Die jetzt an die vier Staaten geleistete Soforthilfe ist nicht als Teil der bereits laufenden Sicherungs- und Reinigungsmaßnahmen im Block MC252 zu verstehen, sondern wird zusätzlich gezahlt, um es den Geschäftsleuten vor Ort zu ermöglichen, sich an diesen Arbeiten zu beteiligen.

“Wir tun weiterhin alles in unserer Macht Stehende, um das Leck am Bohrloch zu verschließen und den Ölteppich auf dem Meer einzudämmen und das Öl aufzunehmen”, sagte Tony Hayward, BP Group Chief Executive. “Dabei sehen wir es als absolut entscheidend an, eng mit den Regierungsbehörden und den möglicherweise betroffenen Gemeinden zusammen zu arbeiten, um den Ölteppich von den Küstenbereichen fern zu halten. Wir hoffen, dass die jetzt gezahlten Gelder dabei helfen, die bereits in jedem der vier Staaten getroffenen Vorbereitungen effektiv umsetzen zu können.”

Am Block MC252 ist es gelungen, mit ferngesteuerten Unterwasserrobotern (ROVs) ein Ventil am Ende des gebrochenen Gestängerohrs anzubringen. Das Ende dieses Rohr war eines der drei Lecks, aus denen Öl ins Meer floss. Bei den Arbeiten am Meeresboden wurde mit Hilfe der Roboter zunächst das Rohr-Ende gerade abgetrennt und das Ventil mit einem Gewicht von mehr als einer halben Tonne in Position gebracht. Im Laufe der Nacht wurden Rohr-Ende und Ventil sicher miteinander verbunden, das Ventil dann geschlossen und der Ölaustritt somit gestoppt. Die Roboter bleiben im Einsatz vor Ort, mit ihrer Hilfe wird die Situation am Bohrloch und den beiden anderen Lecks weiter genau beobachtet.

Gleichzeitig plant BP, eine erste Ölauffangvorrichtung, eine Art Kuppel, zu verladen und von der Werft in Port Fouchon in Louisiana zum Bohrloch zu transportieren. Es ist vorgesehen, diese Kuppel über einem der Lecks auf dem Meeresboden abzusetzen und über eine Leitung mit einem Spezialschiff an der Wasseroberfläche zu verbinden. Das austretende Öl soll dann in der Kuppel aufgefangen und sicher in das Schiff geleitet werden. Man geht davon aus, dass die Kuppel in ca. drei Tagen abgesenkt werden kann und danach eine Funktionsprüfung und die Inbetriebnahme erfolgen können. Erst zu diesem Zeitpunkt lassen sich genaue Angaben zur Effektivität dieses Systems machen.

Nachdem BP mit den Maßnahmen zur Ölbekämpfung an Land zunächst in Louisaina begonnen hatte, stehen mittlerweile umfangreiche Ressourcen an Personal und Material auch in Mississippi, Alabama, und Florida bereit. BP Einsatzteams arbeiten in Mobile, Alabama und Houma, Louisiana, um Schutz- und Reinigungsmaßnahmen möglichst schnell und effektiv in den Bereichen ausführen zu können, in denen der Ölteppich die Küste erreicht. Diese Teams mit jeweils 12 Mitgliedern, werden eine Bewertung der zu erwartenden Auswirkungen vornehmen und dann ausgebildete Einsatzkräfte sowie freiwillige Helfer einsetzen, um die betroffenen Gebiete zu säubern. Für Chandeleur Island stellt BP ein spezielles Einsatz-Team auf.

Darüber hinaus lädt BP in Gemeinden entlang der Golfküste zu Zusammenkünften ein, bei denen sich freiwillige Helfer für Reinigungsarbeiten melden und Schiffseigner ihre Boote für den freiwillligen Einsatz auf See registrieren lassen können. Dabei haben bereits mehr als 2000 Freiwillige ihre Mitarbeit angeboten und sind von BP entsprechend geschult worden.

Derzeit verfügt BP über einen Vorrat an Ölsperren, der für die nächsten sieben bis zehn Tage für die geplanten Einsätze ausreichend ist. Bei Bedarf können weitere Ölsperren zum Einsatz kommen, eine entsprechende Lieferkette ist bereits eingerichtet worden. An der Golfküste sind mittlerweile neun Einsatzzentren eingerichtet worden – vier in Louisiana und drei in Mississippi, jeweils eine in Alabama und Florida.

Weitere Informationen unter

www.bp.com www.bp.de www.deepwaterhorizonresponse.com