Laut der Studie bekamen die Niedrigverdiener im Durchschnitt im Jahr 2010 6,68 Euro im Westen und 6,52 Euro im Osten.
Von ihnen erhielten mehr als 4,1 Millionen weniger als sieben Euro, gut 2,5 Millionen weniger als sechs Euro und knapp 1,4 Millionen sogar nicht einmal fünf Euro die Stunde.
Knapp jeder Zweite der niedrig bezahlten Menschen arbeitet dabei voll und nicht Teilzeit. So gibt es nach den Berechnungen des Instituts allein fast 800.000 Vollzeit-Beschäftigte, die weniger als sechs Euro kassieren können. Sie kamen damit auf einen Monatslohn, der unter 1000 Euro brutto lag.
Stark gestiegen ist die Zahl der niedrig Bezahlten vor allem in Westdeutschland. Der Studie zufolge wuchs sie in 15 Jahren in den alten Bundesländern um 68 Prozent, im Osten dagegen nur um drei Prozent.
Quelle und der gesamte Text unter:
http://www.sueddeutsche.de/politik/studie-entfacht-neue-gerechtigkeitsdebatte-jeder-vierte-beschaeftigte-erhaelt-nur-niedriglohn-1.1308326
Darüber hinaus gab es 2010 noch rund 2,3 Millionen Menschen, die eine geringfügige Beschäftigung als Nebenjob ausübten - zusätzlich zu einer Hauptbeschäftigung.
Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/arbeitsmarkt-in-deutschland-schattenseiten-des-jobwunders-1.1308678
Hauptsache den Banken und Konzernen geht es gut. Viel zu wenig Geld zu haben, sorgt bestimmt für eine freundliche Atmosphäre innerhalb der Familien, weil so bestimmt gar kein Streß aufkommt, oder?
Was sagen die Wirtschaftsverbände:
Die Wirtschaftsverbände lehnen einen Mindestlohn ab.
Sie befürchten, dass er massenhaft Jobs vernichtet.
So so, die Wirtschaftsverbände sind also um das Wohl der Arbeiter besorgt??
Wer sich jetzt richtig zum Thema Lohnarbeit informieren möchte und auch zumindest eine Alternative kennen lernen möchte, der sollte sich unbedingt das Buch "Neue Arbeit, Neue Kultur von Frithjof Bergmann holen und lesen!!
Ich lese gerade das Buch und möchte es jeden wirklich dringend raten es auch zu lesen. Die Informationen und Erklärungen aus dem Buch sind wirklich sehr wichtig, um das ganze Thema Lohnarbeit zu verstehen.
Es werden auch viele Zusammenhänge erklärt, wie z.B. die Gier nach einem Arbeitsplatz, die völlige Erfolglosigkeit mehr Arbeitsplätze zu schaffen, etc.


Kommentare (3)
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Einen wirklich interessanten Beitrag zu diesem Thema lieferte der Stern schon 2007 (!): http://www.stern.de/wirtschaft/job/1-pro-und-kontra-mindestlohn-sozial-ist-was-gute-arbeit-schafft-591257.html
Ich schließe mich Florian Güßgen an, der sich FÜR den Mindestlohn ausspricht.
"Zwischen der Maximalhöhe von 7,50 Euro und der Minimalhöhe von fünf Euro liegt so ein Spielraum, den man irgendwo bei sechs Euro taxieren könnte. Mit einem sinnvollen Mindestlohn von rund sechs Euro würde Deutschland sich in das internationale Mittelfeld begeben. Die Einführung eines solchen Mindestlohns wäre der richtige Schritt, es wäre sozial geboten. Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Nutzen, den dieser Mindestlohn erbringen würde, rechtfertigt die Risiken allemal."
http://www.servus.at/tschneid/frithjof/
Zum Thema Mi9ndeslohn:
Das Ziel des Mindestlohns ist es folglich vor allem, dafür zu sorgen, dass alle europäischen Bürger, egal woher sie kommen, über elementare Dinge wie Wohnung und ausreichende Ernährung verfügen.
Die Befriedigung dieser primären Grundbedürfnisse ist ein fundamentaler Teil der EU-Menschenrechtscharta.
Oder das bedingungslose Grundeinkommen einführen!