Oft wird gesagt "Ach, ist doch egal, ob nun FDP oder CDU oder Bündnis 90 oder Linke, alles derselbe Haufen und derselbe Unsinn." Diese Haltung ist angesichts vieler Tatsachen zwar verständlich (von manchen medienverstärkten Skandalen bis hin zu vielen Normalitäten unserers politischen Systems) verkennt aber einige wichtige Fakten:

1. viele unterschiede sind gerade so gefährlich, weil sie nicht ganz so marktschreierisch laut daherkommen, wie es heute offenbar nötig ist, damit viele leute etwas überhaupt bemerken.
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manche dinge merkt man erst, wenn es zu spät ist. z.b.
(a) v.o.r. einem atomreaktorunfall ist alles scheinbar gar nicht so schlimm
(b) auch die veränderungen der pflanzenwelt durch ungewollte effekte der agrogentechnik sind nicht sofort und nicht "lautstark" erkennbar
(c) ähnliches gilt für wirtschafts'katastrophen' - wobei schon vor der aktuellen krise ein großer teil der weltbevölkerung in einem katastrophalen zustand war - was wiederum von politik & ökonomie -
auch in europa - stark mitverursacht worden ist (spätestens seit kolonialzeit und auch den postkolonialen verhältnissen - z.b. das leerfischen der westafrikanischen küsten durch europäische
fischtrawler, profitieren von extremster ausbeutung, und von kriegen um diamanten, coltan und andere rohstoffe etc etc.)
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2. es werden immer wieder durch regierungen - sei es auf lokaler ebene, sei es auf nationaler etc. - entscheidende politisch-ökonomische weichen gestellt, die noch weit in die zukunft wirken und zig millionen menschen sei es direkt sei es indirekt betreffen.
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beispielsweise hatten ronald reagan und george bush sen. in den usa ganz entscheidend die entwicklung erneuerbarer energien verlangsamt, weshalb in diesem bereich sehr wichtige jahre verloren gegangen sind (denn die usa waren noch zur zeit von jimmy carter vorreiter in solchen technologien und heute wäre weltweit der anteil erneuerbar erzeugten stroms mindestens schon doppelt so hoch. und das ist nur eines von vielen beispielen.
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fazit:
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auch wenn das, was wir so "parteipolitik", "parlamentarismus" etc nennen, alles andere als perfekt ist, sind einige unterschiede eben doch relevant, die es da so gibt - z.b. zwischen einer union+fpd regierung und z.b. einer spd+b90grüne+linke regierung.
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und weil sogar eine regierung genötigt ist auf den druck der opposition, auch der außerparlamentarischen, zu reagieren,
sei es aus marketinggründen, sei es aus echter lernfähgikeit,
ist politisches engagement, wozu ja keine parteimitgliedschaft nötig ist, durchaus eminent wichtig.
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im übrigen profitieren die "unpolitischen" von den 'humanen' fortschritten, die von den politisch aktiven im laufe der jahre, jahrhunderte, jahrtausende errungen werden (wobei klar ist, dass nicht jede veränderung ein solcher fortschritt ist).