![[image]](/uploads/assets/user/45244/Beethoven_Bruggen_Zehetmair_Violinkonzert_etc_kleinjpg.jpg)
Ich meine hier - als Idealfall - nicht eine Art von verkümmerter Lebensfreude, die eigtl. eine Flucht nach Innen ist, um äußere Lebensumstände zu vergessen (manche sehr armen Menschen z.B. in Indien flüchten sich - verständlicherweise - in solche asketisch bescheidene 'Freude' bzw Zufriedenheit - die nebenbei vor allem denen seit jeher gut gefällt, die von den Zuständen profitieren, welche die Hauptursachen eben dieser Armut sind)
Ich meine - als Idealfall - eine wirklich erfüllte, umfassende Freude, ein Glück, das keine Emigration oder Notlösung ist.
Diese Freude hat für so gut wie alle Menschen, um auf das Bild mit dem Haus zurückzukommen, als Fundament, was in der UN Menschenrechtscharta in der Präambel die "Freiheit vor Furcht und Not" heißt, also z.B. die Freiheit vor politischer oder privater Verfolgung / Repression, Krieg und extreme Armut .
Auf diesem Fundament kann dann ein gutes Haus gebaut werden. zu den wichtigsten Bausteinen zählt dabei, ungestört / ohne Zwang mit Menschen treffen zu können, die einen lieben und gut verstehen, und die mensch selbst umgekehrt ebenfalls liebt und gut versteht.
Ein anderes Bild :
Das Glück ist eine Pflanze, die zwar auch auf kargem Boden wachsen kann, aber auf fruchtbarem Boden eben noch sehr viel besser.
(dem Fundament oben entspricht bei dieser Metapher ungefähr der Boden)
Fußnoten:
1. Da Glück aufs Engste mit Liebe zusammenhängt, an dieser Stelle zwei Buchtips:
-- Die doppelte Flamme - ein großer phiolosophischer Essay (deutsche Übersetzung im Surhkamp Verlag) des mexikanischen Schriftstellers Octavio Paz
-- Liebesgedichte aus aller Welt . Reclam Verlag (gebundene Ausgabe) ...
2. Obwohl es im ersten Moment evtl nicht so offensichtlich ist, passt bei genauem Hinsehen auch dieser Beitrag exzellent hierzu:
http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/er-stuerzt-die-herrscher-vom-thron-und-erhebt-die (einschließlich der ergänzenden Kommentare)
3. Über das Verhältnis von Freiheit, Einsamkeit und Glück vgl. auch http://www.utopia.de/blog/im-herzen-ein-feuer/allein-aber-oho , nicht zuletzt dort auch meinen Kommentar unter dem Haupttext


Kommentare (12)
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m.krug
schrieb am 05.01.2012 um 20:46 ¶berniewa
schrieb am 03.02.2012 um 12:29 ¶ist nicht zuletzt auch die ERD-CHARTA meines Erachtens eine hervorragende Anregung.
Ich erwähne sie auch, weil es diese Jahr genau 25 Jahre ist,
dass sie von der Weltkommission der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung angeregt wurde.
Mehr über sie z.B. bei Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Erd-Charta
berniewa
schrieb am 03.02.2012 um 21:47 ¶„Zu wenig Liebe, zu wenig Gerechtigkeit und Erbarmen, (...) allzu viel Härte, Hochmut (...) - das bin ich. Ich bin gewiß, dass ich das Böse nur aus Schwäche und Feigheit unterlasse und damit meine Bosheit noch schände. Ich sehne den Tag herbei, an dem die Seele in diesem armseligen von Schwermut verpesteten Körper nicht mehr wird wohnen wollen und können, an dem sie diese Spottgestalt aus Kot und Fäulnis verlassen wird, die ein nur allzu getreues Spiegelbild eines gottlosen verfluchten Jahrhunderts ist.“.(zitiert nach Otto Basil: Georg Trakl, Reinbek bei Hamburg 1992, S. 27 ff.)
berniewa
schrieb am 17.02.2012 um 18:32 ¶...
Über gewissermaßen ' schul-pädagogische Entsprechungen ' dazu:
Michael Dathe: Die Idee der Just Community als realisierte Alternativschulen: Ein Ansatz nach Lawrence Kohlberg. Grin Verlag ... 2008
...
berniewa
schrieb am 28.02.2012 um 13:26 ¶(im Durchschnitt - Ausnahmen bestätigen sozusagen die Regel)
* Paul K. Piff (University of California, Berkeley) et al, in: Proceedings of the National Academy of Sciences, San Francisco 1 / 2012 ...
und heute z.B. auch auf dieser Seite http://freedemocracy.blogspot.com/
Ergänzend ebenfalls lesenswert (vom August 2010) in der NY Times: http://www.nytimes.com/2010/08/22/magazine/22FOB-wwln-t.html?src=me&ref=magazine
berniewa
schrieb am 03.04.2012 um 12:45 ¶Interessant daher auch dazu diese Seite: http://www.utopia.de/gruppen/buecher-filme-und-tv-415/diskussion/stadt-der-zukunft-giftfrei-und-klimafreundlich-heute-bei-198123
...
berniewa
schrieb am 16.03.2012 um 16:55 ¶Schülerinnen und Schüler einer 12. Klasse des Melanchton-Gymnasiums in Nürnberg (Bayern)
drehten einen Film um die Frage, was wirklich wichtig im Leben sei.
Der Titel OUT OF SIGHT ist zufällig identisch mit dem Titel einer Komödie aus den USA von 1998
mit Jennifer Lopez, George Clooney und anderen. Sogar die Filmmusik komponierten die Schülerinnen/-er und spielten sie auch selbst ein.
Die Handlung des englischsprachigen Kurzfilms dreht sich um einen 'Workaholic',
der sich nach einer Krebsdiagnose plötzlich existenzielle Fragen stellt.
Also, wenn Ihr den Film irgendwo zu sehen bekommt: Bestimmt sehehswert.
berniewa
schrieb am 16.05.2012 um 16:28 ¶läuft heute um 20:15 laut Programmvorschau bei 3sat,
mit dem Titel GLÜCKSKINDER -
über 5 Menschen, die trotz manch widriger Lebensumstände
ihr Leben instgesamt doch als ein glückliches sehen.
berniewa
schrieb am 17.03.2012 um 16:29 ¶Vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Indira_Gandhi_Peace_Prize
(dort auch eine Liste)
darunter z.B. bekannte Menschen, die ich auch in meinem Blog hier bei Utopia schon öfter erwähnt habe, z.B: Wangari Maathai , Kofi Annan und Vaclav Havel
berniewa
schrieb am 27.03.2012 um 20:10 ¶Aufruf / Bitte:
Schreibt an alle (zumindest alle 'öfentl. rechtlichen') Fernsehsender,
den Dokufilm wiederholt zu senden,
den heute Abend ARTE ab 20:15 sendet.
Dortige Info:
Nie wieder Fleisch?
Dienstag, 27. März 2012 um 20.15 Uhr
Wiederholungen:
28.03.2012 um 14:30
05.04.2012 um 10:35
Nie wieder Fleisch?
(Deutschland, 2012, 62mn)
NDR
Regie: Jutta Pinzler
Ob erschreckende Zustände in der Putenmast, massiver Antibiotikaeinsatz in der Geflügelzucht, nicht fachgerecht ausgeführte Tötung von Rindern - Fleischproduzenten stehen in der Kritik. Hinzu kommt, dass Futterexporte aus Dritte-Welt-Ländern dort zu Hunger und Elend führen und dass Fleischexport nach Afrika die Märkte vor Ort zerstört. Die Filmemacherin Jutta Pinzler hat über ein Jahr lang weltweit recherchiert. Ihre Aufnahmen zeigen, welche verheerenden Konsequenzen die massenhafte Fleischproduktion hat.
In den letzten 50 Jahren hat sich der weltweite Fleischkonsum verfünffacht. Während man in Europa schon immer viel Fleisch gegessen hat, wächst die Lust darauf nun auch in Ländern wie China und Indien. Doch der Hunger nach Fleisch hat verheerende Konsequenzen. In China nehmen gesundheitliche Probleme der Bevölkerung durch die veränderte Ernährung stetig zu, in Paraguay führt der Futterexport nach Europa zu extremer Armut, in Frankreich und Deutschland ist das Grundwasser durch die extensive Landwirtschaft gefährdet und weltweit leidet das Klima. Viele Masttiere gleichen mittlerweile Futterverwertungsmaschinen und verbringen ihr kurzes Leben zusammengepfercht in dreckigen Ställen.
Die Industrie hingegen wirbt mit Heilsversprechen für ihre Produkte - Fleisch sei gesund und für eine ausgewogene Ernährung notwendig. Dabei belegen Studien, dass der Konsum von zu viel rotem Fleisch nicht nur krank macht, sondern das Leben sogar verkürzen kann. Auch weißes Fleisch ist problematisch, denn Hühner und Puten werden erschreckend häufig mit Antibiotika behandelt. Moderne Mastbetriebe haben sich zu Hightech-Firmen entwickelt, in denen die Tiere lediglich Produkte sind. Dass es sich um Lebewesen handelt, wird gerne vergessen.
Jährlich produziert Europa rund 40 Millionen Tonnen Fleisch, das Futter für die Tiere kommt oft aus Südamerika, zum Beispiel aus Paraguay. Einige wenige Unternehmer verdienen dort an dem Export sehr gut, die Mehrheit der Bevölkerung leidet darunter. Denn die Sojapflanzen werden mit extrem giftigen Pflanzenschutzmitteln besprüht. Eine wissenschaftliche Studie der Universitätsklinik von Asunción belegt, dass in Dörfern in der Nähe von Sojafeldern auffällig oft Kinder mit Missbildungen geboren werden.
Aber nicht nur der Import nach Europa, auch der Export führt zu Hunger und Elend. Fleisch wird in Europa so günstig hergestellt, dass es für viele Afrikaner billiger ist, europäische Produkte zu kaufen als selber zu produzieren. Eine Folge ist die Zerstörung der einheimischen Märkte, denn die Bauern sind der industriellen und staatlich subventionierten Konkurrenz aus Europa schutzlos ausgeliefert, wie Berichte aus Ghana und Benin beweisen.
berniewa
schrieb am 08.04.2012 um 12:01 ¶http://www.utopia.de/blog/im-herzen-ein-feuer/augenblick-verweile-doch
http://www.utopia.de/blog/beitrag/das-glueck-ist-ein-schmetterling
...
berniewa
schrieb am 16.04.2012 um 21:11 ¶(1) Journalistinnen/-en wie Bob Woodward und Carl Bernstein (Watergate Affäre)
(2) Politikerinnen/-er wie Rudolf Hafner (Berner Finanzskandal), vgl dazu etwa http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Hafner_(Politiker)
(3) Photographinnen/-en wie James Nachtwey, vgl. etwa http://de.wikipedia.org/wiki/James_Nachtwey
... um nur noch 3 (relativ bekannte) von unzähligen möglichen Beispielen zu nennen,
manche auch irgendwann mit Preisen geehrt,
sei es etwa der Amnesty Menschenrechtspreis oder andere kleinere oder größere Preise,
viele bleiben aber ihr Leben lang gänzlich ohne solche 'offiziellen' Auszeichnungen.
Letzteres gilt besonders für unzählige "Heldinnen und Helden des Alltags",
deren Arbeit oder sonstiges Tun das Glück in der Welt zu fördern beiträgt,
oftmals ohne dass dies unmittelbar deutlich wird,
bis hin zu (scheinbaren) Kleinigkeiten,
sei es ein streitbarer, aber kluger und fruchtbarer Kommentar bei einem Gespräch,
sei es etwas ganz handfestes, wie
das Reparieren eines Fahrrads, das Annähen eines Knopfes,
... oder auch 'nur' ein Lächeln im richtigen Augenblick ...
Und weil (a) Glück und (b) Versuche, die Welt zu verbessern, evidentermaßen auch zusammengehören (auch wenn diese Versuche im mehrfachen Sinne keineswegs immer 'glücklich' sind), sei auch folgende Seite noch erwähnt, auf der es einige Anregungen gibt, die ein Blühen des Glücks vielleicht hier oder dort in der einen oder anderen Hinsicht befördern:
http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/wie-koennen-wir-die-welt-verbessern
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