Seit einigen Jahren schon war einer meiner größten Träume, zur Klimakonferenz zu fahren.
Durch meine Arbeit in einer internationalen NGO wurde der Traum dann im Dezember 2011 wahr und ich flog nach Durban!
Da hört es aber auch schon wieder auf, denn ich flog!
Unsere Delegation bestand aus 8 Studenten der Forst- und Umweltwissenschaften aus verschiedenen Ländern. Es war eher dazu da, dass wir einen Einblick bekommen in das System "Klimakonferenz". Direkten politischen Einfluss hatten wir nicht.
Doch was ich gesehen habe hat mich abgeschreckt.
Networking, Networking, Arschkriechen, nett sein, lächeln, auf Empfänge gehen und nochmal Networking.. Was bringt das schon?
Die halbe Welt versammelt sich an einem Ort um über die Zukunft zu sprechen, und am Ende war nur wichtig, wer dagewesen ist, wer die wichtigsten Menschen kennengelernt hat, wer die meisten Visitenkarten in die Hand gedrückt bekommen hat und wer die schönste "Delegates-Bag" ergattert hat. Ich habe meine meiner Mutter geschenkt.
Ich bin sehr enttäuscht über die Kraftlosigkeit und Sinnlosigkeit dieser Veranstaltung.
Auch darüber, dass ich für nicht einmal 2 Wochen Konferenz so weit geflogen bin. Wie kontraproduktiv! Zum Rio+20 in Rio de Janeiro werde ich dieses Jahr sicherlich nicht mehr gehen.
Trotzdem arbeite ich gerne in meiner NGO und habe eine wunderbare Zeit im Vorstand von IFSA (International Forestry Students Association).
Und ich freue mich über eine weitere Erfahrung die ich gemacht habe.
PS: Die schönste Erfahrung war das Treffen mit Jane Goodall. Was für eine wunderbare Frau!


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