Fairtrade und Fashion - was ist dran?
Nach den kürzlich ausgestrahlten TV-Berichten über die preisgünstige Jeansherstellung in Indien, die einigen namhaften Modekonzernen seit Jahren Unmengen von Euros und Dollars in die Kassen spült, frage ich mich jedoch, wie lange es wohl dauern mag, die Arbeitsbedingungen in den Billiglohnländern auch nur auf ein halbwegs ethisch vertretbares Niveau zu stellen. Sind die Initiativen, wie der Copenhagen Fashion Summit, diverse Fairtrade Messen und die Aktionen einiger Modelabels ein Tropfen auf den heissen Stein oder haben die Veranstaltungen rund um Fairtrade und Fashion, die Initiativen einzelner Modemarken und die wie aus dem Boden schiessenden Organisationen eine Art Alibifunktion, die uns eine Art ethische Verantwortung suggerieren? Einzelne Akteure zum Thema fallen mir immer mal wieder auf, wie zum Beispiel das Fashion - Label Carlend Copenhagen, welches bunte Lederhandtaschen aus der Fairtrade - Ecke im Kroko- und Schlangenleder - Look vertreibt. Aber irgendwie fehlt mir so eine Art Gesamtüberblick über die globalen Aktivitäten zum Thema. Ich würde schon gerne mal einen Blick hinter die Kulissen werfen....


Kommentare (4)
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Außerdem kann ich bei dem erwähnten Label kein einziges Siegel entdecken, dass mir Faire Mode garantiert.
Wer wirklich "grüner" Mode haben will, der kann sich z.B. hier informieren: http://www.ci-romero.de/gruenemode/
Ein Siegel ist ein Siegel und eine Lebensaufgabe eine Lebensaufgabe, wie eben die der Dänin Gitte Carlend. Und weil die ganze Siegelei eben so unübersichtlich ist würde ich schon gerne mal einen Blick auf das globale Geschehen werfen, aber eben von hinter den Kulissen aus....
Laut CIR ist das beste Öko-Siegel: Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN Best) http://www.ci-romero.de/gruenemode-guetesiegel-ivnbest/
und das beste Sozial-Siegel: Fair Wear Foundation (FWF) http://www.ci-romero.de/gruenemode-guetesiegel-fwf/
Beispielsweise hat HessNatur beide Siegel und erfüllt damit die derzeit höchsten Siegel-Standards.
Dass in den Siegeln drin ist, was drauf steht, wird durch das Zertifizierungssystem mit unabhängigen Kontrollen, größtmöglicher Transparenz und dementsprechender Nachverfolgbarkeit aller Herstellungsschritte sicher gestellt. Somit hat man auch die Möglichkeit selber hinter die Kulissen zu sehen.
Die genannte Lebensaufgabe basiert für den Kunden wohl ausschließlich auf Vertrauen. Bei den Siegeln gibt es Kontrolle und auch für den Kunden Kontrollierbarkeit. Und ich finde den Spruch "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!" immer noch gut.
ist doch prima. Du vertraust auf die Siegel - andere wirken in kleinem Rahmen ohne Siegel. Aber jeder trägt seinen Beitrag zum Thema bei. Das ist doch das Wichtigste.... Eine schöne Woche und bis bald!
tina