Dabei werden behinderte Menschen häufig in Oper- oder Helden-Schubladen gesteckt und entweder als passiv und hilflos dargestellt oder als besonders taper gelobt, da sie “trotz” einer Behinderung lebensfroh wirken und “tapfer ihr Schicksal meistern”.

Aus diesem Grund hat das Projekt Sozialhelden die Website Leidmedien.de ins Leben gerufen, die auch von der Robert Bosch Stiftung unterstützt wird. Hier findet man neben vielen hilfreichen Tipps für eine angemessene Berichterstattung Positiv- und Negativ-Beispiele aus der Presse sowie Begriffserklärungen.

Für mich hat vor allem der Kommentar von Michael Z. aus Berlin das Thema wunderbar veranschaulicht. Auf die Aussage jemand sei “an den Rollstuhl gefesselt” entgegnete er „Ein Rollstuhl ist keine Einschränkung, sondern ein Fortbewegungsmittel. Sollten Sie tatsächlich jemanden treffen, der an den Rollstuhl gefesselt ist, binden Sie ihn los!“

Die Bilder wurden mir freundlicherweise von Leidmedien.de / Sozialhelden e.V. zur Verfügung gestellt.