Erdgas- und Stromverbrauch
Beim Energieträger Erdgas steigt der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr leicht an. Gegenüber 2008 konnte jedoch eine Reduktion des Energieeinsatzes um ca. 2.884 MWh erreicht werden. Dies bedeutet eine Einsparung von etwa 2,2 %.
Beim Energieträger Strom muss kritisch angemerkt werden, dass eine Reduzierung – betrachtet man die letzten fünf Jahre – nicht vorgenommen werden konnte. Dies hat die folgenden Ursachen:
• Die Diversifizierung der Produkt- und Gebindepalette erhöhte die Komplexität der Prozesse.
• Individualflaschen von Wettbewerbern erhöhen den Sortieraufwand.
• Verstärkte Automatisierung.
• Einfügung neuer Prozessschritte (Pasteurisierung, Verpackung).
Ziel Energie
Ziel ist es, durch die Verbesserung des Wirkungsgrades in den kommenden Jahren zu einer deutlichen Reduzierung zu kommen und künftig regenerative Energieträger einzusetzen bzw. deren Anteil am Energiemix zu erhöhen.
Im Jahr 2011 soll der Energieverbrauch von 187.132 MWh (2010) durch die Realisierung von Einsparpotenzialen und technische Innovationenen um 16.500 MWh gesenkt werden..
Weitere Einsparungen bei den Emissionen sollen durch einen geringeren Kraftstoff-Verbrauch der PKW erreicht werden. Derzeit werden 2.092 Tonnen an CO2-Emissionen durch Fahrzeugbewegungen Krombacher Mitarbeiter verursacht.
Maßnahmen Energie
1. Verschiedene technische Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs
2. Umsteigen auf Ökostrom
Im Zuge eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Umwelt prüft die Krombacher Brauerei derzeit den Umstieg auf Ökostrom. Gespräche mit diversen Anbietern sind bereits vereinbart. Der frühest mögliche Liefertermin für einen alternativen Stromanbieter ist der 01.01.2012. Flankierend zu den geplanten Einsparzielen und -maßnahmen werden deshalb alternative Energiekonzepte geprüft. Zu diesem Zweck wurde 2010 eine Machbarkeitsstudie „Regenerative Energien“ in Auftrag gegeben. Mit diesem Projekt wurde Prof. Dr. Schulte vom Waldzentrum der Universität Münster betraut. Die Ergebnisse dieser Studie liegen vor und werden zurzeit geprüft.
Durch den Ausbau der Car-Policy (Blue Motion-Technologie)bei allen neu hinzukommenden Fahrzeuge und durch gezieltes Fahrertraining soll die CO2 Emission, verursacht durch Krombacher Fahrzeuge auf unter 2.000 Tonnen im nächsten Jahr gesenkt werden.
2. Ausgangssituation Wasser und Gebrauchswasser
Die Krombacher Brauerei stellt ein Naturprodukt her. Wichtiger Bestandteil (90% des Produktes) ist das Wasser. Krombacher verfügt über ein System von knapp 50 Brunnen und Quellen und liegt in einer äußerst niederschlagsreichen Gegend mit einem langjährigen Niederschlagsmittel von über 1100mm. Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist mit 66% Waldbedeckung der waldreichste Kreis in Deutschland. Nun ist es aber so, dass gerade der Wald durch seine Filterfunktion eine erhebliche Bedeutung für die Qualität des Wassers hat. In 2006 / 2007 konnte der Wasserverbrauch mit 3,32 bzw 3,31 hl/hl der niedrigste Wert erzielt werden. Danach stieg der spezifische Gesamtwasserverbrauch an.
Alle anfallenden Abwässer aus Produktion und Abfüllung werden zunächst zentral gesammelt und in der eigenen Abwasservorbehandlungsanlage behandelt. Hier erfolgt ein Mengen- und Konzentrationsausgleich mit biologischem Teilabbau. Das solchermaßen vorbehandelte Abwasser wird unter Einhaltung der Einleitbedingungen der Stadt schonend in die Kanalisation und damit zur städtischen Kläranlage eingeleitet. Die Krombacher Abwässer werden dort gemeinsam mit dem städtischen Abwasser einer Vollklärung unterzogen. Das geklärte Wasser geht als fast reines Wasser (mit einem CSB-Wert (= Chemischer Sauerstoff Bedarf) geringer als 70 mg/l) in den Fluss „Ferndorf“. Diese Einleitung in ein fließendes Fischgewässer zeigt den hohen Grad der Reinheit des Wassers. Krombacher ist der größte Einleiter in die kommunale Abwasseranlage und hat sich daher an der städtischen Kläranlage investiv als auch an den Betriebskosten beteiligt. Durch diese Zusammenarbeit ist eine effizientere Aufbereitung möglich. Von 2009 auf 2010 ist der spezifische Gebrauchswasserbedarf geringfügig von 2,10 hl pro Hektoliter Bier auf 2,08 hl/Hl gesunken. Durch die Optimierung der zugrundeliegenden Produktionsprozesse wird erwartet, dass auch in den kommenden Jahren der spezifische Verbrauch gesenkt werden kann. Auch die sukzessive Modernisierung kann hier positive Auswirkungen haben. Die Abfüllanlagen H und G wurden komplett neu gebaut sowie die bestehenden Anlagen A, B, C ausgetauscht, so dass neueste, modernste Technik zur Verfügung steht.
Ziele und Maßnahmen Wasser
Gegenüber 2009 konnte 2010 eine leichte Reduzierung auf nun 3,48 hl/hl erzielt werden. Mit diesen Werten ist die Krombacher Brauerei in der Branche führend, jedoch muss es Ziel sein, die Wassereffizienz weiter zu verbessern, so dass zumindest die Werte 2006/07 wieder erreicht werden.
3. Gerste, Weizen und Hopfen
Bei Gerste/Weizen und beim Hopfen handelt es sich um nachwachsende Rohstoffe. Beim Malzverbrauch verhält es sich so, dass durch besonders schonende Verfahren ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist. Beim Hopfen handelt es sich um hochwertigen, zertifizierten Hopfen aus der Hallertau. Auch der Hopfenverbrauch ist in den letzten Jahren leicht rückläufig (=Zunahme von Biermischgetränken). Zu beachten ist hier aber, dass es von Jahrgang zu Jahrgang unterschiedliche Ausbeuteschwankungen von bis zu 10% geben kann.
4. Verpackung/Mehrwegsystem
Die Krombacher Brauerei ist seit Jahren in der Gebindepolitik dem Mehrwegsystem verpflichtet. Bereits lange vor der Neuregelung der Verpackungsverordnung im Jahre 2003 setzte man in Krombach auf das umweltfreundliche Mehrwegsystem. Durch Gebindeinnovationen – z.B. durch die Einführung des Elferkastens – ist man bestrebt, die Mehrwegquote auf einem hohen Niveau zu halten. Der Gesamt-Mehrweganteil an der Krombacher Produktion beträgt für das Jahr 2010 97,0%. Produkte in Einweg-Verpackungen machen 3% aus.
Ziel, Maßnahmen, Zeitplan:
Erhaltung der umweltfreundlichen Mehrwegquote auf einem Niveau von mehr als 95%. Unterstützung der Initiative „Pro-Mehrweg“, Abdruck des „Pro-Mehrweg-Labels“ auf unseren Etiketten.
Einschätzung
50% - Wir sind auf dem Weg



Kommentare (2)
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es ist in der Tat richtig, dass bei uns ein sehr großer Bedarf an Dampf/Wärme besteht. Solarenergie rechnet sich leider nicht bei uns im regenreichen Siegerland nicht. Wir haben etwa 1140 mm Niederschlag p.a., was uns den dritten Patz auf der Niederschlagsliste der Republik einbringt. Auch finanztechnisch würde sich solch eine Anlage erst nach 18-20 Jahren rechnen. Es ist aber in der Tat, dass wir über Kraft-Wärme-Kopplung in Form eines eigenen Heizkraftwerkes nachdenken. Das wird zur Zeit analysiert. Die Chancen stehen gut, aber eine endgültige Entscheidung gibt es noch nicht. Es geht insgesamt um eine Größenordnung von 50.000 bis 60.000 MWh.
Wenn es hier weitere Neuigkeiten gibt, wird dies sicher auf Utopia.de vermeldet.
mit freundlichen Grüßen aus Krombach.