Es sind nicht ganze Pilze, sondern ein Myzel, das landwirtschaftliche Nebenprodukte (z.B. Schalen von Früchten) durch- und umwächst und zusammenenhält wie Klebstoff. Der Prozess dauert 5-7 Tage in Dunkelheit, ohne Wasser und Petrochemie. Danach wird das Stück erhitzt, um das Wachstum zu stoppen.
"We actually grow EcoCradle using mycelium, a fungal network of threadlike cells. This mycelium grows around agricultural by-products like buckwheat husks, oat hulls, or cotton burrs to any shape we make. In 5 – 7 days, in the dark, with no watering, and no petrochemical inputs, the mycelium envelops the by-products, binding them into a strong and beautiful packaging part. Inside every cubic inch of EcoCradle, there’s a matrix of 8 miles of tiny mycelial fibers! At the end of the process, we treat EcoCradle with heat to stop the growth so there will never be any spores." -> mushroompackaging / how it works
Ein Bericht darüber auch bei -> mashable
Ein Vortrag des Gründers bei TEDx


Kommentare (3)
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http://www.mushroompackaging.com/news/ecocradle-on-motherboard-tv
Den Ansatz (wie im Video gezeigt) finde ich klasse: in die Natur hinausgehen, einen Pilz (oder generell ein Naturlebewesen) untersuchen und etwas Gutes daraus machen. Die Grenze zur Gentechnik ist natürlich fließend.
Was mir nicht klar geworden ist, wie lange dauert der Verrottungsprozess ?
Die Herstellung ist evtl. ein längerwieriger Prozess, der nicht in derselben Geschwindigkeit den bisherigen Bedarf an den gezeigten Verpackungen decken kann. Eine Standardisierung statt 100% angepassten Verpackungen an immer neu entworfene Design-Formen könnte schon viel helfen, "Gebrauchtes" wieder zu verwenden. Die Styropor-Verpackungen brechen leicht, diese Pilz-Geflechte hinterlassen bei mir den Eindruck, sie könnten länger halten. Dann wäre eine Wiederverwendung naheliegend.
Lassen sich dise geschäumten Polystyrolteile (expandierbares Polystyrol: PEPS) eigentlich auch wieder in Kügelchen teilen und zu neuen Formen zusammenkleben? Ist das so machbar, dass es halbwegs umweltverträglich ist - zumindest umweltfreundlicher als Neuproduktion? Teilen könnte mechanisch funktioneren, kleben durch Wärme.
60% vom EPS gehen aber an die Bauindustrie: http://www.ceresana.com/de/marktstudien/kunststoffe/expandierbares-polystyrol/
Aber auch da wäre die Pilzerfindung eine Alternative: http://de.wikipedia.org/wiki/Polystyrol#Alternativen
Ich hoffe, daß die Erhitzung so hoch ist, daß der Pilz danach wirklich tot ist?
Sonst hätten wir vermutlich mal wieder einen Neophyten mehr, der sich unkontrollierbar ausbreitet.
Evt. ist das ja im Video näher erklärt, den schaue ich mir aber bei meiner ländl. Bandbreite nicht an.