Bei den Kommentaren zu meinen beiden letzten Fragen "Kaufen wir irgendwann alles online?"
und "Wie umweltfreundlich ist Onlineshopping?" war bei manchen die Vorstellung, dass der Großteil online gekauft wird, nicht so abwegig.

... sofern die Logistik optimiert wird: regionale Versandlager, optimierte Zustellung, umweltfreundliche Verpackung. Und ein paar Dinge des täglichen Bedarfs (Bäcker, Markt, Kiosk) noch in der Wohnumgebung erhätlich sind.

Aber die ganzen anderen Geschäfte, die meistens eh schon Ketten sind: Kleidung, Schuhe, Unterhaltungselektronik, Haushaltswaren, Kosmetik, Medien, Telekom, Einrichtung, alles leer. Die Kaufhäuser: Monumente des Nichts ?

Was bleibt (ich versuche, es mir im Leipziger Stadtzentrum vorzustellen):

* Lokale (Restaurants, Cafés, Bars, Kneipen),
* Kinos, Oper, Gewandhaus, Museen, Kabarett, Theater, Strassenmusiker,
* Bibliotheken, Uni,
* Behörden,
* der Weihnachtsmarkt wäre auch nur ein Drittel, wenn die Verkaufsstände wegfallen.

* und am Stadtrand fallen die Einkaufszentren weg und der ganze Verkehr dorthin

Die Stadt wird weiterhin sehenswert sein und es lässt sich auch gut bummeln. Aber es wird leerer sein, ruhiger. Die Ladenmieten werden sinken, vermutlich auch die Mieten der Büros und Wohnungen in der Stadt.

Damit wird es leistbar, mit den Flächen Neues zu probieren (was es ansatzweise auch schon gibt):

* Galeriecafés,
* offene (Bastel)werkstätten - etwa so, wie es jetzt schon diese Keramikwerkstätten gibt,
* oder fablabs.
* kleine Musikläden, wo gejammt wird und die Musik gleich übertragen werden kann aufs Abspielgerät
* Themenläden - mit großen Tischen, in der Mitte, wo man alles zu einem Thema, z.B. Solarenergie findet und immer auch Menschen, mit denen man sich austauschen kann. An der Wand Ankündigungen für Vorträge und Workshops.

Wär das was?