Es ist mühsam und dauert viele Tage, bis die Säcke voll sind. Jugendliche sammeln Grassamen. Sie kommen aus aller Welt, arbeiten hier freiwillig, aus Idealismus, und für die Natur.
Irgendwo inmitten der Wildnis des künftigen Patagonien-Nationalparks:
Mit den Grassamen wird kaputtes Land restauriert.
Nicht einmal zehn Jahre haben Kris Tompkins und ihre Helfer gebraucht, um hier die Natur wieder weitestgehend in ihren Ursprung zurückzuversetzen.
Weite, unberührte Steppenlandschaften, die vor Jahren völlig ausgemergelt waren.
Das Herzstück des Naturparks:
Hier leben rund 40 einheimische Mitarbeiter. Ein Minidorf, in dem sich die Mitarbeiter und ihre Familien, weit weg von der nächst größeren Stadt, auch zuhause fühlen sollen.
Selbst für die Kinder gibt es eine eigene Schule.
Solide Wohnhäuser, Pensionen für einen sanften Tourismus und für die Verwaltung werden gebaut - für die Amerikanerin eine Herzensangelegenheit. Mit ganzer Leidenschaft managt sie, die ehemalige Businessfrau, nun das Unternehmen Naturerhalt.
Etwas abseits in dieser grandiosen Landschaft, liegt das Privathaus der Tompkins. Viel zu selten sind die Momente, sagt Kris, in denen sie mit ihrem Mann Douglas einfach nur genießen kann.
Douglas ist selten hier, denn das Ehepaar Tompkins hat in den letzten 20 Jahren in Südamerika insgesamt elf Naturparks geschaffen. Und er managt die anderen. Trotz einiger Gegner.
Douglas Tompkins:
"Schaut euch doch die Naturschutzparks in aller Welt an. Es gibt immer Widerstände dagegen, weil sie meist wirtschaftlicher Entwicklung und oft politischen Zielen im Weg stehen. Und genauso ist das auch hier."
Das wollen uns die Naturschützer zeigen:
Unberührte Landschaften, weit und faszinierend, abseits der Zivilisation. Und doch ist auch diese Gegend ein Brennpunkt chilenischer Politik. Denn am Rande des Schutzgebietes von Kris Tompkins fließen die größten Flüsse Chiles, mächtig, wild und unberührt. Doch das soll sich ändern.
Es ist politischer Wille und die Stromlobby kämpft schon lange dafür:
In dieser Region sollen fünf Staudämme gebaut, Landflächen überflutet und per Wasserkraft Strom erzeugt werden.
Michel Moure, Stromkonzern Hidroaysen:
"Dieses große Investitionsprojekt wird einer der ärmsten Regionen Chiles helfen. Die Menschen werden davon profitieren. Klar gibt es da immer verschiedene Ansichten und was die Tompkins angeht, kämpfen die natürlich für ihre Überzeugungen. Aber das ist eines der besten Vorhaben für Chile."
(für wen ist es das beste Vorhaben, wer soll davon profitieren?? Herr Konzernsprecher)
Der Strom allerdings ist vor allem für die Minen im Norden des Landes bestimmt. (AHA!)
Mit Hochspannungsleitungen über 2.300 Kilometer lang soll er transportiert werden. Die meisten Menschen hier wollen das nicht. Die Tompkins auch nicht.
Kris McDivitt Tompkins:
"Das wird dann so aussehen, als ob man ein Gesicht mit einem Messer zerschneidet, wieder zunäht, und dann fragt: 'Wie fühlst Du Dich?'"
Mit Hilfe internationaler Unterstützung wollen die Naturschützer verhindern, dass es soweit kommt. Immer wieder haben die Tompkins Besuch, von einflussreichen Leuten, internationalen Naturschutzorganisationen. Sie brauchen Verbündete, um ihre Vorstellungen von Naturerhalt durchsetzen zu können und sie überzeugen.
Spencer B. Beebe, Präsident Ecotrust:
"Schaut Euch den arabischen Frühling an, die Aktionen von Occupy Wall Street, die Umweltbewegungen, und so weiter: die Menschen wollen ein neues Denken.
Es muss einfach einen besseren Weg geben, sonst zerstören wir uns selbst."
Auch so manchen Einheimischen konnte Kris Tompkins mit ihren Wertvorstellungen überzeugen:
...
Quelle und weiter im Text unter:
http://www.daserste.de/weltspiegel/beitrag_dyn~uid,ejncuj0975afychm~cm.asp
Ich schließe mich ganz Spencer B. Beebe an!
Wir Menschen wollen ein neues Denken und ein neues Handeln!
Viele Menschen handeln bereits, stehen aber selten im Fokus der Öffentlichkeit/Medien.
Viele von uns Menschen sind noch gefangen im alten Denken und Handeln.
Wir sind aber in einem unumkehrbarem Wandel!
Die Menschen, die diesen Wandel vorantreiben werden täglich mehr.


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