Die ENTEGA ist eine 100%ige Tochter der HEAG Südhessischen Energie AG (HSE).
Im Zuge der durch die Stadt Darmstadt und die HSE angestrebte Rekommunalisierung wird die 40%ige Minderheitsbeteiligung von E.ON an der Konzernmutter HSE von der Stadt Darmstadt zurückerworben.
Dieser Prozess ist noch nicht final abgeschlossen, da der Unternehmenswert der HSE derzeit durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft neu bewertet wird.
Nach der anstehenden Kommunalwahl am 27.03.2011 steht das Thema abschließend auf der Agenda des Stadtparlaments.
Die Absicht, alle noch im Besitz von E.ON befindlichen Unternehmensanteile zurück zu erwerben ist aber unstrittig.
Auch wenn die E.ON aktuell noch an der HSE und damit indirekt an der ENTEGA beteiligt ist, hat sie weder auf unsere strategische Ausrichtung noch auf das Tagesgeschäft einen aktiven Einfluss. Bislang hat die E.ON auch nie den aktiven Bezug zur ENTEGA gesucht oder mit uns geworben, bspw. um sich einen grünen Anstrich zu geben. Sowohl die HSE als auch die ENTEGA treffen Ihre unternehmerischen Entscheidungen selbständig.
Gerade deshalb war es uns möglich den Wandel vom klassischen Regionalversorger zu einem ökologisch orientierten Klimadienstleister zu beginnen. Trotz dieses langen, nicht immer einfachen Weges verzichten wir seit 2008 komplett auf den Vertrieb von Atomstrom und haben das „ok-power“-Gütesiegel für unsere Ökostromtarife erhalten.
Auch ist es uns im Zuge dieses Wandels nicht genug nur mit Ökostrom zu handeln, unabhängig davon wie gut er zertifiziert ist. Denn nur wer investiert, schafft eine wirkliche Alternative zu Atomstrom und fossilen Energieträgern. Deshalb investieren wir zusammen mit unserem Mutterkonzern, der HSE, aktuell und in den nächsten Jahren rund 1,2 Mrd. Euro in regenerative Energiegewinnungsanlagen. Von diesen haben wir bereits über die Hälfte realisiert: von den geplanten 455 MW sind derzeit 260 MW in Bau und Betrieb.
Uns ist bewusst, dass wir aufgrund der im Moment noch vorhandenen Beteiligung der E.ON gerade hier sehr kritisch gesehen werden. Deshalb bemühen wir uns besonders euch transparent – bspw. im Rahmen unseres hier veröffentlichen Nachhaltigkeitsberichts – unseren Weg zu einem ganzheitlich agierenden Klimadienstleister aufzuzeigen, der nicht nur Ökostrom vertreibt, sondern auch in erneuerbare Energien und damit in die Energiewende investiert.



Kommentare (1)
Beitrag abonnieren
wenn gerade der Wert des Unternehmens ermittelt wird, fließt sicher auch die Kundenanzahl ein. Ich befürchte, dass Eon umso mehr Geld für seine Anteile bekommt, je mehr Kunden Entega hat.
Damit wäre ein Wechsel zu Entega vor dem Rückkauf der Anteile genau kontraproduktiv.
viele Grüße!
mela