"9. Das Vieh und der Markt
Eine Milliarde Schweine gibt es nach Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO heute auf der Welt, davon rund 27 Millionen in Deutschland. Ihr Fleisch wird fast immer verscherbelt, für die verwöhnte Kundschaft halten selbst Discounter Schnitzel, Filet und rosafarbenes Kotelett bereit. Für 2,99 Euro das Kilo geht das Tier über den Tresen - ein Lockangebot, bei dem die meisten Supermärkte gar nichts verdienen müssen. Billigfleisch wird gern auf der ersten Seite der Prospekte prominent nach vorn geschoben. Gekauft werden eh nur die besten Stücke, der Rest geht in die Wurst - die zum Symbol für menschliche Verdrängungsleistung geworden ist. So wenig, wie einer fragt, was in der Wurst ist, fragt einer, wie das, was in der Wurst ist, gelebt hat, wenn man davon überhaupt reden kann.
Ein Schwein hat eine natürliche Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren. Doch das schafft keine Sau. Etwas weniger als vier Monate Trächtigkeit bedeuten zügigen Billigfleischnachschub. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Tieres liegt heute bei sechs, höchstens neun Monaten. Discounter und Fleischindustrie handeln skrupellos - im Auftrag der Verbraucher. Die wollen billiges Fleisch, drei-, viermal am Tag. Seit den siebziger Jahren gehört es zum festen Vorrecht der Sozialstaatsbewohner, Schnitzel satt fordern zu dürfen. Also Augen zu und durch.
Was kann man da machen? Weniger Schnitzel verschlingen, klar. Aber das reicht nicht. Es gibt eine bessere Lösung für Schweine und Menschen. Sie liegt nicht in Demos gegen Tierfabriken und Discounter. Die Lösung heißt Marktwirtschaft. Sie ist, sagt Reichholf, "der einzige effiziente Tierschutz. Der Hauptgrund für die systematische Tierquälerei heißt Subvention. Bauern sind heute Planwirtschaftler. Die Hälfte des EU-Budgets besteht aus Agrarsubventionen. Wir zahlen alles über Umwege: das billige Schnitzel, Unsummen für Wasser, Düngemittelsubvention, Abwasser der Schweinefarmen."
Verstünden die Bürger mehr von Wirtschaft, wären sie bereit zu rechnen, dann wäre das Resultat gut für die Sau, für den Menschen, für die Märkte. Gute Qualität brächte einen guten Preis, und als Rabatt fürs Denken gäbe es auch noch Respekt obendrauf: für Bauern, die von ihrer Arbeit leben und nicht von Sozialalmosen. Für Konsumenten, die sich etwas Gutes tun und dem Tier obendrein. So könnte man Danke sagen, mit einem fairen Preis. Respekt vor denen, die uns nach vorn gebracht haben.
Geht das jemandem auf die Nerven? Gut! Dem lesen wir gern vor, was der Autor der Tier-Menschen-Fabel "Animal Farm", George Orwell, im Nachwort seines Buches geschrieben hat:
"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen."
Tierisch richtig. -"
Auf lange Sicht schon, mir stellt sich nur die Frage, wie man das Leuten begreiflich macht, die leider nichts oder kaum was von Wirtschaft verstehen und die Zusammenhänge nicht begreifen. Denen man von irrsinnigen Subventionen erzählt und die doch nur den billigen Discounterpreis sehen, dann sagen, sie können sich nichts anderes leisten. Doch sie können! Aber wie erklärt man das kurz und bündig, so dass es auch meine Oma verstehen würde?
"Wir als Verbraucher haben es in der Hand, ob wir uns von der Lebensmittelindustrie weiter blenden lassen wollen oder ob wir die Macht, die wir haben, endlich nutzen. Wir könnten uns ohne Verzicht und ohne unseren Geldbeutel zu sehr zu strapazieren viel bewusster und gesünder ernähren. Von keinem wird verlangt zu einem Öko-Vegetarier zu werden, der anfängt zu weinen, wenn er ein Kalbsfilet sieht. Aber jeder sollte einmal über seine Ernährungsgewohnheiten nachdenken, sich hin und wieder eine Dokumentation über Massentierhaltung anschauen und beim Einkauf etwas genauer hinsehen. Es kann auch nicht schaden, ab und zu auf dem Markt oder in einem kleinen Laden einzukaufen, auf regionale Produkte zu achten und mehr von dem Gemüse zu essen, welches gerade auch geerntet wird. Wer dies nicht möchte, der darf sich über den nächsten Lebensmittelskandal und mangelnde Produktqualität nicht beschweren. Er muss auch hinnehmen, dass gerade durch die Massentierhaltung Bakterien und Krankheitserreger gegenüber Antibiotika immer resistenter werden und damit unseren Schutzschirm gegen unangenehme Krankheiten zerstören. Natürlich hat Qualität auch seinen Preis, den ein wachsende Gruppe unserer Gesellschaft kaum aufbringen kann. Doch eine bewusste und gesunde Ernährung ist nicht immer eine Frage des Preises und auch bei einkommensschwachen Familien gibt es ein Missverhältnis von teuerem Fastfood zu günstigerem Gemüse und Obst vom Supermarkt. Letztendlich wird sich die Produktionsweise nur ändern, wenn wir unser Kaufverhalten ändern."
Zitat aus http://www.freitag.de/community/blogs/marcob/immer-mehr-fuer-weniger-geld----heraufbehoerte-lebensmittel-skandale-
Ich wäre dankbar über eure Stellungnahmen.
PS: Einen herzlichen Dank möchte ich an gerfi für den Tipp, den Beitrag in den Blog zu schreiben, aussprechen.
Nun habe ich einen und wen auch noch die dazugehörige Diskussion interessiert, der kann hier meine Frage und die Antworten nachlesen: http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/die-loesung-heisst-marktwirtschaft
edit:


Kommentare (15)
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Nur wem alle Aspekte einer Ware bewusst sind, der wird das bestmögliche auswählen, des weiteren vorausgesetzt, dies steht ihm an seinem Einkaufort zur Verfügung.
Selbst bei Bio und Öko gibt es Beschiss, der nicht oder nicht so schnell auffliegt. Das ist immer dann möglich, wenn über eine Ware nicht alle Informationen verfügbar sind oder diese gefälscht sind bzw. mit allen legalen mitteln geschönt beschrieben werden, so dass man von der Wahrheit abgelenkt wird. Auch hat nicht jeder die Zeit und Lust (und vielleicht auch nicht die kognitiven Fähigkeiten) sich mit allen Aspekten einer Ware auseinander zu setzen.
Hierfür gibt es zur Erleichterung des Kunden Siegel, wie z.B. das EU-Bio-Siegel. Da dieses aber auch nur begrenzte Kriterien hat, gibt es auch noch die Siegel der Anbauverbände, wie Demeter oder Bioland. Die Übersichtlichkeit verliert sich bei zu vielen Siegeln also auch recht schnell.
Für andere Bereiche gibt es keine Siegel, die dem Verbraucher die Zuordnug einfacher machen. Beispielsweise wurde die Lebensmittelampel unter anderem von unserer Verbraucherschutzministerin Aigner verhindert.
Anderes Beispiel: Fisch-Konserven im Bioladen. Meistens sind nur die anderen Zutaten Bio. Der Fisch hat mit Bio nichts am Hut. Evtl. ist es sogar noch schlimmer und der Fisch ist eine bedrohte Art und wurde mit extrem Umweltschädlichen Methoden gefangen. Trotzdem darf auf der Verpackung das Bio-Siegel sein. Und der Verbraucher glaubt, er kaufe etwas Gutes, obwohl es vielleicht besser gewesen wäre, Fisch aus einem "normalen" Supermarkt zu kaufen, der aber nicht Bedroht ist und mit umweltschonenden Fangmethoden gefangen wurde.
Fazit: Mit dem Markt ist es nicht so einfach, wie man sich vielleicht wünscht. Deshalb ist es wichtig, dass ein gesellschaftlicher Konsens über die Herstellungsmethoden einer Ware vom Staat als Vorschrift vorgegeben und kontrolliert wird. Dann könnte man beim Fischeinkauf vielleicht auf den Fischratgeber von Greenpeace verzichten ( http://www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei/ )
"Supermarktblog: Glauben Sie, dass wir zu wenig Geld für Lebensmittel ausgeben?
Thomas Gutberlet: Ja. Die Deutschen haben international keinen guten Ruf dafür, wie sie einkaufen. Weil sie viel mehr auf den Preis achten, und viel weniger auf die Qualität. Wenn wir weniger Lebensmittel kaufen würden, dafür aber bessere, wäre das gesünder für uns und besser für die Natur, weil dann weniger weggeschmissen würde.
Aber es scheint sich da ja um ein Grundbedürfnis zu handeln, möglichst wenig für Lebensmittel ausgeben zu wollen.
Gutberlet: Ich glaube, viele Leute haben Angst, sich im Supermarkt zu verkaufen – dann schmeckt ihnen mal etwas nicht, und sie ärgern sich. Der Vorteil der Discounter ist, dass die meisten Leute eine viel niedrigere Leistungserwartung an ihn haben und deshalb seltener enttäuscht werden. In Österreich kostet das Brötchen bei Hofer viel mehr als im deutschen Aldi. Sie kriegen bei Hofer aber auch ein viel besseres Brötchen. Die Kunden erwarten ein höheres Niveau, und sie sind bereit, dafür mehr zu bezahlen. In Deutschland hätten wir gerne beides: höchste Qualität, aber bitte zum niedrigsten Preis.
In französischen Supermärkten sieht man sofort: Das sind ganz andere Preisklassen. Sind die Produkte denn dort alle viel besser?
Gutberlet: Zum Teil schon. Wenn wir uns mit Bauern aus dem Ausland unterhalten, sagen die: Englische oder polnische Händler schauen zuerst auf die Qualität der Ware, dann auf den Preis. Bei den deutschen ist es umgekehrt. Wenn wir für Tegut einkaufen, achten wir deshalb darauf, nicht die Ware zu bekommen, die üblicherweise an die deutschen Ketten geht, sondern die qualitativ hochwertige." aus http://faz-community.faz.net/blogs/supermarkt/archive/2012/03/05/tegut-chef-thomas-gutberlet-im-mainstream-koennen-wir-nur-verlieren.aspx
Ich finde es beschämend und habe zu meinem Beitrag noch eine Statistik ergänzt, die zeigt, dass wir Deutschen immer weniger Geld für Lebensmittel ausgeben. Schade, dass den meisten ihre Gesundheit so wenig wert ist.
Zum Thema Bio: Natürlich wäre es durch eine Vereinheitlichung der Siegeln einfacher, doch warum gibt es denn verschiedene Siegel? Weil manche Verbände eben der Ansicht sind, dass die EU-Richtlinien nicht ausreichen, zu schwammig sind und zu selten kontrolliert werden. Der Demeterverband ist da sehr vorbildlich, ihm kann kaum ein anderer Verband das Wasser reichen, was auch seine höheren Preise erklärt und das zu Recht, denn wie ich bereits schrieb, Qualität hat ihren Preis. Und wem das wirklich wichtig ist und der nicht blind auf die Lügen der Industrie vertraut, der informiert sich.
"Gerade einmal zehn Prozent aller Konsumausgaben reservieren die Deutschen für das Essen, während es in Italien und Spanien knapp fünfzehn und in Frankreich 13,4 Prozent sind. Es geht aber noch schlimmer: In den Vereinigten Staaten, dem kulinarischen Reich des Schreckens und der Finsternis, sind es laut Vereinten Nationen 6,9 Prozent. Dahin dürfen wir nie kommen, doch wir sind auf dem besten Weg dorthin. Denn für die Hälfte aller Deutschen ist nach einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung der Preis das einzige Kriterium beim Essenskauf, und das, obwohl Lebensmittel in Deutschland vor allem wegen der Discounter-Diktatur ohnehin schon fünfzehn bis zwanzig Prozent billiger sind als bei unseren europäischen Nachbarn.
Das alles führt dazu, dass Deutschland eine kulinarische Existenz voller Paradoxien an der Grenze zur Schizophrenie führt. Die Menschen haben immer mehr Sehnsucht nach Natürlichkeit und unverfälschtem Essen; gleichzeitig steigt der Anteil an Convenience Food unaufhaltsam. Sie schauen ganzen Brigaden von Fernsehköchen bei der Arbeit zu und essen dabei Industrie-Pizza, die teurer ist als selbstgemachte. Zwei Drittel der Babynahrung sind Bioprodukte, weil Babys nur das Beste bekommen sollen; doch der Gesamtanteil von ökologisch angebauten Lebensmitteln liegt bei kaum mehr als drei Prozent, weil es selbständig denkenden Menschen offenbar gleichgültig ist, wie ungesund sie sich ernähren."
Glücklicherweise gehöre ich nicht mehr dazu. Auch wenn meine Verwandtschaft und Freunde meinen, ich gebe zuviel für gute Lebensmittel aus. Mir egal, was sie sagen, mein Körper hat lange genug gelitten, damit ist Schluss - ich zahle den Preis für Qualität und ich informiere mich, damit man mich nicht über den Tisch zieht. Punkt.
Und das Problem wurde auch schon in den von dir zitierten Artikeln erwähnt. Wenn ein Verbraucher oft genug enttäuscht wurde, dann wird er sein Verhalten ändern. Entweder er verwendet viel Zeit und Energie darauf, ein Produkt aus dem höherem Preissegment zu finden, dass wirklich von besserer Qualität ist und nicht einfach nur teurer aber der selbe Mist. Oder er entscheidet sich dafür, nicht viel Energie zu investieren, und kauft nur noch billig, weil die Qualität nicht schlechter ist, als das Meiste, was ihm als teurer verkauft wird.
Es gab vor über zehn Jahren tests von Discouter- und Supermarktprodukten bei denen heraus kam, dass bei sehr vielen Waren, die Discounter genauso gut sind, wie die etwas teureren Supermärkte. Das war für die Discounter natürlich eine super Werbung. Wobei ich mich jetzt frage, ob man das Warensortiment so geschickt ausgewählt hat, dass dieses Ergebnis kommen musste. Aber man könnte es auch anders darstelle: Die Supermärkte bieten die gleiche schlechte Qualität, wie die Discounter. Warum also mehr bezahlen, wenn man keine bessere Qualität bekommt?
Dass sich an dem Konsumverhalten der Menschen nur wenig ändert, hat natürlich viel mit der Bequemlichkeit der Menschen zu tun. Die Lösung dieses Problems liegt aber nicht in der Macht des Marktes, wie es die Überschrift suggeriert, sondern in der Macht des Wissens und Bewusstseins und in der Regulierung der Märkte.
Wem nicht bewusst ist, unter welchen Bedingungen seine Konsumgüter hergestellt werden, der verspürt keine Notwendigkeit sich darüber zu informieren und etwas an seinem Konsumverhalten zu ändern. Selbst wenn ich irgendwie mal gehört habe, unter welchen Bedingungen meine Kleidung hergestellt wurde, wenn dieses Wissen nicht präsent bleibt, was ich als Bewusstsein bezeichne, dann werde ich es bei meinem nächsten Einkauf nicht berücksichtigen. Das Wissen über ein Problem muss einem möglichst häufig begegnen, damit es ins Bewusstsein übergeht. Dazu tragen die meisten Freizeitbeschäftigungen (Bild-Zeitung, Pro7, RTL2, ... ) der Menschen natürlich nicht bei.
Außerdem sind viele Informationen über unsere Produkte nicht transparent. Beispielsweise die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen werden nicht zeitnah und umfassend veröffentlicht. Auch die Lebensmittelbuchkommission welche über zulässige Bezeichnungen von Lebensmitteln entscheidet, darf weiterhin geheim Tagen ( http://foodwatch.de/kampagnen__themen/verbraucherpolitik/lebensmittelbuch/index_ger.html ). Den Verbraucher wird es absichtlich erschwert, sich über die Produkte zu informieren. Schlimmer noch, Werbung welche die Verbaucher absichtlich in die Irre führt, ist erlaubt. Und selbst wenn mal ein Konzern über die Grenzen des Erlaubten hinaus geht, hat er kaum etwas zu befürchten. Im schlimmsten Fall, dass er seine Werbung ändern muss. Vor Strafen braucht er keine Angst zu haben. Hier fehlt es an sinnvollen, verbaucherfreundlichen Vorgaben und Gesetzen deren Kontrolle und passende Strafen bei Verstößen von Seiten der Regierungen. Wir brauchen grundsätzlich mehr Transparenz.
Die Lösung heißt nicht Marktwirtschaft sondern Regulierung.
Ich würde allerdings gerne mal wissen, was die CDU-Abgeordnete Renate Sommer daran entmüdigend findet, wenn man nicht mehr jeden Blödsinn als Werbung vorgesetzt bekommt. Kaufen darf sie doch weiterhin alles, was angeboten wird.
Aber dennoch DANKE für die Eröffnung dieser Debatte!!!
Tiefer gehende Analyse fänd ich hier besser:
? Warum sind die Käufer so, wie sie sind?
? Wer hat Zeit und Gestaltungs(frei)räume und Mittel und Fähigkeiten,...?
? Wieviel Druck machen wir uns gegenseitig und wie helfen wir uns gegenseitig in die Kraft? (Druck erzeugt Stress und entspr. Nebenwirkungen > wikipedia > Stress)
?↓ Sind Markt- & Planwirtschaft auch hier nur "Floskeln":
? Sollte vielleicht geplant werden, da es nur eine begrenzte Menge von allem gibt?
? Sollte ein Markt reguliert werden? (nur anders als jetzt // in eine für mehr Menschen, Tiere, Lebensräume freundliche/re Richtung)
? Sollten Medien & Werbung reguliert werden? (in eine für mehr Menschen, Tiere, Lebensräume freundliche/re Richtung, in Richtung schlichtes Leben, weniger verbrauchen, weniger haben, mehr teilen,..)
? Wieviel Zeit sollte Mensch (überall) maximal arbeiten und wieviel zur eigenständigen Information/Bildung zur Erholung und zur Regulierung des Gemeinschaftslebens zur Verfügung haben?
? welche Ziele sollten anvisiert werden, wofür Sanktionen erhoben werden, wohin orientiert und ge(be)steuert werden, was gefördert werden, was unseren Kindern gelehrt werden,..? ("Gemeinwohl-Ökonomie" ist ein Mix aus Plan- & Marktwirtschaft und scheint mir in eine freundliche Richtung zu gehen. > www.gemeinwohl-oekonomie.org)
? ...
? Kann ich (kannst Du) jetzt schon Wesentliches verändern und wie? (kürzere Texte,..:))
? Wie können wir uns gegenseitig auf den freundliche/re/n Weg helfen?
Das ist, was mir dazu gerade einfällt. + Ich glaube, utopia.de könnte (und will), aber vorallem wir Utopist/inn/en können da helfen, hier und im Alltag, im Leben, in der Familie, bei den Nachbarn,...
(...und auch ich bin nicht das leuchtende Vorbild, sondern oft zu gestresst und wahrscheinlich zu viel im Netz)
Auch finde ich das die Frage: "Sollte ein Markt reguliert werden?" Das Bild der realität verzerrt. Ein Markt wird immer reguliert. Ich wüsste jedenfalls nicht, wo nicht. Es ist also nur die Frage, wie sehr ein Markt reguliert werden soll. Gleiches gilt für Medien und Werbung.
Wie ist der Hinweis auf Wikipedia zu verstehen? Meinst du das ist eine Nebenwirkung von Druck und Stress? Wenn du das nicht meinst, wäre ich dankbar, wenn du das verlinken würdest, was du genau meinst.
Was ist gemeint?
Ist infragegestellt, ob innerhalb irgend einer Variante von Marktwirtschaft angesprochene Probleme bzw Verbrechen lösbar sind?
(dazu n.b: Der Fleischkonsum in der DDR war meines Wissens sogar höher als damals in der BRD - und das wäre heute nicht unbedingt ganz anders)
Oder ist die spezielle These infragegestellt, dass "der Markt" dieses und andere 'Probleme' ohne große Eingriffe seitens von demokratischen Institutionen (z.B. demokratischen Staaten) 'selbst' gut lösen könne?
"Auf lange Sicht schon, mir stellt sich nur die Frage, wie man das Leuten begreiflich macht, die leider nichts oder kaum was von Wirtschaft verstehen und die Zusammenhänge nicht begreifen. Denen man von irrsinnigen Subventionen erzählt und die doch nur den billigen Discounterpreis sehen, dann sagen, sie können sich nichts anderes leisten. Doch sie können! Aber wie erklärt man das kurz und bündig, so dass es auch meine Oma verstehen würde?"