![[image]](/uploads/assets/user/6156/Mir_ist_so_langweilig/Ameise_2.jpg)
"Ameise Mahagoni"
![[image]](/uploads/assets/user/6156/Mir_ist_so_langweilig/Ameise_1.jpg)
Auch meine Taube aus Feuersteinen, die neben den Hühnergöttern sich befand, wurde heher taktil aufmerksam begutachtet, während ich etwas von Feuersteinen und deren Bearbeitungsmöglichkeiten und dem Fundort dieses Vogels an der Ostsee erzählte.
"Taube" aus Feuerstein
Der Renner aber war meine Hui-Maschine.
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Meine "Hui-Maschine"
Ich denke mal, dass viele wissen, was eine Hui-Maschine ist. Die ist nicht etwa von mir kreiert, aber von mir nachgemacht und "meine" hatte ich für die „48 Stunden von Neukölln“, einer Kunstaktion in Berlin-Neukölln, die sich mit dem Thema Flughafen beschäftigte, wieder hervorgeholt. Quasi als archaisches Flugzeugmodell.
Eine "Hui-Maschine" ist ein mit regelmäßig verteilten Kerben versehener, einfacher und quadratischer Holzstab, an dem vorn ein propellerähnliches, flaches und bewegliches Querholz angeschraubt ist.
Kinder, wie Erwachsene kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, wenn sich der Propeller, wie von Zauberhand, an zu drehen beginnt, nur weil mit einem zweiten Stab über die Kerben gerieben wird. Hier fließt kein Strom, es gibt keinen Motor und auch keine Elektronik, einfach nur Holz und ein bisschen Reibung (Muskelkraft), die den Propeller antreibt!
![[image]](/uploads/assets/user/6156/Mir_ist_so_langweilig/Hui-Maschine.jpg)
"Hui-Maschine" mit Eistiel-Propeller (die Schnur ist zur Sicherung des Reibestabes und so immer dabei)
Spricht man nun, während man immer noch weiter reibt und der Propeller sich rasant dreht, die Worte „Hui, Hui“ aus, stoppt der Propeller sofort und beginnt sich danach in die entgegengesetzte Richtung zu drehen. „Hui-Hui“ sind jene magischen Worte, die den Propeller dazu zwingen, seine Drehrichtung zu
ändern. Daher der Name „Hui-Maschine“
Gibt man aber einem Zuschauenden die Hui-Maschine selbst in die Hände, schafft der es selten den Propeller zum Drehen zu bringen und wenn er sich doch irgendwie hoppelnd drehend bewegt, dann helfen auch die „Hui-Hui-Befehle“ nicht, dass der Propeller wo möglich auch noch die Richtung ändert.
Dabei hat der doch genau zugeschaut und gesehen, wie es gemacht wurde. Nimmt man selbst wieder die Hui-Maschine in die Hand, geht alles wieder wie von selbst. Natürlich gibt es einen kleinen Trick dabei, aber das den sich ein Zuschauer einfach abschauen kann, ist extrem selten. Für Kinder ist es toll, wenn die so schlauen Erwachsenen, das nicht hinbekommen.
![[image]](/uploads/assets/user/6156/Mir_ist_so_langweilig/Hui-Maschine_00.jpg)
"Hui-Maschine" aus einer Astgabel mit zwei Propellern.
Also habe ich zusammen meinem Gast eine Hui-Maschine gebaut. Für die Kunstaktion hatte ich noch eine Variante aus einer Astgabel gebaut, die nun zwei Propeller hat und, obwohl nur an einem Ast Kerben sind und dort auch nur gerieben wird, drehen sich an beiden Enden die Propeller gleichzeitig, stoppen gleichzeitig und ändern auf Befehl dann die Drehrichtung.
![[image]](/uploads/assets/user/6156/Mir_ist_so_langweilig/Hui-Flugzeug.jpg)
Mein "Hui-Flugzeug"
Und weil ich nun schon einmal dabei war, habe ich gleich noch ein kleines Flugzeug vorn mit angeschnitzt. Ach übrigens, alle Propeller sind aus hölzernen Eisstielen.
![[image]](/uploads/assets/user/6156/Mir_ist_so_langweilig/Hui-Flugzeug_1.jpg)
![[image]](/uploads/assets/user/6156/Mir_ist_so_langweilig/Hui-Flugzeug_Detail_1.jpg)
Details des "Hui-Flugzeugs"
![[image]](/uploads/assets/user/6156/Mir_ist_so_langweilig/Hui-Flugzeug_Detail_2.jpg)
Wen es interessiert, eine wissenschaftliche Erklärung gibt es im Internet unter:
http://www.wundersamessammelsurium.info/mechanisches/hui_maschine/index.html
und Anschauungsfilme und den Trick natürlich bei Youtube:
Ach, und was meinen jungen Gast anbelangte, nun waren es seine besorgten Eltern, die vertröstet
werden mussten bis er (wir) endlich mit seiner Hui-Maschine fertig waren und er zufrieden nach Hause ging.


Kommentare (12)
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Mein A-R-T-elier ist schon etwas geräumig, d.h. Du kannst dabei auch neben mir sitzen (schmunzel), nur zu.
auch immer wunderschöne Materialien...
vermutlich wären meine Jungs auch ständig bei dir im Atelier am basteln, am zuguggen, am helfen, wenn wir um's Eck wären, oder sie hätten schon ein Feldbett oder Zelt in der Nähe aufgestellt...
Ich bin froh, eine kleine Werkstatt zu wissen, in unserem künftigen Hort nach der Schule. Einmal die Woche dürfen die Kinder dort mit einem ehrenamtlich Tätigen werkeln, unter Aufsicht...schön.
Ach, in diesem Zusammenhang habe ich noch einige andere Bauelemente mit eingebracht, darüber später noch einmal etwas.
Rolf
Daaanke!
Das Einzige, wovon ich schon genug gesammelt hab sind Propeller ...
Am 18. September ist das letzte "Öffentliche Wohnzimmer" in diesem Jahr ...
Da fällt mir noch ein Gerät ein:
Durch eine hözerne Fadenrolle (gibt es die überhaupt noch?) wird ein Gummiring (wir sagten immer Schießgummi dazu) gezogen. An einem Ende war ein kleines Holzstückchen befestigt, das in einer kleinen Kerbe der runden Außenseite ruhte, damit es sich nicht bewegen konnte. Durch das andere Ende des Gummibandes wurde ein längeres Holzstück gesteckt. Damit wurde der "Gummimotor" aufgezogen. Legte man nun die Rolle auf eine ebene glatte Unterlage, so fuhr sie los.