Ich kann mich an eine kleine Milch - Episode aus den frühesten Tagen meiner Kindheit erinnern. Da hatte unserer Nachbarin, die selbst einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb führte und somit auch einige schöne Kühe besass, eine riesengrosse Alu-Kanne. Jeden Morgen stand diese an der Strasse, gefüllt mit frischer Milch. Ein grosser Lastwagen mit einem zylindrigem Alurohr als Aufsatz kam und holte die Milch ab.
Damals war mir natürlich nicht klar, was es mit der Milch alles so auf sich hat. Heute habe ich da ein ganz anderes Bewusstsein. Es gibt heutzutage kaum noch solche Milchkannen am Strassenrand, dafür schick bebilderte Tetrapaks. Es gibt auch kaum noch Milch in ihrer ursprünglichen Form, sondern fein säuberlich aufbereitet - pasteurisiert und homogenisiert. Und da liegt das Problem. Während das Pasteurisieren noch der am wenigsten schädliche Prozess bei der Aufbereitung der Milch ist, verhält es sich mit dem Homogenisieren schon etwas anders. Die Milch wird nämlich hierbei in derart kleine Bestandteile aufgespalten, so dass ein Aufrahmen der Milch verhindert wird. Aber nicht nur dass - die Milchbestandteile sind nun so klein, dass sie durch unseren Darm in den Blutkreislauf gelangen und sich als ungesunde Fette an die Blutkörperchen anlagern. Mit allen daraus resultierenden negativen Folgen. Auch was die Sensibilisierung im Sinne von Allergien angeht. Wer mehr darüber erfahren möchte, auch hier nachlesen.
Mir ist jedenfalls klar, dass ich gerne nicht homogenisierte Milch kaufen möchte. Wie schwer kann das wohl sein? Kaum zu glauben, dass ich mich bei genauerem Hinsehen plötzlich in einem Milch-Dschungel befand. Denn Milch ist nicht gleich Milch.
Unzählige Biomilchprodukte, Landmilchflaschen und Bauernmilchprodukte suggerieren dem ahnungslosen Verbraucher mehr oder weniger ursprüngliche Milch vom Lande - sprich: aus der Alukanne frisch vom Bauernhof. Weit gefehlt! Zumindest, wenn es um das Thema Homogenisieren geht. Ich konnte weder im Bioladen im die Ecke, in der Bio-Abteilung von Edeka und real und auch nicht im Feinkostladen nicht homogenisierte Milch kaufen! Wie schwer kann das nur sein?
Andere Länder scheinen sich des Themas eher bewusst zu sein. Wie zum Beispiel Dänemark. Hier gibt es nicht homogenisierte Milch sogar mit unterschiedlichen Fettanteilen in jedem Supermarkt. Dazu noch den passenden Joghurt und die Creme fraiche...
Wenn also jemand weiss, wo ich nicht homogenisierte Milch in Deutschland kaufen kann, dann freue ich mich, wenn ihr mir Marke und Einkaufstätte mitteilt!


Kommentare (77)
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Demeter Milchpodukte bekommst du in den meisten Bio-Läden und manche gibt du auch schon online:
http://www.utopia.de/produktguide/produkte/schlagsahne-30-6er-pack-6a-xa-500a-31883
http://www.utopia.de/produktguide/produkte/schwedenmilch-3-8-10951
Eine nicht homogenisierte Naturland Milch hab ich auch gefunden: http://www.naturland.de/Trinkmilch-fettarm.--1073.detail--.11470.0.html
Wobei Naturland anscheinend nicht generell auf Homogenisierung verzichtet.
http://www.soebbeke.de/
http://www.utopia.de/gruppen/veganer-innen-167/diskussion/tiere-sind-intelligente-fuehlende-lebewesen-kein-184833#comment-217495
Ja, seit 1990 wird ESL-Milch im Handel angeboten. Seit 2007 entfällt die Kennzeichnungspflicht "hocherhitzt". Ins Gerede ist sie wohl durch die, ich glaube, finnischen Studien über den Zusammenhang Herzinfakt/Arteriosklerose und homogenisierte Milch gekommen??
Bin mir aber nicht sicher, ob es nicht auch ESL-Milch ist.
Ich verstehe nicht, wie die sich sonst so lange halten kann.
Muß ich noch mal nachfragen, ich weiß, daß ich da schon ein längeres Gespräch mit meiner Reformerin zu hatte.
Das Problem: Ich kriege nirgendwo im Umkreis Bio-Milch, die keine ESL ist.
Tja...als Kind war es auch mein Job, die Milch beim Bauern zu holen mit Milchkännchen.
Das war gute Rohmilch und heute würde man Zustände kriegen wegen Hygienebedenken.
Auf den Höfen gings wirklich nicht soooo sauber zu....
Wenn die Milch sauer wurde - kein Problem, gab's eben Dickmilch, Quark oder Kochkäse.
http://www.heirler.de/frische-vollmilch-tetra-brik.html
Oder liegt da ein Fehler vor?
Anonsten verweise ich auf die Tipps von christoph burtscher und Dude.
Auch z.B. diese Milch vom Bioland-Verband ist nicht homogenisiert - gibt's auch bei ALNATURA und mitunter bei Edeka:
http://bauernmolkerei.de/index.php?id=5425&psid=0f7b0d5ed2f578ab083cdcb717b28053 (3,7 %)
http://bauernmolkerei.de/index.php?id=5426&psid=0f7b0d5ed2f578ab083cdcb717b28053 (1,5 %)
Nicht bio, aber nicht homogenisiert ist diese "Bergbauernmilch" - gibt's auch bei Edeka:
http://www.bergbauernmilch.de/bb_milch.html?SYS_rahmeninnen_index=1 (Tetra-Pak)
http://www.bergbauernmilch.de/bb_milch.html?SYS_rahmeninnen_index=2 (Mehrweg-Flasche)
Dazu das Pendant in bio und Demeter:
http://www.bergbauernmilch.de/bio_milch.html?SYS_rahmeninnen_index=1
Vielleicht auch darauf achten, dass die Milch möglichst aus der Region kommt. Gern auch von einem Bio-Anbauverband (Bioland, Demeter, Gäa, Naturland usw.): Haltung und Fütterung sollten möglichst artgerecht, natürlich und umweltfreundlich sein (Gräser und Kräuter aus artenreichen Wiesen statt Mais und Soja aus "toten" Monokulturen).
Bei Demeter dürfen die Kühe außerdem ihre Hörner behalten:
http://www.molkerei-schrozberg.de/ (letzter Abschnitt)
Ein Demeter-Beispiel aus Brandenburg ("Heumilch"):
http://www.glaeserne-meierei.de/uploads/tx_kbshop/09-01-28_Info_Heumilch_01.pdf
In den letzten drei Jahren sind meine Bio-Einkaufsmöglichkeiten hier im ländlichen Raum komplett gschrumpft.
Die Kiste lasse ich nicht jede Woche kommen, weil wir selbst zu viel Grünes haben.
Da könnte ich Demetermilch mitkommen lassen.
Aber was nutzt mir Milch alle 14 Tage?
Und einmal die Woche den Fahrer vorbeikommen lassen, nur wegen Milch?
Ansonsten hat die einzige Einkaufsstätte mit nicht ESL-Bioland-Milch geschlossen.
Es bleibt der Supermarkt mit Andechser ESL-Biomilch und das Reformhaus mit Heirler nicht regionaler Bio-Milch.
Ich habe mich beim Aufkommen dieser Milch noch dagegen gesträubt und drauf geschimpft.
Aber inzwischen habe ich diesbezüglich kapituliert.
Das macht mürbe...
Ich brauche nicht viel Milch, nur in Kaffee.
Maria_L: In deinem Fall ist das natürlich was Anderes, und den Fahrer für 1 Liter Milch vorbeikommen zu lassen, macht nicht unbedingt Sinn. Völlig klar, dass dann Kompromisse her müssen. Oder wäre pflanzliche "Milch" (sofern zu haben) eine Alternative?
Was spricht für Andechser ESL-Milch?
- regional
- vom Bioland-Verband
Was spricht für Heirler?
- keine ESL-Milch
Was macht man am besten: Wahrscheinlich immer mal zwischen den Sorten wechseln?
Sojamilch mag ich nicht und regional ist das auch nicht gerade...
Meistens kaufe ich die Heirler-Milch, weil ich mein Reformhaus unterstützen möchte, als meinen kleinen Bio-Nahversorger.
Das ist eben so das strategische Spannungsfeld.
Auf Soja-Milch stehe ich auch nicht. Andererseits ist es mit der Regionalität bei Milch so eine Sache, wenn man bedenkt, welche Mengen an Soja aus ehemaligen Regenwald-Gebieten für konventionelle Milch zugefüttert werden. Unter Umständen ist zwar der zugefütterte Mais regional, aber als Monokultur und Bodenzehrer ebenfalls unökologisch. Aus Sicht der Kühe sind Soja und Mais nicht ihre natürliche Nahrung. Jedoch herrschen im Bio-Bereich strengere Richtlinien in Bezug auf das Futter, vor allem bei den Bio-Verbänden. Das gilt auch für die Standards bei der Tierhaltung.
@gruenebine: Danke für's Nachfragen und die Info. Das zeigt wohl leider, wohin der allgemeine Trend geht.
laut alnatura ist deren Milch doch homogenisiert, auf der website steht:
"Sie wird schonend pasteurisiert und so wenig homogenisiert wie notwendig, um ein Aufrahmen des Milchfetts zu verhindern. "
http://www.alnatura.de/de/100-prozent-bioland-qualitaet
Muss die Homogensierung auf der Packung ausgewiesen werden?
ich nehme an, du beziehst dich auf die Bioland-Milch von der Upländer Bauernmolkerei, z.B.:
http://bauernmolkerei.de/index.php?id=5425&psid=0f7b0d5ed2f578ab083cdcb717b28053
Danke für den Hinweis. Werde dem mal nachgehen! "Ein bisschen Homogenisierung" kannte ich bisher nicht, aber wer weiß? War bisher stets der festen Meinung, sie sei gar nicht homogenisiert.
Nachtrag: Meines Wissens muss die Homogenisierung auf der Flasche/Verpackung ausgewiesen sein.
Mir wäre es jedenfalls lieber, wenn auch die Teilhomogenisierung wegfallen würde.
Was lernt man daraus? Zum Beispiel darauf zu achten, dass auf der Flasche/Verpackung der Hinweis "nicht homogenisiert" draufsteht. Im Zweifel bleibt wohl nichts anderes übrig als nachzufragen. Mein Eindruck: Bio-Milch aus der Flasche ist häufig (oder sogar immer?) nicht homogenisiert.
Wie christoph burtscher am 24.04. schrieb: Bei Demeter wird nicht homogenisiert. Außerdem hat Demeter keine ESL- und ultrahocherhitzte Milch. (Siehe Link im Kommentar von christoph burtscher).
Oder siehe Hinweis von Dude vom 24.04.: Die Milch der Bio-Molkerei Söbbeke - gilt aber nur für deren Milch aus der Flasche - wird nicht homogenisiert:
http://www.soebbeke.de/index.php?option=com_content&view=article&id=99:warum-rahmt-milch-auf&catid=69:fragen-und-antworten&Itemid=82
In meinem Kommentar vom 24.04. um 16:04 Uhr hatte ich zwei "Bergbauernmilch"-Produkte (nicht bio) genannt, die laut eigenen Angaben auch nicht homogenisiert sind.
http://www.dooyoo.de/milchgetraenke/heirler-frische-bio-vollmilch-3-8/1327666/
Mein Reformhaus hat nicht die Flaschen, sondern Tetrapack.
Evt. ist es da wieder anders.
Dann heißt es bahnfrei für alle anderen Gammel-Bakterien...uargggg....
Ich weiß aber nicht mehr, was für eine Milch das war.
Das war vermutlich noch die gute alte nicht ESL-Milch aus dem damaligen Bioladen.
(also ganz normal pasteurisiert...keinesfalls Rohmilch, die habe ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen).
Das ging jedenfalls gut mit dem Joghurt.
Würde ich sofort wieder machen, wenn ich nicht so faul wäre ;-)
Ich denke für Dickmilch gibt's das auch.
Bei uns gibt es noch Bauern wo man Rohmilch bekommt, allerdings nur in Stadtnähe, auf dem Land gibt Hauptsächlich Mais und Sojaanbau, Schweinemast und Putenhaltung.
Die einzigen Rindviecher bei uns sind die Moorochsen, die rennen auf einer Weide im Rohrer Moor herum, werden wohl nicht gemolken:-)
Das sind ja dann wohl glückliche Rindviecher? Wird was mit ihnen gemacht, oder rennen sie nur für sich selbst auf der Weide herum?
http://www.genuss-region.at/article/archive/11317
Und für die Mich hatten wir einen Kefirpilz
http://www.molkerei-schrozberg.de/sortiment/milch/
Die ist nicht homogenisiert.
Nachteil ist, sie hält nur eine Woche. Aber den einen Liter schaffe ich locker in der Zeit!
Hab sie damals aus dem Grund gekauft, dass ich so Müll durch Tetrapaks vermeide. Bin jetzt aber nach deinem Artikel umso froher, dass sie sogar nicht homogenisiert ist.
Zum Beispiel die Alnatura Milch von DM (in Hamburg: Budnikowski) oder bei Denn's Biomarkt, die haben bestimmt 5 verschiedene mit allen möglichen Bio-Siegeln, die nicht homogenisiert sind, da sollte für jeden was dabei sein.
Die Alnatura Milch ist auch in den Tegut Filialen (Raum Hessen) erhältlich.
Ist es da auch so schlimm mit den Fettstücken?
Ich kenne auch noch die Milch aus der Kanne direkt vom Bauern. Fettstücke waren da auch nie drin.
Achja und homogenisierte Biomilch findet man bei den bekannten Supermärkten und auch im Bioladen in der Kühlung ;)
Laut Alnatura ist deren Milch "schonend pasteurisiert und so wenig homogenisiert wie notwendig, um ein Aufrahmen des Milchfetts zu verhindern." Sollte für dich also passen.
http://www.alnatura.de/de/100-prozent-bioland-qualitaet
Ich vertrage Kuhmilch nicht, die homogenisiert ist! Das glaubt mir zwar keiner, aber ich weiß es....
ich finde es äußerst tragisch, dass 99,9% der Milchkonsumenten (meine ganz unbelegte Schätzung) gar nicht wissen, dass Milch homogenisiert wird - aber natürlich genießen alle den "Vorteil", dass die nicht aufrahmt.
Einziger Tipp von mir wäre noch, bei z.B. demeter nachzufragen, wo es in deiner Nähe einen Bauernhof gibt, der Milchkühe hat und der Vorzugsmilch anbietet.
Im übrigen meide ich auch ESL-Milch.... je natürlicher, desto besser.
Doch, das glaube ich dir.
tinaenvogue
Gerne lasse ich sie ein paar Tage ruhig im Kühlschrank stehen, bis sich oben die ganze Sahne absetzt. Die find ich echt lecker und fische sie extra raus. So verschieden sind die Geschmäcker! Aber pro Woche trinke ich höchstens einen Liter Milch, ich empfinde sie als köstlichen Luxus und nicht als Grundnahrungsmittel.
Alternative für den Kaffee: Hafermilch (z. B. von Natumi - im Bioladen erhältlich, allerdings leider in Tetrapaks).
Das heißt aber noch lange nicht, dass Milch an sich schlecht ist, sondern die Art und Weise, wie Milch und in welchen Mengen sie in den Industrieländern erzeugt und konsumiert wird.
Und was das Kalzium in der Milch betrifft, ist es (gerade für jüngere Menschen) durchaus wertvoll. Man sollte dabei noch wissen: Zu hohe Eiweißmengen in der Ernährung (wie z.B. durch eine zu starke Ausrichtung auf Fleisch und Milchprodukte) wirken sich negativ auf die Verwertung von Kalzium aus. Also: Wenn man sich zwar kalziumreich ernährt, aber gleichzeitig zu viel Eiweiß zu sich nimmt, nimmt der Körper das Kalzium unzureichend auf, und es droht ein Kalzium-Mangel.
Man muss schon genau differenzieren. Aussagen, wie "Milch besser nicht" halte ich für einseitig und pauschal.
Außer Mandelmilch habe ich geduldig verschiedene pflanzliche Alternativen ausprobiert (Hafer-, Soja-, Dinkel- und Reismilch). Kann nur für mich sprechen: Fand alle mehr oder weniger furchtbar. Ich habe einen anderen Weg gewählt: Habe den Kaffee unter der Woche weggelassen und ihn durch regionalen Apfelsaft (bio) aus Streuobstwiesen ersetzt. Der kommt ganz ohne Milch oder Milchersatz aus.
Bei der ganzen Milch und den vielen Produkten aus ihr, die um einen herum konsumiert werden und ihrer überwiegenden Herkunft aus industrieller Tierhaltung (mit all ihren Folgen), halte ich es für einen guten Weg, die Herstellung von seriösen Bio-Milchprodukten zu unterstützen. Außerdem überlegt sich so der eine oder andere konventionelle Bauer eher, in Richtung bio zu wechseln, als wenn die Bio-Milch-Branche am Stock gehen würde, weil alle "Ökos" von nun an die Bio-Milch verweigern.
Dein "Kaffee-Ersatz" ist übrigens eine kreative Lösung ;-)
Hab mal Sojamilch probiert, pfui Spinne!
Ich denke, ein Liter Milch pro Woche in Demeterqualität richtet keinen Schaden an.
Man kann's auch übertreiben mit dem Purismus.
Und Sojamilch ist nicht gleich Sojamilch, da gibt es durchaus große Geschmacksunterschiede (obwohl ich sie persönlich auch nicht sonderlich mag).
Es gibt auch Menschen mit Soja-Unverträglichkeit.
Auch bin ich froh, dass mein Freund nun nur noch eine Flasche pro Woche der nicht homogenisierten demeter-Milch in den Glasflaschen trinkt. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, finde ich.
Aber wie ich schon schrieb, Genuss in Maßen ist aus meiner Sicht okay, auch wenn ich eher in Richtung vegane Ernährung strebe wie du - den Tieren, der Umwelt und mir zuliebe.
Tiermilch (auch wenn pasteurisiert) ist dabei für mich einfach am natürlichsten.
Als ich noch nicht wusste, warum ich keine Milch vertrage (das ging mir 20 Jahre so) habe ich auch gut drauf verzichten können - auch ohne Ersatzprodukte.
Aufgrund dieser Gewohnheit nehme ich Milch heute ohnehin nur in geringen Mengen .... z.B. für Pfannkuchen oder Pudding.
Milch ganz wegzulassen ist Ansichtssache- eingeschränkter Konsum denke ich aber tragbar.
Dem kann ich mich nur anschließen. Wem die Qualität / Verpackung nicht passt und wer keine Milch möchte, macht sie eben selbst. Unterdessen gibt es auch moderne Geräte, die eine schonende Zubereitung garantieren und Rohkostqualität liefern. Alles eine Frage der Einstellung.
Wobei ich nichts gegen Leute habe, die es als Luxusgut sehen, Tiermilch wertschätzen und in Maßen konsumieren. Für die Tiere wäre dieses Konsumverhalten im großen Stil wirklich förderlich und auch die Landwirtschaft könnte sich zum Besseren entwickeln, wenn mehr Leute so denken würden.
nach Lektüre des Buches von Maria Rollinger bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es kaum ein denaturierteres Produkt gibt als die heutzutage fast nur noch (bis auf Roh-/Vorzugsmilch) industriell hergestellte Milch (das gilt ausdrücklich auch für Bio-Milch, auch wenn sie sozusagen das "kleinere Übel" ist). Dagegen sind Soja-/Mandel-/Hafermilch usw. die reinsten Naturprodukte (ganz abgesehen vom Selbermachen von z. B. Mandelmilch - hier schließe ich mich "Polarnacht" an).
Ich habe richtig Lust, das mal auszuprobieren, vor allem die Nussmilch.
Für mich ist es kein Entweder / Oder sondern die Lust, die ganze Vielfalt zu probieren, die die Natur uns bietet.
Ist zwar schwer über den Winter zu kommen, wenn man nur noch Rohware essen will, denn Marmelade, Fruchtsaft und Eingemachtes würden dann ja als denaturiert wegfallen.
Sonst wären die Bohnen gar nicht verdaulich.
Wenn Sojamilch selbst gemacht und direkt konsumiert wird, dann brauchts keine Konservierung.
Aber wie schaut es eigentlich mit der gekauften Milch aus?
Wie lange hält die sich und wie wird sie konserviert?
Leider wird ja Rohmilch heute als Quasi-Gift dargestellt und behandelt.
Das finde ich sehr schade...
Hier noch ein Link zu Soja:
http://www.biothemen.de/Qualitaet/korn_huelse/soja.html
"Heute wird Sojamilch molkereitechnisch hergestellt um den bohnigen Geschmack zu vermeiden, die Haltbarkeit zu erhöhen und die Farbe der Sojamilch zu verbessern. Dabei verwendet man geschälte Sojabohnen. Diese werden in heißer Lauge entbittert und gebleicht, wobei auch störende Enzyme deaktiviert und blähende Substanzen ausgewaschen werden. Nach dem Mahlen werden die unlöslichen Bestandteile abzentrifugiert und die Milch anschließend homogenisiert."
Sicher ist die selbst gemachte Sojamilch weniger denaturiert.
Ebenso wie unverarbeitete Rohmilch.
Wenn wir industriell produzierte Sojamilch mit homogenisierter Milch vergleichen, dann fallen bei der Sojamilch-Produktion noch mehr Verarbeitungsschritte an.
Wobei mich dieser Schritt mal näher interessieren würde:
"Diese werden in heißer Lauge entbittert und gebleicht"
"Für mich ist es kein Entweder / Oder sondern die Lust, die ganze Vielfalt zu probieren, die die Natur uns bietet."
Gut gesprochen!
@Richard_B: Und was ist mit den rohköstlichen Varianten der Lebensmittel, die du nennst?
Ich glaube wir sind uns aber alle fast einig, dass es bei allen "Produkten" (milch, sojamilch, nussmilch) sowohl 'gute' als auch 'weniger gute' gibt - wie fast überall im Leben.
Folglich korrigiere ich meine Meinung von oben und würde dazu neigen, eine 'gute' Sojamilch / Nussmilch probieren zu wollen.
Danke für die Diskussion! :-)
Wie hast'n die gemacht?
Ich überlege gerade, ob ich die Packung Cashews, die ich eigentlich zum Kochen gekauft habe zu einer schönen kühlen Sojamilch verarbeite.
Das würde mich jetzt total anmachen.
Das müßte mit dem Messer von der Küchemaschine schnell gehen.
Wasser + Cashews + ??? und wieivel?
"@Richard_B: Und was ist mit den rohköstlichen Varianten der Lebensmittel, die du nennst? "
Sorry ich versteh die Frage nicht ganz.
Nun Rohkost bei geeigneter Lagerung:
Roterüben, Krenn, Möhren, Rettich, Äpfel, Kiwi, Wintersalat (Endivien, Zuckerhut)
Einmachen ohne zu kochen oder Pasteurisieren (Erhitzung auf 76 °)
Salz- Essig Gurken, getrocknete Tomaten in Olivenöl
Haltbarmachen durch trocknen
Chili (sind allerdings getrocknet schwer zu essen), Pflaumen, Nüsse, Apfelringe, Birnen (Glätze), Teekräuter (werden aber beim Sudmachen denaturiert:-), Rosinen.
Durch Gärung
Sauerkraut, Most,
Frischlieferung
Eier, Geflügelfleisch
Ohne besondere Anforderungen
Honig
Gemüse im Winter:
Lauch, Kohlsprossen
Das alles haben wir bis auf Most (der ist schon getrunken). Allerdings möchte ich mich nicht ausschließlich nur von diesen Dingen im Rohzustand im Winter ernähren. Da ist ein bisserl Kochen schon ganz angenehm.
Lebensmittel die nur durch Kochen genießbar sind
Kartoffel, Bohnen
Ist das eine Antwort auf deine Frage?
Weiteres dazu kann man hier nachlesen: http://www.klzh.ch/faq/detail.cfm?id=51
Sehr interessant ist auch was dort zu Bohnen http://www.klzh.ch/faq/detail.cfm?id=51 und Rhababer http://www.klzh.ch/faq/detail.cfm?id=50 geschrieben wird.
Ich hatte einmal eine schlimme Magengastritis.
Kartoffel geschabt und ausgepresst und den Saft mit Nasezuhalten (stinkt erbärmlich) auf nüchternen Magen trinken. Der Margen schlägt einen Salto aber bald stellt sich ein sehr gutes Gefühl ein.
Mir ging es darum, dass es auch rohköstliche Varianten gibt, die definitiv nicht denaturiert sind. Aber danke für die präzise Aufzählung.
@Steffen Walter
Das Buch von Maria Rollinger kenne ich zwar nicht, aber ich habe mich lange mit Max Otto Bruker und der selben Thematik beschäftigt. Ich bin auch kein Milch befürworter - schon gar nicht was das Kalzium-Märchen angeht. Ich mache für mich aber immer "Linien" auf, z.B.: ...
'Milch frisch vom Euter' ist bessre als 'abgefüllte Vorzugsmilch' ist besser als 'Demeter Milch pasteurisiert' ist besser als 'bio Milch pasteurisiert und homogenisiert' ist besser als "ESL" etc...... das habe ich von Kollath übernommen. ;-)
Vielleicht werde ich mich mal genauer mit Rollinger beschäftigen (wenn die 20 anderen Bücher, die noch auf dem Regal warten gelesen sind).
und an alle :-)
Maria_Ls Beitrag finde ich gut. Die ganze Vielfalt - das gefällt mir, und die aber möglichst naturbelassen
Deshalb würde ich die selbstgemachte Nuss- oder Soja-milch von Gita mit Sicherheit probieren
Ich wußte nur nicht, daß das von Kollath ist.
Puhh...unter Berücksichtigung aller Faktoren wird vor lauter Abwägen meist ein ganz schöner Schlängelkurs aus all den Linien.
"Klar wird der verwendet, denn er eignet sich hervorragend als geschmacksneutraler Bestandteil in Teigen oder als Basis für Bratlinge oder Braten und ist voller Balaststoffe und vollvertigem Eiweiß. Besonders gerne mag ich aber auch die Reste der Nussmilch-Herstellung, die kommen ins Müsli, in den Muffinteig oder ins Salatdressing - mmmmhh! :-)"
https://www.landwirtschaft-bw.info/servlet/PB/menu/1076193_l1/index.html
Mögliche Bezugsquellen:
http://www.stayfair.de/Produkte_7313_obg/Essen-und-Trinken_7301_obg/Milchprodukte_7321_obg/Vorzugsmilch-mit-mind--3-7---Fett--in-der-Flasche_106046_obj
eine Studie dazu:
"Sie stellt unter anderem eine Studie vor, in deren Rahmen zirka 80.000 Melkproben aus 34 Thüringer Agrarbetrieben untersucht wurden. Davon waren nur vier mit dem MRSA-Erreger infiziert, wie Prof. Dr. Peggy Braun sagte."
weiter lesen
http://www.zv.uni-leipzig.de/service/presse/pressemeldungen.html?ifab_modus=detail&ifab_id=4381
Den 2. Liter Milch erhitze ich genauso, verarbeite sie dann aber zu Joghurt, indem ich mir vom einmal gekauften Bio-Naturjoghurt 2-3 Eßlöffel abnehme und mit der erhitzten, abgekühlten und nun lauwarmen Milch verrühre. Dann kommt das ganze (bei mir ein großes 1 Liter-Gefäß) in einen Joghurtbereiter. Davon hebe ich mir wieder einen Joghurtrest für den nächsten Joghurt auf. Das mache ich so lange, bis der Joghurt komisch schmeckt und folglich von anderen Keimen besiedelt ist. Dann muß neuer Bio-Naturjoghurt her.
Das Milchtrinken werde ich aber demnächst einstellen - wenn mein Kaffeevorrat aufgebraucht ist. Denn Kaffee ohne Milch mag ich nicht, mit "Ersatz"Milch auch nicht. Ich werde daher demnächst auf Tee umsteigen. Die mag ich auch ohne Milch.
Ob ich dann weiterhin Joghurt esse, weiß ich noch nicht -wahrscheinlich nicht.
Für andere Zwecke, wie Flüssigkeit fürs Müsli, werde ich mir Hafermilch selber herstellen.
Wenn man sich die Zutatenliste der Hafermilch ansieht, liest man, daß diese nur ca. 11% Hafer enthält und ein wenig Öl. Das Öl kann man ja evtl. weglassen, und die 11% Hafer in Wasser kann man auch selber anmischen.
Ich versuche es erst einmal mit Instant-Haferflocken. Die sind doch sofortlöslich. Davon nimmt man dann ca. 1 Teelöffel in 200 ml Wasser. Dann müßte man doch auch Hafermilch bekommen, die sogar immer frisch ist. Und die Haferflocken stecken in Papier-Pappe-Verpackung, also kein Tetrapak.
Ich frage mich nur, ob man auch selber diese Instant-Haferflocken herstellen kann. Eine Flockenquetsche habe ich wohl, aber da sind dann ja auch die härteren Flockenanteile dabei, die sich nicht auflösen werden.
Im nächsten Jahr will ich selber Alblinsen auf dem Balkon aussäen, d.h. in Balkonkästen, die am Geländer hängen werden. Und als Stütze, Linsen sind Rankpflanzen, wollte ich Nackthafer säen. Den Nackthafer könnte man ja vielleicht zu Hafermilch verarbeiten. Mal sehen...
Jugend forscht!! ;-)
(Das sage ich immer, obwohl ich fast 50 bin ;-) )
Für ...Hmmm...flocken Instant werden gemahlene Haferkerne (Hafer-Vollkornmehl) zu sofort löslichen, hauchzarten Flocken verarbeitet, die sich in kalten und heißen Flüssigkeiten schnell auflösen.
-nicht nur gequetscht, daher schwierig, aber kannst ja mal mit Vollkornmehl probieren!
Ich weiß nur nicht, ob die Getreidemühle wegen des relativ hohen Fettgehaltes im Hafer nicht verklebt.
Aber gut, dann müßte ich die Mühle auseinanderbauen und spülen.
Zum Glück habe ich zwei Mühlen: eine Handmühle, die ich dann mal für den Versuch nehmen werde, und eine elektrische Mühle.
Ich werde mal darüber berichten, wie es geworden ist.