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1. Die üblichen Verdächtichtigen (Platz 1-3)
2. Alltagsstromfresser (Platz 4-14)
3. Unbekannte Größen
1. Die üblichen Verdächtigen
Platz 1 - Kühlschrank
Um es gleich vorweg zu nehmen, ja der Kühlschrank verbraucht den meisten Strom. Der erste Kommentar dazu könnte lauten: Der Kühlschrank läuft auch rund um die Uhr-24 Stunden, 365 Tage im Jahr. Das ist richtig, aber das heißt nicht, dass der Kühlschrank auch rund um die Uhr Strom verbraucht. Das Gerät zieht nur Strom während es kühlt. Der Stromverbrauch steigt während dieser Phase auf über 3,0kw. Mein Kühlschrank kommt über 24 Stunden gemessen, aber wieder auf einen Durchschnittswert von etwa 0,8 kwh.
Tipp: Den Verbauchswert kann man beeinflussen durch zügiges Schließen der Kühlschranktür und durch die individuelle Einstellung der Temperaturstufe (bei meinem Kühlschrank aktuell Stufe 2,5 von 6).
Platz 2 - Spülmaschine
Die Spülmaschine ist ein etwas älteres Modell (ca. 10 Jahre) und auch kein Markengerät. Ein Spülgang ohne Vorwäsche verbraucht 1,079 kwh. Damit ist liegt das Gerät eindeutig auf Platz 2. Nutzt man die Spülmaschine seht häufig, kann es sogar für Platz 1 reichen! Riesiger Stromfresser!
Tipp: Viele kleine Besteck- und Geschirrteile einräumen und nur bei voller Auslastung nutzen. Das Gerät ist purer Luxus!
Platz 3 - Waschmaschine
Bei einem 40° Waschgang verbraucht das Gerät 0,545 kwh. Der Maximal-Wert liegt bei etwa 2100 Watt und liegt dabei auf dem Niveau der Spülmaschine. Das geht sicher günstiger, meine Waschmaschine ist bereits etwa 8 Jahre alt. Diese Maschine erreicht bei mir Platz 3 im Stromverbrauch.
Tipp: Die verschiedenen Waschprogramme bieten Stromsparalternativen an (niedrigere Temperaturen oder Kurzprogramme).
Eletrogroßgeräte machen also Ihrem Namen alle Ehre. Großes Gerät = großer Verbrauch.
Bei dem Kühlschrank kann man durch den permanenten Betrieb seinen Verbrauch sehr gut im Vorfeld abschätzen, sowie die jährliche Ersparnis bei einer Neuanschaffung. Die Waschmaschine und Spülmaschine müssen immer gut gefüllt sein, keine halbvollen Maschinen waschen. Der Vergleich zu Neugeräten fällt allerdings schwieriger aus. Jeder Waschgang verbraucht unterschiedlich viel Strom, auch die Häufigkeit der Nutzung variiert von Haushalt zu Haushalt. Bei der Spülmaschine gibt es ja immer das Thema "mit der Hand abwaschen". Ist man aber von einem Untertischgerät abhängig oder einem Durchlauferhitzer, kommt man wahrscheinlich auch auf den Wert einer voll befüllten Spülmaschine.
2. Alltagsstromfresser
Platz 4 - Fernseher
Ich habe einen Fernseher zu Hause. Es ist ein LCD-Gerät und der Bilddurchmesser beträgt 32". Erstaunlicherweise komme ich bei meiner geringen Nutzung (1-1,5h) auf 0,161 kwh. Nach meinem ersten Gefühl habe ich einen höheren Verbrauch erwartet.
Platz 5 - Staubsauger
Dieser lässt sich stufenlos regeln und kann somit auch im Verbrauch reguliert werden. Der Verbrauch liegt zwischen 130 Watt und 1700 Watt. Ich nutze hier die Stufe 2 (275 Watt) für alle glatten Böden und Stufe 3 (750 Watt) für Teppichböden.
Tipp: Nur bei Teppichen den Regler hochdrehen, man saugt ja "nur" Staub ein, der wiegt fast nichts und lässt sich auf glatten Flächen, wie Fliesen, Parkett/Laminat oder PVC/CV-Belägen mit wenig Kraft einsaugen. Für groben Schmutz den Besen nutzen...
Platz 6 - Dampfbügeleisen
Das Dampfbügeleisen verbraucht etwa 1,9 kwh. Also deutlich mehr als die oberen Plätze. Allerdings nutze ich das Gerät nur etwa 1,5h/Woche, dadurch vermindert sich der Wert deutlich. Aber Bügeleisen bleiben mittelgroße Stromfresser.
Tipp: Keine StandBy Zeit gönnen. Hier geht sehr viel Energie verloren. Beim Dampfbügeleisen am besten ohne Pause "durchbügeln", so steigert sich die Effizienz.
Platz 7 - Laptop
Wie jeder vermutet, bin auch ich im Internet. Dazu nutze ich einen kleinen 10" Laptop. Kein Rechner oder ähnliches. Für meinen Laptop benötige ich, wenn er leer ist, 0,176kwh um ihn voll aufzuladen. Also etwas über 4 Cent. Akku reicht für etwa 4-6 Stunden, je nach Nutzung.
Platz 8 - Wasserkocher
Meine Messung hier hat ergeben, dass ich 1 Liter Wasser mit 0,087 kwh koche. Also für etwa 2 Cent. Leider habe ich mit dem Herd keine Vergleichsgröße ziehen können, da dieser am Starkstrom für mich nicht messbar ist.
Platz 9 - Senseo Kaffeemaschine
1 Kaffee koche ich mit 0,028kwh. Das ist für diese kleine Menge echt ok.
Tipp: Nicht im Standby Modus belassen. Das Gerät halt das wasser warm und verbraucht so ohne Nutzung etwa 10 Watt. Der kleine oder große Kaffee unterscheiden sich kaum.
Platz 10 - Toaster
Mein Toaster arbeitet mit 750 Watt und verbraucht für 2 Toasts 0,020 kw/h.
Platz 11 - Mikrowelle
1 Tasse Milch (~1 Minute) erwärme ich mit 0,016 kwh. Mein Gerät verbraucht im Standby keinen Strom, sondern nur bei der Nutzung. Im Regelfall nutzt man auch nicht zuviel Energie, sodass es hier kaum Einsparpotentiale gibt. Manchmal ist die Mikrowelle eine schnelle und günstige Alternative zum Herd. Aber nicht immer!
Tipp: Kann man Ihre Mikrowelle im Verbrauch regulieren? Nutzen Sie standardmäßig die niedrigere Stufe. In meinem Fall liegt der Verbrauch dann 0,002 kwh niedriger.
Platz 12 - Dunstabzugshaube
Der Verbrauch meiner Dunstabzugshaube liegt bei den 3 Stufen zwischen 70 und 140 Watt. Man sollte unbedingt darauf achten, dass auch ein Filter eingestzt ist, bzw. der eingesetzte Filter auch noch funktioniert. Sonst bezahlt man hier für ein lautes Geräusch ohne Nutzen.
Tipp: Bei angenehmen Außentemperaturen einfach 10 Minuten lüften.
Platz 13 - Licht
Die Masse machts. Bei mir zu Hause sind bereits alle Leuchten sind mit LED-Leuchtmittel ausgestattet und liegen im Verbrauch zwischen 0,3 und 5 Watt. Wegen dem direkten elektrischen Anschluss an den Decken, konnte ich nicht alle Leuchten messen. Ein Beispiel: 1 Stehleuchte mit 1x E27 Leuchtmittel LED mit angegebenen 5 Watt liegt während des Betriebes tatsächlich bei exakt 0,005 kwh. Zum Vergleich: Die vorher eingesetze 40W Glühbirne bringt es auf 0,041 kwh.
Tipp: Bei stimmungsvollem Licht kann es auch mal etwas dunkler bleiben. Und bei Deckenleuchten sind häufig 2-4 Leuchtmittel eingesetzt. Hier kann man meistens unbemerkt 1-2 Leuchtmittel einfach rausdrehen.
Platz 14 - Handy
Mein leeres Handy lade ich mit 0,005 kwh komplett wieder auf. Dies wiederhole ich etwa 2x in der Woche.
Tipp: Hier gibt es schon heute eine große Auswahl an Solar-Ladegeräten. Stromersparnis: 100%
3. Unbekannte Größen
Herd
Der Herd bleibt bei meiner Strommessaktion eine große Unbekannte! Durch den Starkstromanschluss ist mir schon bewusst, dass hier viel Strom fließt. Wie viel allerdings ist mir nicht klar geworden. Das 230V-Messgerät stößt hier an seine Grenzen. Ich habe mich mit einem energiesparendem Umgang mit dem Gerät auseinandergesetzt und komme zu folgendem Ergebnis:
Energiesparende Nutzung, das heißt:
Deckel drauf beim Kochen!
Man lässt ja auch nicht die Ofentür beim Backen auf.
Passende Topfgröße
Immer die passenden Töpfe auf die passende Plattengröße stellen, nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Beides verschwendet Energie.
Nachwärme nutzen
Der Ofen, sowie die Platten sind nach dem Abschalten meist noch lange Zeit warm. Plant man diese Wärme von vorneherein ein, kann man die Koch-/Backzeit verkürzen und damit Energie sparen.
Alternativen nutzen
Auch Alternativen zu nutzen kann energieeffizienter sein. Beispielsweise der Wasserkocher oder die Mikrowelle. Pauschal kann man das allerdings nicht sagen.
Durchlauferhitzer
Mein Badezimmer ist mit einem elektrischen Durchlauferhitzer ausgestattet. 21kw ist natürlich nicht an ein 230V Stromnetz zu installieren und entfällt somit aus der Messung. Allerdings kann man hier den Verbrauch einfach hochrechnen, da ein Durchlauferhitzer nur dann Strom verbraucht, wenn er auch genutzt wird. Eigentlich ein lobenswertes Prinzip, trotzdem ein großer Stromfresser. Hier kann man beispielsweise auf eine alternative Versorgung mit Gas umstellen, dies liegt als Mieter leider nicht in meiner Hand.
Warmwasserspeicher (Untertischgerät)
In der Küche benötige ich ein Untertischgerät. Da mein Warmwasserspeicher hier defekt ist, bin ich bereits auf der Suche nach einer Alternative. Dies könnte ein Klein-Durchlauferhitzer sein. Dadurch entfällt die Energie, die ein Warmwasserspeicher in der Zeit benötigt, in der man kein warmes Wasser braucht.
Ergebnis/Fazit
Mein Stromfresser Nr. 1 ist der Herd. Denn wenn man nicht weiß wie viel man verbraucht, verbraucht man definitiv zu viel!
Hier in ein neues Gerät zu investieren macht sicher Sinn. Mein Gerät ist uralt - mindestens 15 Jahre. Ein Induktionsherd wäre eine sinnvolle Investition. Als High-Tech Geräte müssen hier Induktionsherde mit Großflächenzonen und Topfgrößenerkennung genannt werden. Energie - genau dort, wo Sie gebraucht wird und nur solange Sie gebraucht wird!
Es gab einige Überraschungen im negativen Sinne (Beispiel Spülmaschine) aber auch positive Überraschungen (Staubsauger auf niedriger Stufe oder das TV-Gerät). Den Stromverbrauch zu messen und zu kontrollieren, macht in jedem Haushalt Sinn. Sich einmal vor Augen zu führen, dass einmal Wäsche waschen 14 Cent an Strom kostet (zzgl. Wasser und Reinigungsmittel) lässt im Alltag die ein oder andere kluge Entscheidung zu.



Kommentare (4)
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Es gibt die Einheiten kW und kWh .
kW ist eine Leistung mit der man einen Momentanwert oder Spitzenwert angeben kann.
In kWh wird die Arbeit angegeben ( z.B. Stromverbrauch in 24 Std.)
In den meisten Fällen ist hier wohl die Einheit kWh gemeint.
Passt aber nicht immer:
Was ist beim Kühlschrank mit "3,0kw/h" gemeint ?
Der Kühlschrank wird wohl kaum 3,0 kW ziehen. Wenn 3,0 kWh gemeint wäre fehlt die Angabe der Zeit in der diese Strommenge verbraucht wurde.
Beim Durchlauferhitzer wäre die Angabe 21 kW richtig, denn das ist eine Leistung. Eine Arbeit von 21 kWh wird daraus erst, wenn man ihn eine Stunde lang laufen lassen würde.