![[image]](/uploads/assets/user/45244/Beethoven_Bruggen_Zehetmair_Violinkonzert_etc_kleinjpg.jpg)
Ich meine hier - als Idealfall - nicht eine Art von verkümmerter Lebensfreude, die eigtl. eine Flucht nach Innen ist, um äußere Lebensumstände zu vergessen (manche sehr armen Menschen z.B. in Indien flüchten sich - verständlicherweise - in solche asketisch bescheidene 'Freude' bzw Zufriedenheit - die nebenbei vor allem denen seit jeher gut gefällt, die von den Zuständen profitieren, welche die Hauptursachen eben dieser Armut sind)
Ich meine - als Idealfall - eine wirklich erfüllte, umfassende Freude, ein Glück, das keine Emigration oder Notlösung ist.
Diese Freude hat für so gut wie alle Menschen, um auf das Bild mit dem Haus zurückzukommen, als Fundament, was in der UN Menschenrechtscharta in der Präambel die "Freiheit vor Furcht und Not" heißt, also z.B. die Freiheit vor politischer oder privater Verfolgung / Repression, Krieg und extreme Armut .
Auf diesem Fundament kann dann ein gutes Haus gebaut werden. zu den wichtigsten Bausteinen zählt dabei, ungestört / ohne Zwang mit Menschen treffen zu können, die einen lieben und gut verstehen, und die mensch selbst umgekehrt ebenfalls liebt und gut versteht.
Ein anderes Bild :
Das Glück ist eine Pflanze, die zwar auch auf kargem Boden wachsen kann, aber auf fruchtbarem Boden eben noch sehr viel besser.
(dem Fundament oben entspricht bei dieser Metapher ungefähr der Boden)
Fußnoten:
1. Da Glück aufs Engste mit Liebe zusammenhängt, an dieser Stelle zwei Buchtips:
-- Die doppelte Flamme - ein großer phiolosophischer Essay (deutsche Übersetzung im Surhkamp Verlag) des mexikanischen Schriftstellers Octavio Paz
-- Liebesgedichte aus aller Welt . Reclam Verlag (gebundene Ausgabe) ...
2. Obwohl es im ersten Moment evtl nicht so offensichtlich ist, passt bei genauem Hinsehen auch dieser Beitrag exzellent hierzu:
http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/er-stuerzt-die-herrscher-vom-thron-und-erhebt-die (einschließlich der ergänzenden Kommentare)
3. Über das Verhältnis von Freiheit, Einsamkeit und Glück vgl. auch http://www.utopia.de/blog/im-herzen-ein-feuer/allein-aber-oho , nicht zuletzt dort auch meinen Kommentar unter dem Haupttext


Kommentare (43)
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ist nicht zuletzt auch die ERD-CHARTA meines Erachtens eine hervorragende Anregung.
Ich erwähne sie auch, weil es diese Jahr genau 25 Jahre ist,
dass sie von der Weltkommission der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung angeregt wurde.
Mehr über sie z.B. bei Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Erd-Charta
Jean Liedloff (Übers. ins Deutsche: E. Schlottmann, R. Taeni)
Auf der Suche nach dem verlorenen Glück: Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit [Broschiert], Neuauflage 2006 (Erstauflage 1999)
Kurzbeschreibung: Zweieinhalb Jahre verbrachte die Autorin tief im Urwald bei 'Indígenas' in Venezuela, auf die sie beinahe zufällig gestoßen war. Bei Ihrer Suche nach den Ursachen dieses insgesamt von Glück und Harmonie geprägten Zusammenlebens kam sie zu dem Schluss, dass eine wichtige Ursache im Umgang dieser Menschen mit ihren Kindern liege. Mich erinnert diese Erfahrung an eine andere eines Ethnologen, der um 1970 auf den Andamanen im indischen Ozean
offenbar sehr ähnliche Erfahrungen gemacht hatte und davon in einem Kapitel des ca 1980 publizierten populärwissenschaftlichen Buch berichtet hat: Die letzten Paradiese der Menschheit, herausgegeben von Heinrich Harrer) wobei es sich übrigens keineswegs um eine Art von Verklärung "edler Wilder" handelt, wie eine/r vielleicht befürchten könnte.
Pressestimmen :
"Auf der Suche nach dem verlorenen Glück ist der seltene Fall eines radikalen Buches, das Hoffnung macht - Dieses bemerkenswerte Buch ist vieles in einem: ethnologische Reportage, radikale Zivilisationskritik und Bericht einer persönlichen Transformation." (Psychologie heute)
"Die Sensibilität der Autorin für die kindliche Psyche ist beispielhaft." (die tageszeitung)
"Ein menschliches und lebendiges Buch über das Leben, wie es lebenswert sein könnte. Es liest sich spannend wie ein Roman". (Frankfurter Rundschau)
Was das Thema Kinder angeht (Kinderbücher, -filme etc, auch Kindererziehung etc), vgl. übrigens auch meinen Kommentar unten am 16.05. dieses Jahres, sowie den ebd. direkt darunter von gestern
halte ich übrigens auch Überlegungen für eminent wichtig, wie sie hier angesprochen sind
(daher an dieser Stelle auch dieser Querverweis)
www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/ambivalenter-affe-mensch
...
Mitternachtskinder (engl. Titel: Midnight's Children)
ein Film nach Vorlage eines 1981 publizierten Romans von
Salman Rushdi ,
jetzt eine deutsche Fassung im Kino!
Regisseurin des Films ist Deepa Mehta
Gedreht musste er unter höchsten geheimen
Sicherheitsvorkehrungen, in Sri Lanka,
wegen des immer noch bestehenden
"Hinrichtungsaufrufs" von Ayatollah Khomeni
gegen den Autor, von dem aber auch
Veröffentlichungen seiner Romane
und eben auch Verfilmungen derselben
betroffen sind.
Der Roman handelt von 2 Kindern
die zufällig in der Nacht
nach ihrer Geburt
in der Klinik vertauscht wurden.
Das eine Muslim, das andere Hindu,
das eine arm, das andere reich,
und so ist es ein Buch bzw. Film
der die Grenzen zwischen Kulturen,
bzw. Religionen und zwischen
sozialen 'Schichten'/Klassen
infragestellt
im Namen der Menschlichkeit.
Ich selbst habe den Roman leider noch nicht komplett gelesen,
nur Auszüge daraus, aber vielleicht klappt es ja mit dem Film besser ;`)
Infos über den Film auch z.B. hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Midnight%27s_Children_%28film%29 (englisch) -
und http://de.wikipedia.org/wiki/Mitternachtskinder (deutsch)
Dort kommt der Aspekt der Vertauschung der Kinder nur sehr kurz zur Sprache.
In gewisser Weise ist tatsächlich eines der beiden Kinder die Hauptfigur,
was aber sicher nicht als Bevorzugung der einen Seite zu deuten ist,
sondern eher als zufällig Auswahl, wie auch sonst die Frage nach Zufall oder Determiniertheit,
etwa auch die Determiniertheit durch das soziale Umfeld, etwa bzgl. Vorurteilen gg. andere Kulturen, Schichten etc,
einer der Haupt-Fäden ist, die sich durch den Roman ziehen.
„Zu wenig Liebe, zu wenig Gerechtigkeit und Erbarmen, (...) allzu viel Härte, Hochmut (...) - das bin ich. Ich bin gewiß, dass ich das Böse nur aus Schwäche und Feigheit unterlasse und damit meine Bosheit noch schände. Ich sehne den Tag herbei, an dem die Seele in diesem armseligen von Schwermut verpesteten Körper nicht mehr wird wohnen wollen und können, an dem sie diese Spottgestalt aus Kot und Fäulnis verlassen wird, die ein nur allzu getreues Spiegelbild eines gottlosen verfluchten Jahrhunderts ist.“.(zitiert nach Otto Basil: Georg Trakl, Reinbek bei Hamburg 1992, S. 27 ff.)
sei auf folgendes Taschenbuch verwiesen:
Ricarda Winterswyl: Das Glück. Eine Spurensuche. C. H. Beck Verlag, München 1995
(ich finde freilich, was die Autorin z.B. in Sachen Karl Marx ein wenig 'negativ' voreingenommen ist, das ist sie in Sachen Friedrich Nietzsche ein wenig 'positiv' voreingenommen. Nun denn, trotzdem (und davon abgesehen) ein recht gut recherchierter und dargestellter geistesgeschichtlicher Überblick)
Vorfrühling (1902/03)
Bäume weiß ich, frühlingsstarke Bäume, denen gärend der Jugend Saft durch glühende Adern singt.
Die lechzend verlangen nach dem Rausche der Erfüllung.
Aber noch starren sie kahl und stumm. Harte Schorfe ketten die vorschwellenden Triebe.
Und in wilden Träumen nur langen sie empor zu dem schaffenden Licht, daß es sie bade in Glanz und Glut.
Weiten sich ihre Äste, daß gierig sie einsögen den zauberstarken Most lauen Sommerregens, zu erblühen und zu leben gleich ihren Brüdern.
Denn noch kennen sie nicht den Sommerrausch der Erfüllung. Aber krachend durchwühlt ihren Leib der Lenzstrom der Ahnung.
Wanderer ziehen vorüber, und also spricht einer zum anderen:
»Sehet die Bäume dort, wie kahl sie stehen und stumm! Kalt schleppt sich ihr Blut, und mürrisch fliehen sie des Lenzes sanft wirkende Kraft.
Lasset sie im Dunkeln, die Finstern! . . .« So sprechen sie und gehen vorbei. –
Und nicht einer, der sähe die stürmenden Flammen der Sehnsucht, die gierend aus ihren Augen lodern und verzehrend über ihnen zusammengluten . . .
--- von Ernst (Maria Richard) Stadler (Colmar 11.8.1883 - Ypern 30.10.1914)
[1913 stimmte erhielt er ein Angebot als Associate Professor in Toronto, das er gern annahm. Seine Dozentur sollte Ende September 1914 beginnen, doch der Erste Weltkrieg machte dies zunichte. Gleich im ersten Kriegsjahr wurde er einberufen und kaml nach drei Monaten in Flandern ums Leben.]
-- Werke z.B:
- 1904 Praeludien (Gedichte)
- 1906 Über das Verhältnis der Handschriften D und G von Wolframs Parzival (Dissertation)
- 1910 Wielands Shakespeare (Habilitations-Schrift)
- 1913 Das Balzac-Buch. Erzählungen und Novellen (Übersetzung)
- 1914 Der Aufbruch (Gedichte)
Einige Werke von ihm sind online im Projekt Gutenberg zu finden:
http://gutenberg.spiegel.de/
... und über gewissermaßen ' schul-pädagogische Entsprechungen ' dazu vgl.
Michael Dathe: Die Idee der Just Community als realisierte Alternativschulen: Ein Ansatz nach Lawrence Kohlberg. Grin Verlag ... 2008
...
(im Durchschnitt - Ausnahmen bestätigen sozusagen die Regel)
* Paul K. Piff (University of California, Berkeley) et al, in: Proceedings of the National Academy of Sciences, San Francisco 1 / 2012 ...
und heute z.B. auch auf dieser Seite http://freedemocracy.blogspot.com/
Ergänzend ebenfalls lesenswert (vom August 2010) in der NY Times: http://www.nytimes.com/2010/08/22/magazine/22FOB-wwln-t.html?src=me&ref=magazine
Interessant daher auch dazu diese Seite: http://www.utopia.de/gruppen/buecher-filme-und-tv-415/diskussion/stadt-der-zukunft-giftfrei-und-klimafreundlich-heute-bei-198123
[Nachtrag 20.12.2012] Vor wenigen Tagen lief bei Arte ein Dokufilm, den ich leider nicht gesehen habe, der aber vermutlich sehr sehenswert ist, bzw. die darin enthaltenen Informationen, nämlich über
Gift in Kinderspielzeug
Ebenfalls sicher empfehlenswert ein anderer Dokufilm, ebenfalls neulich bei Arte (kenne ich aber ebenfalls nur aus der Beschreibung), nämlich über Giftstoffe etc in Pestiziden etc in der heutigen Landwirtschaft
Das das erst durch Studien bewiesen werden muss, uff! Für mich ist das schon ganz lange klar, und zeigt sich auch immer wieder meinen erfahrungstechnischen Erlebnissen nach.
Bhutan ist im Zusammenhang Glück interessant mal zu betrachten...
Schülerinnen und Schüler einer 12. Klasse des Melanchton-Gymnasiums in Nürnberg (Bayern)
drehten einen Film um die Frage, was wirklich wichtig im Leben sei.
Der Titel OUT OF SIGHT ist zufällig identisch mit dem Titel einer Komödie aus den USA von 1998
Sogar die Filmmusik komponierten die Schülerinnen/-er und spielten sie auch selbst ein.
Die Handlung des englischsprachigen Kurzfilms dreht sich um einen 'Workaholic',
der sich nach einer Krebsdiagnose plötzlich existenzielle Fragen stellt.
Also, wenn Ihr den Film irgendwo zu sehen bekommt: Bestimmt sehehswert.
und viell nicht auf den ersten Blick, aber auf den zweiten
auch für das Thema "Glück" sehr relevant
- und bis heute zu lesen / zu sehen für Kinder und Erwachsene empfehlenswert -
sind - z.B. - die folgenden, die mir heute mal wieder eingefallen sind
-- MOMO
(quasi z.B. zum Zusammenhang von Glück und Zeit, bzw deren 'sinnvolle' Gestaltung)
-- Ronja die Räubertochter
(quasi z.B. zum Zusammenhang von Glück und Versöhnung, auch zu Glück & Freundschaft )
-- Machuca mein Freund (chilenischer Film)
(auf ganz andere Weise (realer historisch/sozialer Kontext), aber im Kern ist der Bezug zum Thema Glück ähnlich wie z.B. bei vorherigem Film Ronja ...: Freundschaft, Versöhnung etc )
-- Michel aus Löneberga
(nicht nur, aber besonders die Episode mit Michel und dem Schwein ...)
-- Yakari
(in vielfacher Hinsicht bzgl verschiedener Facetten des Lebens, die letztlich alle auch damit zusammenhängen, wie das Leben glücklicher (gemacht) werden kann)
fallen mir da 2 gute Bücher ein,
die - gelesen und/oder 'angewandt'
(was ja durchaus 2 sehr verschiedene Dinge sind!) -
dem Glück (auch der später erwachsenen Kinder,
und damit auch den Menschen etc um sie herum
mitsamt (auch makro-soziologisch) der Gesellschaft in der sie leben)
sicher förderlich sind:
-- Gerlinde Unverzagt, Klaus Hurrelmann:
Kinder stark machen für das Leben .
Herzenswärme, Freiräume, klare Regeln
(Herder spektrum Band 4937)
-- Maria Pflüger-Jakob
So entwickelt sich mein Kind
Vom Kleinkind bis zum Schulanfang
(Herder spektrum Band 5145)
Beide noch aus dem vorigen, dem 20. Jahrhundert (unserer Zeitzählung),
aber noch keineswegs überholt.
Viell. noch in gut ausgestatteter Bibliothek oder antiquarisch zu finden.
(dort auch eine Liste) - darunter z.B. bekannte Menschen, die ich auch in meinem Blog hier bei Utopia schon öfter erwähnt habe, z.B: Wangari Maathai , Kofi Annan und Vaclav Havel
http://www.utopia.de/blog/im-herzen-ein-feuer/augenblick-verweile-doch
http://www.utopia.de/blog/beitrag/das-glueck-ist-ein-schmetterling
...
(1) Journalistinnen/-en wie Bob Woodward und Carl Bernstein (Watergate Affäre)
(2) Photographinnen/-en wie James Nachtwey, vgl. etwa http://de.wikipedia.org/wiki/James_Nachtwey
... um nur 2 (relativ bekannte) von unzähligen möglichen Beispielen zu nennen,
manche auch irgendwann mit Preisen geehrt,
sei es etwa der Amnesty Menschenrechtspreis oder andere kleinere oder größere Preise,
viele bleiben aber ihr Leben lang gänzlich ohne solche 'offiziellen' Auszeichnungen.
Letzteres gilt besonders für unzählige "Heldinnen und Helden des Alltags",
deren Arbeit oder sonstiges Tun das Glück in der Welt zu fördern beiträgt,
oftmals ohne dass dies unmittelbar deutlich wird,
bis hin zu (scheinbaren) Kleinigkeiten,
sei es ein streitbarer, aber kluger und fruchtbarer Kommentar bei einem Gespräch,
sei es etwas ganz handfestes, wie
das Reparieren eines Fahrrads, das Annähen eines Knopfes,
... oder auch 'nur' ein Lächeln im richtigen Augenblick ...
Und weil (a) Glück und (b) Versuche, die Welt zu verbessern, evidentermaßen auch zusammengehören
(auch wenn diese Versuche im mehrfachen Sinne keineswegs immer 'glücklich' sind),
sei auch folgende Seite noch erwähnt, wo ich für einen *multi*-dimensionalen Ansatz plädiere,
Zudem gibt es in den Kommentaren etliche konkrete Anregungen viele Utopistinnen/-en,
die ein Blühen des Glücks vielleicht hier oder dort in der einen oder anderen Hinsicht befördern:
www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/wie-koennen-wir-die-welt-verbessern
.
www.utopia.de/magazin/oekonomie-des-gluecks-neu-im-kino?
Allgemein und grundsätzlich ist übrigens Vorsicht geboten vor einem Trick (vornehmlich von selbst gar nicht armen Leuten), nämlich "glückliche Arme" die es irgendwo geben mag, dafür zu missbrauchen,
Ungerechtigkeit zu verharmlosen und jede Debatte darüber als angeblich materialistisch oder dergl. zu diffamieren.
Vergessen wird auch 'gern', dass viele Menschen oft auch v.a. nur deshalb relativ zufrieden sind, auch wenn es ihnen relativ schlecht geht, weil sie keine Chancen sehen, dass/wie es ihnen besser gehen könnte. Es ist oft eine Art von psychischer Überlebensstrategie, sich halt mit dem "eigenen
Schicksal" abzufinden, umso leichter, wenn es nahe stehenden Menschen auch nicht viel besser geht [1] - unter anderem, weil vom sozialen Leben ausgeschlossen zu sein, oft das Armsein erst gerade so richtig schmerzhaft macht (daher in einem sonst reichen Land schon geringere Armut von Betroffenen oft subjektiv als härter empfunden - auch deshalb werden offizielle Armutsgrenzen meist relativ zu Durchschnittseinkommen etc gemessen, um dieser Tatsache ein wenig Rechnung zu tragen)
[1] - das gilt für Krankheit ebenso wie z.B. für "materielle" Armut (genauer wäre zu sagen: Wenig Eigentum an Tauschwerten oder mangelnder Zugang zu Märkten um die Tauschwerte in erwünschte Güter einzutauschen oder Nichtexistenz dieser Güter (Dienstleistungen jew. hier auch zu Gütern gezählt))
sogar nicht nur im übertragenen, sondern sozusagen "buchstäblichen" Sinne
mit "planzen" bzw "Pflanzen" zu tun hat,
dazu vgl. auch
www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/zukunft-pflanzen
und für einige konkrete politisch-ökonomische Rahmenbedingungen, die dem Glück eher zuträglich als abträglich sind vgl auch www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/utopisch-guter-traum
unbedingt ein Weihnachtsbaum gehört,
bzw wie es auch ohne gehen kann, und wenn doch mit, dann wo es ökol.nachhaltige Bäume gibt,
dazu vgl. z.B. hier http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/auch-ohne-weihnachtsbaum
mit einem gewissen impliziten ' Glücksversprechen '
sei nicht nur daran erinnert, dass Geschenke viel unwesentlicher sind, als die Frage, ob die Beschenkten das Gefühl haben (und ob sie es auch zurecht haben), dass das Geschenk mit echter Zuneigung und dem Wunsch, die beschenkte Person glücklicher zu machen, geschenkt wird,
sondern auch sei daran erinnert, dass diese Schokoladenprodukte für viele Menschen, auch Kinder,
die an der Herstellung beteiligt sind (z,B. den Zucker oder Kakaoplantagen) oft gar nicht so
glücklichmachend sind
Vgl dazu etwa http://www.utopia.de/ratgeber/augen-auf-beim-schokokauf-schokolade-lieber-ohne-kinderarbeit-geniessen (auch die Kommentare unter dem Haupttext sind zu empfehlen)
hab ich neulich ein spannendes Zitat gehört
Er soll mal geschrieben haben (dt. Übers.)
Das Glück ist ein Engel mit einem ernsten Gesicht
Finde ich spannend darüber nachzudenken. Ich würde viell. nach "ist" das Wort "zuweilen" einfügen
hat übrigens einmal eine Biologin erlebt,
als sie Küstenwölfe in Westkanada erforsch hat
und dabei nach einer Nacht auf einer Wiese in deren Revier
am nächsten Morgen von einem Rudel dieser Wölfe
überrascht wurde, aber nicht, wie viell. manche/r befürchtet hätte
als Mahlzeit zerfleischt und verspeist wurde,
sondern (die Wölfe hatten sich schon an Lachsen satt gegeessen)
sie wurde neugierig und sogar vorsichtig
beäugt und beschnuppert ...
zu sehen am Ende der Natur-Doku die hier im ersten Kommentar unter dem Haupttext erwähnt ist:
www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/mount-st-helens-der-vulkan-lebt
Interessant unter anderem auch, weil diese Glücksmomente
teilweise 'geplant' oder 'herausgefordert' wurden,
ebenso aber letztlich .n.i.c.h.t. sicher voraussehbar,
sondern - zumindest so wie sie waren - unvorhergesehen waren
(wie beim Glück ja so oft der Fall)
Sehr beeindruckend an der Szene übrigens auch, wie die Wölfe miteinander spielen, sich untereinander gar nicht so aggressiv verhalten, wie viele Klischees es darstellen
Nicht zuletzt (aber) auch bemerkenswert, weil der alte Satz
homo homini lupus (vgl. z.B. Thomas Hobbes) dt ~ Der Mensch (ist) dem Menschen ein Wolf
da plötzlich eine ganz neue Bedeutung bekommt
(Kriege, Genozide etc sind viel eher leider oft so grausam, wie Wölfe zueinander kaum je sind
Zur Ambivalenz des Menschen siehe auch http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/ambivalenter-affe-mensch )
Shakespeares Romeo und Julia .
Dazu läuft heute Abend bei 3sat eine
Oper + Ballett-Version nach Hector Berlioz,
eine Aufzeichung von der Opéra Bastille, Paris im Frühjahr dieses Jahres
Mehr dazu auf dieser Seite
http://www.3sat.de/page/?source=/musik/165855/index.html
Ich persönlich bin zwar kein großer Fan von Opern (v.a. wegen des laut-angestrengten und dadurch für meinen Geschmack recht unangenehm künstlich wirkenden Gesangsstils, mit zumeist auch viel Dauertremolo (was ich besonders bei hohen Stimmen sehr unangenehm empfinde), der im 19. Jh mit den großen Konzert-/Opernhäusern entstand - Die Sängerinnen u Sänger müssen immerhin ohne Mikrophon ein großes Orchester "übertönen" und ihre Stimme einen riesigen Saal füllen, da lässt sich eine gewisse, wenn auch "kunstvolle" Art des "Schreiens" leider kaum vermeiden. Eine gleichsam anti-fundamentalistische Revolution wäre hier m.E. längst angebracht, nämlich die Errungenschaft des Mikrophons endlich auch für die Oper etc zu nutzen und nicht länger dogmatisch zu ignorieren - nun gut, bislang sind die herrschenden Seilschaften in diesem Bereich noch anderer Meinung - trotzdem empfehle ich an dieser Stelle oben genannte Aufführung ;`)
p.s. Im Bereich älter Musik wurde seit einigen Jahrzehnten zum Glück wieder ein natürlicherer Gesangs-Stil wiederbelebt (vgl. Emma Kirkby etc), und auch bei den Instrumenten werden Dauertremolo und andere Eigenheiten der sog. "Spätromantik" dort zunehmend wieder als
mehr als verzichtbar erkannt; m.E. könnte man sogar bei "spätromantischen" Werken gut und gerne darauf verzichten, auch wenn das dann nicht "historisch original" wäre (ich bin sicher, z.B. G Mahler würden seine eigenen Sinfonien dann sogar noch besser gefallen, als mit Dauertrmolo in den Streichinstrumenten etc - v.a. um die "langsamen" seiner Sinfoniesätze, die wirklich genial sind, ist es eigtl immer sehr schade, wenn sie durch viel Tremolo verunstaltet werden, finde ich (einige Orchester/Dirigenten empfinden das heute offenbar mittlerweile auch so (oder ähnlich))
Im Übrigen: Bzgl. Ouvertüren / Vorspielen und anderen rein orchestralen Passagen (ohne Gesang) aus Werken von R. W. und anderen, vgl. auch: www.utopia.de/gruppen/buecher-filme-und-tv-415/diskussion/orchestervorspiele-und-instrumentale-passagen-etc-von-202281
Heute Abend ab kurz nach 23:30 h ist die Symphonie Fantastique von Hector Berlioz bei Arte zu erleben, gespielt vom Orchestre philharmonique de Radio France und dem Simón Bolívar Jugenorchester Venezuelas unter Leitung des jungen, aber schon weltbekannten Dirigenten Gustavo Dudamel -- Evtl. ist das Ganze auch noch eine Woche nachträglich in der Mediathek des Senders zu erleben: www.arte.tv/plus7
Vgl. dazu
http://www.arte.tv/guide/de/042509-000/gustavo-dudamel-dirigiert-berlioz-s-symphonie-fantastique
Wdh.: Di.12.03. früh ab 6:00 h
Mehr über das erwähnte Jugendorchester aus Venezuela und den Dirigenten:
http://www.utopia.de/gruppen/buecher-filme-und-tv-415/diskussion/jugend-symphonie-orchester-simon-bolivar-aus-venezuela-cd-s-200835?page=1
-- Nachtrag 26.02: p.s. Nach langer Zeit hab ich das Werk am so. also mal wieder gehört und v.a. mit dieser Besetzung war es echt cool. Nur der Satz der im Deutschen mit "ein Ball" betitelt ist, der ist halt nicht so mein Fall (naja, nette Unterhaltungsmusik je nach Stimmung und Geschmack) aber die anderen Teile schon - wobei ich das, was ein Komponist bei sog "Programmmusik" im 19. Jh. jeweils drüber geschrieben hat, eher als Vorschlag sehe, welche Stimmung ein Satz gerade tonmalerisch ausdrücken könnte, nicht als verbindliche Vorgabe - denn dafür ist Musik per se / genuin einfach doch eher "abstrakt" (womit z.B. Brahms recht hatte)
" Gefährliche Glückspillen " lautet eine Reportage, die heute ab 22:45 im Ersten der ARD gezeigt wird - Untertitel: " Milliardenprofite mit Antidepressiva "
Es geht unter anderem um teils verheimlichte Risiken und Nebenwirkungen
Daran anschließend ab 23:30 ebd. eine Reportage mit dem Titel:
" Wege aus der Depression "
Infos zu beiden Sendungen hier: http://www.daserste.de bzw.:
http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/index.html
und zwar ein Absatz, der mit dem Thema "Glück" tief und weitreichend viel zu tun hat, wie Ihr hoffentlich bemerken werdet
"(...) Was von Entmythologisierung nicht getroffen würde, ohne apologetisch sich zur Verfügung zu stellen, wäre (...) die Erfahrung, dass der Gedanke, der sich nicht enthauptet, in Transzendenz mündet, bis zur Idee einer Verfassung der Welt, in der nicht nur bestehendes Leid abgeschafft, sondern noch das unwiderruflich vergangene widerrufen wäre. (...)"
Theodor Wiesengrund Adorno, Negative Dialektik
Bei ARTE heute ab 22:10 - Geschichten der Freundschaft - Walter Benjamin zum Gedächtnis www.arte.tv/de/programm/244,broadcastingNum=1446538,day=5,week=4,year=2013.html
ebd. zu lesen:
"Walter Benjamin war Schriftsteller, Philosoph, Gesellschaftstheoretiker und Literaturkritiker (...) der sich am 26. September 1940 auf der Flucht über die Pyrenäen das Leben nahm.
Walter Benjamin, Schriftsteller, Philosoph, Literaturkritiker, Medien - und Kulturhistoriker, der zwischen zwei Weltkriegen lebte. Diese Zeit ist Laboratorium unserer Moderne und Zeit der Katastrophen. Walter Benjamin war ein erstrangiger Literat, der Kulturtradition und Avantgarde verband. Einer der Ersten, der über Kunst, Medien, Technik arbeitete. Die Dokumentation zeichnet die Lebensgeschichte Benjamins anhand seiner Freundschaften nach, wie zu Gershom Scholem, Theodor W. Adorno, Gretel Adorno und Bertold Brecht.
Benjamin war ein Grenzgänger, der sich nicht an Disziplinen hielt. Wie seine Freunde. Diesen hat er stets Manuskripte geschickt, die Freunde waren sein Archiv. Sein Werk wurde von ihnen gehütet und spät erst von einer größeren Öffentlichkeit wahrgenommen.
Erfahrungen und Arbeiten dieser Literaten und Intellektuellen im 20. Jahrhundert sind alles andere als eine einfache Erbschaft. Der Film handelt von Toten und Überlebenden. Im Zentrum des Films von David Wittenberg stehen Literaturen,
Kulturen, Utopien, Untergang und Überleben. Nachdem Benjamin bereits in Frankreich interniert gewesen war, wählte er, obgleich im Besitz eines Visums für die USA, 1940 auf der Flucht über die Pyrenäen den Freitod.
Regisseur David Wittenberg, Autor zahlreicher Dokumentationen, darunter realisierte er für ARTE "Arbeit an der Utopie, Harald Szeemann und die Kunst der Ausstellung" (2005), "Heinrich Heine - Eine Zeitgeschichte" (2006), und "Wirbelwind. Vom Erfinden der Zeit" (1998)."
ein sehr eindrucksvoller, tiefgründiger und gut gemachter Film,
der heute Abend bei Arte läuft:
www.arte.tv/de
Zurück zum Film Kirschblüte - Hanami : Da gings mir (evtl auch wg meine gerade aktuellen Stimmung, auch weil ich da zufällig etwas müde war) zwischendurch ca in der ersten Hälfte ab und zu mal so, dass ich dachte: naja, muss ich viell. doch nicht gesehen haben - aber dann v.a. wieder gegen Ende wird der Film einfach unbeschreiblich erlebenswert (freilich muss sich eine/r emotional und gedanklich offen drauf einlassen)
Da kann ich nur zustimmen
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allg. weil ich gerade hier bin, folgende News -- Quasi das Glück der .D.e.l.f.i.n.e betreffend hab ich heute von einem Freund einen faszinierenden Artikel empfohlen bekommen:
Dolphins call each other by names
http://www.newscientist.com/article/dn20874-dolphins-call-each-other-by-name.html
(schon vom Sept.2011, aber deshalb ja noch nicht passée, denn es weiß sicher noch lange nicht jede/r und Delphine gibts ja zum Glück auch immer noch und wird es hoffentl. noch lange geben, trotz extremen Unterwasserlärms besonders von Militärschiffen, aber auch anderen, und trotz anderer Gefahren, einschl. drohender Störungen des aktuellen Gleichgewichts in den Meeren (durch Klimawandel etc) bzgl. Übersäuerung, Temperatur, Krill (eine große Basis der Nahrungskette), sogar der Meeresströmungen etc)
Also viel Glück weiterhin den Delfinen - und helfen wir ihnen auch dazu durch unser Engagement (über www.greenpeace.org , www.wdcs.org/wdc.php und anderen)