![[image]](/uploads/assets/user/21793/neid.jpg)
Ein musternder Blick von Kopf bis zu den Zehenspitzen, ein bissiger Kommentar zu einer vorgebrachten Idee oder auch ein eindeutiges Schweigen des Gegenübers, während man selbst vor Enthusiasmus sprüht... . Ein Kompliment auszusprechen oder zum Ausdruck zu bringen, dass etwas gut, richtig oder schön ist, schaffen nur wenige. Diese Tatsache begegnet mir gerade in der Business-Welt immer und immer wieder. Lange habe ich mich gefragt, woher das wohl kommt. Warum werden in sogenannten Teams Visionen im Keim erstickt, warum ist es so schwer alte Pfade zu verlassen und neue Vorschläge freudig zu honorieren? Und warum ist ausgerechnet dort, wo man eigentlich gemeinsam anpacken sollte, die zwischenmenschliche Stimmung oftmals frostiger als in jedem Kühlhaus?
Die Antwort liegt in einer zutiefst menschlichen Emotion, die im Grunde keiner haben will, aber doch jeden umgibt: Neid. Egal ob Arbeiter oder leitender Manager, in unserer Kultur des Raubtierkapitalismus nagt das giftige Gefühl auf jeder Hierarchieebene, spaltet die Gesellschaft im Großen wie im Kleinen und scheint das Schlechteste aus dem Menschen herauszuholen. So verwundert es nicht, dass laut einer Studie 60% aller Mobbingfälle durch Neid motiviert sind. Psychologen sehen seine Wurzel im Bedürfnis zum Vergleich, dem die meisten Menschen nicht Stand halten können und sich folglich unterlegen, benachteiligt oder überrundet fühlen. Völlig vorbei ist es dann, wenn das „Vergleichsobjekt“ auch noch mit Erfolg, Ausgeglichen- oder Zufriedenheit gesegnet ist. Lässt sich der Person fachlich nichts vorwerfen, sucht sich der Neid sein Ventil im Form von schlechtem Gerede, dem Streuen von Gerüchten oder anderen „Nettigkeiten“.
Ein Sprichwort sagt, dass „Neid und Missgunst die höchste Form der Anerkennung sind“. Ist Neid also auch ein wichtiger Motivationsfaktor, um den Ehrgeiz des einzelnen anzustacheln? Schließlich machen diese in Summe ein Team bzw. Unternehmen erst wirklich erfolgreich. Um eine negative Abwärtsspirale zu vermeiden, wird folglich also ein System benötigt, in dem Anerkennung und Aufmerksamkeit für alle möglich sind und das jedes Teammitglied angemessen belohnt bzw. fördert und sein Selbstbewusstsein entsprechend steigert. Wird die Neid-Energie richtig kanalisiert, kann sie nämlich alles Positive zünden und aus einer Neidgesellschaft eine Motivationsgesellschaft werden lassen.
Hört sich schön, einfach, aber auch ungemein theoretisch an. Denn gerade weil die wenigsten Vorgesetzten/Teamleiter die praktische Umsetzung dieser Theorie schaffen, verspürt doch ein Großteil der Angestellten das Bedürfnis, aus der gewöhnlichen „Jobmühle“ mit ihren Abhängigkeiten auszubrechen. Aber dabei brauchen wir in den Unternehmen doch mehr denn je rundum motivierte Menschen, die aus sich selbst heraus etwas bewegen und nach vorne bringen möchten.
Wie ist das nun, lähmt Neid oder ist er ganz im Gegenteil doch anregend? Gibt es Bereiche, wo sich besonders viele Neider tummeln? Was sind Eure Erfahrungen und wie geht Ihr damit um?


Kommentare (33)
Beitrag abonnieren
Thomas_Meiseberg
schrieb am 01.03.2010 um 10:17 ¶mir tun Neider einfach nur leid. Es ist so ein mieses Gefühl neidisch auf jemanden zu sein, stachelt den ungesunden Ehrgeiz an und lässt das Selbst immer in einem etwas blassen Licht erscheinen. Selbstachtung - Fehlanzeige... Nein, Neid ist in meinen Augen eine sehr negative und destruktive Antriebskraft, macht ganz mieses Karma...
Liebe Grüße
Thomas
gerfi
schrieb am 01.03.2010 um 14:46 ¶muss mich dem anschliessen
Liebe Gita,
wenn mir der Mensch, der in meinen Augen irgendwie Neid erkennen lässt, es wert ist, dann spreche ich mit ihm und teile ihm meine Einstellung mit. Da er mir es wert ist, möchte ich auch nicht, dass er vor Neid platzt und manchmal schon half einfach einwenig Einfühlungsvermögen zur Einsicht.
Katecan
schrieb am 01.03.2010 um 10:41 ¶- weil Angst vor Neuem besteht, vor Schwierigkeiten,vor Veraenderung eben...
"Und warum ist ausgerechnet dort, wo man eigentlich gemeinsam anpacken sollte, die zwischenmenschliche Stimmung oftmals frostiger als in jedem Kühlhaus?"
- wo sollte man eigentlich gemeinsam anpacken?
die Stimmung dort ist manchmal kalt, emotionslos; wieder eine Angst...der Ehrlichkeit?
oder der Blossstellung...
"Ist Neid also auch ein wichtiger Motivationsfaktor, um den Ehrgeiz des einzelnen anzustacheln?"
- wichtig ist Neid im positiven Sinne nicht. "Anstacheln" ist ja schon negativ...
"Wie ist das nun, lähmt Neid oder ist er ganz im Gegenteil doch anregend? "
- laehmt und regt an...eben, wie Thomas_Meiseberg sagt,
die Selbstachtung laesst da zu Wuenschen uebrig...
"Gibt es Bereiche, wo sich besonders viele Neider tummeln? "
- besonders viele...Machtinhabende werden besonders beneidet........
"Was sind Eure Erfahrungen und wie geht Ihr damit um?"
- Neid ist in meinem Alltag, sei es in der Schule oder im Bus oder auf der Strasse:
Zeige ich nur ein bisschen Ehrlichkeit, sind Mitmenschen schon gleich misstrauisch und beaeugen mich kritisch.
Sie fragen sich, warum ich das tue,
wie
ich mir das erlauben kann,
weil sie das doch nicht tun!
Und warum tun sie das nicht?
-Weil sie Angst haben; Angst vor negativen Folgen, Angst davor, etwas falsch zu machen, Angst davor,anders zu sein als die "Anderen"...
Dieses
Verhalten wird uns ja schon in der Schule eingeimpft-
stets die Besten sein zu sollen,
moeglichst erfolgreich,
die Verluste bei sich selbst und bei anderen Lebewesen oder Dingen dabei moeglichst missachten...
Ich
begegne Neid mit Freundlichkeit(sowieso immer) und Verstaendnis.
inaktiver User 38484
schrieb am 01.03.2010 um 10:45 ¶Aber es gibt auch neue Leute, die wie Du sagst "Visionen" mitbringen, die alles andere als gut sind: Arroganz gegenüber den eingesessenen Mitarbeitern, bis hin zu Beschimpfungen, Einschleimen beim Chef, Änderungsvorschläge ohne sich auszukennen, die das Potential der Selbstvernichtung der Firma in sich tragen, aus Unkenntnis der realen Möglichkeiten. Ich habe so etwas nur einmal erlebt, und den besagten Mitarbeiter möglichst ignoriert. Inzwischen ist er zwar nicht weg, aber wenigstens von seinem hohen Turm heruntergestiegen und benimmt sich kollegial, und nicht mehr wie der von aussen berufene Berater-Guru, der den alteingesessenen Deppen sagen zu müssen meint, wo es lang geht. Es sind nicht immer die Alteingesessenen die Mobber, es können durchaus die Neuen sein ...
Neid finde ich uninteressant: da ist völlig klar, es handelt sich um Karrieregerangel, bei dem man faire oder unfaire Methoden anwenden kann. Mich interessiert Karriere nicht, und eine Firma, wo das Klima destruktiv ist, verlasse ich, wenn sich das nicht ändern läßt. Ich denke, so etwas würde weniger oft auftreten, wenn die Wirtschaft demokratischer und in kleineren Einheiten organisiert wäre.
Katecan
schrieb am 01.03.2010 um 10:51 ¶das denke ich auch- teilweise.
Demokratie
fehlt ja an allen Ecken und Kanten...
die
"Machtinhabenden" haben eben zu viel Macht inne und das ist ein riesiges Problem.
Warum unsere lieben Mitbuerger das nicht sonderlich stoert,
weiss ich nicht wirklich.
Ich
vermute,
sie sind einfach nicht daran interessiert.
Denn
es geht ihnen ja gut, mit ihrem TV und dem billigen Essen......
Thomas_Meiseberg
schrieb am 01.03.2010 um 10:54 ¶Katecan
schrieb am 01.03.2010 um 10:57 ¶dass wir "Demokratie" ueberbewerten.
Welche Alternativen gibt es denn, die schon existieren?
Es wird einfach nicht jede Meinung angehoert und schon gar nicht akzeptiert oder respektiert oder gar befolgt.
Nein.
Und warum?
...
Stephan Rieping
schrieb am 01.03.2010 um 12:23 ¶Thomas_Meiseberg
schrieb am 01.03.2010 um 12:28 ¶Katecan
schrieb am 01.03.2010 um 12:32 ¶was
soll das ueberhaupt sein????
...
Thomas_Meiseberg
schrieb am 01.03.2010 um 14:27 ¶Mario_Sedlak
schrieb am 05.03.2010 um 19:02 ¶Wenn man Streit innerhalb von Firmen verhindern will, dürfte es nur noch Ein-Personen-Betriebe geben.
Wichtig finde ich, dass konstruktiv diskutiert wird, also dass weder diktatorisch von oben "drübergefahren" wird noch dass gute Vorschläge von weniger sachkundigen Mitarbeitern niedergestimmt werden können.
inaktiver User 68293
schrieb am 01.08.2010 um 21:00 ¶Stephan Rieping
schrieb am 01.03.2010 um 18:37 ¶"Neid ist die höchste Form der Anerkennung" Wenn mich nicht alles täuscht stammt dieses geflügelte Wort von Wilhelm Busch. Und Busch ist ein Schelm. Ein Schlem, wer Böses dabei denkt!
Und Neid ist ein böses, durch und durch destruktives, krankes Gefühl, dass aus einer vergifteten Seele entspringt. Natürlich ist Neid auch eine Triebfeder, genauso wie übergroße Eifersucht und Gier. Aber es ist unersättlich und aussichtlos.
Der Neider hat sich selbst verloren. Er orientiert sich an "Besitzständen" anderer statt die eigenen "Schätze" im Blick zu halten und sich an ihnen zu erfreuen. Und so jagt der Neider einem Irrlicht nach dem anderen hinterher und kann doch nie Erfüllung finden. Das macht ihn aggressiv und böse und seine negativen Gefühle machen ihn hässlich und klein. Ja, wer von Neid geplagt ist, der ist hochgradig gefährdet. Und wenn der Neidische seine HA(e)SSlichen Gefühlen nach außen richtet, "kommt das Messer", nach innen droht die Depression.
Und ja, ich persönlich fühle mich von Neidern bedroht. Es ist für mich nicht "die höchste Form der Anerkennung" sondern eine Negativenergie, die mir Lebensfreude, Motivation und manchmal auch die Luft zum Atmen nimmt. Ich steht da nicht drüber! Aber klar, es kann schon sein, dass anders gestrickte sich sogar bestätigt sehen!?
Also lass lieber, fröhliche, freie und optimistische Menschen um mich sein, die sich noch ehrlich über Ideen anderer freuen. Das ist die Basis für jede gute Teamleistung!
Sonnige Grüße :-)
Stephan
acte
schrieb am 01.03.2010 um 18:45 ¶Neid ist m.E. wirklich nur destruktiv und eine negative Energie, die immer auch auf den Neider selbst zurückfällt. Man schadet sich mit diesem Gefühl im Endeffekt also nur selbst. Ganz allgemein glaube ich daran, dass Energien, die man aussendet, auf einen selbst zurückwirken - bei positiven positiv, bei negativen eben negativ.
Ich wünsche lieber jedem das, was ich mir für mich selbst auch wünsche.
Stephan Rieping
schrieb am 01.03.2010 um 18:55 ¶Dazu vielleicht noch diese kleine Gedankenstütze:
"Betrachte immer die helle Seite der Dinge! Haben sie keine, reibe die dunkele, bis sie glänzt!"
inaktiver User 37802
schrieb am 01.03.2010 um 19:03 ¶outlawjens
schrieb am 01.03.2010 um 19:10 ¶Reicher, besser, schöner, größer, schneller, und und und. Wenn du einfach nur ein normales Leben führen willst und nicht an die Macht strebst, bist du ein armes Licht und wirst gemobbt.
Wir müßen zurück zu einer normalen Kultur der Menschlichkeit und unser gieriges-, geldgeiles- und immer noch größer-Denken ablegen.
acte
schrieb am 01.03.2010 um 19:14 ¶inaktiver User 68293
schrieb am 14.08.2010 um 23:03 ¶Mag sein, daß es manchmal besser "Miteinander" geht, aber im Prinzip ist der Leben eher ein Kampf, wo es darum geht, sich durchzusetzen, ob nun im Betrieb, oder in der Freizeit.
Mobbing ist m.E. eine Ausdrucksform dieses Kampfes, wo Menschen eben um ihre Position kämpfen, wenn auch mit unlauteren Mitteln, aber letztendlich ist es ganz natürlich, da Ziel heißt: Der/Die Überlegene gewinnt.
In der Natur gibts viele Beispiele, wie z.B. den Kainismus bei bestimmten Vogelarten, der sicher stellen soll, daß nur das stärkste Individuum durchkommt.
goldy007
schrieb am 01.03.2010 um 19:35 ¶Wenn ich den Nachbar beneide,weil er sich ein grösseres Auto leisten kann,
sicher total unmöglich.
Aber Neid auf den Vorgesetzten,weil der jahrelang studiert hat und eventuell klüger ist ?
Nur weil man weder die Zensuren noch die Lust hatte mehr aus seinem Leben zu machen.
Wenn ich den dann beneide,liegt das nicht an dem eigenem Unvermögen ?
outlawjens
schrieb am 01.03.2010 um 19:40 ¶Ich bin 50 Jahre alt.
Ich verdiene 3000 Euro netto im Monat und weiß, das mein Job bis zu meiner Rente sicher ist.
Warum sollte ich dann noch nach meeeehr streben und meine Gesundheit aufs Spiel setzen?
In meinen Augen ist so ein Denken einfach nur krank.
Mario_Sedlak
schrieb am 05.03.2010 um 19:14 ¶Dass Menschen immer noch mehr haben wollen und nie zufrieden sind, ist uns wahrscheinlich von der Natur einprogrammiert. Früher war das ein Überlebensvorteil. Heute müssten wir umdenken, aber das ist schwer, weil der Verstand viel schwächer als die Gefühle ist.
Zufriedenheit ist immer relativ. Eigentlich müsste auch ein Hartz-IV-Empfänger zufrieden sein, denn er hat alles, was er zum Überleben braucht. Aber er ist es nicht, weil seine unmittelbaren Mitmenschen mehr haben und er daher einen geringeren Status hat (wenn er sich über Statussymbole definiert). Irgendwie kann ich das schon verstehen. So "krank" ist das Denken nicht, nur leider auf einer Welt mit begrenzten Ressourcen nicht zukunftstauglich.
mfazzi
schrieb am 02.03.2010 um 12:52 ¶Dieses empathische Verhalten bei einer gewissen Anzahl einer zu untersuchenden Gruppe lässt sich ganz gut anhand einer Gauß'schen Glockenkurve beschreiben und man kann diesen Menschen dann eben im Mittelfeld, im oberen Mittelfeld oder extrem drunter (unterm Durchschnitt) oder eben darüber wiederfinden.
Ich würde mal behaupten, dass diese Menschen, von denen hier die Rede ist, die oft und gerne (oder einfach auch gedankenlos) anderen KollegInnen das Leben schwer machen, im unteren bzw. maximal mittleren Feld der Kurve "empathisch" zu finden sind.
mfazzi
schrieb am 02.03.2010 um 12:59 ¶Aber ganz klar, jeder Mitarbeiter ist irgendwo auf sich gestellt. Das war wohl früher immer so, heut ist das auch so. Es gilt Strategien zu entwickeln für sich selbst, damit man "durchs (Arbeits-)Leben kommt". Man darf die Motivation nicht verlieren, alle Schweinehunde besiegen, sich nicht zermürben lassen. Die Balance finden, auf Gesundheit achten, gute Ernährung, gute Sozialkontakte, ausreichend Luft und Bewegung. Was denn noch?! Bis auf Luft und Bewegung finden wir auf Utopia vieles.
es grüßt die derzeit zu 45% motivierte Manu
Mario_Sedlak
schrieb am 05.03.2010 um 18:49 ¶Im Berufsleben sind die "Neider" wahrscheinlich besonders zahlreich, weil die meisten auf der Karriereleiter aufsteigen wollen und sich dazu gegen Konkurrenten durchsetzen müssen. Nur wenn es in ihrem eigenen Interesse ist, dann helfen sie einem.
inaktiver User 68293
schrieb am 01.08.2010 um 12:32 ¶Das man selber möglichst gut dastehen will, ist ganz normal und natürlich. Ich sehe Egoismus positiv, da er uns dazu antreibt, das wir mehr wollen und wir dafür arbeiten und somit die gesamte Marktwirtschaft im Gang halten und für Wirtschaftswaschstum sorgen. Würde der Mensch seinen Neid und Egoismus ablegen, würde auch der Fortschrit, dessen Motor ja das Streben nach persönlichen Erfolgt und Besitz ist, schnell zum Stillstand kommen.
Jutsch
schrieb am 18.03.2010 um 22:59 ¶zu dem Thema fällt mir die Frage ein ob bei den verschiedenen soziale Plattformen zum Nachhaltigen Konsum auch Neid eine Rolle gespielt haben könnte? KarmaKonsums /LOHAS/Utopia
Bei all den Beiträgen die Neid als eine negative Emotion oder Energie beschreiben frage ich mich wo diese Menschen ihre eigenen Neidgefühle verbuddelt haben.
Wenn ich Neid empfinde, der sich sehr unangenehm anfühlt, frage ich mich welche Angst wohl dahinter steckt, warum ich mich vergleiche mit Anderen und was ich tun kann um dem Gefühl Raum zu geben. Meist reicht es einfach inne zu Halten und innerlich sagen ja auch du Neid gehörst zu mir, und es so zu integrieren, damit ich es eben nicht ausagieren muss, und die Menschen die das Gefühl ausgelöst haben dafür eine "überbrate".
Solange ich irgendwelche Gefühle unterdrücke, egal welcher Art, drücken sie sich immer irgendwie anders und komisch aus, es ist eine Energie und sie wird sich irgeneinen Weg suchen, wenn ich mich ihr nicht stelle. Und wenn ich sie wegdrücke weil ich sie für "schlecht", falsch oder irgendwie verwerflich halte, dann wird sie immer mächtiger.
Im Weltbild der GfK(gewaltfreie Kommunikation n. Marshall Rosenberg) sind unangenehme Gefühle ein Wegweiser zu unerfüllten Bedürfnissen, und auf der anderen Seite angenehme Gefühle ein Hinweis auf erfüllte Bedürfnisse. Der Wegweiser ist also ganz wichtig, und kann mir helfen mehr mich besser kennenzulernen.
Wenn ich fähig bin meinen Neid in einer Situation zu kommunizieren indem ich einfach sage das ich jemanden beneide, einfach dazu stehen was ich empfinde, dann ensteht daraus oft Nähe und guter Kontakt, denn ja Gita was du sagst ist auch richtig der Andere hat irgendetwas nachdem ich mich sehne oder was ich auch möchte und wenn ich das einfach sagen kann habe ich die Erfahrung gemacht das sich Türen öffnen anstatt zu verschließen.
Das ist in den letzten Jahren zunehmend meine Erfahrung mit Neid.
Alles Gute
Jutta
ane
schrieb am 21.03.2010 um 08:20 ¶hab nicht alles gelesen, etwas mehr als die Häfte vielleicht.
Ich bin eine bekennende Neiderin.
Hab mit dem Wort und dem Gefühl kein echtes Problem.
Ich bin manchmal neidisch, manchmal ängstlich, manchmal freudig, manchmal traurig.........
Wenn alles in Abwechslung ist, ist's doch normal gesund denke ich.
Hab nochmal nachgedacht und suche noch das Gegenteil von Neidisch. Ich denke da greift dann entweder gleichgültig / egal / ohne Bedeutung oder voll des Lobes/ mit Bewunderung oder sowas.
Wenn ich die Diskussion so lese weiß ich jetzt auch warum meine Freundin gesagt hat, ich solle den Satz aus meiner Bewerbung rausnehmen, dass ich schon oft neidisch war, wenn ich die anderen Menschen an ihrem Arbeitsplatz gesehen habe....(so ähnlich, hab ich's geschrieben)
Das war ja dann der Totale Schuss in den Ofen, wenn ich das hier so lese,
dabei meinte ich nur, wenn ich die so da arbeiten sehe kommt das Gefühl auf, da will ich auch dabei sein, das würde mir auch Spaß machen.
Ich möchte auch die CHANCE HABEN; DAS ZU TUN: und bei dem Thema "Die Chance haben wollen" kann natürlich das Thema Mobbing beginnen.
Aber das wäre in meinen Augen ein ungeheurlich negatives Denken, wenn man bei allen Menschen sofort mobbing wittert, wenn ein Hauch von Neid sich einstellt.
Nee, nee ist mir viel zu negativ
schönen Sonntag noch
ane
inaktiver User 68293
schrieb am 31.07.2010 um 21:51 ¶Die sieben Totsünden sind nicht per se schecht:
Satan bedeutet alle sogenannten Sünden, denn sie alle führen zu physischer, geistiger und emotionaler Erfüllung!
Ob Mobbing per so schlecht ist, kann ich nicht sagen. Man das, was gemein hin als "Mobbing" bezeichnet wird auch so sehen, eine Form des Konkurenzkampfes unter Kollegen, wo es oft Gewinner und Verlierer gibt und ist vielleicht eine Hilfe, bei den Arbeitnehmer/innen die Spreu vom Weizen zu trennen.
Chrissy
schrieb am 31.07.2010 um 21:55 ¶inaktiver User 68293
schrieb am 31.07.2010 um 21:59 ¶Danke für den Hinweis, muß mir gleich noch einen Karton bestellen.
charli4rb
schrieb am 31.07.2010 um 22:56 ¶Natürlich fällt es einem leichter als einem anderen...
Wichtig ist wie man damit umgeht.
Wenn Leute wie Ackermann, mit Absicht ohne Titel!, 10 Mio im Jahr zugesteckt bekommt, ist das das Ende der Venunft. Das hat nichts mehr mit Neid zu tun. Und wenn jemand 3000 Eur im Monat hat, kann er schon vernünftig sein, wenn man sich aber jeden Euro mit eigener Hände Arbeit verdient, ist das doch wohl auch etwas anderes. Da ist der Antrieb etwas verändern zu wollen, ein ganz anderer.....
Kommentar schreiben
Bitte neu registrieren oder anmelden um einen Kommentar zu schreiben. Neu: auch über