Das Bild, das wir Menschen von der Vergangenheit haben, prägt bekanntlich unser Weltbild insgesamt, und damit auch unser Handeln in Bezug auf die Gegenwart und Zukunft.

Schon allein deshalb finde ich es Wert, eine bis heute zu unrecht weitgehend unbekannte Person in Erinnerung zu rufen, vgl. z.B: http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Sankara

Dort v.a. die beiden Passagen:

Die Politik war ausgerichtet auf den Kampf gegen Hunger und Korruption, die Verbesserung der Bildungs- und Gesundheitsversorgung sowie auf Wiederaufforstung durch einheimische Bäume, Sträucher und andere Nutzpflanzen, um die Desertifikation, also das Fortschreiten der Wüste, aufzuhalten und sogar umzukehren. Afrikas Grüne Mauer im Sahel geht zum Teil auch auf diese Initiative zurück. (...) Die Verbesserung des Status der Frauen war erklärtes Ziel von Sankaras Politik. Beispiellos in Westafrika verbot er die Beschneidung von Frauen, (...) [Ende des Zitats]

Erwähnenswert auch die Versuche, eine autarke Landwirtschaft aufzubauen, unter anderem hat Sankaras Regierung erreicht, dass (damals) Beamte alle Hemden tragen, deren Baumwolle aus Burkina Faso selbst kam und die auch im Land selbst unter menschenwürdigen. Bedingungen genäht waren. Insofern war er auch ein Vorreiter des "Fairtrade"!

Soviel Engagement für Fairness hat ihm dann bald das Leben gekostet, aber das Gute in der Welt hängt zum Glück nicht an einzelnen Personen und ist mit einem Mord nicht umzubringen. Es lebt weiter ... hoffentlich auch in vielen unserer Handlungen