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In Teplingen sollte auch so eine Fabrik entstehen. Das frei laufende Huhn in der Nemitzer Heide, das man hier sehen kann, ist Lichtjahre von der Lebenswirklichkeit der Hühner in der Fabrik entfernt, obwohl es real keine zwanzig Kilometer sind. Wie in Schnega (auch um die Ecke) regten sich Bürger gegen den Bau der Tierfabrik. Aber es waren letztlich Auswärtige, die die Initiative ergriffen und gegen stumpfe Schwerter wie Bau(un)recht und Behördenschnarcherei eine Platzbesetzung durchführten. Zwei Tage lang hielt die Besetzung - dann kamen die Tierfabrikanten mit ihren Knechten, mit Treckern und Knüppeln. Sie kesselten die Besetzer ein, zerstörten ihre Habseligkeiten und vertrieben sie unter den Augen deer Polizei.
Die Agrarbonzen sollen im Anschluss gefeiert haben. Bauernhand wehrt sich! Sollen sie doch den Wachtelkönig schützen, die Öko-Spinner, und unseren Acker in Ruhe lassen, damit wir da mit dem Leiden der Tiere unsere Euros machen können! Aber die Rechnung wird nicht aufgehen. Der Verbrauch an Geflügel steigt nicht mehr wie ehedem. Wer will denn das Zeug auch noch essen? Rozhkötter zögert mit der Eröffnung seines Schlachthofs, weil er fürchtet, dass sich das doch nicht alles so rechnet, wie er und seine Finanziers sich das erhofft haben.
Und Teplingen bleibt ein Schmutzfleck auf der deutschen Landkarte, das geht nicht mehr ab, dieser Schmierfilm auf dem Namen eines Ortes, dessen Bewohner etwas Anderes verdient haben als solche Schein-Bauern.
P.S. Das Wendland ist schön, trozdem. In Nachbardörfern war während der Kulturellen Landpartie eine Palette von "Wunderpunkten" zu sehen. Teplingen und seine Prügel-Bauern werden das nicht verdecken. Das Wendland ist nämlich eigentlich anders. Niedersachsen auch. Und überhaupt lassen sich die Menschen nicht (mehr) alles gefallen.


Kommentare (23)
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Es ist darum richtig, öffentlich zu protestieren, wo immer und wie immer, solange friedlich (obwohl man manchmal mit dem Dreschflegel eingreifen möchte)
Noch wichtiger ist aber die Aufklärung, wie diese Tiere gehalten werden, wie getötet und unter welchen Niedrigstpreise sie verramscht werden.
Daraus resultierend, muss der Konsument angesprochen werden, genau solche Ware nicht zu kaufen. Das tun wir hier tag-täglich, das tun viel NGO's und Vereine für Tierschutz und gesundes Essen.
Leider ist die öffentliche Meinung (Medien) in der Regel auf einem Auge blind, bzw. nicht wirklich nachhaltig, in der Aufklärung zu diesem Thema.
Auch hier können wir die Medien beinflussen, in dem wir jede Gelegenheit nutzen, auf solche missstände durch Leser-Briefe/email hinzuweisen, dabei auch durchaus die geringe Berichterstattung krritisierend.
Wer dann noch Lust, nein Kraft hat, wende sich an die Politiker
Wie an anderer Stelle schon geschrieben und entsprechend belegt, scheint die inländische Nachfrage zu sinken. Dafür steigt der Export.
Und eine nicht zu unterschätzende Menge landet auf dem Müll. Dafür gibt's dann unter Umständen Entschädigungszahlungen. Zumindest kann man es als wirtschaftlichen Verlust auf der Steuererklärung geltend machen.
Wem das alles zu viel Text ist, hier gibt's Bilder: http://www.schlachthof-transparent.org/
Auf dem Müll landen zunehmend Lebensmittel das gilt für Feisch Gemüse Brot Obst also für die gesamte Palette der Lebensmittel
http://gruene-soltau.de/haehnchenmast/?no_cache=1&expand=300836&displayNon=1&cHash=e9cc1f989c3172ec9138d48478833005
Ansonsten einfach als Suchwort "subvention hähnchenmast" eingeben.
Dann gibt's noch mehr Beispiele.
Und wegen der Zahlen zum sinkendenen Verbrauch verweise ich auf die Kommentar an besagter anderer Stelle: http://www.utopia.de/blog/wissen-aendert-das-denken/weil-es-halt-so-lecker-ist
Ganz nebenbei empfehle ich, das Video an besagter anderer Stelle einfach noch mal anzuschauen...!
Nachtrag: "In Europa ging die Produktion von 1990 bis 2000 um fast 20 % zurück, um sich dann mit geringen Schwankungen zu stabilisieren." http://www.lfl.bayern.de/iem/agrarmarktpolitik/41439/
Selbstverständlich wird Export subventioniert, wenn es zu Überkapazitäten in der EU kommt. Das trifft hauptsächlich den Agrarbetrieb.
Definition nach Wikipedia:
Exportsubventionen (auch Ausfuhrerstattungen genannt) sind staatliche Zuschüsse an einheimische Unternehmen oder Einzelpersonen, die ein Gut ans Ausland liefern. Das Ziel hierbei besteht darin, diesen preisgünstigere Exporte zu ermöglichen. Somit werden die Exporteure in die Lage versetzt, dass sie gegenüber ihren Konkurrenten auf den Exportmärkten wettbewerbsfähiger auftreten können. Derartige Zuschüsse sind oftmals mit dem wirtschaftspolitischen Ziel verbunden, im Inland Produktion und Beschäftigung anzuregen bzw. zu erhalten. Solche Subventionen verstoßen gegen die internationalen Wettbewerbsregeln des GATT ( Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen ).
Wer da noch mehr davon lesen will, hier der link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Exportsubvention#Die_Agrarpolitik_der_Europ.C3.A4ischen_Union
Welche ein Wahnsinn. In Deutschland ist ohnehin nur noch das Beste vom Tier zu verkaufen, der Rest wandert als Export in die dritte Welt, hauptsächlich Afrika oder wird zu Tierfutter vermanscht.
Anscheinend kann dadurch doch sehr viel vom "Tier" noch verkauft werden, während der Konsument eher geneigt ist zuviel zu kaufen und dann ab auf den Müll.
Abgesehen von den EU-Lebensmittelsubventionen, die bei "Bergen" bezahlt werden, es sind ja auch regionale Subventionen in D, in den betzr. Landesregionen für die Betriebe ( z.B. Wietze) als sogenannte Infrastrukturhilfen geflossen, egal was da entsteht, Hauptsache, es gibt Arbeitsplätze und damit fliessen auch wieder Steuern. Da schaut die Politik gerne weg, wenn es um das "Für was" geht.
Beides nicht aktzeptabel, nenne es einfach unmoralisch
http://www.bmelv.de/SharedDocs/Downloads/Europa-Internationales/EU-Agrarexport-Messen/Exporterstattungen.pdf?__blob=publicationFile
Diese Exportsubventionen spielen aber nin einen Multimilliardenmart kaum noch eine Rolle.
Und Gerfi: "Da schaut die Politik gerne weg, wenn es um das "Für was" geht." Warum sollte die Politik gegen solche Investitionen sein? Die Politik will billiges Fleisch für alle... Genau das wollen die Wähler auch (wie schon mal geschrieben, Ausnahmen bestätigen die Regel) Frag mal bei "den Grünen" nach Gerfi, ob man nicht die MwSt für Fleischprodukte auf 19% erhöhen könne. Du wirst sehen nicht mal "die Grünen" können sich dafür erwährmen......
Und nochmal, dass die Tiere getötet werden für Wurst und Schnitzel und dass die Tiere das nicht toll finden, das ist den Verbrauchenr wohl klar, sie kaufen es trotzdem
Wie gesagt die Bauern produzieren genau das was der Markt verlangt, was sollten sie anders tun? Nur so können sie überleben. Dreht sich der Markt und die Mensche kaufen kein Gefügelfleisch mehr, hätten sich Landwirte und Schlachthofinvestoren Fehlinvestitionen geleistet. Das würde an deren Existenz gehen. Das wissen die Landwirte ganz genau und die Fleischindustrie auch. Sie gehen von weiter steigenden Fleischverbrauch aus. Ob sie richtig liegen? Schaun wir mal......
Ist es nicht so, dass der "Normalverbraucher" von Kind an auf diese Nahrungsmittel konditioniert wird, so dass man dann das Gefühl haben könnte, er verlangt danach.
Ich glaube übrigens nicht, dass der Verbraucher für ein Stück Fleisch auf die Strasse gehen würde, auch nicht, wenn die MwSt dafür angehoben würde.
Und ich kenne einige Grüne (privat), die sich sehrwohl dafür erwärmen könnten. Ob der eine oder andere Grüne in Parteifunktion sich öffentlich dazu bekennt, weiss ich nicht, müssen wir mal ein Faktencheck machen.
Für ein Stück Fleisch Gerfi würde der Verbraucher nicht af die Straße gehen. könnte er sich aber kaum mehr Fleisch leisten würde er es Unruhen geben.......
Ein erhöter Mwst-Satz würde kaum etwas ändern, aber selbst dieser wird von keiner Partei im Bundestag gefordert.
http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/ehec-aus-der-massentierhaltung
Wenn diese Aussage stimmt, so steigen die Begleitkosten der industriellen "Fleischproduktion" erneut. Denn: Landwirte fordern Entschädigung für den Umsatzausfall durch verunsichterte Konsumenten, z.B. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,770920,00.html
Ich sage bewusst Meinungen.... Woher der Keim wirlich kommt weis z Zt wohl noch niemand. verbreitet worden ist er wohl durch Bio-Sprossen.
bhellweg schreibt: "verbreitet worden ist er wohl durch Bio-Sprossen."
Das ist bislang nicht bewiesen! Das einzige, was aktuell sicher ist: Mitarbeiterinnen eines Betriebes, der Bio-Sprossen herstellt, wurden infiziert. Ob durch die Sprossen oder andere Quellen ist noch nicht geklärt!
Hier gibt es eine passende Stellungnahme des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft ( http://www.boelw.de/ ) : http://www.gaertnerhof.org/BOELW%20Verbraucherinfo%20EHEC%20110609%20%202011.06.09.%20.pdf
Übrigens: Jetzt wurde auch eine Fleischerei wegen EHEC-Infektionen geschlossen... http://www.nw-news.de/owl/4661466_fleischerei_wegen_ehec_infektionen_geschlossen.html
Insofern habe ich mit einem undeutlichen Schwerpunkt meines Textes selbst angestoßen, dass die (auch hier unter meinen Texten schon ellenlang geführte) Diskussion um Hühnerfleisch ja oder nein sich weiter dreht und bhellweg sowieso nichts dazu lernt. Das ist langweilig, Herr/Frau bhellweg!
http://stopteplingen.blogsport.de/
doch der bhellweg toppt sich immer selbst nochmal - deshalb nicht ärgern nur wundern.
grüne Grüße Gabi - Bada
So ist das im Rechtsstaat. Eigentlich gilt der auch für Bauern.Die Polizei war in Teplingen vor Ort und hat nicht geräumt (somit eine rechtliche Einschätzung vorgenommen: das ist legal). Wenn die Kleinindustriellen aus der Hühnerbranche es nicht ertragen können, dass ihnen jemand widerspricht und dieses beispielsweise durch eine friedliche Platzbesetzung demonmstriert (= Rechtsstaat), dann sollten sie nicht die Forke selbst in die Hand nehmen - das genau ist dann nämlich Selbstjustiz, etwas weiter getrieben das, was wir aus der US-Geschichte als Lynchjustiz kennen oder in Deutschland als Feme. Eigentlich sollten wir darüber hinweg sein. Wenn Sie, bhellweg, das nicht schnallen, sollten Sie am besten den Mund halten und nicht noch dauernd ihre verbalen Rechtsverstöße in die Welt posaunen.
Im vorliegenden Fall haben dann wohl beiode Seiten Selbstjustiz geübt.