Am 28. Juli jährt sich zum zweiten Mal die Aufnahme des Rechts auf Wasser und Sanitär­versorgung in die Menschenrechtscharta der UN. Zu verdanken ist das vor allem den jahrelangen Kämpfen und Aktivitäten der weltweiten Wasserbewegung. Sie haben die Forderung auf Wasser als Menschenrecht im Jahr 2002 ausgerufen und in den alternativen Weltwasserforen diese Forderung in die Öffentlichkeit getragen.

Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) präsentiert zu diesem Anlass die erste umfangreiche deutschsprachige Publikation zum FAME 2012 – dem diesjährigen Alternativen Wasserforum, das im März in Marseille stattgefunden hat. Das 74-seitige Heft mit zahlreichen Fotos präsentiert knapp 20 Beiträge von engagierten Menschen aus Lateinamerika (Kolumbien, Chile, Paraguay und Ecuador), Afrika (Marokko, Benin und Senegal), Asien (Philippinen, Nepal und Indonesien) sowie aus Europa (Großbritannien, Deutschland, Griechenland, Frankreich und der Niederlande) und den USA.

Von Fachartikeln über Erfahrungsberichte bis hin zu Projektbeschreibungen bieten abwechslungsreiche Texte vielfältige Zugänge zum Thema des Kampfs für einen gerechten und nachhaltigen Zugang zu Wasser für alle. In fünf Themenbereichen (Einführung, Rekommunalisierung und Vergesellschaftung, Auswirkungen von Privatisierung, Alternativen zur Privatisierung, Frauen und Wasserversorgung sowie Widerstand gegen Privatisierung) zeigen wir zahlreiche Beispiele für den Zusammenhang zwischen unzureichendem Zugang zu sauberem Trinkwasser und der Wasserprivatisierung durch internationale Konzerne auf, verleihen aber auch bereits vorhandenen Lösungsansätzen und Modellprojekten eine wichtige Stimme. Ergänzend finden LeserInnen weiterführende Lektüretipps sowie die Abschlusserklärung des Forums. Illustriert werden die Texte mit über 70 Bildern der Menschen und Aktionen in Marseille, aber auch Fotos aus den Herkunftsländern der AutorInnen.

Quelle, und mehr dazu:

http://blog.gemeingut.org/2012/07/neue-gib-publikation-nicht-fur-profit-ausgewahlte-beitrage-vom-alternativen-weltwasserforum-fame-2012-in-marseille/

Von mir selbst noch ein paar Ergänzungen :

Nachtrag 1: Zum Thema "Wasser und Armut" speziell in Afrika, v.a. auch verschiedene Initiativen für die Überwindung von Wassernot und damit zugleich ein wichtiger Beitrag zur Überwindung extremer Armut:
www.utopia.de/gruppen/freundinnen-u-freunde-von-467/diskussion/wasser-armut-183597

Nachtrag 2: Weil (Wieder) Aufforstung als Beitrag zur Anti-Desertifikation zugleich ebenfalls ein nachhaltig wirksames Mittel gegen Wasserarmut ist, sei auch auf folgenden Blog über Wangari Maathai das Greenbeltmovment etc verwiesen
www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/wangari-maathai-tragerin-des . Um der durch den Klimawandel massiv verschärfte weltweite Desertifikation (mit verschärften Hungerkrisen wie derzeit immer noch z.B. im Sahel) nachhaltig mehr entgegenzusetzen wäre auch sehr sinnvoll, mithilfe von 100% regenerativen Energien und hocheffizienten (energiesparenden) modernsten Verfahren Meerwasser aufzubereiten, und damit Anti-Desertifikationsprojekte massiv zu unterstützen

Nachtrag 3: Sehr wissenswert finde ich außerdem die Tatsache, dass einerseits Fleischkonsum, andererseits Bergbau (inklusive Abbau von Kohle und Uran) zu den größten Wasserverbrauchs-Faktoren überhaupt gehören. Zum Fleischkonsum im Vgl zu Getreide (je kg) Infos und eine Graphik z.B. hier www.vegpool.de/magazin/fleisch-fakten-umwelt.html ; außerdem Erdöl, spätestens (bekanntlich) bei Unfällen von Borhinseln / Bohrplattformen ( vgl Deepwater Horizon ), Pipelines oder Öl-Tankern, aber sogar beim Normalbetrieb (mehrere Dutzend Liter Wasser je Liter Erdöl bzw Benzin u.s.w.) ZumThema Erdöl viele Infos auch z.B. hier http://www.utopia.de/gruppen/buecher-filme-und-tv-415/diskussion/das-oel-zeitalter-dokumentarfilm-2-197487

Nachtrag 4: Mein eindrucksvollstes persönliches Erlebnis in Sachen sparsamer u. effizienter Umgang mit Wasser hatte ich bisher bei einem Volontariat nach meinem Abitur in einer (ca in den 1920er Jahren gegründeten) Genossenschafts siedlung in der Nähe von Haifa (Israel). Mehr dazu hier www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/vielfalt-und-gleiches-mass-an-freiheit-aller-was-die-welt