Meine Magnolie auf der Terrasse kontert mit sattem Gelb
Der Federahorn leuchtet feuerrot. In jedem Herbst wieder ein Genuss
FederahornMeine Agave muss wieder in den Wintergarten. Jedes Jahr habe ich mich dabei beim Reintragen gestochen und einmal wäre ein Stich fast ins Auge gegangen. In diesem Jahr habe ich meine Agave entschärft und das nicht nur um sie gefahrloser trasportieren zu können, sondern auch, um beim Gießen nicht unnötig verletzt zu werden.
Plötzlich zogen in mehreren Keilen schreiend Kraniche über den Garten hinweg. Als ich die Kamera endlich bereit hatte, hatten sich jedoch alle Formationen aufgelöst und völlig ungeordnet, nutzte jeder allein eine wohl mächtige Thermik, um weiter in die Höhe zu kommen..
Kraniche in der ThermikHeute Nacht gab es schon den ersten Raureif und Bodenfrost. Gott sei dank noch keinen Schnee. Es sind nur noch Kleinigkeiten zu machen. Die Hände sind kalt und mein Walnussbaum „weint“ weiterhin dicke Tränen, weil er seine Blätter hergeben muss. Ich finde es immer wieder faszinierend, das obgleich der Safttrieb schon eingestellt sein sollte, noch immer reichlich Wasser aus all seinen Blattansätzen rinnt, das richtige Tränen bildet und die auch an den Zweigen und am Stamm entlang rinnen.
Weinender Walnussbaum.
Meine ich Gartenschere besitze schon etliche Jahre, dennoch ist es mir bisher nicht aufgefallen, dass ihr Schneidwerk einem Leguankopf ähnelt.
Gartenscheren LeguanIch habe den jetzt traurig aussehenden Sonnenhut runter geschnitten. Wie gut, dass ich seine Blüten schon einmal gemalt habe.
Gelber SonnenhutEndlich hatte ich Zeit, mein Futterhaus zu reparieren. Weil es so schön zerlegt war, habe ich die Gelegenheit genutzt und alles einmal photographiert, damit es bei Interesse nachgebaut werden könnte.
Mein Haus ist auf einem geraden Stamm einer Gledischie montiert, dessen stabiler Fuß der Kopf von einer älteren Pflastersteinramme stammt. Den Kopf wollte der Nachbar entsorgen, aber der Rammkopf ist schön schwer und damit steht der Sockel fest und stabil.
Das Futterhausdach fiel zu Boden, weil das Eichhörnchen den Stamm empor klettern konnte. In der Nachbarschaft haben wir etliche neue Katzen, die das Gleiche versuchen könnten, daher gibt es in diesem Jahr neu ein Abwehrschild aus einem Blumenuntersetzer.
Den Untersetzer habe ich mittig geschlitzt und mit der Heißluftpistole so erwärmt, dass er sich über den Stamm ziehen ließ und habe somit gleich auch eine gute Anschraubmöglichkeit geschaffen.
Schon im vorigen Jahr gab es vier Anflugstangen, die es den Vögeln sehr erleichtert haben erst einmal das Futterfeld zu sondieren, aber das ermöglicht ihnen auch , dass mehrere Vögel unbedrängt gleichzeitig fressen können. Die Anflugstangen stecken in einem Plastiknapf für Gesichtscreme und werden unter den Futtersilo geschraubt.
Eine Gewindestange verbindet reversibel den rechtwinkligen Futtersilo mit seinen transparenten, herausziehbaren Außenwänden sowie die Anflugstangen mit dem Stamm.
In den etwas größeren Boden der Futterplatte sind Abflusslöcher gebohrt, damit keine Staunässe entstehen kann. Damit das Futter gleichmäßig verteilt wird und nachrutschen kann, sind die durchsichtigen Außenwände ( alte Vorratsdosen) am Boden halbkreisförmig ausgesägt. Die werden in die Außenleisten des Futtersilos geschoben.
Futtersilo mit AußenwandIm Innern sorgt eine Verteilungspyramide aus einem Getränkekarton dafür, das auch bei geringem Futterstand die Körner zu den Futteröffnungen fließen können. Gleichzeitig verdeckt sie die Befestigungsmutter. Zum problemlosen Reinigen habe ich die Alubeschichtung des Getränkekartons nach außen genommen und zum leichten Entfernen, ein stabiles Kunststoffröhrchen an ihre Spitze geklebt. Die reicht bis dicht unter das Dach und so kann die Pyramide bei Bedarf leicht herausgehoben werden.
Damit der freie Futtersaum ums Haus herum nicht so leicht nass wird oder gar zuschneit, ist das Dach weit überstehend und aus einem quadratisch, wasserfest verleimten Stück Sperrholz gefertigt. Diagonal geschnitten, erhält man vier Dreiecke, die ich mit schwarzem Schmelzkleber fest verbunden habe. So ergibt sich ein asiatisch ausehendes, abnehmbares Pagodendach.
An der Unterseite befinden sich Distanzklötze, die das Dach mittig fixieren. Wetterfest und gebeizt wurde alles mit natürlichen nachhaltigen Farben und Ölen.
Die Kinderschippe steckt in einer Ausparung und diente nur zum bessern Tragen. Im Sommer könnte so bei Bedarf der Haussockel auch zum Rammen oder Feststampfen benutzt werden.
Die Diskussion, ob ja oder nicht im Winter gefüttert werden soll, überlasse ich jedem selbst. Ich habe mich dafür entschieden, erhalte aber auch genügend Beerensträucher im Garten, die nicht abgeerntet werden, zudem lasse immer „Futterfrüchte“ hängen, auch an den Weinreben, nie entferne ich alles Laub aus den Garten und rege mich nicht auf, wenn meine Rosen mehrfach zwecks Futtersuche "enthäufelt" werden.
Wir beobachten schon sehr lange, das in jedem Winter weitere seltene Vogelarten hinzu kommen.
Manchmal finde ich auch noch Zeit zum Stift zu greifen. Nun kann er kommen, der Winter.


Kommentare (4)
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Wir haben bis jetzt nur ein offenes Vogelhaus, da sitzt ab und an auch eine Katze drinnen und nachfüllen muss ich fast jeden Tag (echter Stress im Winter).
Wir hatten heute schon den ersten Schnee, 7 cm) zum Glück haben wir gestern noch die Bohnen geborgen und davor den letzten Saft gepresst. Jetzt ist einmal Ruhe im Dorf, die Vorbereitungen für das nächste Gartenjahr müssen noch etwas warten bis es nicht mehr matschig ist.
Das mit dem Nussbaum ist mir im letzten Winter auch aufgefallen. Ich musste einen fällen, da er schon eine gefährliche Schieflage hatte. Obwohl im Februar eigentlich kein Saft im Stamm sein sollte, quoll der Stumpf fast über vor Lebenssaft.
Bei uns ziehen nicht die Kraniche sondern die Wildgänse in einer wunderschönen V-Formation, wenn sie tief genug fliegen hört man sogar das Flügelschlagen.
Ja der Winter kann kommen, um die vielen Bücher zu lesen die sich stapeln,für heuer reichts mir mit Arbeiten.
Ein Bekannter, der im nahen Umland ziemlich abgelegen eine wahre "Futterscheune" jedes Jahr aufstellt (fast einen 1/2 qm Grundfläche hat sein Vogelfutterhaus) muss auch fast täglich Futter nachlegen.
Meinem Walnussbaum habe ich im vorigen Frühherbst einen Daumen dicken Ast entfernt. Sein Lebenssaft floss im wahrsten Sinne des Wortes über eine Woche. Ich habe versucht erst mit Baumwachs (hielt überhaupt nicht) dann mit einer Lötlampe (!) die Schnittstelle zu versiegeln. Auch das klappte nicht. Seit dem versuche ich Schnitte zu vermeiden.
Es ist erstaunlich wie viel Flugzeuge "kondensend" täglich über die Stadt hinweg ziehen, manchmal bis zu 6 gleichzeitig, da sind mir die herbstlichen Vogelschwärme doch viel lieber. Gänse, Kraniche und Störche, alles vertreten und ab und zu erleben wir noch das Sammeln der Stare in den nahen hohen Bäumen und natürlich dann mit deren Formationsflugschauen am Himmel.
Wie ich lesen konnte funzt dein Lehmofen und irgendwo findet sich dabei auch eine Ofenbank auf der dann das Lesen wohlig vonstatten gehen kann.
So ähnliche und doch so unterschiedliche Formen und Farben.