Mittlerweile sind Pläne für verschiedene Eingriffe am Blowout Preventer (BOP) ausgearbeitet worden; wir gehen derzeit davon aus, dass diese über einen Zeitraum von ca. acht Tagen zum Einsatz kommen und wir mit der ersten dieser Maßnahmen in den nächsten Tagen beginnen können. Da diese Eingriffe nie zuvor in einer solch großen Wassertiefe und unter den dort vorherrschenden Bedingungen vorgenommen wurden, lassen sich die Erfolgsaussichten der einzelnen Maßnahmen nur schwer einzuschätzen.
Die erste der geplanten Maßnahmen ist die so genannte “Top Kill”-Methode, bei der schwere Bohrflüssigkeiten in das Bohrloch injiziert werden, um den Austritt von Öl und Gas zu unterdrücken und letztendlich zu stoppen. Die meisten der hierfür benötigten Ausrüstungsgegenstände stehen vor Ort bereit, die Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz dieser Methode in den nächsten Tagen laufen. Falls erforderlich, stehen auch die notwendigen Materialien zur Verfügung, um diese Methode damit zu kombinieren, Werkstoffe verschiedenster Art unter hohem Druck in den Blowout Preventer (BOP) einzubringen, um den Ölfluss zu stoppen.
Aufwendige und eingehende Diagnosetätigkeiten werden mit Hilfe von Unterwasserrobotern (ROV) vor Einsatz der “Top Kill”-Methode durchgeführt, um den Eingriff im Detail planen zu können. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden entscheidend sein für die Beantwortung der Frage, ob diese Vorgehensweise letztendlich angewandt werden kann.
Gleichzeitig mit den Plänen für die Anwendung der “Top Kill”-Methode entwickeln wir auch eine Option mit der Bezeichnung “Lower Marine Riser Package (LMRP) Cap Containment”. Hierbei würde zunächst die beschädigte Steigleitung unmittelbar oberhalb des BOP entfernt, so dass nur noch ein gerade abgetrenntes Rohrende oben am LMRP des BOP verbliebe. Die LMRP-Glocke, eine mit einer Dichtung versehene Auffangeinrichtung, würde anschließend über eine Steigleitung mit dem Bohrschiff Discoverer Enterprise verbunden und dann über das LMRP-Modul gestülpt, um so den Großteil des austretenden Öl-Gas-Gemisches aufzufangen und zum Bohrschiff weiterzuleiten. Die LMRP-Glocke ist bereits vor Ort und wir erwarten, dass sie gegen Ende des Monats zum Einsatz kommen könnte.
Darüber hinaus setzt BP die Entwicklung weiterer Lösungsansätze fort, u.a. die Option, einen zweiten Blowout Preventer oder ein Ventil auf den an Bohrloch MC252 vorhandenen BOP zu installieren.


Kommentare (8)
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ralfo1704
schrieb am 25.05.2010 um 22:51 ¶Sicherheitsvorkehrungen sind aus Profitgier nicht beachtet worden. Jetzt zahlen der Steuerzahler und die Umwelt die Zeche.
http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Auch-Gruenen-Chef-Oezdemir-ruft-indirekt-zu-Boykott-von-BP-auf-800261
realist von bp
schrieb am 26.05.2010 um 13:24 ¶Sie dürfen selbstverständlich spekulieren - aber wissen Sie wirklich mehr als die Behörden der USA, BP, Transocean, Halliburton? Der offizielle Untersuchungsausschuss wird gerade erst aufgesetzt. Der Präsident hat die zwei Leiter des Auschusses letzte Woche bestimmt.
Es gibt Tiefseebohrungen (also tiefer 300m) seit rund 20 Jahren, es ist nichts Neues.
Der Steuerzahler zahlt nicht die Zeche. Unser CEO Tony Hayward machte grundsätzlich klar: "Wir übernehmen die volle Verantwortung für den Ölaustritt und wir werden ihn beheben. Wir werden alle legitimen Ansprüche auf Schadensersatz anerkennen."
zora1978
schrieb am 25.05.2010 um 23:45 ¶ein 1,5 km langes Stahlrohr zusammenbaun
an 4 Flugzeugträgern befestigen
ein fertige betonplatte (da wo der Baustahl oben noch rausschaut) über das Leck absenken
und dann durch das Stahlrohr 10000 Kubikmeter Beton pumpen
mit weiteren Schiffen Baustahlgitter darauf absenken
und nochmal 20000 Kubikmeter Beton draufschütten
das ergibt dann ein 100 Meter lange 100 Meter breite und 3 Meter dicke Betonplatte
realist von bp
schrieb am 26.05.2010 um 13:28 ¶Bitte nutzen Sie hierfür das über den folgenden Link abrufbare Formular http://www.deepwaterhorizonresponse.com/clients/2931/319487.pdf
und beachten die aufgeführten Bearbeitungshinweise.
Vorschläge, die uns auf diesem Wege erreichen, können am schnellsten begutachtet werden.
Fredegar
schrieb am 26.05.2010 um 12:40 ¶Er ist nicht der Einzige: Auch US-Schauspieler und Regisseur Kevin Costner soll bei BP ein Maßnahmenpaket vorgeschlagen haben, von dem man angeblich nichts wissen wollte. Selbst Lösungen von Fachleuten wurden in den Wind geschlagen (s. erster Link – in Englisch). Der zweite Link ist ein Zeitungskommentar über die Skrupellosigkeit bei den Tiefsehbohrungen, der dritte äußert sich u.a. zu den eingesetzten Chemikalien.
Sicherlich sind hier finstere Lobbyinteressen am Werk, die den kompletten Ablauf sowie die Politik diktieren und unabhängige Personen kaltstellen. Und dafür wird auch gern eine auf Jahrzehnte geschädigte Küstenregion in Kauf genommen.
Wir müssen uns darüber klar werden, dass wir hier nicht länger nur von Unfällen reden können, sondern uns in der Dimension vorsätzlicher schwerer Verbrechen befinden.
Weil der Mensch leider vergesslich ist, wird wenige Wochen nach der „Problembehebung“ alles laufen wir bisher: Sprit kauft man wieder von BP und Aral, und die Schmierstoffe kommen von Castrol...
http://www.esquire.com/blogs/politics/gulf-oil-spill-supertankers-051310?src=rss (in Englisch)
http://www.euskirchen-online.ksta.de/html/artikel/1273823316356.shtml
http://www.tagesschau.de/ausland/oel138.html
realist von bp
schrieb am 26.05.2010 um 13:09 ¶Und: es war der erste Unfall dieser Art seit 20 Jahren Tiefseebohrung.
Fredegar
schrieb am 26.05.2010 um 13:17 ¶realist von bp
schrieb am 26.05.2010 um 13:02 ¶Telefonische Einreichung von Vorschlägen: Bitte wählen Sie hierfür ausschließlich die Nummer in den USA + 1 281 366 5511. Sobald Ihr Anruf registriert worden ist, erhalten Sie von uns ein einfaches Formular, mit dem wir Sie um nähere Informationen bitten. Nach Eingang des ausgefüllten Formulars wird der entsprechende Vorschlag von technischen Mitarbeitern der BP begutachtet.
Einreichung von Vorschlägen über das Internet: Bitte nutzen Sie hierfür das über den folgenden Link abrufbare Formular http://www.deepwaterhorizonresponse.com/clients/2931/319487.pdf und beachten die aufgeführten Bearbeitungshinweise. Vorschläge, die uns auf diesem Wege erreichen, können am schnellsten begutachtet werden.
Was geschieht mit meinem Vorschlag?
Angesichts der großen Zahl der eingehenden Vorschläge kann eine Bewertung nicht unmittelbar erfolgen. Alle Einsender werden entweder per E-Mail oder per Fax über das Ergebnis der individuellen technischen Begutachtung informiert. Erfolg versprechende Lösungsansätze werden den zuständigen Fachleuten zur weiteren Begutachtung vorgelegt. In diesen Fällen benachrichtigen wir die jeweiligen Einsender und teilen ihnen mit, dass wir möglicherweise noch auf ihre Unterstützung zurückgreifen werden.
Das Unified Command-Einsatzzentrum in Houston (BP, Transocean, Küstenwache, weitere US-Behörden) dankt allen Einsendern für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, ihre Ideen und Vorschläge an uns weiterzuleiten!!!
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