Derzeit werden ca. 0,1 Prozent der weltweiten Palmölproduktion für die Produktion unserer Kerzen verwendet. Wir setzen Palmöl ein, weil erdölbasierte Öle und Fette für uns keine nachhaltigen Rohstoffe sind.
Vor diesem Hintergrund haben wir uns frühzeitig entschieden, den RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) zu unterstützen. Seit 2010 nimmt IKEA eine aktive Rolle in der Arbeitsgruppe „Handel und Rückverfolgbarkeit“ (Trade and Traceability Workgroup) ein. Für die Sicherstellung einer nachhaltigen Produktion beziehen wir seit Ende letzten Jahres RSPO-Zertifikate für die gesamte Menge des in unseren Produkten verwendeten Palmöls. Obwohl diese Zertifikate wiederholt von verschiedenen Gruppierungen auch hier im Forum angezweifelt werden, ist dies nach unserem heutigen Wissensstand die beste Möglichkeit, mittel- bis langfristig Veränderungen innerhalb der Branche herbeizuführen. Genau so urteilt auch der WWF über die Anstrengungen des RSPO und unsere Bemühungen in diesem Kontext, die er in seiner jährlichen „Palmoil Buyers Scorecard“ veröffentlicht.
Ungeachtet dessen sind wir auf der Suche nach nachhaltigeren Rohstoffen. Entsprechende Untersuchungen und Test für Alternativen zu Palmöl laufen auf verschiedenen Ebenen. Eine Vielzahl von pflanzlichen Ölen haben wir nach Kriterien wie Verfügbarkeit, Ertrag pro Hektar Anbaufläche, Brennfähigkeit, Ruß- und Geruchsbildung, Preis oder Haltbarkeit untersucht. Derzeit gibt es nach unseren Erkenntnissen keine nachhaltigere Alternative für die Kerzenproduktion als RSPO-zertifiziertes Palmöl.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.


Kommentare (57)
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Die Organisation "Rettet den Regenwald" führt schon seit Längerem eine Vielzahl von Gründen gegen die Produktion von Palmöl für den globalen Markt an. Auch IKEA ist bereits mit diesen Argumenten konfrontiert worden. Hier ein Auszug, der besagt, dass weltweit 256 Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen den Runden Tisch für Nachhaltiges Palmöl (RSPO) als "Etikettenschwindel" ablehnen (siehe auch obige Nachricht von Gita um 14:06 h):
"Die großen Palmölerzeuger und -verbraucher haben zusammen mit dem WWF den Runden Tisch für Nachhaltiges Palmöl (RSPO) gegründet. Ziel ist es, dem in Verruf geratenen Palmöl unter dem Deckmantel eines „Siegels“ zu neuer Akzeptanz zu verhelfen und immer mehr Palmölplantagen anzulegen. RSPO schließt nicht einmal die Regenwaldrodung aus, soziale Aspekte und der Klimaschutz sind darin überhaupt nicht berücksichtigt. Gleich die erste RSPO-„zertifizierte“ Palmölfirma erwies sich als übler Regenwaldvernichter. 256 Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen aus aller Welt lehnen RSPO als Etikettenschwindel ab."
Der komplette Text mit weiteren Argumenten gegen Palmöl-Produktion:
http://www.regenwald.org/regenwaldreport/2010/307/warum-wir-palmol-aktiv-bekampfen
@Fredegar: IKEA braucht im Jahr rund 60.000 Tonnen Palmöl. Das entspricht rund 0,1 % der jährlichen
weltweiten Palmölproduktion und 2,4 % des 2010 zertifizierten Palmöls. Quelle: http://www.ikea.com/ms/de_AT/about_ikea/pdf/STATEMENT_Palmoel_fuer_die_Produktion_von_IKEA_Kerzen.pdf
Ich auf jeden Fall.
Wir werden die Konsumberauschten nicht überzeugen können, aber wir können jedenfalls am Ball bleiben.
Sollte IKEA die Problematik um RSPO nicht bekannt sein, würde ich dringlichst für einen qualifizierten Neuzugang im Nachhaltigkeitsmanagement plädieren. Das Thema ging nun wirklich durch alle Medien und es ist nahezu unmöglich das nicht wahrgenommen zu haben. Ich weiß daher auch gerade gar nicht, ob Unwissenheit oder bewusstes dranvorbeischreiben der bessere Beleg für ein noch sehr sehr mangelhaftes Nachhaltigkeitsengagement ist.
Anfangen mit Nachhaltigkeit darf jeder immer gerne auf ganz niedrigem Niveau. Wer aber wie IKEA behauptet bereits so viel Gutes zu tun, der muss dann auch was zu bieten haben und auch zumindest den ein oder anderen Sachverständigen einstellen.
http://www.utopia.de/gruppen/aktionen-und-petitionen-357/diskussion/ikea-kerzen-aus-palmoel-vernichten-191441?page=2
.
Hej, die von Fredegar gemachten Angaben sind richtig. 0,1% entsprechen in etwa 60.000 Tonnen jährlich. 80% davon werden für Kerzen verwendet, der rest für Rattan-Produkte, Lebensmittel und diverses.
Ich weiss wirklich nicht, was IKEA auf Utopia zu suchen hat?!
http://www.utopia.de/magazin/ikea-hat-sich-entschieden-unternehmensprofil-unendliche-liste-nachhaltigkeit-dialog?all#comment-327845
Da schreiben wir, warum Unternehmen auf Utopia sind.
Viele Grüße
http://www.utopia.de/gruppen/ich-bin-utopia-547/diskussion/grundsaetzliches-193381
Beiträge haben wir dort wieder reingestellt und werden hier gelöscht.
Viele Grüße,
Utopia-Team
Sorry, Utopia-Team, aber das ständige herumreiten auf dem Ikea-Unternehmensprofil wird die Meinung vieler Utopisten nicht ändern.
@outlawjens: Kritik ist gut, wenn Sie sachlich und konstruktiv ist. Gelöscht werden polemische Kommentare, Unterstellungen, Vorverurteilungen, Pauschalierungen. Dabei versuchen wir die grundsätzliche Aussage zu erhalten.
Bei Regenwald.org gibt es genügend Informationen, um zu entscheiden, ob Kerzen von Ikea noch der letzte Hit sind. Und wirkliche Hilfemöglichkeiten, Protestbriefe gibt es dort auch:
Auf der Pinnwand von IKEA hier ist ein Wunsch mit einer integrierten Frage von mir zu finden, der einen Lösungsvorschlag enthält. Ebenso, bzw sogar darüber hinaus, der aktuell neueste Eintrag in meinem Blog. Herzliche Einladung an Alle, dort nachzusehen
Selbst wenn die Zertifikate hieb- und stichfest wären (was sie nicht sind und nie sein können) - was ist mit den ganzen Urwaldflächen, die für IKEA bereits zerstört wurden? Gibts da Unternehmungen, die vertriebenen Menschen von dort zu entschädigen, Flächen wiederaufzuforsten oder Ähnliches?
http://www.grueneerde.com/view/product/productView?productCode=PVG318&searchQuery=kerze#description
Außerdem stellt sich die IKEA Deutschland-Chefin Petra Hesser im Live Chat am 17. Februar allen Fragen der Utopia Community. Die perfekte Gelegenheit, um auch über das Thema Palmöl zu sprechen:
http://www.utopia.de/chat/index.html
Wie haben die Menschen in Europa denn bitte Kerzen hergestellt, bevor wir angefangen haben, Erdöl und Palmöl (mit Hilfe von Erdöl!) einmal um den Globus zu karren?? Als ob es in Europa kein billiges Pflanzenöl gäbe. [...]** Warum brauch ich das nicht, wenn ich mir meins selber mache?
*) entfernt wegen Verstoß gegen die Netiquette: "Respekt und Höflichkeit", Community Management
**) entfernt wegen Unterstellung und Unsachlichkeit, Community Management
*) entfernt wegen Unterstellung und Unsachlichkeit, das Community Management
Palmöl und Erdöl werden für Kerzen nicht mehr benötigt.
Dabei auch noch von Zertifikaten zu sprechen ist der Gipfel der Frechheit.
Und unsere liebe Bundesregierung hat jetzt den Kraftstoff E10 verordnet, der auch einen Anteil an Palmöl enthält. Auch jeder Margarineesser sollte sich über den hohen Anteil im Klaren sein und Alternativen suchen.
Guten Appetit!
Wenn Ikea wirklich an Nachhaltigkeit interessiert ist, warum duldet es dann die Regenwaldrodungen und das extrem klimaschädliche Abbrennen der Torfmoorwälder für RSPO zertifiziertes Palmöl? Wenn die Industrievertreter lernen wollen würden was Nachhaltigkeit bedeutet, könnten sie ein paar mehr Umweltschützer an den Runden Tisch des RSPO lassen als nur 5 %.
Wenn Ikea das nachhaltig nennt, dann will ich nicht wissen wo das Holz für die Ikea-Möbel herkommt.
Mit der Verteidigung dieses Zertifikats statt einer Nachbesserung macht sich Ikea nur unglaubwürdig.
Ich selber schaue jetzt wesentlich genauer, in welchen Produkten (Auch Bio-Produkten)Palmöl drin ist und wo nicht.
Was die Kerzen angeht, so habe ich für mich eine Lösung gefunden, die allerdings nicht das Problem global löst, da sie aber so schön ist, sei sie doch mal erwähnt : Bienen - die sechs Völker, die bei mir leben, für die ich verantwortlich sein darf, produzieren genug für mich und auch etwas darüber hinaus...
Die ist von einem Imker in der Nähe.
Die brennt bei mir einige Tage im Advend und erfreut dann mein Herz mit Licht, Wärme und Duft.
Den Rest des Jahres brauche ich keine Kerzen.
Und diese hier wird auch noch mal zwei Jahre halten.
Warum soll das Bienenwachs also keine Alternative sein?
Mir fehlt auch für Vieles das nötige Kleingeld.
Das gleiche ich dadurch aus, daß ich mir nicht viel kaufe, das was ich kaufe aber mit gutem Gewissen und wirklicher Lust am Genuss.
Bei waschbär gibt es außerdem Teelichter im Sparpack (circa 300 Stück für 23€ hab ich damals bezahlt) aus deutschem Öl - immernoch besser als Öl, das von weither kommt.
Viele Grüße
Da braucht man sich nicht zu wundern wenn dann Dioxine aus Pestizidrückständen in Futtermittel, Biodiesel oder in Kerzen gelangen.
Zitat von Foodwatch:
"Auch aktuell verwendete Pestizide enthalten Dioxine, zum Teil in hoher Konzentration"
http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/dioxine_und_pcb/dioxin_in_eiern_und_fleisch_2011/woher_kommt_das_gift/index_ger.html
Den Kerzenverkauf und die Produktion zu stoppen wäre nachhaltig und konseuent und dann würde ich dem Unternehmen abnehmen, dass es ab sofort Verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen wird.
Aber so liebe Frau Hesser wird das ganz bestimmt nichts und ich hoffe, dass viele weitere kritische Menschen sie ebenfalls solange konseuent Boykottieren werden, wie ich es bereits seit bekanntwerden der Tatsache mit dem Palmöl tue.
Dass Sie sich hier bei Utopia den kritischen Menschen annnähern ist ein erster Schritt in die richtige Richtung und begrüßenswert.
Das Image von Ikea nimmt meiner Meinung nach immer nehr schaden, es bleibt zu hoffen, dass Sie das Ruder noch rechtzeitig herum geriissen bekommen.
Ich bin CSR Managerin für KMU und hoffe, dass Sie einen fähigen Kollegen aus meinen Reihen bereits in Ihr Team integriert haben, damit er die Unternehmensführung strategisch nachhaltig ausrichtet und das Green Washing ein Ende hat.
Natürlich ist das kein nachhaltiger Rohstoff, aber immer noch nachhaltiger als RSPO-Palmöl, in dem in Form von Pestiziden, Mineralstoffdüngern und Transport eh ebenfalls jede Menge Erdöl und Erdgas drinsteckt.
Im (bzw. am) RSPO sitzen 312 Vollmitglieder, davon ca. 95 % Wirtschaftsunternehmen; eines davon ist IKEA, mit seinem mickrigen Palmölumsatz aber eher bedeutungslos in dieser Runde.
RSPO-Vorsitzender ist übrigens Jan Kees Vis (Unilever).
Ich sehe Ikea nicht als Hauptverantwortlich, dennoch egal, wie klein die Menge an verwendetem Palmöl ist sie sind mit verantwortlich dies an den RSPO zu tragen. Erst recht jetzt nachdem sie sich hier den Utopisten stellen bin ich der MEinung ist es ihre Pflicht am Tisch der RSPO etwas zu bewirken, die Kehrtwendung einzuläuten.
total erschreckend.
auch in diversen lebensmitteln..
oder zur herstellung.
nun gut das thema teelichter gibts nun schon soooooooooo
lange.
und das ist doch wieder einmal mehr als kennzeichnend.
es wird schlichtweg nichts getan.
ist der erste rauch verzogen..die wogen soweit geglättet..
fühlen die firmen vermeindlich im siegeshimmel.
weil aus dem auge-aus-dem-sinn-gebahren.
leider.
bin gespannt ob sich durch diese konfrontation wirklich
das blatt wendet.
wäre eine kostbarer anfang..und das vielleicht für vieles.
1.) Ein Link von "Rettet den Regenwald" unter dem Titel "Wann geht IKEA ein Licht auf?":
http://www.regenwald.org/mailalert/513/wann-geht-ikea-ein-licht-auf-keine-kerzen-und-teelichter-aus-palmol
2.) Die schriftliche Reaktion von IKEA auf die Anfragen von "Rettet den Regenwald" ("IKEA nimmt Palmöl auf die leichte Schulter"):
http://www.regenwald.org/news/1479/ikea-nimmt-palmol-auf-die-leichte-schulter
"Grünes Mäntelchen RSPO
Auch der Verweis auf die Zertifizierungsorganisation RSPO (Round Table on Sustainable Palm Oil) schützt den Lebensraum der Orang-Utans nicht. Der RSPO ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, um die Produktion von Palmöl nachhaltig zu gestalten. Allerdings tun diese Unternehmen nicht genug, um die Urwaldzerstörung in Indonesien zu stoppen. Die Kriterien des RSPO sind zu schwach und enthalten keinen Schutz der Torfböden und keine Anforderungen zur Einsparung von Treibhausgasen.
Nicht einmal diese schwachen Kriterien werden in der Praxis eingehalten. Schon die erste Lieferung von RSPO-zertifiziertem Palmöl im November 2008 hat sich als Marketinginstrument der Palmölindustrie erwiesen. Greenpeace-Recherchen haben ergeben, dass die Firma United Plantations in Landkonflikte verwickelt ist und in Orang-Utan-Gebieten sowie innerhalb geschützter Seengebiete Plantagen angelegt hat.
Auch die zu Sinar Mas gehörende Firma PT Smart ist Mitglied im RSPO und gleichzeitig weiterhin in illegale Aktivitäten und Zerstörung wertvoller Torfwälder involviert. Der RSPO existiert seit 2005, dennoch konnte die rasante Abholzung der wertvollen indonesischen Wälder nicht gestoppt werden. Es ist unverantwortlich, sich beim Thema Urwaldzerstörung auf den RSPO als Lösung zu verlassen."
(Auszug aus http://www.greenpeace.de/themen/waelder/nachrichten/artikel/nestle_redet_sich_raus/ vom 18.03.2010)
Für alle die es noch nicht wissen, Hannes Jaenicke kämpft auch seit langem gegen die Urwaldzerstörung an und sein Buch "Wut alleine reicht nicht" sollte Pflichtlektüre für alle Menschen werden.
Was ich dadurch erfuhr schockierte mich....ich ernähre mich seit 4 Jahren vegetarisch und wusste nicht, dass in den veg. Gerichten zu 90 % Palmöl drin steckt.....ich habe seitdem keines mehr gekauft und gehe sehr bewusst einkaufen, aber ausschließen kann ich es nicht, dass auch manchmal in meinem Wagen ein Palmölprodukt landet, weil ich es nicht erkenne.
Empfehlen kann ich folgenden Link: http://weisse-liste-palmoel.de.to/
der von dir angegebene Link ist genial und sollte unbedingt viel bekannter werden. Vielleicht ein eigenes Thema aufmachen dazu?
ich hätte einen Vorschlag für euch.
Warum setzt ihr euch nicht einfach für die Produktion von Kerzen aus Biomasse ein. Diese werden regional aus nachwachsenden Rohstoffen (keine Nahrungsmittel!) hergestellt.
Für die Teelichter solltet ihr außerdem kein Metallgehäuse mehr herstellen sondern statt dessen Behälter aus Alu oder Glas dafür verkaufen.
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