- Diesen Beitrag möchte ich übrigens den Mädchen und Jungen, Frauen und Männern widmen, die neulich dem Massaker in Norwegen zum Opfer gefallen sind, sowie Allen, die ihnen nahe standen/stehen.


Über Möglichkeiten, wie die Welt vielleicht zu verändern, und zwar möglichst eher zu verbessern, als zu verschlechtern wäre, wurden bekanntlich schon meterweise Flugblätter, Essays und ganze Bücher geschrieben,

um nur einige aus dem Bereich "gesellschaftlich/politischer" Dimension zu nennen: Schon zu frühen Zeiten wie etwa von den True Levellers, später beispielsweise Marie Olympe de Gouges zu nennen, dann die sog. "Frühsozialisten" (Robert Owen etc), später Marx & Engels, J. S. Mill, A. Bebel etc, sowie Franz Oppenheimer - nicht der berühmte Physiker, sondern ein Berliner Arzt um 1900, der sich für die Genossenschaftsidee einsetzte, u.v.a. nicht zu vergessen auch Menschen wie Mahatma Gandhi, bis hin zu neueren z.B. im Umfeld des Links-Keynesianismus, auch der New Left in den 1960ern (Erich Fromm etc), später dann John Rawls, Amitai Etzioni, Amartya Sen u.v.a. - die letztgenannten meist mit mehr oder weniger "sozialdemokratischem" Ansatz (mehr Demokratie, darauf basiserend dann mehr Einfluss von Staat und Kommunen auf die Wirtschaft ...), nicht zu vergessen auch die individuellen Kauf- und Geldanlage-Entscheidungen einer - bewussteren - Kund_innenschaft

Für alle irgendwie demokratischen und nicht autokratischen Konzepte ist ein schärferes/tieferes Bewusstsein der Mehrheit wichtig (wobei es genau genommen eine quasi spiralförmige Wechselwirkung ist, denn staatliche Einflüsse über bessere Bildungschancengleichheit fördert das Bewusstsein der Mehrheit und dieses wiederum verbessert Bildungspolitik u.s.w.)


A l s o : Ich halte einen .m.e.h.r.dimensionalen Ansatz für notwendig . (z.B. würde es recht wenig bringen, wenn morgen z.B. nur alle Produktionsmittel verstaatlicht würden)

Mit einem "mehrdimensionalen" Ansatz meine ich ungefähr folgendes:

- Politische Rahmenbedingungen verändern (z.B. wie vormals das Verbot von bleihaltigem Benzin, nur mal aus dem 'Umweltbereich' 1 Beispiel von sehr vielen), auch die "politische Kultur" selbst wäre zu verbessern; z.B. mehr Bürger_innen-Nähe, mehr Offenheit, weniger gegenseitige Ressentiments u.v.a.)

- privates persönliches Kaufverhalten etc (sei es 'fair' & ökologisch hergestellte Nahrung, Kleidung etc, oder der Kauf einer Solaranlage, der Bezug von Ökostrom, oder eine ethisch verantwortliche Geldanlage, u.s.w.)

- öffentliche Diskurse in den Medien (und diese weniger im Stil sogenannter 'Boulevard'Medien)

und andere ... (z.B. auch Dialog-Kultur im privaten Bereich, Berufsleben etc)

- wobei z.B. der Einsatz bei Non-Profit NGOs (Amnesty International oder Friends of the Earth, Greenpeace, Nabu u.v.a.) zugleich zur ersten und zur dritten Sache auch beiträgt und auch das mittlere beeinflusst. (überhaupt gibt es immer Wechselwirkungen)

Zudem grundsätzlich mehr kooperative statt kompetitive Elemente überhaupt in der Gesellschaft (schon im Kindergarten fängt das übrigens an und muss auch dort schon anfangen; erst bei Managerkursen für Ethik wäre es zu spät).

"Kooperativ" meine ich nicht zuletzt auch so, dass damit Empathie einhergeht (Sich-Hineindenken-und-fühlen in Andere; und mit "Andere" sind nicht nur Menschen, sondern auch andere Wesen gemeint, die etwas wie Bewusstseins- bzw- Gefühle, Wünsche etc haben !)


[Einfügung 04.01.2013] Anthropologische Grundsatzüberlegungen (etwa zur Frage ob nicht, wie manche Leute denken, nicht sowieso die Menschen "zu schlecht" seien, als dass solche Bemühungen nicht ohnehin recht sinnlos seien) dazu vgl. z.B. folgenden Beitrag http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/homo-homini-lupus-der-mensch-ist-dem-menschen-ein
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[b]Nachträge zu den Kommentaren:


Der eine oder andere User, zum Glück die Ausnahme, nicht die Regel, hat (v.a. speziell mir gegenüber) aus mir eigtl. unbekannten Gründen offenbar leider auch zu diesem Blog hier manchmal plötzlich ein großes Polemikbedürfnis. Am besten ist vermutlich, Ihr ignoriert solche Passagen einfach.



Nachtrag Nr.2 [31.08.2013]

Da der Kommentarteil nun schon extrem lang ist, dürfte es sinnvoll sein, nur noch sehr direkt auf schon geschriebene Kommentare oder zu dem im Text vorgestellten Gesamtkonzept / Ansatz zu schreiben, wogegen neue einzelne Beispiele besser z.B. hier einen Platz finden

I have a dream (ich habe einen Traum) - und DU?

http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/i-have-a-dream-und-du

Danke für Euer Verständnis für dieses Anliegen


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