Und zwar den giftigen Elektroschrott, der in Afrika die Gesundheit von Menschen und die Umwelt vergiftet.
Denn leider ist es heute für die Elektronikhersteller immer noch billiger, die benötigten Rohstoffe wie z.B. Kupfer in Minen abbauen zu lassen, als die Ressourcen aus den alten Geräten zu recyceln und in den neuen Geräten wieder zu verwerten. Da die Umweltschutzbedingungen in Entwicklungsländer wie Ghana nicht so hoch oder kaum vorhanden sind, nutzen die Industrienationen sie als Müllhalden für giftige oder schwer entsorgbare Materialien wie eben Computer oder Handys. Die “Entsorgung” erzeugt in diesen Ländern dadurch deutlich weniger Kosten, weshalb tonnenweise Elektroschrott aus Europa, den USA und Japan in Afrika landet.
Diese riesigen und ungesicherten Müllhalden voll giftigem Müll aus den reichen Ländern verseuchen aber nicht nur die Umwelt, sie sind auch das Territorium der ärmsten Menschen dieser Länder. Männer, Frauen und Kinder, die auf ihnen nach verwertbaren Gegenständen suchen und die Elektrogeräte verbrennen um an die Kabel und Metallteile darin zu gelangen. Dabei atmen sie den gesundheitsschädlichen Rauch ein und kommen unaufhörlich mit hochgiftigem Blei, Quecksilber oder Flammschutzmitteln in Berührung. Die verbrannten und nicht verwertbaren Reste landen einfach auf der Erde oder im Fluss, wo sie dann zu allem Überfluss auch noch das Grund- bzw. Trinkwasser vieler Dörfer verseuchen.
Dabei gibt es eigentlich ein weltweites Exportverbot für Elektroschrott, das von dubiosen Geschäftemachern aber einfach umgangen wird, indem der Schrott als Second-Hand-Ware gekennzeichnet wird. Greenpeace fordert deshalb bereits seit langem den Aufbau eines globalen Rücknahmesystems von den Herstellern von Unterhaltungselektronik. Nur so könnte die Entsorgung auf Kosten der Ärmsten und der Umwelt ein Ende finden. Allerdings würden die Kosten der umweltgerechten Wiederverwertung dann vielleicht auch die Schnäppchenpreise von Elektronikgeräten beenden. Vielleicht wird es aber auch ohnehin wieder Zeit, Produkte wieder länger als bis zur nächsten modellgeneration zu nutzen.


Kommentare (11)
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Und dieses Greenpeace Video ist ausgezeichnet . Finde ich gut, dass du es hiereingestellt hast.
(als ich es zuerst vor 2 Jahren gesehen habe, fand ich es schon beeindruckend. Und auch heute ist die Sache immer noch viel zu wenig bekannt) Sagen wir es weiter!
Hier bei Utopia habe ich auch diesen informativen Beitrag gefunden, wo eine neue Info CD vorgestellt wird, die den Weg eines Computers von Herstellung bis Verschrottung unter ökologischen und sozialen Blickwinkeln vorstellt: http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/der-weg-eines-computers-von-der
mein handy ist übrigens mehr als 5jahre alt - und ich hoffe, es hält noch weitere 5 - ein "antikes-teil" von samsung.
das enlockt U30jährigen, wie ich immer wieder feststelle, den ausruf " wow, was ist das denn?"
und dass ich mir erst dann etwas Neues kaufe, wenn das Alte kaputt ist,
dann hat Afrika eine Chance, nicht im Elektromüll zu ersticken !
mir fällt eben zwischen büro - hausaufgaben meines "3.klässlers" - und mittagessen die überlegung ein, die ich eben mal so "in brainstorming-qualität" in den "utopischen raum" hier gebe:
was können wir tun, damit es zu einer verbesserung kommt? ich meine, WIR (du, ich und noch einige mehr) sind ja u.a. deshalb hier (hoffe ich ! ). damit sich das bewusstsein,
der blick dafür schärft und wir in's handeln kommen. damit sich dies und anderes ÄNDERT.
am beispiel cellphone ein aufdruck: achtung, handy-ge-und-ver-brauch verursacht krebs!
womit könnte man bei den handys beginnen, das effektiver nützt - als beispielsweise die verhältnismäßig wenig effektive warnung vor nikotinkonsum auf zigarettenschachteln?
fällt euch dazu etwas ein?
Besonders gut finde ich auch, dass hierbei deutlich wird, dass Menschenrechte und Umwelt/Naturschutz keineswegs nur irgendein Luxus-Thema sind für Leute die sonst keine Probleme hätten - wie immer noch oft behauptet wird.
H@llo mo.di , Danke für den Link zu meinem Beitrag
H@llo Chrissy, Da stimme ich dir zu und denke außerden: Neben unserem Konsumverhalten und der Bewusstseinsbildung allgemein, und dem Druck auf Unternehmen mussen wir auch auf die Politik wir viel stärker einwirken, dass sich diese Dinge zum Besseren ändern.
Neben dem Elektroschrott ist ein großer Problemkomplex auch die Herstellung dieser Artikel. Folgen: Menschenrechtsverletzungen, "Rohstoff-Kriege", Natur- und Umweltzerstörung.
Tolle Technik!
Zu Coltan: http://de.wikipedia.org/wiki/Coltan
http://www.youtube.com/watch?v=fm6gjlyPthI
Das ist einer von Millionen Beweisen dafür, was Verbote bringen!
Sie erschaffen lediglich Erwerbsarbeit für Juristen! Weiter nichts!
Was wir brauchen ist eine Welt voller Menschen, die verstehen, weshalb sie anders handeln müssen, als bisher.
Das ist doch ein Video, mit dem Menschen in Jugendclubs gehen können, oder? Ich verstehe kaum ein Wort, ich kann kein Englisch, aber die jungen Menschen lernen ja vielleicht alle Englisch - sie haben ja alle etliche Handys .