Vor längerer Zeit konnte ich bereits mit einem Strommessgerät einen kleinen Teil meiner (Haushalts-) Geräte messen und daraus durchaus interessante Schlüsse ziehen.
Mein PC mit zwei Röhrenmonitoren verbrauchte ca. 350 Watt, die Monitore konnte ich jedoch kurz darauf durch zwei TFT-Geräte ersetzen. Mit zwei TFT-Monitoren sind es "nur noch" 250 Watt. Da ich die alten funktionsfähigen Röhrengeräte nicht einfach wegwerfen wollte, konnte ich über eBay-Kleinanzeigen neue Besitzer dafür finden.
Unsere beiden Röhrenfernseher verbrauchen jeweils ca. 80 Watt, ein moderner TFT-Fenseher verbraucht wohl fast die gleiche Menge. Deshalb frage ich mich jedesmal, ob es da wirklich Sinn macht, diese Geräte durch neue zu ersetzen und die alten Geräte zu verschrotten.
Am meisten erstaunte mich der Verbrauch des Toaster und des Wasserkocher: 700 und 1700 Watt!
Damit sind die größten messbaren Stromsünder in unserem Haushalt enttarnt!
Alle Geräte, die Strom in Wärme umwandeln, verbrauchen wohl Unmengen an Strom. Backofen und Durchlauferhitzer sind zwar leider nicht so einfach messbar, verbrauchen aber sicherlich jeweils zwischen 2000 und 4000 Watt bei Volllast.
Da sich der Wasserkocher sehr einfach messen ließ, bleibt er unser größter (messbarer) Stromfresser!
Ich bin auf alle anderen Beiträge und Messergebnisse gespannt! Das Bild zeigt unseren Wasserkocher direkt an der Stromquelle :-)



Kommentare (8)
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Es gibt kaum eine effizientere Möglichkeit als einen Wasserkocher, um kleine Mengen Wasser zu erhitzen für Tee etc.. Etwas anderes ist es mit der Erwärmung größerer Wassermengen zum Duschen oder Baden, dafür ist der Einsatz elektrischer Energie ziemlich fragwürdig. Und dann kommt es ja außerdem noch darauf an, ob ich meinen Strom aus dem nächsten AKW beziehe oder aus regenerativen Energien, vielleicht sogar vom eigenen Dach...
Resümee: Beim PC sagt man gerne, bei Problemen damit sitzt der Fehler in 99% aller Fälle vor dem Rechner. Bei den Stromsündern kann man analog dazu sagen, dass es in vielen Fällen nicht die Geräte selbst, sondern die Verwender sind. (Sorry, ich bin heute abend gerade so ein bisschen auf Krawall gebürstet...)
ich wollte damit auch auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass ein Wasserkocher schlimmer ist, als ein Computer, aber das habe ich wohl doch...
Dass ein Wasserkocher und ein Toaster sehr effizient sind war mir bewusst, aber ob ein Durchlauferhitzer die optimale Möglichkeit für warmes Wasser ist bezweifle ich auch.
Was natürlich immer schlecht ist, sind nicht/schlecht isolierte und besonders lange Leitungen.
Am Besten ist natürlich möglichst wenig warmes Wasser zu verbrauchen.
Dort werden auch noch weitere interessante Fragen rund um das Kochen beantwortet, z.B., wie lange ein Ei kochen muß, bis es seinen gewünschten Härtegrad erreicht hat. Wer auf Nummer sicher gehen will, dem wird dort folgende Berechnungsmethode der Kochzeit vorgestellt:
KochZeitInMinuten = 0,0015 * d² * ln ( 2 * (T_Wasser - T_Ei) / (T_Wasser - T_Innen))
(näheres auf S.33).
Ergänzender Hinweis:
Da die Siedetemperatur des Wassers (T_Wasser) vom Luftdruck p abhängt, kann sie je nach Höhen- und Wetterlage sehr unterschiedlich sein. Hier hilft die folgende Formel:
T_Wasser [°C] = 1730,6/(7,1962 - lg (p[kPa]) - 233,41
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu sehr OT, aber ein Ei nicht unnötig lange zu kochen, spart ja auch Energie :-)
Leider muss mein Wasser beim Duschen auch über einen Durchlauferhitzer seine Wärme bekommen und
in der Küche habe ich ein Unterschrankgerät zum Wassererwärmen.
In meiner alten Wohnung lief alles über die Heizungsanlage ... ein Kombigerät, welches natürlich 'immer'
für ausreichend heißes Wasser sorgen muss.
Jetzt, ich gebe es zu, achte ich viel mehr darauf, wann und wie lange, ich heißes/warmes Wasser nutze. Der
Verbrauch geht direkt an mich ...
Ich stelle den Boiler in der Küche nur an, wenn ich Abwasch habe und im Bad steht der Durchlauferhitzer nur auf kleiner Stufe.
Meinen Kaffee gieße ich per Handaufschüttung auf und die kurze Zeit, die mein Wasserkocher braucht, um eine kleine Menge Wasser zum Sieden zu bringen, geht schneller, als mit der Kaffeemaschine.
Selbst beim PC kann Mann (ich habe da keine Ahnung) Strom sparen. Mein Freund hat den PC mit Geräten
bestückt, die Stromsparer sind. Und den PC auf Dauerbetrieb laufen lassen, gibbet hier eh nicht.
In meinem Haushalt wird nur dann eine Energiequelle angestellt, wenn es wirklich sinnvoll ist.
Meine letzte Stromabrechnung für die alte Wohnung hat es mir bestätigt. Ich wurde belohnt, weil mir ein
schöner Betrag rückerstattet wurde. :-)
Herzliche Grüße
Ute