“Liebe Doris, vielleicht könnte Dich unser Projekt DONAUWANDEL interessieren…”, Mails wie dieses von Helene flattern nicht jeden Tag in meine Inbox. Wenn, dann sind sie aber meist eine Beachtung wert, am besten noch eine Nähere – und so war es auch diesmal.

Hallo, hier bin ich! Meinen vom Aufenthalt in Werfenweng prall gefüllten Rucksack ins Eck´werfend – zum Auspacken zuhause war keine Zeit, ich komme direkt vom Zug – schaue ich in um die zwanzig Augenpaare, neunzehn davon mir persönlich unbekannt. So sieht sie also aus, die Gruppe “engagierter Menschen, die eine nachhaltige Entwicklung im Donauraum initiieren” will und mich – mit genanntem Anfangsmail – zu einem ersten Treffen in Wien geladen hat.

Lang dauert das gegenseitige Anstarren nicht, die Schweigepause ebenso wenig. Schon wird wieder los besprochen und werden Ideen getauscht - es gibt viel zu tun, zu viel. Die Einleitungsrunde der bunt zusammen gewürfelten Gruppe aus Interessierten und “den üblichen Verdächtigen” aus der alternativen Szene, habe ich leider versäumt. Brocken für Brocken setzen sich die Puzzlesteine dann aber doch zusammen: Helene und derzeit 4 – 5 andere wollen zwischen März und Oktober 2013 entlang der Donau vom Schwarzwald bis ans Schwarze Meer. Wandern, Radeln, ja, sogar per Boot ist angedacht – oder anders gesagt: 14 Länder und 3.000 Kilometer in 6 Monaten. Und jede(r), der möchte ist eingeladen, dieses Kernteam zu begleiten – einige Tage, ein paar Wochen oder vielleicht sogar Monate. (Anm.: Me, me, me!!!)
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Aber es geht nicht nur darum, unterwegs zu sein und/ oder andere kennen zu lernen. Die Truppe um den Deutschen Johannes, der mit seiner ThinkCamp nonprofit co-operative federführend dabei ist, möchte gemeinsam zukunftsfähige Ideen entwickeln und umsetzen. Es soll eine “Lernreise” werden, bei der sich nachhaltige Initiativen vernetzen und voneinander profitieren können.

Flyer werden verteilt. Worte prasseln auf mich ein: Clouds, Forums, Triz, Streams und viele mehr. Alles unklar?! Nicht ganz. Klar ist, dass gerade an einer Online-Plattform, eine Cloud, zum Austausch, zum von einander Lernen, zur gegenseitigen Vernetzung und zur Diskussion mit Interessierten sowie ExpertInnen gebastelt wird. Klar ist, dass von der Wanderung auch gebloggt und laufend berichtet werden soll. Klar ist außerdem, dass neben der virtuellen Verbindung an jeder Station der Reise – von Zürich bis in die Ukraine – eine Konferenz stattfinden wird: Ein Meeting, ein Festival, ein Zusammentreffen, ein Forum für 200 – 300 Menschen, bei dem sie nachhaltige Projekte präsentieren, sich austauschen und miteinander verbinden können.
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“During this learning journey through 14 countries we share our ideas, brains, heart, soul and energy with other like-minded people.” (Folder von DONAUWANDEL)

3.4. Augsburg, 19.4. Regensburg, 9.5. Melk. Termine und Lokalitäten für die Konferenzen stehen bis Budapest fest. In Wien ist nicht nur der 24./ 25. Mai reserviert, auch die Location ist bereits fix: Die Konferenz findet in der Seestadt Aspern statt. Gut, denn kaum ein Ort könnte sich besser für ein Nachhaltigkeitsmeeting dieser Art eignen als dieses größte Stadtentwicklungsprojekt Wiens, in dem das Miteinander aller Gegensätze – von Jung bis Alt, von Reich bis Arm,… – geübt wird! Datum, Ort – check! Anders das Programm. Dass es vor allem ums nachhaltige Wohnen & Leben gehen wird, das bringen die Räumlichkeiten mit sich. Aber was dann?! Genau das zu erarbeiten, das ist eine der Herausforderungen – eine für dieses WIR, das sich plötzlich aus diesem bunt zusammen gewürfelten Haufen bildet. Und ich mitten drin!

Es ist darüber hinaus eine Herausforderung für alle anderen Stationen der “Donauwanderung”: In jedem Ort wird gerade ein Regionalteam entwickelt, das für die Treffen zuständig ist. Glücklicherweise muss nicht überall das Rad neu erfunden werden. So stehen zum Beispiel Gespräche mit den OrganisatorInnen desSLAMA Festivals in Kroatien an, um bei diesem nachhaltigen Festival für “kreatives Bewusstsein” ein Forum abzuhalten. Wie es der “Zufall” will, planen Helene & Co. nämlich genau zu dem Zeitpunkt in Kroatien zu sein…

Genau solche Zu- und Glücksfälle braucht der DONAUWANDEL – genauso wie Interessierte, Engagierte und Neugierige, die sich der Wanderung selbst anschließen, an den Regionaltreffen mitarbeiten, ein Treffen besuchen oder während der Wanderung bloggend/ dokumentierend tätig sein möchten; eine nachhaltige Initiative in den Orten kennen oder einfach “nur” die Idee verbreiten wollen.
Also, wer wandelt & wandert mit uns ein Stück die Donau lang…?

[/b][b]Alle, die das Thema anspricht, melden sich bitte auf der DONAUWANDEL Plattform oder der Facebook-Gruppe

Daneben entsteht gerade ein paralleles Projekt, bei dem ein gemeinsames Kochen mit den nachhaltigen InitiatorInnen auf dem Programm steht, ein Plaudern aus dem Kochtopf statt aus dem Nähkästchen. Herauskommen soll – nach dem Vorbild bzw. dem Anstoß von “Kreuzberg kocht” – ein Kochbuch.