Theoretisch geht ja so manches, doch wir wollten es ganz genau wissen. Ende 2011 haben wir einen Aufruf in unserem Stammversorgungsgebiet rund um Darmstadt und Mainz gestartet: Gesucht wird eine Familie mit Eigenheim, die sich auf das Abenteuer Klimaneutralität einlässt. Das Vorhaben: Die Familie soll für ein Jahr klimaneutral werden, d.h. versuchen, die gegenwärtigen CO2-Emissionen durch Effizienzmaßnahmen so weit es geht zu reduzieren – die unvermeidbaren Restemissionen werden abschließend von ENTEGA durch Aufforstung und Waldschutzprojekte kompensiert. Alles, damit die Familie für ein Jahr mit Fug und Recht von sich behaupten kann: „Klimawandel? – ohne uns!“
In einer vierköpfigen Familie aus Mainz-Finthen sind wir schließlich fündig geworden: Barbara und Michael Blöchinger bewohnen mit den Kindern Sophie und Dominic ein zweistöckiges Reihenmittelhaus auf 114 Quadratmetern mit Balkon und kleinem Garten. Eigentlich ein Paradies, doch wegen veralteter Fenster, fehlender Außenwand- und Kellerdeckendämmung sowie der Warmwasserbereitung mit einem Durchlauferhitzer sind die laufenden Energiekosten viel zu hoch.
Und so analysieren die Experten der ENTEGA Energieeffizienz genau, wo überall am Haus Energie unnötig entweicht oder verbraucht wird, und sie planen geeignete Maßnahmen, um diese Energielecks zu schließen. Parallel dazu versuchen die Blöchingers, mit kleinen Gewohnheitsänderungen im Alltag – z.B. beim Verkehr, bei der Ernährung, beim Einkaufsverhalten – die CO2-Bilanz so gut es geht zu verbessern. Ganz wichtig dabei: Die Lebensqualität soll möglichst gleich bleiben. Denn nur so kann der klimaschonende Lebenswandel möglichst viele Nachahmer finden.
Über ihre Erfahrungen, die Fortschritte und Rückschläge auf ihrem Weg, und über den Baufortschritt der Modernisierungsmaßnahmen, berichten wir regelmäßig in den Tageszeitungen der Rhein-Main-Verlagsgruppe, auf facebook, im Blog auf unserer Homepage unter entega.de/familieklimaschutz und ab sofort auch hier auf Utopia.
Los ging es vor einigen Wochen mit der Erfassung des Ist-Zustandes: Wie viel CO2 verursachte die Familie bislang Jahr für Jahr? Wie gut oder schlecht ist das Reihenhaus isoliert und gedämmt? In den Sommermonaten Juli und August rücken schließlich die Handwerker an: das Haus wird umfangreich energetisch saniert, gut gedämmt und bekommt eine neue Heizung sowie eine Photovoltaik-Anlage. Dranbleiben lohnt sich.



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