Der Bürgermeister der Gemeinde hüllt sich bis heute in Schweigen, wenn es um die geplante "Begrünung" und vermehrten Naturschutz innerhalb der Gemeinde Bodenheim geht. In der Presse nutzt er auch gerne das "grüne Mäntelchen", doch von diesem habe ich leider nicht wirklich etwas erkennen können. Wie nennt man das? - Greenwashing?
Auch die Umweltbeauftragte der Verbandsgemeinde scheint - wie bereits viele Male zuvor - mit weiteren Kahlschlägen an Feldwegen nicht wirklich dem Umweltschutzgedanken zu folgen. - Auch wenn man fairerweise sagen muss, dass sie federführend war, was die Einrichtung des "Traumgartens" angeht. Dies ist ein Stück Land, das relativ naturnah gestaltet wurde. Doch die Kahlschläge vor zwei Wochen hinterlassen doch einen sehr faden Beigeschmack, bei denen etliche Hecken und kleine Bäume an einem Feldweg gefällt wurden, um eine Grabenreinigung mit einem Bagger zu ermöglichen, obwohl
1. eine extreme Verschmutzung des Grabens, die einen Bagger rechtfertigen würde, nicht vorliegt
2. der Rückschnitt des strauchartigen Uferbewuchses und die nachfolgende Arbeit mit dem Bagger erfahrungsgemäß die Uferböschung an sich schädigen, den Gras- und ohnehin spärlichen Wildkrautbewuchs nachhaltig schädigen und ein Einspülen der Erde bei Starkregenereignissen in den Graben verursachen wird.
Wie auch immer gibt es nun jedoch etwas Positives zu berichten. Nachdem ich bei den Verantworlichen der Katholischen Kirche vor Ort Kontakt aufgenommen habe, bekam ich heute die Rückmeldung, dass zumindest ein Ausbringen von Nistkästen und ein Pflanzen von Zwiebelblumen an der Marienkappele in der Gemeinde in Ordnung wäre. Die Installation einer Trockenmauer muss zunächst noch geprüft werden, da bereits einige Maßnahmen an dem Vorplatz von Kapelle und Kirche geplant sind.
Dies ist jedoch ein erster Schritt und ich habe bereits Kästen für Fledermäuse geordert, die - sobald sie bei mir ankommen - ausgebracht werden. Zudem werde ich mich nach Zwiebelblumen umschauen, obwohl dies ja momentan bereits zeitlich etwas zu spät ist. Einige Blumengewächse werde ich dennoch ausbringen und im nächsten Herbst einen ganzen Hang, der von Hecken und Bäumen licht bewachsen ist, mit entsprechenden Blumen befplanzen.
Neben den Fledermauskästen werde ich auch einigen Singvögeln eine Nistmöglichkeit bieten sowie eine kleine Wildbienennisthilfe anbringen.
Ich bin gespannt auf die Resonanz und hoffe, dass sich innerhalb der Bevölkerung Interessierte melden oder selbst derartige Aktionen ins Leben rufen.
Ich werde an dieser Stelle weiter über den Fortgang der Aktion berichten.


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