Im Garten warten Baumschnitt und einige Pflegeaktionen. - Doch wirkliche Aktivitäten zum Naturschutz sind in Herbst und Winter nur noch bedingt möglich. - Igelunterschlupf, das Ausbringen von Vogelfutter und den Teich für den Winter bereit zu machen - das ist alles...
Doch das ist lange kein Grund, nun inne zu halten. Ich möchte die Ruhezeit nutzen, um einiges in meinem Haushalt und Konsumverhalten umzustellen. Unmengen Müll landen täglich in den Tonnen. - Joghurt in Plastikbechern, Fisch in Weißblechdosen und anderem Irrsinn möchte ich mich nun widmen.
Es beginnt damit, dass ich mir bereits einen Joghurtbereiter gekauft habe (5 W) und Bio-Naturjoghurt kaufen werde. Aus diesem wird eine Joghurt-Kultur entstehen, die ich immer wieder nutzen kann. Es funktioniert ganz einfach: Ein Liter lauwarme Milch mit einem oder zwei Löffel Joghurt mischen, in den Joghurtbereiter einbringen und alles dann etwa 7 Stunden erwärmen. Dann das Resultat in den Kühlschrank packen. - Und am nächsten Morgen gibts leckeres Joghurt. - Mit selbstgemachter Mirabellen-Marmelade oder Früchten. Ich hab das schon mal ausprobiert... Nun suche ich nach Fisch in Gläsern. Im Übrigen werde ich den Fisch- und Fleischkonsum weiter reduzieren, da gerade der Fleischkonsum die Klimaerwärmung anheizt. Zwar kaufe ich sowieso schon seit Jahren ausschließlich Bio-Fleisch, was klimatechnisch und aus Tierschutzsicht eine gute Alternative zum konventionellen Fleisch ist. Doch Fleisch ist Fleisch...
Um Transportwege von Obst zu vermeiden, habe ich mir zwei Säulenbäume (Äpfel und Birne) gekauft, damit sie ihren Platz in einem relativ unbegrünten Teil des Hofes finden.
Zudem habe ich vor kurzem die Abrechnung des Wasserversorgers bekommen. - 100 Kubik Wasser innerhalb eines Jahres erscheint mir reine Verschwendung und ich werde die Möglichkeit prüfen, in einem kleinen Anbau neben dem Haus einen Tank mit Regenwasser aufzustellen, der dann die beiden Toiletten mit Wasser versorgen wird. Vielleicht findet sich ja sogar eine Pumpe, die mit Solarenergie einen Teil des Jarhes die Wasserversorgung ermöglicht.
Ich werde mir weitere Gedanken machen und hier über meine Fortschritte berichten.


Kommentare (10)
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Dude
schrieb am 16.11.2009 um 18:40 ¶toll dass du noch mehr für das Klima tun willst. Genau das ist strategischer Konsum. Nicht warten bis der Staat sich bewegt, sondern selber schon mal anfangen.
Gruß
Dude
Jaggie
schrieb am 16.11.2009 um 18:51 ¶dankeschön für Deinen Kommentar und den Lesenswert-Punkt. Ja, ich denke, wir müssen mit dem Handeln anfangen und in unserem Verhalten steckt eine Menge Potential. Wir können einiges verändern, wenn wir nur unseren Konsum verändern.
Liebe Grüße
Torsten
inaktiver User 1038
schrieb am 16.11.2009 um 19:00 ¶--
Und über den konkreten Effekt hinaus ist noch das Beispiel wichtig:
- im Freundes- und Bekanntenkreis
- hier im Internet
- in der Politik
Es muss in den aufstrebenden Ländern deutlich werden,
dass in den reichen Ländern ein breiter Änderungswille besteht,
sodass die dortigen Politiker ihren Bevölkerungen wiederum
verkaufen können, dass CO2-Beschränkungen nicht nur
der Aufrechterhaltung der Verschwendung im den alten
Industriestaaten dient, sondern dem Weltklima.
Jaggie
schrieb am 17.11.2009 um 19:14 ¶Und oftmals kann man ein gutes Beispiel bieten und anderen zeigen, dass der Umwelt- und Klimaschutz nicht nur Umwelt und Klima zugute kommt. Durch nachhaltiges Handeln kann man ganz konkret auch Geld sparen und somit ist der Umweltschutz alles andere als unwirtschaftlich. Hinzu kommt, dass es oftmals auch Spaß machen und die eigene Gesundheit fördern kann.
Mein Anliegen ist es daher auch, diese Effekte sowohl im Einzelnen zu erreichen, aber auch andere darüber zu informieren und zu überzeugen, es gleich zu tun.
Wenn genügend Menschen ebenso ihr Handeln nachhaltig gestalten und dieses zugleich öffentlich publik machen, wird der Druck auf die Entscheidungsträger und auf die Firmen wachsen, damit diese wiederum ihr Handeln überdenken und ändern.
Jaggie
schrieb am 28.11.2009 um 17:56 ¶Mehr dazu unter : http://www.timeforclimatejustice.org/
Jeder, der sich das Video anschaut, stimmt zugleich für einen Erfolg beim Gipfel in Kopenhagen.
Und auch das Video ist sehr zu empfehlen. - Gut gemacht, guter Text, klare Botschaft!
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