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Zunächst einige Überlegungen, anschließend noch 2 Bilder, deren umittelbare Kombination die Begriffe noch mehr mit Anschauung füllten mag.


Nichts grundsätzlich gegen Weltraumforschung.
Fragen nach dem Wie, Woher und Wohin unserers Universums
erweitern buchstäblich und im übertragenen Sinn unserern Horizont.

Der Blick auf die Erde vom Weltall kann der Menschheit helfen,
irrationale Beschränktheiten wie Nationalismus und andere zu erkennen,
kann zudem dazu beitragen, unseren Planteten und das Leben auf ihm wertzuschätzen.

Auch ganz direkt 'pragmatisch' gibt es vernünftige Gründe,
insbesondere um Phänomene zu erforschen, die direkt schon heute oder in naher Zukunft
das Leben auf der Erde beeinflussen, etwa der Sonnenwind,
ja sogar bedrohen können: Asteroide sind keine bloße Erfindung von Science-Fiction Autoren.

Ist jedoch der Hype um Marsmissionen rational zu rechtfertigen.?

Tatsache ist jedenfalls: Grundlagenforschung lässt sich auch mit anderen Projekten betreiben, und einen direkten Nutzen, der heute für die Menschheit relevant wäre, gibt es erst recht nicht. Sogar im Gegenteil,
die Aufmerksamkeit auf solche Ereignisse lenkt ab von den dringenderen wichtigen Problemen, die es aktuell zu lösen gilt, deren Lösung aber primär nicht an "technischer Machbarkeit" hängen. Auch in dieser Hinsicht setzt der Hype um Marsmissionen meines Erachtens eher falsche Akzente (technische Machbarkeit als vermeintliche hauptsächliche Herausforderung, statt psychologische, soziologische, politisch-ökonomische Ursachen unzähliger Probleme in ihrer Bedeutung zu erkennen und mehr Ressourcen (finanzielle und intellektuelle) dafür aufzuwenden.

Sicher gibt es noch zahlreiche andere Dinge, für die Millionen Dollar/Euro etc. höchst fragwürdig investiert werden. In Zeiten der heutigen Finanzkrise, Bankenkrise, Wirtschaftskrise, Staatsschuldenkrise sind sogar Beträge, die nicht in die Milliarden gehen, beinahe (scheinbare) Peanuts. Allein was für die Produktion schlechter Filme ausgegeben wird (Werbung dafür inklusive), übersteigt mit Sicherheit das Budget der NASA.

Aber das eine Übel rechtfertigt nicht das andere.

Mein Fazit: Weltraumforschung Ja, aber nur begrenzt auf sinnvolle Projekte,
dafür umso mehr Aufmerksamkeit und Investition von Kapital und Wissen
für die Lösung dringenderer wichtiger Probleme auf unserer Erde.

Wenn diese einst vielleicht weitgehend gelöst sind,
dann kann die Menschheit gern zu anderen Planeten fliegen.


Zum Schluss zwei aktuelle Bilder, eins vom Mars, das andere von der Erde:

[image]
(derzeitiges Mars-Fahrzeug, Computeranimation der NASA)


[image]
Hungersnot in Senegal: Der kleine Aliou Seyni Diallo bricht in Tränen aus:
Seit zwei Tagen hat der 2-Jährige nichts mehr gegessen.
Aargauer Zeitung 23.06.2012
Bild 1 von 12 einer Fotostrecke unter
www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/syngenta-hat-hunger-nach-afrika-124697853

Zur aktuellen Hungerkrise an den Rändern der (auch durch den Klimawandel) immer weiter sich ausbreitenden Sahara (und anderer WÜsten) auch hier Infos, Aktionen etc: www.utopia.de/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/desertifikation-neue-hungersnot-im-200131