Dabei werden behinderte Menschen häufig in Oper- oder Helden-Schubladen gesteckt und entweder als passiv und hilflos dargestellt oder als besonders taper gelobt, da sie “trotz” einer Behinderung lebensfroh wirken und “tapfer ihr Schicksal meistern”.
Aus diesem Grund hat das Projekt Sozialhelden die Website Leidmedien.de ins Leben gerufen, die auch von der Robert Bosch Stiftung unterstützt wird. Hier findet man neben vielen hilfreichen Tipps für eine angemessene Berichterstattung Positiv- und Negativ-Beispiele aus der Presse sowie Begriffserklärungen.
Für mich hat vor allem der Kommentar von Michael Z. aus Berlin das Thema wunderbar veranschaulicht. Auf die Aussage jemand sei “an den Rollstuhl gefesselt” entgegnete er „Ein Rollstuhl ist keine Einschränkung, sondern ein Fortbewegungsmittel. Sollten Sie tatsächlich jemanden treffen, der an den Rollstuhl gefesselt ist, binden Sie ihn los!“
Die Bilder wurden mir freundlicherweise von Leidmedien.de / Sozialhelden e.V. zur Verfügung gestellt.
Richtig berichten über Menschen mit Behinderungen – auf der Spur von Vorurteilen und Stereotypen


Kommentare (2)
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vielen Dank für diesen Link. Ich studiere Sonderpädagogik und ärgere mich oft über solche Aussagen, wie die Fesselung an einen Rollstuhl. Allerdings kannte ich diese Seite noch nicht, werde sie nun aber unter Kommiltonnen verbreiten und mir sicherlich auch noch den ein oder anderen Tipp holen können, da ich eine Sport-AG für Kinder mit Blindheit oder Sehbehinderung leite und da auch öfter mal Artikel schreiben muss...
-- nur ganz nebenbei zu dem aktuellen Foto oben:
Was mir persönlich überhaupt nicht gefällt ist dieser derzeit modische Stil, Fotos in der Farbgebung so ähnlich wie nachkolorierte Fotos der 1920er/1930er Jahre aussehen zu lassen. Ich sehe das fast schon sogar als eine Art von "Missachtung" des Geschenks, das die Natur den meisten von uns Menschen gegeben hat, Farben viel kräftiger sehen zu können (und das auch technisch heute reproduzieren zu können);
freilich haben auch monochrome (schwarzweiß) Fotos ihren je eigenen Reiz bzw Sinn (z.B. wenn bewusst die Aufmerksamkeit auf die Formen, Lichtverhältnisse etc gerichtet werden soll, wovon manchmal Farben 'ablenken' können), aber diese Mischung, naja ... nicht mein Geschmack jedenfalls ... oft ist das v.a. ein Mix aus Rot und Grau - was überhaupt auch sonst eine relativ grauenvolle Kombination ist (außer natürlich ggf in einem Kontext mit vielen anderen Farben)