Zeitweise räuberten Hochseetrawler u.a. aus Spanien, Frankreich, Taiwan und Japan Fisch für über 300 Millionen Dollar. Sie nahmen den somalischen Fischern die Lebensgrundlage.

In den geplünderten Gewässern versenkten Industrieländer dann ihren Giftmüll...


Die Piraten AG

http://www.3sat.de/page/?source=/boerse/magazin/163320/index.html&cx=12

Somalias Kaperindustrie: Störtebekers Erben

Die Spur des Geldes

Überleben in Ruinen


Geldwäsche: Piratenmillionen in Kenia

Sicherheitsfirmen: Erfolgreiche Abschreckung



VIDEO mit Dr. Anja Shortland im Interview

Dr. Anja Shortland ist Ökonomin an der Brunel University London und hat sich mit der Frage befasst, wer in Somalia vom Piratengeld profitiert, und welche Auswirkungen das Geld hier hat.

http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=31696


Seit März 2011 läuft das neue Wirtschaftsmagazin "makro" in 3sat. Zum Start der Sendung ein Gespräch mit Moderatorin Eva Schmidt über Wirtschaft, die uns alle angeht, und inwiefern globale Geschäfte unseren eigenen Alltag betreffen.

<a>Frau Schmidt, von Wirtschaftsjournalisten erwartet man pointierte Perspektiven. Sie empfehlen, Nikolai Gogols Roman "Die toten Seelen" zu lesen, um die Finanzkrise zu verstehen, das müssen Sie schon mal erklären!

Eva Schmidt: Weil man die Hybris, die zum Zusammenbruch der Finanzmärkte geführt hat, tatsächlich schon in der russischen Literatur findet. Gogol karikiert Profitgier und Wirtschaftsneurotiker. Seine Hauptfigur Tschitschikow ist ein Hochstapler. Er reist durch die russische Provinz, um sogenannte "tote Seelen" zu kaufen, das sind verstorbene Leibeigene. Für die mussten weiter Steuern bezahlt werden, bis der nächste Revisor kam.Tschitschikow will sie kaufen, damit sie aus den Büchern der Großgrundbesitzer verschwinden und um sie als Sicherheit beider Bank zu hinterlegen. Er ist eine Art Bernard Madoff des 19. Jahrhunderts. Allerdings gerät er an Menschen, die genausodurchtrieben und hinterlistig sind wie er selbst. </a>
<a> Welche Rolle kommt dem Menschen in der globalisierten, hyperkomplexen Wirtschaftswelt denn überhaupt noch zu?

ES: Der Mensch spielt immer noch die Hauptrolle. Unternehmen und selbst Börsen sind oft von Einzelpersönlichkeiten geprägt. Deshalb erschöpft sich Wirtschaftsjournalismus nicht darin, betriebswirtschaftliche Details zu kennen. Wichtiger ist zu verstehen, wie Menschen ticken. Wirtschaft ist hochemotional. Es gibt irrationale Momente im Wirtschaftsgeschehen, die muss man hinnehmen wie die Marotten eines Menschen. Firmen und Finanzmärkte agieren wie menschliche Individuen: Die sind manchmal aufgebracht, manchmal hysterisch, manchmal depressiv oder euphorisch. Nicht immer gibt es gleich eine logische Erklärung dafür.

</a><a>Geht es um solche Persönlichkeiten und Zusammenhänge im neuen Wirtschaftsmagazin "makro"?

ES: Darum geht es natürlich auch. Wir haben uns schon bei der "3satbörse" mit den einzelnen Lenkern an den Finanzmärkten beschäftigt. Aber "makro" ist eine Weiterentwicklung. Denn die "3satbörse", die es schon seit über 20 Jahren gibt, was in der wechselvollen Geschichte des Wirtschaftsjournalismus sehr bemerkenswert ist, hat sich vom Titel her an Zuschauer mit explizitem Finanzmarktinteresse gewandt. Wir wollen das öffnen, die Zuschauer mit in den großen Wirtschaftsdschungel nehmen.

Wirtschaft geht alle an und nicht nur Investoren, Unternehmer und Banken. Menschen machen Wirtschaft. </a><a>

Quelle:
http://www.3sat.de/page/?source=/boerse/magazin/151579/index.html

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