Russland, ein langjähriger Verbündeter und wichtiger Waffenlieferant Syriens,
blockiert seit Monaten Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, die die Gewalt gegen Demonstranten in Syrien verurteilen würde.
Seit Beginn der Proteste gegen Assad vor zehn Monaten sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als 5000 Menschen getötet worden. Frankreich geht mittlerweile von mehr als 6000 Toten aus.
Das syrische Regime erhöhte unterdessen zum 30. Jahrestag eines Massakers die Armeepräsenz in der Protesthochburg Hama. Sicherheitskräfte und Militärs seien an Brennpunkten postiert worden, berichten Oppositionelle.
Außerdem sei es zu Massenfestnahmen gekommen. Hama gilt als Bastion der sunnitischen Mehrheit in Syrien. Die Stadt war 1982 Schauplatz eines mehrwöchigen Massakers. Hafis al-Assad, der Vater des jetzigen Präsidenten, ließ dort einen Aufstand der sunnitischen Islamisten blutig niederschlagen. Weit mehr als 10.000 Menschen wurden getötet.
Quelle:
http://www.n-tv.de/politik/Suche-nach-Asyl-fuer-Assad-beginnt-article5395846.html
Wann kommen solche Menschen vor ein internationales Gericht?


Kommentare (4)
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Uwe-Sievers
schrieb am 06.02.2012 um 12:55 ¶Verkrustet, korrupt, unflexibel
Ein Kommentar von Stefan Kornelius
Russland schwelgt in alten Zeiten - das Land hat die Modernisierung verschlafen, ist politisch rückständig und scheut es, den Westen als Partner zu akzeptieren. Das Syrien-Veto im UN-Sicherheitsrat zeugt erneut von dieser erstarrten Haltung. Nicht seine Stärke, sondern seine Schwäche birgt eine große Gefahr. Am beunruhigendsten ist, dass Moskau auf die Hilfe der Welt keinen Wert mehr legt.
Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/politik/russlands-position-in-der-welt-verkrustet-korrupt-unflexibel-1.1276325
Inklusive ein Video – Arabische Politiker reagieren empört
Was für ein Bild haben wir in den arabischen Ländern?
Stell Dir mal vor, Du lebst in einem arabischen Land.
Was würdest Du über den Westen denken, wenn Du die letzten 100 Jahr revue passieren lässt?
topist
schrieb am 06.02.2012 um 19:43 ¶Die Haltung Chinas und Russlands verhöhnt den Sicherheitsrat
Nun beginnt das Morden erst
Kommentar von Georg Baltissen
Jetzt wird in Syrien genau das eintreten, was die Großmächte Russland und China mit ihrem Veto im UN-Sicherheitsrat angeblich haben verhindern wollen: eine Eskalation der militärischen Auseinandersetzung im gesamten Land. Hinzu kommt eine verdeckte, aber dauerhafte Einmischung zahlreicher ausländischer Mächte in den syrischen Machtkampf. Das drohende Ausmaß von Bürgerkrieg und Blutvergießen in Syrien wird die Empörung über Russland und China weltweit befeuern. Zu Recht.
Die Haltung der Regierungen in Moskau und Peking verhöhnt den Sicherheitsrat und ist eine Schmach für die Staatengemeinschaft, die sich im 21. Jahrhundert die Achtung von Menschenrechten und Leben auf ihre politischen Fahnen geschrieben hat. Wenn der Sicherheitsrat sich nicht einmal darauf verständigen kann, das gnadenlose Abschlachten der Bürger eines Landes durch eine Diktatorenclique verbal zu verurteilen, dann hat er sich selbst überflüssig gemacht. Die verhinderte Resolution muss fortan als Beleg dafür gelten, dass dieses Gremium seine Daseinsberechtigung verspielt hat. Die Art der Zusammensetzung des Sicherheitsrats gehört ebenso abgeschafft wie das Vetorecht.
Russland und China haben alles dafür getan, eine politische Lösung für Syrien auf Dauer unmöglich zu machen. Nur die demonstrative internationale Ächtung der Mörderbande, die in Damaskus an der Macht ist, hätte zumindest die Chance darauf gewahrt, in Damaskus einen politischen Übergang unter Beteiligung arabischer Staaten zu ermöglichen. Dieser Ausweg ist vorerst verbaut. Die Assad-Clique wird unter Einsatz aller militärischen Mittel versuchen, so viele Bürger in Syrien wie möglich zu töten, um über Einschüchterung und physische Liquidierungen die Macht zu behalten. Die Konsequenz wird sein, dass die Opposition jetzt mehr als zuvor auf die militärische Karte, das heißt auf die Freie Syrische Armee, und auf Waffen- und Geldlieferungen aus dem Ausland setzen wird, um den Sturz des Regimes einzuleiten.
Die Syrer werden weiter demonstrieren, und sie werden dafür weiter mit dem Leben bezahlen. Das Gefühl, von der Welt im Stich gelassen worden zu sein, wird sie dabei begleiten. Die humane Geste des türkischen Außenministers, der allen Syrern, die vom Regime verfolgt werden, Schutz und Hilfe in seinem Land verspricht, kann das Versagen der internationalen Gemeinschaft nicht ausgleichen.
http://www.taz.de/Kommentar-Syrien/!87084/
Außerdem:
http://www.taz.de/Gewalt-in-Syrien/!86889/
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,813618,00.html
Uwe-Sievers
schrieb am 07.02.2012 um 08:52 ¶Dieses Gefühl haben nicht nur die Syrer!
Diese Gefühle werden benutzt um den Zorn auf uns (den Westen) noch mehr zu vergrößern!
topist
schrieb am 07.02.2012 um 11:16 ¶Kommentar schreiben
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