mein WerzeugEine Shampooflasche mit einer (fast) geschlossenen genügend großen Verschlusskappe,
Ahle, scharfe Schere, Lochstanzen, ein Annorakdruckknopfset und ein Hammer.
Hier meine Modellkanditaten:
meine "Modelle"Ich greife am liebsten auf Shampooflaschen mit Aufkleber zurück, weil deren bedruckte Folien sich meist leicht (vorher moderat etwas anwärmen) und rückstandslos entfernen lassen.
Nun, ihr habt es sofort gesehen, die Flasche in der Mitte ist doch gar keine Shampooflasche, sondern eine Anti-Mücken-Sprühflasche. Die habe ich ausgewählt, weil sie schon von Hause aus(!) einen eigenen guten Deckelverschluss mitbringt.
Detail der "Schnapprille"Entfernt man den Sprühkopf etwas oberhalb der Einrast-Rille, geht eine normal schlanke Brille gut rein und der Deckel hält dann wie zuvor auch, gut! Ein in den Deckel eingefaltetes Brillenputztuch wird praktischerweise gleich zu einem „Klapperdämfer“
Schon fertig!Für Sonnen- und etwas größere Brillen empfehlen sich Shampooflaschen, weil sie etwas mehr Volumen bieten. Üblich ist, dass der hauseigene Deckel derShampooflaschen meist eine relativ feste Klemmverbindung hat die eigentlich nicht geöffnet werden soll.
![[image]](/uploads/assets/user/6156/Briltui/Brituis.jpg)
Nach dem abnehmen der Verschlusskappe muss, einer genügenden Öffnung wegen, der Flaschenhals vollständig entfernt werden. Allein dadurch verliert der Deckel jeglichen Verschlusshalt, aber auch, weil gleichzeitig im Innern der gesamte Halteapparat auch entfernt werden sollte. Ein bloßes Aufstecken gibt somit keinen festen Halt mehr. Also muss eine neue Verschlußmöglichkeit her. Ich benutzte dafür Patritzen von Annorakdruckknöpfen und kann so eine einfache, reversible, dennoch stabile Deckelarretierung erreichen. Wie auf dem Bild darunter, werden diese so eingeschlagen, dass deren 'Kugeln' sich im Deckelinnern befinden sollten.
Britui DetailsIm Flaschenhalsbereich habe ich zwei Aussparungen so angelegt, dass sie sich genau unter den Patritzen-Köpfen befinden. Damit schnappen die kugligen Köpfe beim Aufschieben des Deckels in die Aussparungen der Flasche ein und halten ihn damit gut fest. Zum Öffnen genügt später ein sanfter Druck unterhalb des Druckknopfes auf den Flaschenkörper, was den Deckel entriegelt und damit ist die Verschlußkappe leicht zu entfernen.
(Wegen der Nutzung auch anderer Kunststoffflaschen schwanke ich noch zwischen den Namen Shamptui oder (neutraler) Briltui hin und her.)
Etwas genauer:
Britui geschlossenund offen
Britui offenEs ist bei weitem nicht so kompliziert, wie es sich anhört und daher hoffe ich auf regen Nachbau. Falls jetzt noch Fragen offen geblieben sind, einfach nachhaken, oder alternativ, nehmt das dazugehörige Etui vom Optiker. Nur ein echtes "Briltui" hat nicht jeder.
lachendes Briltui Ich sehe schon die Kommentare und sage gleich, ja man kann natürlich auch Anderes einfüllen.
MultuiNamentlich wird es dann halt eben kein Shamp- oder Briltui, sondern ein „Multui“ , weil nun ist es
„multi-funktional“ nutzbar.
(Vielleicht hilft mir spätestens jetzt auch jemand bei einer geeigneten Namensgebung, oder?)
Happy recycling!


Kommentare (7)
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Ich hab erst darüber nachgedacht, ich hab derzeit eines aus Filz, das könnte man sich auch selbst machen.
toll, was Dir da wieder eingefallen ist, wie Du Ideen umsetzt und wie ansprechend Du sie hier präsentierst (siehe u.a. das Eingangs- und vorletzte Foto!).
Einen für mich entscheidenden Vorteil hat das durchsichtige oder zumindest durchscheinende Brillenetui: Man öffnet beim Suchen nach einer bestimmten Brille (Lesebrille, Zweitbrille, Sonnenbrille) nicht mehrere Etuis, bis man fündig wird! Weshalb werden die im Handel anfgebotenen Etuis eigentlich samt und sonders blickdicht gefertigt??? Man könnte die herkömmlichen ja an einer Seite mit brillengläserschonendem Material auskleiden.
Wenn das mit dem Nachahmen nur immer so leicht wäre wie es gelegentlich aussieht!
Liebe Grüße vom
SamtNierchen
Alltui ist eine gute Alternative. Für Littui war ich zu schüchtern.
Super kreativ, könnten einige Haushalte nachmachen!!!...Gäb es weniger Müll.