Lebensbedrohlich ist nachhaltiges Wirtschaften lediglich für unser derzeitiges Wirschaftsmodell, das aufgebaut ist auf Wachstum, Vermehrung und Steigerung von nahezu allem. Dieses gillt es darum, zu ändern für langfristigen Fortbestand nicht nur der Menschheit, sondern dem, was wir bisher erreicht haben und aus uns gemacht haben - die moderne Zivilisation.
“Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.“
André Malraux
Folgend habe ich mal ein paar Seiten aufgeschlagen:
Die Erde – unendliche Weiten! Wir schreiben das Jahr 1813
Dies sind die Abenteuer der Spezies Mensch, die lebenslang unterwegs ist um schweißtreibende Arbeit zu verrichten, im tiefen Glauben daran von Gott nach dem Tode Erlösung zu erlangen… (Einsetzen der Star-Trek-Melodie) ;-)
Alle Nationen der Welt waren zu dieser Zeit – ja fast hundert Jahre danch noch – so genannte Agrarnationen oder Agrargesellschaften d.h. fast alle Menschen verrichteten tagtäglich Arbeit, die ausschließlich mit der bloßen Versorgung mit Nahrungsmitteln durch die Agrarwirtschaft zusammenhing. Für die meisten dieser sehr hart arbeitenden Menschen gab es kaum materiellen Wohlstand, nicht mal einen, der das auszehrende, entbehrungsreiche Leben wenigstens erträglich machte. Denn für die Herstellung lebensqualitätsfördernder Güter war weder viel Zeit, noch gab es viele Rohstoffe zum Verarbeiten. Muskeln von Mensch und Tier konnten kaum die Mengen von Rohstoffen ausbeuten, die mit Maschinen möglich sind. Und einziger Energieträger war Nahrung für eben diese. Eine wahnwitzig verschwenderische Konsum- und Wegwerfkultur? Undenkbar und unmöglich!
Der Große Schwung nach vorn - 1890-1990
Die ersten Traktoren versetzten grob geschätzt 90 von 100 Feldarbeitern vom Acker in die Traktorcockpits und Fabriken und im Laufe des 20. Jahrhunderts versetzten die ersten mechanischen Wundermaschinen einen wohl ebenso großen Anteil Fabrikarbeiter vom Fließband ans Steuer von immer mehr Maschinen die immer mehr Energie benötigen und dabei immer mehr Rohstoffe verarbeiten. Hier wurden 80 Kutschenfahrer, beladen mit je 500kg, durch 1 (einen) Fahrer eines 40-Tonners ersetzt, der die gleiche Menge in weniger Zeit transportiern konnte. Der Anteil menschlicher Arbeit an gleicher Produktionsleistung nahm stetig ab. Um es mit Worten der Linken oder Sozialdemokraten zu sagen: Es wurden reihenweise Arbeitsplätze vernichtet – aber davon merkte niemand was. Ganz einfach weil die Industrieproduktion stetig wuchs, eben weil die Effizienz stetig stieg, aber die Zahl der Menschen eben nicht gleichzeitig stetig schrumpfte - sondern ebenfalls anstieg und all diese auch beschäftigt sein mussten.
Sie Mussten? Natürlich! Weil Gott nur tüchtige Menschen belohnt und weil die Gesellschaft auch nur tüchtige Menschen akzeptiert, die sie ansonsten reflexartig als Leistungsverweigerer und Parasiten diffamiert. Deswegen gab es – es musste eben – immer neue Arbeitsplätze für Menschen. Durch Wachstum! Vermehrung! Steigerung der Produktionsmenge glich Verminderung von Beschäftigung durch gestiegene Produktivität aus. Aus 80 Kutschenfahrern und ihren 40 Tonnen Gütern wurden darum 100 LKW-Fahrer für 4000 (viertausend) Tonnen Güter! U.a. das ist der Grund des enormen Ressourcenhungers der heutigen Wirtschaft – durch 200 Jahre Effizienzsteigerung von der Dampfmaschine bis zum Internet.
Und Mensch sah, dass es gut war
Richtig gut! Fahrräder, Kühlschränke, Teeservices, Lampenschirme, Teppiche, Sofas, Radios und Kubikmeterweise Klamotten. Alles was früher nur in geringen Mengen und nur sehr teuer für lediglich die die gesellschaftliche Oberschicht produziert werden konnte, wurde plötzlich immer mehr Menschen zugänglich. Sogar ganz neue Dinge, wie Waschmaschinen, Staubsauger und Fernseher erschienen aus dem Nichts – durch Forschung und Entwicklung, die nun dank besserem Equipment, das ebenso günstiger und auch hochwertiger produziert werden konnte beschleunigt wurde und in Bereiche vorstieß die sich niemand vorher erträumen ließ.
2008 – das Jahr in dem wir Kredit aufnahmen
Durch immer weitere Effizienzsteigerungen und technischem Fortschritt und weil Produktionskosten durch diese so genannte Automatisierung allein nicht schnell genug schrumpften, musste – schon wieder dieses ‚musste’ – schon früh mit Auslagerung in Länder mit billigen Arbeitskräften begonnen werden hängen die meisten Arbeitsplätze der westlichen Welt, also die bleibende Quintessenz der Volkswirtschaft – denn alle reden unaufhörlich von Konsumklima, Konjunktur und Vollbeschäftigung – unumgänglich zusammen mit einer extrem energie- und ressourcenverschwenderisch hochgezüchteten, globalisierten Hyperindustrie mit unmittelbar dafür notwendiger wahnwitziger Hyperkonsum- und Wegwerfkultur. 68% (Stand 2008) der deutschen Jobs sind im Dienstleistungssektor. Der wurde nur möglich weil wir von der Agrarnation durch neue Technologie zur Industrienation und dann - durch bessere Technologie sowie Globalisierung - zur Dienstleistungsgesellschaft voranschritten.
Dieser historische Ablauf wird Drei-Sektoren-Hypothese genannt. Er sagt aus, dass in dem namensgebenden Sektor jeweils der Hauptanteil an Beschäftigung wie an wirtschaftlicher Wertschöpfung stattfindet.
Menschen, die Tätigkeiten ausüben, die Computer, Roboter und devote asiatische Arbeitsbienen noch nicht ersetzt haben, müssen heute vermehrt entweder arbeitende Maschinen betreuen, auf Knöpfe drücken, den Boden von Kaufhäusern putzen, Regale füllen, Tabellen voll tippen, Stempel aufdrücken, Speditionspapiere abheften, Müll entsorgen, Autos waschen, Paletten ziehen, Frachtvehikel steuern, etc... die Tätigkeiten sind nicht zufällig aufgezählt ;) Und man bedenke dass viele dieser Ohne kolossale Energieverschwendung alles nicht denkbar. Diese wurde schmerzhaft teuer als Chinas Wirtschaftswunder das Riesenreich in kurzer Zeit mächtig durstig nach vor allem Öl machte. Das brachte viele kleine (Kreditzinsenzahler) und große (Immobilienmärkte) Säulen der USA ins Wanken. Der Rest ist Geschichte…
An die Einkaufswägen, fertig, los!
Wenn in naher Zukunft extrem fortschrittliche, in afrikanischen Fabriken produzierte chinesische Billigroboter, sowie indische KI-Billigcomputergehirne immer mehr der verbliebenen ABM-Jobs ersetzten und auch DIESE effizienter machen, muss die nochmal viel effizientere Wirtschaft die Produktion NOCH weiter anheben. Sämtliche Konsumgüter Made In AU (African Union) müssten dann trotz immer besserer Fertigungstechnik so produziert werden, dass sie sich eventuell nach wenigen Monaten auflösen und zerbröseln. Die deutsche Autoindustrie müsste ein Vielfacehs an Autos pro Jahr bauen und auch hier die vielfache Menge verkaufen, um allen Deutschen Jobs zu beschaffen, die bisher durch immer bessere Maschinen weiter ersetzt bzw. ergänzt wurden. Neuwagen müssten bspw. weltweit per Gesetz nach einem Jahr verschrottet werden und Gebrauchtwarenmärkte müssten vollständig verboten werden sein. Wo käme all das Stahl, Kupfer, Plastik für all diese immer kurzlebigeren und trotzdem immer häufiger produzierten Dinge dann her? Den Weg hin zu dieser Ungewissheit gehen wir bereits seit Jahren zügigen Schrittes. Zwei folgende Szenarios spinnen die Konsequenzen ein Stückweit weiter.
Planet Erde 2050 - try 19 It's the new 20!
Die Steuern stiegen weil Rettungspakete und Wachstumsbeschleunigungsmaßnahmen sich aneinanderreihten. Öl wurde - bevor technisch ausgereifte und bezahlbare Alternativen da waren - so teuer, dass PKW-Kultur, Plastik, Gummi, Fleisch, kurzlebige oder Einwegkonsumgüter und in Marokko gepuhlte Nordseekrabben sich so verteuerten, dass die Konsumkultur und damit die Industrie 1-2 Gänge runterschalten musste.
Was wurde dann aus all den neuen Dienstleistungsjobs, dem hohen Lebensstandard, der durch den Hyperkonsum und die industrielle Massenproduktion geschaffen wurde? Wird nun, um der Massenarbeitslosigkeit entgegenzuwirken, alles wieder ineffizienter und Menschen gehen zurück auf die Felder und in die Fabriken? 'Schwingt' alles wieder zurück in die Nähe von 1900? Pendelt es sich um 1950 ein? Fakt ist jedoch: die einmal angewachsene Effizienz der Produktion bleibt ein für alle Mal auf ihrem hohen Niveau – irreversibel. Denn bereits erforschtes technologisches Wissen und bereits angeschaffte Maschinen und Roboter können ja nicht einfach wieder verschwinden. Aber dazu später.
Planet Müllhalde 2050 - die Irgendwasgesellschaft!
Die weltweite Besänftigungsallianz aus konservativen Politikern, Konzernen, Ökonomen und deren Prognosendiagrammzeichner behielt vollkommen Recht. Nichts brach zusammen. Die Eurokrise verpuffte irgendwie, die USA erholten sich irgendwie, China wuchs irgendwie ungehindert weiter und lagerte bereits 2030 viele Industriejobs nach Brasilien und Afrika aus, dessen Einzelstaaten gerade mehrheitlich irgendwie ein Wachstum von 20-30% verzeichnen. Weil in China jetzt auch mächtig Transportiert, konsumiert, entsorgt und "gedienstleistet" werden muss, weil dort ansonsten Arbeitsplätze verschwinden und die Binnenwirtschaft kollabieren würde. Der Weltweite Verkehr wurde zudem elektrifiziert, 100% erneuerbare Energien im Strom-Mix erreicht, man baute solarbetriebene Wasserentsalzungsanlagen und Pipelines an Afrikas Küste, die nun aus der Sahara eine Kornkammer machen für die asiatische Fleischindustrie und natürlich die Bioplastikhersteller, weil es für Plastik ja nicht mehr genug Erdöl gibt. Vieles ist anders, aber alles geht weiter voran. Wie auch bei der Strukturwandlung von der Agrar- zur Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft und nun in die... die Irgendwasgesellschaft?
Der wirkliche Name der neuen Gesellschaft müsste sich aus einem noch unbekannten vierten Sektor der Erwerbsarbeit ableiten, dessen Existenz ich mir gerade nicht so wirklich vorstellen kann. Ich sehe aus der Wirtschaftsgeschichte keinerlei Referenz dafür. Man sagt der vierte Sektor sei die Informationsgesellschaft aber die Erschaffung von nicht greifbaren Informationen deren Verarbeitung u. o. Vermittlung – oder was man sonst so damit macht – ist ja nichts weiter als eine Tätigkeit innerhalb des bekannten Dienstleistungssektors selbst. Was wären das dann für Beschäftigungsarten, der der Hauptanteil der Bevölkerung nachginge, mit denen sie all das Geld verdienten für den ganzen zwangsweise erheblich gesteigerten weltweiten Hyperkonsum. Da ja eben im ersten, zweiten und dritten Sektor immer zwangsweise kaum noch Menschen benötigt würden, um die Bedürfnisse ebendieser zu befriedigen.
Natürlich ist das Szenario 2050 auf Planet Müllhalde eher zynisch gemeint. Die meisten die das hier lesen, sind hier sicher öfter und wissen darum dass das jetzige System, das ich bis weit nach 2050 weitergesponnen hab, sehr wahrscheinlich vor 2030 zusammenbricht.
Trotzdem muss ich mir die Frage stellen, wie es sich in einem zukünftigen Wirtschaftsmodell lebt, denn die meisten heute Lebenden werden sicher dessen Aufkommen miterleben…
Es deprimiert mich zu tiefst, dass es so kommen könnte, dass ich oder meine nie geborenen Kinder später nicht Filmemacher, Fotografen, Grafikdesigner, Blumenhändler, Piloten, Programmierer, Architekten, Mechaniker, oder Barkeeper sein werden sondern allesamt arbeitslose Mülltaucher oder selbstversorgende Farmer sind. Oder Drohnen in Fabriken, die Dinge herstellen, die sich nur noch 10% der Bevölkerung leisten kann – welche trotzdem dann ärmer sind, als die heutige deutsche Mittelschicht und auch über eine schlechtere medizinische Versorgung verfügen.
Wird also alles wieder so sein wie 1813? Genau so hart? Genau so kräftezehrend? genau so zermürbend, schmutzig und gefährlich? Wenn ja, müsste es auch so bleiben. Denn es würde jeglicher technischer Fortschritt und dessen Nutzung um des Menschen Arbeit zu erleichtern, das gleiche Hypersystem wieder in Gang setzen, was dann im 22. Jhd. in einem großen Knall SCHON WIEDER zusammenfällt?!
Weil wir den Erdöl-Joker allerdings beim ersten Durchgang geopfert haben, wird der mögliche zweite viel langsamer gehen. Da die Bibliotheken aber vollgestopft mit technischem Wissen sind, das wir dann nicht mehr aufwändig erforschen müssen, hmmm... ich schweife ab. Ich sage mal, es bleibt bei diesem einen Versuch.
Oder kann es einen goldenen Mittelweg geben? Ohne Wachstum, ohne harte selbstversorgende Schwerarbeit? Ohne staatlich geregelte Ineffizienz zur Arbeitserhaltung bei schwindenden Ressourcen? Auch ohne effizienzbedingte Überflussproduktion, um Jobs und damit Einkommen zu erhalten um die Marktwirtschaft zu erhalten? So lange es die klassische Marktwirtschaft und so lange es Geld und damit das Finanzsystem gibt - Ganz sicher nicht.
Da geht mir doch eine LED auf - oder ein Streichholz?
Bei all diesen verwirrenden Theorien von mir und anderen großhirnverschleißenden Träumern um etliche neue mögliche Systeme und Wirtschaftsweisen, finden sich drei Konstanten fast immer mit dabei, die an all dem Wachstum und all dem Scheitern und all den unkontrollierten Kettenreaktionen der Marktes schuld sind:
1.) Arbeit
2.) Geld
3.) Marktwirtschaft
schaffen wir doch mal eine hypothetische Situation in der diese drei Dinge nicht mehr existieren
Ja klar nun spinnt er total! Auch wenn die Stirn nun noch so runzelig ist, es lohnt sich nur einfach darüber nachzudenken - nein es ist nach derzeitigem Stand der Wissenschaft sogar unvermeidbar.
1.) Erwerbsarbeit wird abgeschafft durch vollkommene Automatisierung der Produktion, aller Verwaltung und Logistik des Güterflusses!
Wir wissen bereits, einhergehend mit jeder Effizienz- und damit Produktivitätssteigerung, fällt menschliche Arbeitsleistung zunehmend weg und es muss als Kopensation durch Wachstum und Ineffizienzsteigerung in anderen Bereichen neue Arbeit geschaffen werden - durch teils absurde ökonomische Strategien, wie geplante Obsoleszenz, Einwegprodukte, das vielverhasste massive Aufblasen der staatlichen Verwaltungsapparate und das vielgeliebte Erschaffen von künstlichen Bedürfnissen durch ein allgegenwärtiges Dauerbombardement der Menschen von der Wiege bis zur Bare mit Werbung, die sie nicht nur einfach zum Kaufen animiert, sondern Kaufen und Besitzmehrung als primäre Lebensphilosophie etabliert.
Bei Abschaffung der E. müssen Dinge nicht mehr Überflüssig produziert werden, um schnell verkauft zu werden, sondern um genutzt zu werden - so lange wie möglich. Vor 150 Jahren stellte man auch alles so her, dass es möglichst lange hielt, denn Rohstoffe und Güter waren kostbar (siehe oben 1813). Und das werden sie auch wieder sein - besonders wenn immer mehr Menschen auf einen fairen Anteil ihrer Nutzung einen berechtigten Anspruch erheben werden!
2.) Geld verschwindet, weil dann nichts mehr bezahlt werden muss. Nur beschäftigte Menschen brauchen Geld. Computer, Maschinen, Rohstoffe und Güter nicht!
Wer das Geld versteht und den Grund kennt für 1 Milliarde Hungernde auf einem Planeten mit 7 Milliarden auf dem genug Essen für 12 Milliarden produziert wird und weiß, dass 10% von uns kolossale Verschwendung üben und über 50% auf das Nötigste verzichten, was sie nicht müssten, selbst wenn nur noch ein Drittel der heutigen Gütermenge produziert würde, der weiß auch dass nichts vernünftiger ist, als dieser Schritt.
3.) Marktwirtschaft verschwindet mit dem Wegfall von Geld und Arbiet automatisch!
Marktwirtschaft dient dazu, Bedürfnisse und Angebote zusammenzubringen und Geld zirkulieren zu lassen um mit der Arbeit von Menschen Dinge zu produzieren, die Bedürfnisse befriedigen und diese Dinge gegen Geld zu tauschen. Mit diesem Geld werden in der Praxis fortwährend bessere und neuere Dinge entwickelt und auch beworben. Diese machen alle mehr oder weniger alle die Arbeit von Menschen, die zum Erwerb von Geld nötig ist, effizienter, profitabler oder vernichten sie gar. Und zwar weil in der Marktwirtschaft, jeder der Geld hat, damit frei wirtschaften kann und es in fast immer so vorteilsorientiert, wie möglich einsetzen darf. Das Geld wird zudem erzeugt, durch verzinste Schulden und zwingt die Wirtschaft aus diesen beiden Gründen (Arbeitsvernichtung, Zinsschulden) zu ungehemmten Wachstum bis sie unterm eigenen Geldgewicht zusammenbricht, ihr die nötige Energie, oder das nötige Arbeitsmaterial ausgeht. Effizient aber ineffektiv! Keine Stabilität möglich. Selbst in der Theorie reihen sich nur Aufstieg und Zerfall aneinander! In der Praxis unlogisch und unmenschlich!
Um diese Zick-zack-kurve zu bewahren, um auf deren Spitzen weiter zu reiten bis in die Ewigkeit., würden die Hauptprofiteure des geldbasierten Marktwirtschaftssystems von heute und deren politische Mitstreiter das alles nie kampflos zulassen, ohne dass das bisherige System vollends zusammenbricht oder umgestürzt wird, aber das hatten wir schon...
Wie sähe also so eine zu-schön-um-wahr-zu-sein-Utopie, die auf den ersten Blick wohl keine Probleme hat, genauer aus?
Wir nennen das Ganze mal nach dem Terminus des ökonomischen Strukturwandels:
[b]'Versorgungswirtschaftlich organisierte Freizeitgesellschaft'[/b]
Ausgangslage
Jede handwerkliche sowie niedere geistige Dienstleistung, die komplette Industrie- und Nahrungsproduktion, deren Versorgung mit Rohstoffen, die Koordination des Güterflusses - eben alles was zum Funktionieren keine typisch menschlichen Eigenschaften wie Emotionen und Kreativität erfordert - wird also nun von Computern mittels KI gesteuert, von Robotern betrieben. Wartung und Instandhaltung ebendieser Maschinen ist damit auch automatisiert. Ihre Versorgung mit Arbeitsmaterial und Energie ja ebenso. Ein geschlossener Kreislauf der zwar nicht ohne Einmischung des Menschen, aber vollkommen ohne dessen Arbeitsleistung auskommt. Weil wir unregelmäßig leistungsfähig, langsamer als Maschinen, oft unkonzentriert sind und müde werden, hätte hier der Mensch sogar nur eine störende oder lähmende Funktion.
Nur noch die Interaktion mit dem an sonsten autonomen Wirtschaftsapparat, z.B. im Rahmen der Bedarfsregelung, würde von Menschen ausgeübt werden - allein durch ihr selbstbestimmtes Konsumverhalten.
Im Detail bleiben natürlich weiterhin Gesetzgebung, Gerichtsbarkeit, deren Vollstreckung, Künste und Design, Unterhaltung und alles was sonst menschliche Wärme, emotionales Entscheiden und soziale Kompetenz erwünscht oder zwingend erfordert. Auf freiwilliger Basis kann das durchaus funktionieren, denn man hat ja die Zeit und für jede dieser Tätigkeiten findet sich auch heute immer jemand der dafür auch ohne Profitmotivation Verantwortung übernimmt, es gerne tut oder als seine Berufung sehen könnte. Und viele sind auch heute typische Wunschberufe, die üblicherweise von denen gemacht werden, die diese ohne Eigenmotivation meistens auch nicht erfolgreich verrichten könnten.
Vorteile
Es müsste, wie gesagt, es kein Geld mehr geben, weil niemand bezahlen müsste oder bezahlt werden müsste außer evtl. in Form von Privilegien (Richter Geschworene, Designer, Künstler) Selbstdefinition durch Privateigentum, Profitstreben, konsumgüterbasierte Lifestylekultur wäre gesellschaftlich bedeutungslos, weil es keine Werbung mehr gibt, weil es kein Profitstreben mehr gibt und keine Jobs erhalten werden müssten. Also kein Energie- und resourcenintensiver Drang zur ständigen Erhöhung der Industrieproduktion durch immer neue kurzlebigere und wartungsintensive Konsum- und Verbrauchsgüter Kein idiotisch unbegrenztes Wirtschaftswachstum auf einem begrenzten Planeten. Keine Armut weil es selbst heute keinen Mangel an Nahrung und Gütern gibt, nur da wo es einen grundlosen Mangel an Geld gibt und weil woanders ungeregelte und (wie bereits mehrfach erklärt) 'notwendige' Verschwendung herrscht.
Veränderung für Mensch und Umwelt
Weil ja alles kostenlos zu erhalten wäre müsste evtl. trotz wegfallender Überflussproduktion für Umverteilung und Versorgungsbegrenzung gesorgt werden. Es müsste auch eine gesetzliche Obergrenze für materiellen Wohlstand geben - basiert auf Resourcen, Umweltverträglichkeit und moralisch zumutbaren Wohlstandsunterschieden. Eine Art BGE aus verjährendem und nicht-übertragbarem Quasi-Geld wäre am praktischsten oder wie sagt man – Gehirnkompatibel. Abhängig von einzelnen Faktoren wie Alter und Haushaltskopfzahl. Jeder könnte dabei alles was er braucht konsumieren, könnte sich nicht reichsparen oder damit handeln oder andere Menschen bezahlen. Die Höhe könnte auch abhängig davon sein wie sehr dieser Mensch dem Wohl der Allgemeinheit dient. Ein demokratischer Oscar oder Nobelpreis währen Garanten für eine Erhöhung. Dafür Die Gesamtindustrieproduktion würde höchstwahrscheinlich ohne Wohlstandsobergrenze sinken, da Konsumgüter zu Gebrauchsgütern werden, nicht mehr so kurzlebig sein müssten und niemand mehr aus monetären oder politischen Gründen predigen muss: „Ihr seid nur glücklich wenn ihr, nach Besitzmehrung strebt!“ oder „Ihr müsst die Wirtschaft gesundkaufen!“. Ökologisch verträgliche Produktion wäre möglich, weil an Umweltschutzmaßnahmen nicht gespart werden müsste. Die Weltbevölkerung würde sinken, weil jeder Zugang zu kostenfreier Verhütung hätte und Kinder nicht als lebendige Altersrente missbraucht werden müssten.
Nachteile?
Das haben mir viele gesagt die es offenbar nicht verstanden haben: „keine Freiheit“ – aber haben wir die heute? Und müsste nicht zwischen RICHTIGER und FALSCHER Freiheit unterschieden werden? Und gibt obige Gesellschaftsform dem Menschen nicht mehr (vor allem ECHTE) Freiheit zur individuellen Lebensgestaltung?
Abhängig von Maschinen und Computern? Sind wir auch heute vollkommen und fast niemanden scheint es zu stören. Technisch bedingter Systemzusammenbruch ist mit Peak-Oil & Co heute eine größere Gefahr. Menschen können ihrem Leben nicht mehr durch einen Beruf einen Sinn geben, aber tut das denn heute die Mehrheit eher? Beruf kommt immer noch von Berufung, zu etwas berufen sein – nur wir selber und nicht Wirtschaftslage und Arbeitsmarkt sollte uns das vorschreiben! Nebenbei, wenn das mit der Identifikation der der Sinngebung des Lebens durch Erwerbsarbeit ein psychologisch alternativlos wäre, müsste jeder Rentner oder Arbeitslose depressiv und selbstmordgefährdet sein. Frührente gäbe es dann heut auch nicht.
Eigentlich würde das alles doch gut funktionieren, oder? Definitiv, wenn einige unsere heutige meudalistische Gesellschaft mit ihrem Überfluss-mangel-wachstums-wirtschaftssystem und Geld als politischem Machtinstrument als halbwegs funktionsfähig oder lebensfreundlich zu bezeichnen!!!
Seien wir trotzdem realistisch! Dieses System, wenn es denn funktioniert, könnte irgendwann auch kollabieren. Wie, das entzieht sich meiner Fantasie. Aber eine längere Lebensdauer als die geld- und ölbasierte Nachkriegswachstumsökonomie hätte es sicherlich...
Sicher gibt es auch hier Fragen was dann ist. Ja, auch sicher ein paar Probleme wenn man z.B. nicht Polizist, Lehrer oder Anwalt sein kann, weil es gerade genug gibt. Und Unzufriedenheit und Formen von Mangel. Heute nicht? Eher mehr und eher unzumutbaren Mangel! Wenn du in dieser Gesellschaft leben könntest, wärst du glücklich? Wenn du erfinden willst, tu das. Wie damals die großen Erfinder die selbständig waren, waren und nicht von Konzernen angestellt. Wenn du an Oldtimern rumschrauben möchtest, besorg dir welche es sind genug da auf den Müllbergen und Schrottplätzen. Wenn du schöne Fahrzeuge oder Lampen entwerfen willst zeichne, gestalte sie und lass sie produzieren – in Mengen die sinnvoll sind, die GEWOLLT werden, nicht unter Zahlenzwang produziert und verkauft werden MÜSSEN. Wenn Du erforschen möchtest, forsche, reise, suche, spiele oder schlaf den ganzen Tag! Wenn du Kochen möchtest, koch für dich deine Nachbarn Wenn du Honig machen oder Möbel bauen willst tu es. Genieß die Früchte deiner Hände Arbeit oder verschenk sie, wen du es willst.
Liegt das etwa nicht in unserer Natur? Liegt Shoppen und reich werden wollen in unserer Natur? Eine Arbeitsmaschine sein vielleicht? Oder so vieles andere was wir uns in den letzten Dekaden angewöhnt haben und als normal, richtig und gut empfinden?
Kämpf nicht, wenn du nicht willst. Tu, wozu du dich berufen fühlst, was dich wirklich erfüllt, und dir einen Sinn gibt. Nein, womit DU selbst dir einen Sinn gibst und nicht andere Menschen, denn sie sind nicht du. Tu es nie länger als du willst, oder mehr davon, als du kannst oder willst. Mach nicht weiter, wenn du es nicht mehr kannst oder willst, oder weil andere davon profitieren wollen! Sei frei!
Du kannst sein in dieser Gesellschaft, was du willst. Was du bist! Ein Mensch! Ein Partner, Freund oder Nachbar. Vater, Mutter, Sohn oder Tochter. Sei Schöpfer, Künstler, Koch oder Gärtner. Sei Lehrer, Richter, Pfleger, Betreuer, Forscher, Heiler oder Sportler. Alles für dich allein oder für und mit anderen Bereichere dich, dein Leben, deine Gesellschaft und lass dich von ihnen bereichern. Überlass das Maschinesein endlich den Maschinen! Sei Mensch! Sei frei!
Ja liebe Welt, halte mich und gleichgesinnte Freaks wie Vandana Shiva, Ray Kurzweil, Prof. Nico Peach, Jacque Fresco, Peter Joseph, oder Frederico Pistono – dessen neues Buch Robots Will Steal Your Job, But That's OK unabhängig von meinen Gedanken entstand und seit Oktober 2012 bestellbar ist – für naive, abgehobene Spinner oder Träumer. Und ich bin das mit Stolz! Denn das waren zu ihrer Zeit auch die ersten Menschen, die Gesetze verfassten, um eine Gemeinschaft von Wilden zu ordnen und voranzubringen. Spinner, wie jene, die die ersten unveräußerlichen Bürgerrechte auf Papier schrieben. Und nicht zu vergessen die Wirrköpfen, die sich weniger fundamentale Dinge ausdachten, wie die Trennung von Kirche und Staat, Gleichstellung von Mann und Frau oder das Recht auf Privateigentum. All dies waren Paradigmenwechsel der Vergangenheit, die das Leben der Menschen verbesserten, sie freier und selbstbestimmter als vorher machten und damals selbst in den Ohren des unfreien Pöbels sowie gebildeter Respektspersonen wie gottloser Unfug klangen.


Kommentare (27)
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Eine sehr sehr ähnliche Zukunfzsvision habe ich auch und diese Visionen werden in ca. 5 Jahren für uns auch zu erkennen sein.
Bereits jetzt sind schon die ersten Anfänge im Entstehen.
Aber wie heist es so schön:
Ein Baum der fällt (z.B. Atomenergie, etc.) macht mehr Krach, als ein ganzer Wald der wächst.
Mit dem Wald meine ich eine wachsende Anzahl an Menschen, die genau das wollen, was Du als Zukunftsvision beschreibst. Das Venusprojekt ist Dir bestimmt nicht unbekannt.
Aber zuerst werden noch einige Bäume mit sehr lautem Krachen und einigen starken Nachwirkungen zu Grunde gehen. Meiner persönlichen Meinung nach wird unser Geldsystem ca. im Juni diesen Jahres komplett und Endgültig zu ende gehen. Danach wird sich nur wieder ein zinsloses Geldsystem etablieren, das aber auch nur für eine Übergangszeit.
Vielleicht bin ich jetzt der naive träumerische Spinner für andere Menschen?!
Ist mir aber völlig egal. Ich gehe gemeinsam mit einigen Freunden in die Zukunft, die hier beschrieben wird.
Da gibt es z.B. die Picker, die durch die Strassen mit Großregalen laufen und die Bestellungen zusammen sammeln.
Der Job ist der reine Wahnsinn:
- ca. 20 km täglich Fußmarsch
- ständiger Rechtfertigungsdruck über die Anzahl der gesammelten Produkte
- nicht ganz ungefährlich, weil man im schnellen Tempo mit vollen Händen Treppen (schmal, ehr wie Leitern) rauf und runter geht, um an die oberen Fächer in den Hochregalen zu kommen
- Verlassen des Lagers (z.B. um sich was zu Trinken zu holen) nur nach Laibesvisitation und unter Aufschreiben des Namens, damit man sieht, wer wie oft seinen Arbeitsplatz verläßt
- Arbeit mit dem Handscanner, der ebenfalls ein Protokoll erzeugt, so daß man in Erklärungsnot gerät, wenn mal 10 min. keine Bewegung ersichtlich ist.
- Lohn bei Vollzeit ca. 900€, also unter dem, was heute morgen im Radio als Schwelle zur Armut genannt wurde (für Alleinstehende)
Wenn diese schöne neue Welt schon in den Startlöchern sitzt, warum baut dann Amazon kein Logistiklager, das ohne menschl. Maschinen funktioniert?
@Uwe, für mein Verständnis und um meiner Phantasie etwas auf die Sprünge zu helfen:
Was heißt das konkret, Du gehst mit einigen Freunden in die beschriebene Zukuft?
Um ehrlich zu sein, ist das für mich noch nicht wirklich nachvollziehbar, daß diese Schöne Neue Welt menschengerechter sein wird, als die heutige.
(sind jetzt eher spirituelle Erfahrungen)
Konkret heist es, das wir unser berufliches Leben umgestalten.
Durch unsere Sichtweise haben wir einen anderen Blick (liebevolleren) auf unsere Mitmenschen, die so viele "Fehler" machen und denken.
Konkret heist auch unserem Herzen und unserem Verstand zu folgen.
Ganz aktuell schaffen wir uns eine Basis unsere eigenen Lebensmittel zu produzieren. Wenn wir unsere ersten Fehler gemacht haben und daraus gelernt haben, werden wir eine Kooperative gründen, die dann Stück für Stück ausgebaut wird. Zu den biologischen Lebensmitteln werden dann selbstgemachte Kleidung und evtl. auch wünderschöne selbstgemalte Bilder dazu kommen. Desweiteren wollen wir dann noch einen "Gesundheits- und Entwicklungsservice" (3 in 1 Kinesiologie, walking in your shoes, Lebensmeditation (bisher bekannt unter dem Namen Sterbemeditation) und Reiki) mit anbieten.
Die schöne neue Welt wird nicht an einem Tag entstehen und auch nicht in 7 Tagen!
Bedenke aber, das es für jede Herausforderung, die uns heute sehr bedrohen und auch für jede unmemschliche Lebenssituation es schon heute schon mehrere Lösungen gibt, die uns erlauben alles anders zu machen. Wir müssen es lediglich wollen und umsetzen.
Der Übergang wird aber noch mit Schmerzen verbunden sein!
Z.T. mache ich das ja auch schon so, z.B. mit den Lebensmitteln selbst anbauen ect.
Und Kooperativen sind sicher sinnvoll, in der Gruppe geht Vieles leichter.
Mir fehlt noch der Brückenschlag zu der oben beschrieben Maschinen-Welt.
Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?
Du meinst, für die Selbstmach-Dinge bleibt dann überhaupt erst die Zeit, wenn die Maschinen unsere jetzige Arbeit übernommen haben?
Für mich sind das zwei unterschiedliche Themen.
Ich mache jetzt schon sehr weitgehend das, was ich wirklich will - beruflich und privat.
Da möchte ich nicht drauf warten, ob diese Maschinenwelt wirklich die oben beschriebenen Hoffnungen erfüllt.
Um ehrlich zu sein:
Ich glaube nicht, daß sich diese Hoffnungen erfüllen, wenn wir heute zulassen, daß ein paar wenige Firmen in Monopolstellung das gesamte Kapital anhäufen.
Die werden dann auch diese Maschinenwelt gestalten - zum eigenen Vorteil.
Und wir lassen es zu, etwas anderes kann ich momentan nicht erkennen.
Da fehlt mir ganz und gar der liebevolle Blick...
Was meinst du konkret mit "menschengerechter" Was ist für dich in dem Zusammenhang ein Mensch und wäre dann artgerecht?
Evolutionsbiologisch gesehen ist zur Zeit Somalia (!) die menschengerechteste Gesellachaft die ich kenne: keine Regeln, keine Gesetze, keine Gerichte, kein Sozialsystem, das Recht des Stärkeren, das mit roher Gewalt durchgesetzt wird. Oder die USA: zivilisiert angehauchter und religiös gestützter Sozialdarwinismus, in dem Egoismus und Profitmotivation Tugenden sind.
Je nachdem ob wir - und wir sind schon lange fähig zu wählen - lieber ein gieriges egoistisches Raubtier oder ein zivilisiertes emphatisches Wesen, ein unabhängiges Individum oder ein Teil eines festen Kollektivs sein wollen, gibt es viele Vorstellungen von dem was in einer Gesellschaft als menschengerecht gilt. IMHO das was wir heute haben, ist mehr ein Dschungel als eine Hochkultur.
Unsere heutige Gesellschaft zwingt uns (und verlockt uns auch) gerade immer öfter zum Tiersein. Je mehr Mangel u.o. Wünsche wachsen, desto gieriger und egoistischer müssen wir sein um uns anzupassen.
"Ich mache jetzt schon sehr weitgehend das, was ich wirklich will - beruflich und privat." Ich auch aber sehr viele in D. - Tendenz steigend - haben eben nicht diese Wahlfreiheit aufgrund Arbeitsmarktsituation, Geldmangel, Bildungsnotstand, Globalisierung etc.
Eine vollautomatisierte Wirtschaft unter der Herrschaft einiger Unternehmen und Banken wäre undenkbar schlimm - aber gar nicht möglich da es ja ohne Erwerbsarbeit die es ja dann nicht mehr geben könnte kein Geld gibt und somit keine Kunden und damit keinen Profit mehr gibt. Mit was könnte man die Menschen dann locken, ausbeuten oder für was bezahlen bezahlen?
In einer geldbasierten Marktwirtsachaft ist mehr Automatisierung aus Profitgründen daher nur soweit möglich, wie es durch NOCH mehr Wachstum Platz für neue Jobs und damit bleibendes Einkommen gibt. Lies dazu nochmal den Absatz "An die Einkaufswägen, fertig, los!" Das geht schon heute aus Geld- sowie Resourcengründen heute kaum mehr. Wir sind nämlich schon in einer Effizienzsackgasse: Für Deutschlands W.wachstum können wir nur noch entweder mehr kaufen oder mehr exportieren beides ist am Limit. Mehr Automatisierung im jetzigen System würde nur noch Verfall bringen. Und das ist potentiell gut denn dann können die Karten neu gemischt werden.
@Uwe Stimmt leider. Je unzufriedener und enttäuschter die Menschen von den Versprechungen des derzeitigen Systems werden, desto eher suchen und diskutieren sie nach Antworten und Lösungen und je schmerzhafter der Kollaps - entweder durch Reform oder durch Verweilen auf dem Status Quo - umso fundamentaler und radikaler könnten die Wünsche nach Wandel werden. Dank der neuen Kommunikationsmethoden erwarte ich da auch regere und fruchtbarere und global synchronere Diskussionen als jemals zuvor in der Geschichte. Und da ich Ende 20 bin hab ich den schwarzesten Peter
Eine Zinsloses Bankwesen, ja (gibts sogar zT schon bei Banken unter der Scharia, aber schlecht umgesetzt) das währ dann die Light-Version. Damit das aber Sinn macht müsste neben der Wiedereinführung des Goldstandards das BW auch am anderen Ende renditenlos sein. Demnach dürfte es keinen Finanzmarkt geben, der Unternehmen durch Kurssteigerungswahn zum Wachsen zwingt - und das währe dann gar nicht mehr so light ^^
@Beide Zur Selbstmacherei und zum Brückenschlag: Tja Menschen sind nun mal verschieden befähigt und haben verschiedene Vorlieben und Interessen. Ich hab zB null Bock, meine eigenen Kleider zu nähen oder mein eigenes Essen anzubauen. Wenn es Menschen gibt, die das von sich aus gern tun, besser können und tauschen/verschenken, oder Maschinen, die dafür gemacht worden sind, finde ich das bezogen auf mich Zeitverschwendung. In der obigen Gesellschaft kannst du entweder durch das Quasi-BGE alles beziehen was du brauchst oder auch vieles selber machen oder von Menschen bekommen die anderes selbermachen. Und Menshcen die die Früchte menschlicher Arbeit neben der industriellen zB besonders wertschätzen wären immer begeistert davon. Das Währe Lebens- und Bedürfniserfüllung - wie heute in der Wirtschaft (aber nur im Idealfall) nur hier eben ohne Geld und Zwang. Auf rein freiwilliger menschlicher und menschenwürdiger Basis. Du hast die freie Wahl zur eigenen Lebensgestaltung nur darauf kommts dann noch an.
Knapp auf den Punkt gebracht wäre das eine Arbeitswelt, in der man auch mal bieseln gehen kann, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.
Ich wohne in einem Dorf, wo ein Großteil der arbeitsfähigen Bevölkerung seit Jahrzehnten im Nachbarort in einer Fabrik am Fließband arbeitet. (ehemals Höchst).
Mein Vermieter und seine Lebensgefährtin haben 40 Jahre dort verbracht und erzählen mir immer wieder, wie sich die Arbeitsbedingungen dort im Laufe der Jahre verändert haben.
Klar, es liegt nahe, das die das auch unter dem Gesichtspunkt "Früher war alles besser" etwas übertrieben darstellen.
Aber die Fakten sind die, daß im Laufe der Zeit immer weniger Arbeiter die gleiche Arbeit machen. Es wurden Zeitarbeiter eingestellt, die häufig wechseln, Akkordzulagen wurden gestrichen, bzw. die Akkord-Zahlen hochgesetzt.
Der Druck zwischen den Kollegen (vor allem zwischen festen und Zeitarbeitern) wurde immer größer und gezielt ausgenutzt, um die Durchsatzzahlen zu erhöhen.
Weil wenn mein Kollege pinkeln geht, dann fehlt das an meiner Akkordzulage.
Ich verstehe schon Deine Vision von einer Welt in der keiner mehr am Band stehen muß, weil die Maschinen alles tun.
Das erscheint mir aber bei allem, was ich über Maschinen und Computer weiß, nicht möglich.
Ich arbeite seit 12 Jahren in der Computerbranche, Schwerpunkt Internet und kenne viele Händler, die einen Online-Shop betreiben.
Die meisten sind mit dem Gedanken eingestiegen, der Shop bedient 24 Stunden lang meine Kunden, ich kann derweil was anderes tun.
Die Praxis sieht aber so aus, daß die Kunden nun erwarten, 24 Stunden lang beraten zu werden und vor allem innerhalb von einem Tag beliefert zu werden.
Vor allem die kleineren Händler leiden ganz furchbar unter dieser Anspruchshaltung, die es früher nicht gab.
Die können nur die Großen in der Branche erfüllen.
Noch mal zurückommen auf menschengerecht:
Ich meine damit einen Rhythmus, bei dem ich nicht immer mit muß.
Ich wollte das nicht abgegrenzt sehen gegenüber Tieren, keinesfalls.
Ich habe keinerlei Problem damit, meinen Lebensrhytmus, diese Abwechslung zwischen Arbeiten, Schlafen, Essen, Spielen (im weiten Sinne) an den Rhythmus meiner Katzen anzupassen. Ich wollte das abgrenzen gegen "maschinengerecht".
Maschinengerecht ist, daß es ohne Punkt und Komma im immer gleichen Tempo voran geht, möglichst ohne Pausen.
Eine Maschine wird nicht krank, wenn sie sich überarbeitet. Eine Maschine geht kaputt, wird repariert oder ausgemustert. Bei Amazon im Lager wurden vor Weihnachten ein Vielfaches an Leuten mehr angestellt und die wurden durchgeheizt.
Wer in den Wochen Anzeichen gezeigt hat, "kaputt" zu gehen, der wurde ausgemustert und nur die Harten kommen in den Amazon-Garten mit Vertragsverlängerung.
Versteht mich nicht falsch.
Ich bin nicht so technikfeindlich, wie ich mich manchmal anhöre.
Ich bin faul und lasse gerne meinen Rechner arbeiten, während ich im Garten liege.
Aber ich sehe nicht, daß Maschinen a l l e Arbeit abnehmen, ich sehe nicht, daß dieser Prozess der Automatisierung a l l e n Menschen zu Gute kommt.
Uwe schrieb weiter unten:
"Die Maschinen und Automaten befreien uns von der Arbeit und wir können uns wichtigen Dingen, wie der Bildung hingeben, oder dem Reisen um unseren Horizont zu erweitern. "
Da schwingt für mich sowas mit, wie "Wenn erst mal Maschinen uns von der Arbeit befreien...dann können wir uns mit wichtigeren Dingen beschäftigen".
Mir ist es sehr wichtig, daß niemand den Satz in diesem Sinne versteht.
Du, Uwe hast ihn sicher nicht so verstanden, weil offensichtlich hast Du Dich ja längst in Bewegung gesetzt.
@greenwocky "haben eben nicht diese Wahlfreiheit aufgrund Arbeitsmarktsituation, Geldmangel, Bildungsnotstand, Globalisierung"
Das stimmt auf der einen Seite, auf der anderen auch wieder nicht.
Auch ich unterliege diesen Sachzwängen und zahle meinen Preis dafür, daß ich mich nicht so gerne einfüge in die gegebene Arbeitsmarktsituation ect.
Schon klar, daß Glück auch dabei ist und meine Fortbildung im Computerbereich vor 12 Jahren mehr Freiheit gibt, als ich vorher gehabt hätte.
Es ist eine Frage der Wertigkeit und jeder bei uns hat eine gewissen Wahlfreiheit.
Noch haben wir diese Wahlfreiheit, weil wir in einer Demokratie leben.
Da sollten wir gut drauf aufpassen, daß es auch so bleibt und j e t z t wählen, wie wir leben wollen.
Nicht warten, bis die Schöne Neue Welt kommt -ohne Geld und mit mehr Liebe- oder wie auch immer.
Entweder schaffen wir eine gerechtere Welt, dann geht das auch jetzt -mit Geld und ohne Vollautomatisierung- oder es wird auch in der Automatisierten Welt nur wenige Profiteure geben.
Du und ich und Uwe und noch ein paar andere, die ich kenne werden nicht dazugehören, weil wir vermutlich nicht skrupellos genug sind.
Maschinen und Automaten nehmen uns Menschen immer mehr die Arbeit ab, auch heute schon, gestern eigentlich auch schon.
z.B.
"Gestern" Trecker und Mähdrescher, sie ersetzten zig 1000de Feldarbeitsstunden.
"Heute" ersetzen Roboter giftige und gefährliche Arbeiten z.B. in der Automobilherstellung. Oder der Computer, wie hat der die Verwaltungsarbeiten in den Büros verändert.
"Morgen" werden Maschinen und Automaten uns weitere Arbeiten abnehmen, das können wir uns heute noch garnicht vorstellen.
Die Maschinen und Automaten befreien uns von der Arbeit und wir können uns wichtigen Dingen, wie der Bildung hingeben, oder dem Reisen um unseren Horizont zu erweitern. Jeder Mensch kann dann seinem Wesen entsprechen arbeiten, weil er/sie es wollen, aber nicht müssen.
Der entscheidene Faktor sind wir Menschen!
Unser Bewußtsein ist der Schlüssel zu allen unseren Problemen. Alles Andere sind nur Symtome.
Eine "Lebensmeditation" kann da z.B. sehr viel bewirken. Auch kommen immer mehr Menschen mit der Spiritualität (nicht zu verwechseln mit der sogenannten Kirche, das sind Machtmenschen). in Berührung.
Die vielen Ungerechtigkeiten in der Welt, werden wir Menschen uns nicht weiter gefallen lassen. Siehe den arabischen Frühling, oder die weltweite Occupeybewegung. Durch die neuen Medien stehen uns heute Informationen zur Verfügung, die Lösungen aufzeigen und vielen Menschen zeigen, das sie nicht alleine mit ihren Gedanken sind.
Die Globalplayer haben ja letztendlich das ganze Geld von der Bevölkerung. Und immer mehr Menschen geben diesen Menschen Ihr Geld nicht mehr. Genauso verhält es sich auch mit der Macht. Gadaffi und Konsorten hatten doch nur ihre Macht durch andere Menschen erhalten. Wenn die nicht mehr wollen, dann sterben die Despoten. Natürlich werden sich die alten Herrscher und alten Systeme nicht sofort in Luft auflösen und andere Menschen (flasche neue Führer) werden versuchen die Situation aus zu nutzen, aber das Grundgefühl, der Grundgedanke wird sich durchsetzen!
Zu viele Menschen sind im Aufbruch, das kann niemand mehr stoppen oder verhindern, man kann es lediglich verzörgern (was auch versucht und getan wird).
"Die Maschinen und Automaten befreien uns von der Arbeit und wir können uns wichtigen Dingen, wie der Bildung hingeben, oder dem Reisen um unseren Horizont zu erweitern."
Obwohl der Prozess, daß Maschinen unsere Arbeit übernehmen, schon seit Jahren im Gange ist, ist unsere Freiheit eher geschrumpft.
Bildung wurde weniger, Lohn wurde weniger (bei mehr Arbeit) und von Reisen können viele Menschen nur träumen.
Warum sollten die Lebensvershältnisse sich in der Zukunft durch die Automatisierung verbessern?
Die werden sich nur verbessern, wenn wir uns massiv dafür einsetzen.
Und hier sind wir vermutlich wieder d'accord.
Darum der FDP Wahlspruch "Leistung muss sich wieder lohnen" sagt es genau - UNSERE Leistung muss sich für SIE lohnen. Löhne schrumpfen und Arbeit wächst weil menschl Arbeit für unternehmen immer profitabler werden muss. Weil wir alle immer noch als benachteiligte in dieser Profitsteigerungs- und Wachstumsmaschinierie drin sind die von den Wirtschaftseliten ausgehen.
Wir müssen daher einen totalen Bruch machen mit dem jetzigen Wirtscaftsmodell damit Autom. für die Menschheit von Vorteil ist und auch mehr statt weniger Freiheit bringt. Eben weil kein geldbedingter Mangel mehr herrschen würde und notwendigkeit für Geld zu arbeiten. Arbeit die es dann sowieso nciht mehr geben kann weil fast alles von Maschinen erledigt wird - der Kreis schließt sich wieder.
Nicht die Maschinen und Automaten werden unser Leben verbessern, sondern einzig und alleine nur wir Menschen werden das tun.
Die Maschinen und Automaten sind nichts weiter als Werkzeuge.
Da gehen wir d'accor.
Aber massiv muss ich mich nicht dafür einsetzen, ich muss nicht massiv andere Menschen überzeugen, das wird von alleine passieren.
Wenn Du möchtest, das Menschen ein Boot bauen, dann zeige Ihnen die schönen fernen Länder voller Sonnenschein.
Ich mache es einfach selbst und zeige damit einen leichten gangbaren Weg auf, der obendrein noch Spaß macht. Wir Menschen sind Herdentiere, Einer geht vorweg und Andere werden folgen.
Und es gehen schon sehr viele vorweg!
TT-Bewegung, Biohöfe, Occupey-Bewegung, etc., etc., etc. und natürlich auch hier diese Plattform trägt zum Ganzen bei.
Nein, andere überzeugen will ich auch nicht.
Aber klarstellen, daß ich gewisse Dinge nicht mitmachen möchte, mich sträuben gegen diese Arbeitsbedingungen, die ich o.g. habe.
Damit meine ich z.B., daß ich gewisse Firmen weitgehend boykottiere, die sich gerade eine sehr große Machtposition verschaffen.
Weil in diesem Punkt sind wir wieder unterschiedlicher Meinung.
Ich glaube nicht, daß eine gerechtere Welt von alleine entsteht.
Aber egal...das sind Glaubensfragen, da muß jeder persönlich mit umgehen und in die Zukunft blicken können wir nicht.
Schaun wir ma was so passiert und machen derweil unser Ding, jeder an seinem Platz.
Das Tamera Manifest
Für eine neue Generation auf dem Planeten Erde
http://www.tamera.org/manifesto/index_de.html
Dieser Text spiegelt meine persönlichen Gedanken wieder.
Das alte System durch ein Neues ersetzen? Wenn Mensch nicht bereit ist für den Neuanfang, woher soll das neue System kommen, ist ja schließlich kein evolutions Zwang.
Und meine alte Rede. Solange wir unsere heranwachsende Jugen durch Pisa, Bologna und Zentralabi jagen sehe ich da wenig Licht am Horizont. Wodurch soll der heranwachsende Mensch lernen sich mit der Welt zu verbinden um verantwortungsvoll mit ihr umgehen zu können.
Ja es gibt einige honorige Bildungswissenschaftler, die einiges über Bildung und Erziehung zu berichten wissen, aber auf die hört momentan kein Mensch, alles muss der Wirtschaft und dem bestehenden System untergeordnet werden. Geht man an die Front (tiefste Provinz) so erlebt man Dinge im Bereich der Erziehung, die man sich in den kühnsten Träumen nicht vorstellen kann.
Natürlich gibt es bereits Menschen, die vieleicht nicht verdorben durch das gängige Schulsystem bereits ihre Flügel aufspannen um flügge zu werden, aber reicht das für einen nachhaltigen Systemwechsel. Sicher sind wahrscheinlich 90 % blöckende Schafe die allem hinterherrennen was sich bewegt aber sind die anderen 10 % bereits im Stande diesen Systemwechsel zu vollziehen?
Adorno schrieb noch die "Theorie der Halbbildung "
Lismann schreibt die "Theorie der Unbildung ,die Irrtümer der Wissengsellschaft"
Ein tramatisches Zeitzeugniss wie weit der Karren bereits im Dreck feststeckt.
meißtens passierte m.E. Letzteres, da aber seit 100 Jahren Resourcen und Energie von Größerer bedeutung sind und deren Versiegen auch ein vitales System killen würden, könnte es auch diesmal Ersteres sein.
Präziser, habich mal woanders gepostet:
Szenario 1: (realistisch) Das Schiff sinkt,weil wir an Bord und auf Kurs bleiben! Wir werden mit der Zeit viel ärmer sein als heute weil fossile Energieträger und Rohstoffe (aus denen ja alles kaufbare besteht) so teuer werden dass eine Dauerrezession kommt, weil beides knapper wird. Steuern gehen rauf weil die Regierung noch mehr Klebstoff und Tesafilm kauft für Finanzmarkt und hochgezüchtete Konsumkultur. Sozial-beiträge gehen rauf, weil es mehr mehr Arbeitslose und Rentner im Vergleich zu Arbeitenden gibt KV-beiträge gehen rauf weil und die Menschen wegen Umweltverschmutzung und Überarbeitung kränker werden und ungesünder leben, weil gesundes Essen immer teurer wird, weil wir weniger Geld haben weil.... und da ist die Teufelsspirale, die zur Lämung der Wirtschaft immer höherer Arbeitslosigkeit und damit Armut und Staatsverschuldung bis zur Zahlungsunfähigkeit führt, und dann zum Umsturtz des politischen und wirtschaftl. Etablishements führt - und wieder bricht alles zusammen!
Szenario 2 (unrealistisch) die Mehrheit wacht vor der Zeit auf auf, wir sehen globalisierte Welt, Menschheit, Wirtschaft, und Ökosystem als Ganzes, werden uns unserer globalen Unverantwortlichkeit bewusst und kaufen dann nur noch Fair Trade und umweltbewusst ein, schränken Konsum ein geben mehr geld für wniger aus, das länger hält. Das führt zum Rückgang von Produktion und Konsum und damit der Wirtschaft, wieder Arbeitslosigkiet, Staatsverschuldung, Zahlungsunfähigkeit, Armut - alles bricht zusammen! Die Titanic sinkt WEIL wir sie verlassen und reißt die Rettungsbote in die Tiefe!
Da aber hier schon Aufbruchstimmung herrschen würde und wir auf dem Weg währen in ein neues System das wir und es dann schon besser vorstellen könnten sind und uns neu eingestellt haben scheint das nicht so schlimm da du selber ja schon über ein Modell verminderter Nahrungsproduktion geschrieben hast das sogar mehr Jobs schafft
Aber für beide Fälle braucht es eine gesunde Bildungskultur und die wurde bis heut so weit runtergewirtschaftet, so dass es allen Leuten richtig dreckig gehen muss bis man hinterfragt, ob das alles noch so gut für selbst uns ist.
Dann wirds wieder diese Schafherden geben die einige Führer haben werden, wie Robespierre und Hitler, denen stabile Demokratie Rechtstaat und Bildung nicht mehr die Tour vermasseln, aber auch Mandelas Havels und Obamas (denen eine sattelfeste Elite nicht mehr die Tour vermasseln kann)!
Aber ich glaube der Geburtsort für neue Lebens- und Denkweisen ist eher die Stadt als die Provinz. Hier in der Provoinz bei mir gibt es keine Front, man sieht zwar viele Gemüsegärten, trotzdem beherrschen PKW-gesäumte Rollrasenfestungskolonien, Discounterarmeen und CDU-Wahlplakate das Landschaftsbild. Jeder hat seinen eigenen Rasenmäher und kaum einer teilt mit seinen Nachbarn irgendwas. Das Zusammenleben in Städte ist da vitaler, vernetzter, und es gibt viel mehr Aufbruchsstimmung Ich sehe nämlich duch Freunde und Job immer mal beide Welten.
Hat berufsbedingt kein Sozialleben mehr, opfert die letzte Freizeit heilewelt-TV-sendungen wie Traumschiff, Pilcher-Romanen, Reich+schön und Star Trek, hat nicht den Hauch eines Lösungsansatzes und keinen blassen Schimmer, was wir nach einer Öl- oder Währungskrise machen, die sie selbst auch für realistisch hält!
Trotzdem hält sie ausgereichnet MICH für verrückt und ich solle mir (wörtlich) "solange ich keine Lösung habe, aufhören Gedanken zu machen"
musste ich kurz loswerden...
Ja manchmal verzweifele ich fast an solchen Zuständen, aber zum Glück kenne ich mehr Menschen die mit offenen Augen, offenen Ohren und einem offenen Bewußtsein durch das Leben geht.
Aber das willst Du ja sicher für Dich behalten. ;-)
Ich schaue mir das immer etwas genauer an, wie die Leute ticken, die so reagieren.
(Ich kenne das ja auch zu gut im Verwandtenkreis).
Oft stelle ich dann fest, daß diese Menschen unterm Strich recht zufrieden sind mit ihrem Leben und innerhalb ihrer Bequemlichkeits-Zone.
Schwer dagegen anzureden...
Selbstmord? Du bist hier, weil Du noch was zu erledigen hast!
Du machts es Dir ja einfach!!
La, la, habibi ! Würden jetzt die Araber sagen. Nein, nein mein Schatz (oder Liebling).
So einfach kommst Du mir nicht davon !!
Aufgeben? Niemals!!
Alle Wege führen zum Ziel. Und das Ziel ist bedingungslose Liebe.
Bist Du da schon angekommen ??
Wie schön dass es Glückshormone gibt und deren Ausschüttung auch drogenlos so einfach zu bewerkstelligen ist ^^
Wenn die Probleme nicht gelöst sind ist der Ort egal an dem man sich befindest. Die Probleme haben die unangenehme Eigenschaft einfach mit zu gehen und wollen gelöst werden. Das wir genug Probleme haben steht ja wohl außer Frage und da ist jeder gefragt der sie anzupacken versteht. Weglaufen ist eine Möglichkeit, aber will man immer auf der Flucht sein ?
Es ist lediglich eine von mehreen Lösungen.
Gut, besser, oder schlecht?!!
Drücken will ich mich jedenfalls nicht, denn den Großteil meines Lebens war ich ja bequemlichkeitsbedingt Teil der Probleme, das wäre fies. ;)