verfügten 2007 über 61% des Vermögens in Deutschland, Tendenz steigend.
Jeder sagt sich dann: "Warum soll ich was tun, ich hab so oder so nicht mehr, als mir mit den Grundrechten zusteht."
Selbst ein Rentner hat nicht mehr als die große Masse, aber ihm darf doch zugestanden werden, dass er trotzdem ein anderes Lebensniveau haben darf, als ein Hartz-IV-Empfänger. Warum sollen dem Rentner, dem behinderten Menschen die Chance auf mehr als die Grundrechte entzogen werden? Mit Chancen meine ich, ohne dass ihm die Steuer im Genick sitzt.
Ja eben sind das die Grundrechte, auch dem Rentner sei es zu gönnen, mehr zu haben als nur die Grundrechte, deshalb muss ihm auch die Chance geboten werden. Arbeiter haben die Chance, durch Mehrarbeit und Nebenverdienst sich auch mehr zu schaffen. Rentner und Schwerbehinderte nicht, dazu fehlt ihnen die Kraft (Gesundheit und Alter).
Warum gönnt man dem Rentner nicht, dass ihm gegenüber des Arbeiters die Chancen erleichtert werden, entsprechend seiner Vitalität? Und glaub mir, Rentner und Schwerbehinderte wissen, das Wenige der Dinge zu schätzen, die hatten noch nie viel.
Aber ich muss Dir sagen, dass andere Gesellschaftsgruppen mehr haben, als Rentner. Beispiel:
Ein Altersrentner darf bloß ein Einkommen haben, dass eine gewisse Obergrenze hat, kommt er darüber hinweg, muss er Steuern zahlen. Über Rentensteuer sagte ich ja schon bereits. Wir wissen, dass ein Rentner kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Und wenn, hat er zu schnell die Grenze überschritten, dazu muss er nicht mal arbeiten. Er kann auch einen Nebenverdienst erlangen, wenn er vermietet oder verpachtet.
Noch schlimmer ist es bei Erwerbsminderungsrenten, der darf nur 350,00 € nebenbei verdienen, egal wie hoch seine Rente ist, dazu zählt auch Miete, Pacht, nichkörperliche oder gering geistige Arbeit. Kommt er über diese Grenze hinweg, wird die Rente gekürzt oder ganz und gar eingestellt.
Hier zeige ich Dir den Widerspruch auf, zwischen Arbeitnehmer und Rentner. Klar ist dem Rentner die Chance verwehrt, mehr haben zu dürfen. Übrigens, diese Rentensteuer ist eine Erfindung von Rot- Grün, im Jahre 2004 erlassen, von Gerhard Schröder & Co.
Zum Schluß liegt mir das auch am Herzen, dass das Geldaufkommen hier in Deutschland gerechter verteilt werden müßte. Die Gründe der Ungerechtigkeit sind ja allgemein hinlänglich bekannt, aber auch dass ist nur Wunscdenken, wir sind da viel zu weit entfernt davon...