Das Bild, das wir Menschen von der Vergangenheit haben, prägt bekanntlich unser Weltbild insgesamt, und damit auch unser Handeln in Bezug auf die Gegenwart und Zukunft.
Schon allein deshalb finde ich es Wert, eine bis heute zu unrecht weitgehend unbekannte Person in Erinnerung zu rufen, vgl. z.B: http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Sankara
Dort v.a. die beiden Passagen:
Die Politik war ausgerichtet auf den Kampf gegen Hunger und Korruption, die Verbesserung der Bildungs- und Gesundheitsversorgung sowie auf Wiederaufforstung durch einheimische Bäume, Sträucher und andere Nutzpflanzen, um die Desertifikation, also das Fortschreiten der Wüste, aufzuhalten und sogar umzukehren. Afrikas Grüne Mauer im Sahel geht zum Teil auch auf diese Initiative zurück. (...) Die Verbesserung des Status der Frauen war erklärtes Ziel von Sankaras Politik. Beispiellos in Westafrika verbot er die Beschneidung von Frauen, (...) [Ende des Zitats]
Erwähnenswert auch die Versuche, eine autarke Landwirtschaft aufzubauen, unter anderem hat Sankaras Regierung erreicht, dass (damals) Beamte alle Hemden tragen, deren Baumwolle aus Burkina Faso selbst kam und die auch im Land selbst unter menschenwürdigen. Bedingungen genäht waren. Insofern war er auch ein Vorreiter des "Fairtrade"!
Soviel Engagement für Fairness hat ihm dann bald das Leben gekostet, aber das Gute in der Welt hängt zum Glück nicht an einzelnen Personen und ist mit einem Mord nicht umzubringen. Es lebt weiter ... hoffentlich auch in vielen unserer Handlungen


Kommentare (19)
Beitrag abonnieren
Diesen Beitrag bitte nicht als Personenkult missverstehen.
Auch bei Thomas Sankara gilt natürlich der Satz : Nobody is perfect .
Es geht hier auch weniger um seine Person, als um die mit ihm verbundenen 'Inhalte'
in besagter Hinsicht.
der nonprofit-Organisation " africavenir " (in Deutschland als gemeinnütziger Verein anerkannt)
Zum 25. Todestag von Thomas Sankara: Jetzt spenden und unsere Kampagne zum Gedenken an den politischen Visionär und Revolutionär ermöglichen Am 15. Oktober 1987 wurde der Präsident Burkina Fasos Thomas Sankara in einem Putsch ermordet. Als Politiker und Mensch war er eine Ausnahmegestalt, integer und aufrecht. Während seiner kurzen Präsidentschaft leitete Sankara beachtliche Reformen in die Wege, im Kampf gegen Hunger und Korruption, zur Verbesserung von Bildung und Gesundheitsvorsorge und zur Gleichstellung der Frauen. Mit der Förderung lokaler und regionaler Wirtschaftskreisläufe wollte er die wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit Burkina Fasos erreichen.
Mutig thematisierte Sankara die Staatsverschuldung und warf Fragen auf, die in Zeiten der Eurokrise erneut hoch aktuell sind.Sankara steht wie kein anderer dafür, dass eine Entwicklung Afrikas aus eigener Kraft möglich ist. Zu seinem 25. Todestages ruft AfricAvenir dazu auf, Sankaras politisches, ökonomisches und gesellschaftliches Wirken auch in Deutschland zu feiern und würdigen.
(...)
In seiner kurzen Amtszeit als Präsident (1984-1987) trieb Thomas Sankara eine Vielzahl von grundlegenden Reformen zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Burkina Faso voran. Einen deutlichen Schwerpunkt legte Thomas Sankara auf die wirtschaftliche Unabhängigkeit Burkina Fasos. Sein Ziel war nicht nicht nur Ernährungssicherheit, sondern eine umfassende Enährungssouveränität:
„Wir müssen diese Hilfe durch unsere eigene Produktion überflüssig machen. Wir müssen es schaffen, mehr zu produzieren, weil es normal ist, dass derjenige, der euch zu essen gibt, euch auch seinen Willen aufzwingt.“ (1986)
Dabei setzte er erfolgreich auf die Förderung und Weiterentwicklung kleinbäuerlicher Strukturen und Kollektive und machte das klimatisch benachteiligte Land in nur knapp vier Jahren unabhängig von Nahrungsmittelimporten. Mehr noch: Burkina Faso begann, Lebensmittel in die
Region zu exportieren (!) – heute kaum vorstellbar, denn nach der Abkehr von Sankaras Reformen ist das Land auf eine massive Lebensmitteleinfuhr angewiesen und wird immer wieder von Hungersnöten bedroht.
Gezielt setzte sich Sankara für die Entwicklung und Förderung lokaler und nationaler Wertschöpfungsketten sowie nationaler und regionaler Wirtschaftskreisläufe ein. Burkina Faso sollte produzieren, was es konsumierte und konsumieren, was auch lokal/national produziert wurde - ein Ansporn zum gezielten Ausbau der einheimischen Produktion. Staatliche Unternehmen wurden erfolgreich saniert, was sogar die Weltbank lobte. In Sankaras Amtszeit wurden die Staatsausgaben (u.a. für teure Regierungsautos und Flüge erster Klasse) drastisch gekürzt, Korruption vehement bekämpft und die Mittel stattdessen in Projekte investiert, die der
Bevölkerung zugute kamen. Die Staatsbeamten sollten ein positives Vorbild und Beispiel des unbestechlichen und ehrlichen Staatsbürgers abgeben, entsprechend dem neuen Namen für das Land: Burkina Faso – das „Land der aufrechten Menschen / der Unbestechlichen“.
Im Bereich der Gleichstellung der Geschlechter galt Sankara nicht nur als Visionär, sondern auch als Vorreiter in der Umsetzung. Mit breitenwirksamen Programmen setzte er sich für die Gleichberechtigung der Frauen und gegen überkommene patriarchale Srukturen ein. In seinem Kabinett bekleideten mehrere Frauen wichtige Ministerposten – zu dieser Zeit war das fast weltweit ein Novum.
„Wenn wir den Kampf für die Befreiung der Frau verlieren, brauchen nicht zu hoffen, eine umfassende und positive Veränderung der Gesellschaft zu erzielen.“ (1987)
Auf internationaler Ebene prangerte Sankara die ungerechte und entwicklungshemmende Schuldenpolitik an. Konzepte wie die Tragfähigkeit und Rechtmäßigkeit von Schulden, die erst später in den entwicklungspolitischen Diskurs Einzug erhielten, brachte Sankara selbstbewusst in die internationale Debatte ein: „Die Schuldenpolitik ist ein bewusst eingesetztes Mittel der Rekolonisierung Afrikas, mit der unser Wachstum und unsere Entwicklung Vorgaben und Normen unterworfen werden sollen, die uns völlig fremd sind.“ (1987)
Er beanspruchte, auf Augenhöhe mit den ehemaligen Kolonialherren, dem IWF und der Weltbank zu kommunizieren, scheiterte jedoch zwischen den Fronten des Kalten Krieges, v.a. aber auch an der neokolonialen Politik Frankreichs. Am 15. Oktober 1987 wurde Sankara in einem Putsch des Militärs unter (mutmaßlicher) Führung seines Freundes und Gefolgsmannes Blaise Compaoré ermordet. Compaoré ist bis zum heutigen Tag Sankaras Nachfolger als Präsident Burkina Fasos (...)
Sankaras beeindruckende Erfolge in kurzer Zeit zeigen, was in Afrika möglich ist und stärken diejenigen, die nach alternativen Entwicklungswegen jenseits von Rohstoffexporten, Freihandel und einer ewigen Abhängigkeit von Lebensmittelimporten suchen. Der westafrikanische Hip Hop-Star Didier Awadi, fasst es in diese Worte:
“Sankara ist mein Idol, mein Mentor. Sein Lebensweg inspiriert mich. Deshalb versuche ich jeden Tag, etwa mehr über ihn zu erfahren und je mehr ich mich mit ihm beschäftige, desto mehr bin ich überzeugt: ja, er ist das richtige Modell für mich! Er inspiriert die afrikanische Jugend, an sich selbst zu glauben, für die Freiheit zu kämpfen und es jeden Tag zu wagen, die Zukunft zu erfinden!” (2011)
--- soweit der aktuelle africavenir Rundbrief ( siehe auch www.africavenir.org ).
meinerseits noch ein tip, nämlich Literatur, Filme etc. über Thomas Sankara hier einige aufgelistet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Sankara#Sekund.C3.A4rliteratur
.
Obwohl "Fairtrade" sich meist auf Überseeimporte bezieht, gibt es bekanntlich auch in Mitteleuropa, auch in Deutschland, sehr unfaire Verhältnisse bei Erzeugung / Weiterverarbeitung / Handel von Gütern u Dienstleistungen
Aktuell zeigt dies z.B. eine Studie des DGB, dass für sogenannte Leiharbeit in Bayern im Schnitt nur halb so viel Lohn gezahlt wird wie für reguläre Lohnarbeit, vgl. http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/region-bayern/leiharbeiter-in-bayern-verdienen-zu-wenig-1.471661 - und es gäbe sogar noch extremere Beispiele für Unfairness auch innerhalb Europas
Die Politik TS' ist wirklich beeindruckend, wennauch sein Sozialismus, wie fast alle Sozialismen dieser Zeit, Schwächen hatte. Aber auch als einzelner politischer Akteur, finde ich, sticht er positiv in der Geschichte Sozialistischer Politiker hervor. Imponiert hat mir bsonders sein entschlossenes Engagement für Frauenrechte.
Danke auch für den Youtube Link
Mein Sohn war mit einem Entwicklungsdienst in Burkina Faso "gelandet". Martin, der eine 8 jährige Ausbildung zum Bühnentänzer durchgehalten hatte, wurde in ein Fußballprojekt, als Betreuer, eingeteilt. Da "durften" Jungen täglich stundenlang bei 40° C PLUS! Fußballtraining absolvieren, damit was aus ihnen wird...
Den Jungen ging es hinterher richtig schlecht.
Martin fagte die Verantwortlichen wo denn die Physiotherapie sei, bei dem Training. Er wurde angeguckt, als sei er von nem anderen Planeten...
Das ist übrigens ein von Deutschland gefördertes Programm...
"Den Jungen tut alles weh, die haben total verspannte Muskeln, die brauchen Hilfe!"
Achselzucken...
"Okay, dann mach ich das eben, ich kann das, ich hab es 8 Jahre lang selber erlebt, ich weiß, was zu tun ist." Martin massierte also "nebenbei" auch noch die schmerzenden Muskeln der Jungen, damit es ihnen wieder gut geht.
Damit machte er das, was seine Mutter auch schon immer getan hatte -, zupacken, wo Not ist...
Daraus wurde gemacht: "Er ist schwul, er fasst die Jungen an!"
Eines Tages eine Mail von Martin: "Mama, du brauchst keine Massagebälle zu schicken, ich bin mal wieder rausgeflogen!" Ich saß -, im noch immer Ostberlin -, und stutzte und schrieb: "Du bist mal WIEDER rausgeflogen? Hab ich irgendwas verpasst? Wann bist du denn schonmal rausgeflogen? "
Die Antwort: "Na, Mama, hast du vergessen, wie wir aus der DDR rausgeschmissen wurden?"
Nein, das hatte ich natürlich nicht vergessen, die Spuren sind immer noch in meiner Seele und es schmerzt, dass seitdem mein Leben schwerer zu ertragen ist, als in der DDR. Freiheit hab ich für die Anderen erkämpft, indem ich außer diesem Kind ALLES zurücklassen musste!
Ergebnis: Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland meinte, auch wenn Martin nicht schwul sei, müsse er gehen, das wäre besser so!
Tja, so einfach ist das Leben - für Manche.
Bloß gut, dass ich mich schon seit einem Vierteljahrhundert mit dem Thema "Rächt in Gerüchtssälen, im Namen des Volkes begründet" beschäftige...
Obwohl Martin nur drei Monate lang in Ouaga Dougu war, hat er dort bereits für einen Freund übernommen, die Schule zu bezahlen und einen anderen Freund hat er damals mit hergebracht, gefragt, ob er mit ihm zusammen zu mir kommen darf und ich habe "ja" gesagt, obwohl ich von hartzlich gern Gegebenem lebe.
Und dann haben wir zu dritt auf 52m² gelebt und alle haben zugesehen, dass Jeder einen Weg sucht, die Situation zu verändern! Und ich durfte sie ja laut Gesetz bloß eine vorgeschriebene Anzahl von Tagen zu mir nehmen, ich muss ja zusehen, wie ich an Geld komme!
Und Mo brauchte diese Geborgenheit und für mich war es auch wichtig, endlich mal gebraucht zu werden...
Mo, der damals mitkam, studiert seit vorigem Jahr in Berlin! Ja, er durfte bei mir unterschlüpfen, weil er noch weniger Geld hat, als ich! Und er blieb ein Dreivierteljahr, dann hatte er es geschafft, konnte ins Studentenwohnheim einziehen...
Und er muss arbeiten, um das kleine Zimmer im Studentenwohnheim zu bezahlen und um sich Lebensmittel kaufen zu können! Und er lernt "nebenbei" deutsch ...
Und er hat in diesem Land, in dem an jedem Abend tonnenweise Lebensmittel vernichtet werden, genauso nur eine Handvoll Reis zu essen, wie in seiner Heimat, in Ouaga Dougu ...
Es ist für ihn ein völlig anderes Leben hier! Mo hat mir erzählt, dass Viele Zuhause nur aufstehen um fernzusehen, weil sie keinen Sinn in ihrem Leben sehen - kann ich sehr gut nachvollziehen - haben wir hier auch und er studiert, um Zuhause hinterher etwas zu verändern.
Martin hat dem Freund, dem er die Schule bezahlt bereits einen französisch prgrammierten Laptop mitgeschickt.
Parallel hat er einem Freund in Ghana -, dahin wurde er "verlagert" -, auch einen Laptop gekauft und Englisch programmiert. Dieser Laptop wurde auf dem Transport nach Ghana gestohlen.
Dieser jungen Mann in Ghana hat sich darauf gefreut und sitzt nun ohne das Wahnsinnsgeschenk, auf das er sich länger als ein Jahr lang so sehr gefreut hat, da. Und Martin hat auch nicht mehr so viel Geld, um noch einmal 800 € in einen dritten Laptop zu investieren und so gibt es wieder mindestens drei Seelenwunden mehr, denn ich leide unter solchen Situationen auch...
Vielleicht hat ja von euch Jemand einen gut funktionierenden Laptop zum Verschenken?
Mitgebracht von http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Sankara: "Am 15. Oktober 1987 wurde Sankara in einem Putsch des Militärs getötet. Eine Woche vor seinem Tod zitierte Sankara in einer Rede zum Gedenken an Che Guevara den Satz eines Offiziers bei der kubanischen Revolution: „Revolutionäre und Individuen kann man töten, aber Ideen lassen sich nicht ermorden!“."
Ja, und meine Hoffnung ist, dass immer mehr Menschen die Ideeen, die hilfreich für ein friedvolles Miteinander aller auf dieser einen Erde Lebenden sind, unterstützen! Wir brauchen endlich FRIEDEN!
Wie wäre es denn mit Crowdfunding/ Krautfunding, zu deutsch Schwarmfinanzierung ( http://de.wikipedia.org/wiki/Crowdfunding )? Mit ein paar mehr Hintergrundinfos zu eurem Freund in Ghana könnte ich die Aktion ins Netz stellen und über unsere Soschal Nättwörks verbreiten. Schreib mir doch ein paar Details per PN.
Einige Crowfunding Plattformen...
http://www.startnext.de/
http://www.inkubato.com/de/
http://www.respekt.net/
http://www.indiegogo.com/
LG Emma
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=naXkQBLmvxw
Viel Spaß dabei!
1. AfricAvenir Veranstaltungsreihe in Gedenken an Thomas Sankara
2. AfricAvenir startet Poster- und Postkartenkampagne zu Ehren Thomas Sankaras zwischen 8. und 21. Oktober 2012 in Berlin
3. Deutschlandpremiere einer neuen zweiteiligen Dokumentation über Thomas Sankara: „Auf den Spuren von Thomas Sankara“ (15 Uhr) und „Geteiltes Erbe“ (17 Uhr) am 14. Oktober 2012 ab 15 Uhr, Hackesche Höfe Kino -- Ab sofort stellt AfricAvenir diese Filme mit deutschen Untertiteln gegen Spende für öffentliche Vorführungen zu Verfügung.
4. Buchpräsentation & Dialogforum mit Aziz Fall: Sankara - Panafrikanischer Visionär im Kampf gegen Neo-Kolonialismus und Imperialismus, DO, 1.11.2012, 19 Uhr, GLS-Sprachenzentrum, Berlin
Details: Am Donnerstag, 1. November 2012 um 19 Uhr lädt AfricAvenir anlässlich der Herausgabe des Reden- und interviewbands "Redécouvrir Sankara - Martyre de la liberté" zum Dialogforum mit dem Politologen Aziz Salmone Fall zum Thema "Sankara - Panafrikanischer Visionär im Kampf gegen Neo-Kolonialismus und Imperialismus" ins GLS Sprachenzentrum, Berlin. Aziz Salmone Fall, Leiter der Internationalen Kampagne zur juristischen Aufarbeitung des Mordes an Sankara, geht im Dialogforum nicht nur auf den Lebensweg, die Visionen und Erfolge Sankaras ein, sondern verortet ihn im Kontext seiner Zeit.
5. Am Samstag, 3. November 2012 von 10-17:30 Uhr lädt AfricAvenir zum Tagesworkshop mit dem Politologen Aziz Salmone ins GLS Sprachenzentrum, Berlin.
6. Neue Publikation: "Redécouvrir Sankara - Martyr de la liberté" (Sankara wiederentdecken - Märtyrer der Freiheit), Éditions AfricAvenir / Exchange & Dialogue
7. Online-Publikation: "Nachricht aus dem Jenseits" - Das letzte bekannte Interview von Thomas Sankara vom 4.10.1987 ... mehr bei www.africavenir.org
9. In Zusammenarbeit mit AfricAvenir werden Tshirts zum Gedenken an Thomas Sankara
ab dem 17. Oktober auf www.africavenir.org angeboten.
10. In Kooperation: EIN-KLANG mit Thomas Sankara, SA, 20.10.2012, 16-23.00, Tollhaus, Karlsruhe Am Samstag, 20. Oktober 2012 ab 16 Uhr lädt Stoffwechsel e.V. zur Veranstaltung EIN—KLANG MIT THOMAS SANKARA ins Karlsruher Kulturhaus Tollhaus (Schlachthausstr. 1 | 76131 Karlsruhe). Nach einer Einstimmung mit Ausschnitten aus dem Dokumentarfilm "Auf den Spuren von Thomas Sankara" findet eine Gesprächsrunde statt zum Thema "Präsident SANKARA – Impulsgeber für die afrikanisch-europäischen Beziehungen?" mit Hamado DIPAMA, AK Panafrikanismus, München, Sams’K Le jah, Journalist Radio Ouaga, Prof. Dr. Elisio MACAMO, Universität Basel, David GAKUNZI, Schriftsteller & Kolumnist, Maison de l’Afrique à Paris, Prof.
Dr. Tirmiziou DIALLO, Mitglied Verfassungsrat der Republik Guinea, Dr. Pierrette HERZBERGER-FOFANA, Universität Erlangen und Muepu MUABA, Frankfurt & Al IMFELD, Zürich.
11. Vorankündigung: In Kooperation: „Im Land der Aufrechten Menschen" - Dokumentarisches Theaterstück über Thomas Sankara, Januar 2013, Theaterdiscounter, Berlin -- Auf der Suche nach visionären politischen Impulsen, stößt ein junger Berliner Theatermacher auf Texte von Thomas Sankara, den hierzulande wenig bekannten Präsidenten Burkina Fasos, dessen revolutionäres Programm eines der kühnsten in der Geschichte der Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten ist. Er ist so fasziniert von dessen Willen zu politischer Gestaltung, dass er nach Burkina Faso reist um nach den Spuren dessen Geschichte und Wirkung zu suchen. Dort lernt er einen Schauspieler kennen, der sich ebenfalls seit Jahren mit Sankara beschäftigt. Beide beschließen, seine Geschichte, sowie die Erlebnisse ihrer Recherche, ihre Fragen und ihre Kontroverse auf die Bühne zu bringen. Ein Abend über offene Enden, propagierte Alternativlosigkeit, utopische Visionen und Pragmatismus auf zwei Kontinenten und darüber, warum es -wie Sankara sagt- notwendig ist, die Zukunft zu erfinden. -- Weitere Infos und genaue Daten dazu in den kommenden Wochen und Monaten unter www.africavenir.org
12. Erste deutschsprachige Facebook- und Twitter-Seiten über Thomas Sankara! ...:
Thomas Sankara: afrikanischer Humanist, Visionär, Revolutionär und Präsident von Burkina Faso ab 1983. Nach nur vier Jahren der Revolution wurde „die Hoffnung Afrikas“ am 15. Oktober 1987 in einem internationalen Komplott und Staatsstreich brutal ermordet. Seine Ideen aber sind so lebendig wie nie! Aus Anlass des 25. Gedenktages seiner Ermordung hat AfricAvenir vor wenigen Tagen die erste deutschsprachigen Facebook- und Twitter-Seiten zu Thomas Sankara ins Leben gerufen. Getreu seinem Motto:
„Revolutionäre und Individuen kann man ermorden, aber Ideen lassen sich nicht töten"
werden wir hier an diese afrikanische Ausnahmegestalt erinnern, seine Politik und Philosophie der deutschsprachigen Öffentlichkeit zugänglich machen und über weltweite Aktivitäten der ankaristen-Community informieren.
Alle sind herzlich eingeladen, mitzulesen, mitzudenken und mitzureden!
Der Direktlink zur Facebook-Seite: www.facebook.com/Sankaralebt
Der Direktlink zur Twitter-Seite: twitter.com/Sankara_lebt
und zwar speziell im Bereich Bildung
ist ein neues Kindergarten Projekt, und zwar in Guinea
unterstützt vom Mama Afrika e.V. Berlin www.mama-afrika.org
nicht zuletzt auch der Aspekt das vorhandene kritische Bewusstsein in Bezug auf
weibl. Genitalverstümmelung (weibliche "Beschneidung") zu stärken
unter anderem durch schlichte Aufklärungsarbeit, sowie Stärkung des Selbstbewusstseins
und Selbstvertrauens von Mädchen und Frauen, sich dieser Tradition nicht so ohne weiteres
zu unterwerfen (eine Tradition die sich irgendwann durch Aberglauben und diverse Machtstrukturen verbreitet hat, und aber, so ist zu hoffen, auch einmal ebenso wieder verschwunden bzw bewusst überwunden sein wird) Zum Thema und auch z.B im Deutschlandradio www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1669347/ , sowie bei www.frauenrechte.de
Im Folgenden eine Beschreibung des Kindergarten projekts durch den Verein selbst
(ich zitiere nach der Facebookseite)
"(...) Kankan ist drittgrößte Stadt in Guinea und hat trotz 232.000 Einwohnern gerade einmal zwei Kindergärten. Diese sind überfüllt, überteuert und nur einer begrenzten Zahl von Kindern zugänglich. Mama Afrika arbeitet daher am Bau eines Kinderga
rtens, der für alle leicht zu erreichen und für finanzschwache Familien erschwinglich ist.
Das Grundstück ist zentral gelegen und damit für alle Kinder aus Kankan leicht zugänglich. Sobald der Bau abgeschlossen ist, werden hier 3-6jährige Mädchen und Jungen tagsüber betreut, erzogen und auf die Schule vorbereitet. Die Erzieherinnen werden geschult, um die Kinder professionell über das Tabu-Thema Beschneidung aufzuklären und zu informieren. Das Selbstbewusstsein der Mädchen soll gezielt gestärkt werden, damit sie sich frei entscheiden und im Zweifel auch gegen die eigene Tradition und gegen eine Beschneidung stellen können.
Der Kindergarten soll zudem ein Ort der Kommunikation werden. Ein Treffpunkt zum Austausch und zur Beratung: Informationsabende beispielsweise sollen Eltern und Großeltern über die Folgen der weiblichen Genitalverstümmelung aufklären, Probleme sollen gemeinsam gelöst werden. Landsmänner und -frauen werden diese Abende in der eigenen Landessprache durchführen.
Ein separater Raum wird als Kursraum für Erwachsene dienen, in denen neben den Beratungsabenden auch Alphabetisierungskurse abgehalten werden. Zudem werden Informationsmaterial verteilt und gemeinsame Feste veranstaltet (...)"
In Bezug auf die derzeitige Lage in MALI
würde (auch) Thomas Sankara,
da bin ich ziemlich sicher,
folgender Einschätzung der Lage
mitsamt dortigem Aufruf
sehr weitgehend zustimmen:
http://www.utopia.de/gruppen/freundinnen-u-freunde-von-467/diskussion/krieg-in-mali-etc-204147
Was Thomas Sankara sicher auch gefallen würde: Teile aus hier beschriebener Reportage, die in wenigen Minuten bei Phoenix läuft : http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/music-for-peace#comment-568657