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Hessnatur kämpft gegen Heuschrecke
Der im Rüstungsgeschäft tätige Finanzinvestor Carlyle will sich den Öko-Textilien-Versender einverleiben
Frank-Thomas Wenzel
BERLIN. Beim Öko-Textilien-Versender Hessnatur geht die Angst um - vor einem Verkauf an den US-Finanzinvestor Carlyle. Geschäftsführung und Betriebsrat sehen die Zukunft des Unternehmens in Gefahr. Die Befürchtung: Kunden könnten dann Hessnatur boykottieren, da Carlyle in der Rüstungsbranche engagiert ist.
Dabei schien die Sache längst vom Tisch zu sein. Hessnatur gehörte einst zur Spezialversand-Sparte (PSG) des untergegangenen Arcandor-Konzerns. Carlyle wurde damals schon Interesse an der Öko-Firma nachgesagt. Ende November wurden aber nur sechs Schwesterunternehmen um das Umstandsmode-Versandhaus Baby Walz für rund 500 Millionen Euro veräußert. Verkäufer war der Karstadt-Quelle-Mitarbeiter-Trust (KQMT), der an etwa 50000 frühere Beschäftigte von Karstadt und Quelle Betriebsrenten zahlt. Die Spezialversender waren in den Wirren um die Pleite der Konzernmutter Arcandor an den Pensionsfonds gefallen.
Unrühmlicher Präzedenzfall
Nach der Transaktion sah es zunächst so aus, als hätten die Amerikaner keinerlei Interesse mehr an Hessnatur. Doch nun sind sie wieder im Rennen. Allerdings sträubt sich das Management des Unternehmens aus dem hessischen Butzbach gegen den Verkauf. KQMT soll dem Vernehmen nach deshalb nun versuchen, die Hess-Geschäftsführung schon in den nächsten Tagen vor die Tür zu setzen, um eine neue Führungsmannschaft zu installieren, damit ein Verkauf an Carlyle doch noch unter Dach und Fach gebracht werden kann.
"Zu solchen Spekulationen äußern wir uns nicht", sagte KQMT-Vorstand Detlev Haselmann. Es gebe eine Reihe von Interessanten, dazu zählten nicht nur Finanz-, sondern auch strategische Investoren. "Auch Carlyle gehört dazu." Es werde aber keine "kurzfristige" Entscheidung über den künftigen Eigner geben. Eine Carlyle-Sprecherin sagte: "Solche Vorgänge kommentieren wird nicht."
Auch Hessnatur-Geschäftsführer Wolf Lüdge will sich zu Personalfragen nicht äußern. Aus seinen Bedenken gegen Carlyle macht er allerdings keinen Hehl: "Hessnatur, groß geworden mit der Friedens- und Umweltbewegung in Deutschland, kann nicht von einem Finanzinvestor übernommen werden, der gleichzeitig in der Rüstungsindustrie aktiv ist." Eine Eigentümerschaft von Carlyle würde "den Kern der Marke und die Community von Hessnatur zerstören."
Auch Betriebsratschef Walter Strasheim-Weitz warnt, da das Unternehmen "womöglich schon nach kurzer Zeit 30 Prozent weniger Mitarbeiter haben könnte. Er befürchtet, dass nach einer Übernahme durch Carlyle die Umsätze augenblicklich wegbrechen, weil sich viele Kunden abwenden. "Die beiden Unternehmen passen so gut zusammen wie der Teufel und das Weihwasser", sagt Strasheim-Weitz.
Er erinnert an den Fall Basic: Vor gut drei Jahren stieg bei dem Biomarktbetreiber der Discounter Lidl ein. Kunden und Lieferanten boykottierten daraufhin das Unternehmen. Basic kaufte schließlich die Anteile zurück. Strasheim-Weitz: "Basic hat lange gebraucht, um das Vertrauen der Kunden wieder zu gewinnen. Dasselbe würde Hessnatur passieren." Die Basic-Proteste wurden maßgeblich von den Globalisierungsgegnern Attac organisiert. Auch bei Hess will sich Attac einmischen. "Wir lehnen grundsätzlich die Praktiken von Finanzinvestoren ab", sagt Jutta Sundermann vom Attac-Koordinierungskreis. Im speziellen Fall komme hinzu, dass ein Investor, der auf Kriegsgerät setze, und ein Versandhaus mit starkem sozialen und ökologischen Engagement überhaupt nicht zusammenpassten. Attac will am Freitag vor dem Firmensitz demonstrieren.
Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/1215/wirtschaft/0036/index.html
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Da frage ich mich doch, ob es nicht bessere und vor allem nachhaltige Alternativen gibt, wie z. B. ein Management-Buy-Out oder eine breite Bürgerbeteiligung an der Finanzierung (z. B. nach dem Modell von Energie in Bürgerhand). Jedenfalls ist Hessnatur viel zu wertvoll, um an einen rein gier- und renditegetriebenen "Finanzhai" verscherbelt zu werden!


Kommentare (119)
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Vielleicht sollten die Kunden zuschlagen und sich das Unternehmen einverleiben, eine Art Genossenschaft?
"Ich protestiere mit meiner Unterschrift gegen die geplante Übernahme des Ökotextilunternehmens Hess Natur durch den Private Equity Fonds und Rüstungskonzern Carlyle!
Wenn Carlyle Hess Natur übernimmt, macht der Konzern seine Rechnung ohne mich:
Ich zahle keinen Mehrpreis für Umwelt und Soziales an einen Konzern, der mit Waffen und Tod seine großen Gewinne macht! Meine Reaktion ist klar: Bei Übernahme Boykott!
Carlyle: Ziehen Sie sich von diesem Kaufvorhaben zurück!
Die Politik muss aufhören, „Beteiligungsgesellschaften“ wie Carlyle zu begünstigen: Private Equity Fonds zahlen keine Gewerbesteuer, dürfen kreditfinanzierte Ausschüttungen beschließen und müssen kaum Eigenkapitalvorschriften erfüllen. Das ist der Stoff, aus dem die Krisen sind."
http://de.hessnatur.com/blog/2010/12/15/aktuelle-presseberichterstattung/
Fast alle meine Kleider sind von Hess-Natur. Wenn Hess-Natur an eine Heuschrecke geht, dann wird es mindestens einen langjährigen, sehr guten Kunden verlieren: mich. Und wenn ich die Kommentare zB auf Utopia lese, dann noch viele weitere Kunden.
Wenn – wie gelesen – die Geschäftsführung von Hess-Natur ausgewechselt wird, um diesen Deal zu ermöglichen, werde ich nicht mal mehr meine anstehende Bestellung bei Hess vornehmen, sondern mir schweren Herzens sofort andere Quellen suchen. Hess-Natur darf nicht in die Hände einer rein gewinnorientierten Heuschrecke fallen, das wäre das Ende von Hess-Natur. Die Heuschrecke muss wissen, dass man Vertrauen nicht kaufen kann: Hess muss vor den Profitgeiern geschützt werden: wenn sie Erfolg haben, wird die Kundschaft verschwinden, und es wird eine leere Hülse sein, ein Fehlinvestment.
Auch die GLS-Bank fördert und finanziert sowas.
Eine weitere Möglichkeit wäre, sich den inzwischen international - auch in den USA - bestehenden "Promi-Status" von Hess zunutze zu machen und aus diesem Spektrum einen oder mehrere "philantropische" Investoren zu gewinnen, die dem Unternehmen in seiner Geschäftstätigkeit freie Hand lassen und nicht in erster Linie renditeorientiert agieren.
ttp://www.attac.de/aktuell/carlyle-stoppen/unterschreiben/
Vielen Dank
Hier nochmal der vollständige Link (das H von "http" fehlte):
http://www.attac.de/aktuell/carlyle-stoppen/unterschreiben/
Bitte auch weitergeben an facebook, twitter usw.
die müssen merken, dass das so wie bei Basic/Lidl enden wird):
http://www.utopia.de/gruppen/forum/thema/191969
"- der Geschäftsführer von Primondo Speciality Group ist ein Herr Siekmann - zumindest bislang gewesen. Dieser steht mit dem Verkauf der ersten 6 Speciality Group Unternehmen in Diensten von Carlyle."
Der wird doch wohl nicht die Unwahrheit sagen, wenn Frau Brodde ihn anruft.
Bleibt nur die Frage, wer ist Frau Brodde?
http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/heuschrecken-alarm-in-butzbach/
(Die Berliner Zeitung und die FR sind über den Eigentümer Dumont in einem Redaktionsverbund zusammengeschlossen, woraus sich oft identische Beiträge ergeben.)
http://www.youtube.com/watch?v=Azf4Wnm2-as
Nocheinmal die Bitte, unterstützt sie mit eurer Unterschrift
http://www.attac.de/aktuell/carlyle-stoppen/unterschreiben/
Vielen Dank und einen schönen Sonntag
LG Sternchen
Übrigens: Hess Natur gehört schon heute dem Konzern Neckermann / Karstadt / Quelle / Arcandor. Also ob die so viel besser sind als irgendwelche Rüstungskonzerne... Aber damals hat keiner aufgeschrien. Seltsam... Seltsam...
Und vielleicht ist die Aufmerksamkeit und das (politische) Interesse der Kunden und anderer bewusst(er)er Menschen heute einfach größer als damals (siehe Informationsverbreitung über soziale Netzwerke, die es beim ersten Verkauf im Jahr 2001 noch nicht gab). Auch sehe ich zwischen den vergleichsweise "harmlosen" (wenngleich im althergebrachten Wirtschaftssystem fest verankerten) Neckermann, Karstadt & Co. auf der einen und Hedge-Fonds/Private-Equity-Firmen bzw. Rüstungskonzernen auf der anderen Seite doch einen himmelweiten Unterschied.
da stimme ich dir voll und ganz zu.
Bitte sammelt weiter Unterschriften, 4000 ist das Ziel, damit es eine richtige
Wirkung zeigt.
Zur Zeit sind wir bei ca. 2224, es fehlen also noch einige Unterschriften,
aber wir sind auf dem richtigen Weg.
Hier nochmal der Link:
http://www.attac.de/aktuell/carlyle-stoppen/unterschreiben/
Schon mal vielen Dank an Alle, die unterschrieben haben.
LG Sternchen
Hi Sternchen, hab jetzt erst entdeckt, daß Du ja Mitarbeiterin bei Hess-Natur bist, toll.
Bin schon Ur-Altkunde dort. Habe nie viel gekauft,aber doch immer mal wieder was.
Die Unterschriftenaktion habe ich auch in facebook eingestellt.
Weiterhin viel Erfolg beim Kampf gegen Goliath.
LG
Heinz
vielen Dank für deine Unterstützung, mach auch gerne deinen Bekanntenkreis mobil,
denn jetzt gilt es.
Herzliche Grüße
Sternchen
Kommt am Montag den 10.1. nach F.a.M !
Kurz entschlossen bin auch ich am Freitag (17.12.) bei der Aktion "Carlyle stoppen" in Butzbach gewesen. Als aktives "Mitglied" der attac AG Solidarische Ökonomie (und hessnatur-Kundin) interessiert mich vor allem die Frage nach alternativen Konzepten für eine dauerhafte Weiterführung von hessnatur mit den bisherigen hohen Standards auf allen Ebenen (Ökologie, Sozialstandards bei Zulieferern, gute Bedingungen für die MitarbeiterInnen/ Arbeitsplatzsichreheit etc). Einige Aktive der attac AG Solidarische Ökonomie sind seit einigen Tagen dabei, weitere Informationen zu recherchieren und ein Alternativ-Konzept der Betriebsfortführung auszuarbeiten.
Dieses Alternativ-Konzept sieht die Einbeziehung der MitarbeiterInnen und KonsumentInnen von hessnatur sowie möglicher GeldgeberInnen/ InvestorInnen vor. So wie es hier (und in anderen Blogs) immer wieder als Idee auftauchte. In unserer Runde befinden sich auch BetriebswirtInnen und ExpertInnen für Kooperativen/ Genossenschaften.
Alle KundInnen und sonstige Interessierte, die wollen, dass hessnatur weiterhin eine gute Adresse bleibt sowie alle MitarbeiterInnen laden wir hiermit herzlich zu einem offenen und unverbindlichen Gedankenaustausch ein:
* Montag den 10. Januar 2011, 11-17h.
* Ort: Frankfurt a.M. (vermutlich attac Bundesbüro).
Kurze Anmeldung über www.solidarische-oekonomie.de wäre sehr fein, falls wir doch mehr werden und einen etwas größeren Raum brauchen. Man weiß ja nicht beim Internetz...
Lasst uns Carlyle etwas entgegensetzen!
UND falls dann noch ein Schlichter nötig wird, da habt ihr ja den besten schon in Euren Reihen,
Heiner Geissler.
Bis jetzt haben wir aber erst 2695 Unterschriften und Ziel sind ja 4000 Unterschriften,
damit die Aktion echte Wirkung zeigt.
Also nochmals die Bitte unterschreibt und leitet den Link weiter, damit wir noch mehr
Unterschriften bekommen
http://www.attac.de/aktuell/carlyle-stoppen/unterschreiben/
Herzlichen Dank und liebe Grüße
Tanja
es fehlen noch ca. 1000 Unterschriften:
http://www.attac.de/aktuell/carlyle-stoppen/unterschreiben/
Also ran an die Tasten, unterstützt Hess Natur, wir dürfen jetzt nicht nachlassen.
Vielen herzlichen Dank und liebe Grüße
Tanja
ich muss nochmal um eure Hilfe bitten, denn es fehlen uns immer noch fast 500 Unterschriften bis 4000 und es wäre super, wenn wir diese bald erreichen würden.
Also bitte unterschreibt noch und sendet den Link weiter, damit wir das schaffen
http://www.attac.de/aktuell/carlyle-stoppen/unterschreiben/
Nach dem Eintrag bekommt ihr eine eMail, die ihr noch bestätigen müsst.
Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung und
ein frohes, gesundes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr.
Tanja
Das die Firma von einer "Heuschrecke" geschluckt werden soll und überhaupt geschluckt werden kann, hat jedoch auch seine Gründe. Es ist nicht so, dass man eine Firma einfach so übernehmen kann, wenn man das nötige Kapital besitzt und es ist auch nicht so, dass man Anteile eines Unternehmens handeln muss. Es benötigt in jedem Fall auch jemand der Bereit ist sein Unternehmen zu verkaufen.
Das ganze Übel hat 2001 begonnen, als die Mehrheit des Hess natur Kapitals durch Neckermann übernommen wurde resp. an dies verkauft wurde. Heute gehören diese Anteile der börsennotierten Firma Arcandor AG (ehemals KarstadtQuelle), welche insolvent ist. Dies ist der Grund, weshalb Carlyle überhaupt die Anteile erwerben kann. Die ganze Geschichte ist zwar mehr als unschön aber letztlich ein ganz normaler Vorgang in einer kapitalistischen Welt.
http://www.carlyle.com/Contact/Contact%20Us/contact.aspx
Solidarität mit hessnatur
Das öko-faire Textilunternehmen hessnatur, ein Pionier und konsequenter Vorreiter der Branche, steht zum Verkauf. Großes Interesse hat v.a. Carlyle bekundet: ein Private-Equity-Fonds und Rüstungsinvestor von weltweitem Rang.
Attac rief bereits zu einer Kundgebung am Firmenstandort von hessnatur in Butzbach auf, an dem sich ca. 300 Menschen lautstark beteiligten - mit einigem Medienecho (rtl, FR, taz, ND, GA, HR, stern, FAZ etc). Noch viel mehr Menschen (aktuell über 3700) haben die Boykott-Drohung im Falle einer Carlyle-Übernahme - und nur dann - auf der attac Homepage unterzeichnet.
Nun laden Mitglieder der attac AG Solidarische Ökonomie zu einem Treffen am Montag den 10.1. in Frankfurt a.M. ein, um ein Alternativ-Konzept zu diskutieren, das auch die KundInnen einbeziehen soll...
Ein Teil der attac AG Solidarische Ökonomie ist seit kurzem dabei, weitere Informationen zu recherchieren und ein solches Alternativ-Konzept der Betriebsfortführung auszuarbeiten. Denn der Private-Equity-Fonds Carlyle, der für seine "Heuschreckenpraxis" bekannt ist, ist leider längst nicht vom Tisch!
Dieses Alternativ-Konzept sieht die Einbeziehung der MitarbeiterInnen und KonsumentInnen von hessnatur sowie möglicher GeldgeberInnen/ InvestorInnen vor - So wie es in diversen Blogs (hessnatur.de, utopia.de) und auch auf twitter immer wieder von KundInnen und SympatisantInnen als Idee auftauchte. In der attac-AG befinden sich auch BetriebswirtInnen und ExpertInnen für Kooperativen/ Genossenschaften u.a. Modelle, sowie aus der (gewerkschaftsnahen) Betriebsberatung.
Alle KundInnen und sonstige Interessierte, die wollen, dass hessnatur weiterhin eine gute Adresse bleibt sowie alle MitarbeiterInnen sind herzlich zu einem offenen und unverbindlichen Gedankenaustausch eingeladen:
* Montag den 10. Januar 2011, 11-17h.
* Ort: Frankfurt a.M., attac Bundesbüro: Münchener Str. 48; 3min. v. Hbf.
Diese Einladung kann gerne gestreut werden. Kurze Anmeldung an dagmar.embshoff[ät]bewegungsakademie.de wäre sehr fein.
Erste größere Medien haben bereits Interesse angekündigt.
Nun geht es darum, Carlyle etwas entgegenzusetzen!
P.S. Es fehlen noch ca. 200 Unterschriften, bitte unterschreibt noch auf attac.de.
Vielen herzlichen Dank, ich wünsche euch ein frohes, gesundes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr
Tanja
das ist die Meldung zu dem Treffen von gestern
Selbstverwaltung bald chic? Solidarität mit Hess Natur -Textil wird konkret.
Das öko-faire Textilunternehmen Hess Natur, ein Pionier und konsequenter Vorreiter der Branche, steht zum Verkauf. Großes Interesse hat v.a. Carlyle bekundet: ein Private-Equity-Fonds und Rüstungsinvestor von weltweitem Rang.
Attac rief Mitte Dezember zu einer Kundgebung am Firmenstandort von hessnatur in Butzbach auf, an dem sich ca. 300 Menschen lautstark beteiligten - mit einigem Medienecho (rtl, FR, taz, ND, GA, HR, stern, FAZ etc). Noch viel mehr Menschen (aktuell ca. 4200) haben die Boykott-Drohung im Falle einer Carlyle-Übernahme - und nur dann - auf der attac Homepage unterzeichnet.
Für Montag (10.1.) hatten das Netzwerk Solidarische Ökonomie und die attac AG SÖ zu einem Treffen in Frankfurt a.M. eingeladen, um ein Alternativ-Konzept vorzustellen, das auch MitarbeiterInnen und KundInnen einbezieht - so wie es als Idee in diversen Blogs (hessnatur.de, utopia.de) und auch auf twitter immer wieder durch KundInnen und SympatisantInnen auftauchte. Das zdf berichtete noch während des Treffens im Mittagsmagazin (s. ab 49. Minute).
Auf dem Frankfurter Treffen tummelten sich neben ExpertInnen für Kooperativen/ Genossenschaften und betriebswirtschaftliche Fragen aus dem Netzwerk Solidarische Ökonomie und der attac AG SÖ einzelne KundInnen und fünf Personen vom Betriebsrat von Hess Natur. Das vorgestellte Genossenschafts-Konzept war für Viele eine neue Perspektive und wurde zu einer gemeinsamen Strategie weiterentwickelt:
* Die zu realisierende Hess Natur Genossenschaft soll als Mitglieder sowohl MitarbeiterInnen und KonsumentInnen von Hess Natur als auch LieferantInnen und sog. investierende Mitglieder einbeziehen. Das Besondere dieser demokratischen Rechtsform (eG): Die Mitglieder haben unabhängig von der Höhe ihrer Einlage alle gleiches Stimmrecht. Das würde zukünftigen FinanzinvestorInnen einen Aufkauf von Hess Natur dauerhaft versalzen. Zudem können Mitglieder einer Kooperative/ eG - je nach Umsatz - steuerfrei am Gewinn beteiligt werden (Rabatte, Nachvergütungen etc).
KundInnen und sonstige Interessierte, die wollen, dass Hess Natur weiterhin ökologische und faire Kleidung unter vernünftigen Arbeitsbedingungen produziert, können sich jetzt auch noch für eine konsequente Demokratisierung stark machen:
Die entstandene Initiative ruft alle KundInnen, MitarbeiterInnen, Interessierte und SympathisantInnen auf, Absichtserklärungen für einen Genossenschafts-Beitritt zu unterzeichnen. Für die Einzahlung von Mitglieds-Einlagen wird in Kürze ein Treuhandkonto eingerichtet.
* Der Betriebsart wird seine wirtschaftlichen Mitbestimmungsmöglichkeiten in diesem Fall juristisch prüfen lassen.
* Es geht weiterhin darum, Carlyle entschlossen entgegenzutreten. Denn der Private-Equity-Fonds Carlyle, der für seine "Heuschreckenpraxis" bekannt ist, ist noch nicht vom (Verhandlungs-)Tisch! Die Unterschriften der online-Petition von attac werden noch bis 28. Februar gesammelt und dann bei einer Konferenz an Carlyle übergeben.
Soviel in Kürze.
Kontakt bis auf Weiteres: netzwerk[ät]solidarische-oekonomie.de
(od. Dagmar Embshoff: 04231/ 957-512)
Liebe Grüße
Tanja
gerne, ja ich war bei dem Treffen dabei, es war wirklich sehr interessant.
Schön dass du dich mit dem Thema befassen möchtest.
Sobald es neue Infos gibt, gebe ich diese gerne weiter.
Ihr könnt aber auch immer mal bei der solidarischen Ökonomie
schauen, dort wird es auch die neuen Infos geben.
Es wäre echt super, wenn sich sehr viele Menschen beteiligen würden,
denn nur dann lässt sich das Ganze auch umsetzen.
Liebe Grüße
Tanja
die 5000 schaffen wir bestimmt, es sind schon wieder 12 mehr, jetzt 4932.
Da die Aktion noch bis Ende Februar läuft, wäre es super, wenn ihr weiter fleißig
Unterschriften sammeln würdet.
Für alle die auf dem neuesten Stand bleiben wollen, hier findet ihr immer aktuelle Informationen zu diesem Thema
http://www.facebook.com/home.php#!/pages/HessNews/114798891926311
Das sind HessNews auf Facebook und wirklich immer sehr aktuell.
Herzliche Grüße
Tanja
Details unter http://www.attac.de/aktuell/carlyle-stoppen/genossenschaft/
danke für diese Info.
Auf der Seite www.hengeno.de werden in Zukunft die neuesten Informationen zu finden sein.
Es geht mit großen Schritten voran in Richtung Genossenschaft.
Herzliche Grüße
Tanja
hngeno heißen
LG Tanja
es geht voran mit der Genossenschaft.
Die ersten tausend Zeichner! #hnGeno wächst! #hessnatur retten
Mitglied werden
www.hngeno.de
Auch Sie können daran teilhaben! Die Gründungsinitiative arbeitet derzeit mit Hochdruck an den formalen und organisatorischen Voraussetzungen für die Genossenschaftsgründung. Wir möchten sobald wie möglich mit dem Verkauf von Anteilen (a 250 Euro) beginnen. Über Ihr Interesse und Ihre Bereitschaft, AnteilseignerIn zu werden, würden wir uns sehr freuen.
Auf www.hngeno.de findet ihr viele Infos, die Gründung der Genossenschaft soll morgen sein und danach kann man dann auch Geld einzahlen.
Liebe Grüße
Tanja
Das Treuhandkonto steht, ebenso Treuhandvereinbarung und Beitrittserklärung für die hnGeno: Ab sofort können Kunden und Freunde von hessnatur Genossenschaftsanteile zum Preis von je 250 Euro pro Anteil erwerben. „Damit gehen wir einen weiteren Schritt in die Richtung, hessnatur vor dem Zugriff von Private Equity-Fonds wie Carlyle zu schützen und im Gegenzug zu einem vorbildlichen demokratischen Unternehmen zu machen“, erklärt hnGeno-Vorstand Walter Strasheim-Weitz. Der Weg zum Mitglied in die hnGeno ist einfach, alle Informationen dazu und die entsprechenden Formulare gibt es HIER auf unserer Website.
Vom hnGeno-Team noch einmal die Bitte, unser Ziel und unsere Website als zentrale Kommunikationsplattform für die Umwandlung von hessnatur in eine Genossenschaft bekannter zu machen! Empfehlt die Seite weiter, ebenso die Fan-Seite bei Facebook und ladet Euch auch unseren neuen Flyer als PDF zum Weiterschicken herunter.
Für das zukünftige Verkaufsverfahren von hessnatur brauchen wir jede Unterstützung!
Liebe Grüße
Tanja
tolles Projekt, habe gerade im Campact-Newsletter ( http://www.campact.de/ ) davon erfahren.
Meine Beitrittserklärung geht morgen in die Post.
Viel Erfolg!
Bodo
vielen Dank das freut uns wirklich sehr. Wenn du uns noch weiter helfen möchtst, dann mach doch mal Werbung für das Projekt in deinem Freundes- und Bekanntenkreis.
Texte, Flyer zum Ausdrucken usw. findest du auf www.hngeno.de
Nochmal vielen Dank und herzliche Grüße
Tanja
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Hess Natur wird verkauft - jetzt Genossenschaft stärken!
Liebe Interessierte und FreundInnen von Attac und Hess Natur,
Anfang des Jahres haben Sie zusammen mit ca. 10.000 anderen Menschen unsere online-Aktion „Kein Waffengeld bei Hess Natur!“ unterstützt.
Medienberichten zufolge habe der Rüstungsinvestor und Private Equity Fonds Carlyle nun tatsächlich sein Interesse verloren, hessnatur zu übernehmen!
> Dies ist ein riesiger Erfolg für uns!
Doch wir müssen weiter wachsam bleiben, denn es ist nicht unwahrscheinlich, dass andere Finanzinvestoren mit ähnlichem Geschäftsgebaren sich das erfolgreiche ökologisch und sozial
konsequente Unternehmen hinter verschlossenen Verhandlungstüren in den Einkaufswagen packen. Aktuellen Presseberichten zufolge (FR, FTD, FAZ, Spiegel) soll der *Verkauf hessnaturs in diesen Tagen* über die Bühne gebracht werden. Dabei wurden Kaufinteressenten wie der Geschäftsführer des umweltfreundlichen Waschbär-Versands nicht über den laufenden Bieterprozess informiert und damit außen vor gelassen.
Die von Attac mit angestoßene Genossenschaft hnGeno eG iG hingegen ist auf einem guten Weg: Die Genossenschaft möchte hessnatur in einem Zusammenschluss von KundInnen, MitarbeiterInnen, LieferentInnen und SympathisantInnen gemeinschaftlich weiterführen. Sie folgt den Leitlinien von Ökologie, fairen Arbeitsbedingungen und nachhaltigem Wirtschaften. Außerdem würde die Genossenschaftslösung einen Ausverkauf an renditehungrige Großinvestoren konsequent verhindern, da hessnatur dann praktisch nicht mehr übernehmbar wäre.
> Falls Sie noch nicht *Mitglied der hnGeno* sind, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, dies nachzuholen:
Füllen Sie einfach das Mitgliedsformular und - als Schutz für Sie - die Treuhandvereinbarung aus und senden beides unterzeichnet an die Treuhänderin. Eine Anleitung und alle Unterlagen finden Sie hier:
* http://www.hngeno.de/mitglied-werden
Die Mitgliedschaft ist ab einem Anteil (250,- €) möglich. Wer 4 Anteile und mehr zeichnet, erhält nach Abschuss eines erfolgreichen Geschäftsjahres laut Satzung mindestens 4% Zinsen. Sollte es nicht zum
Kauf von hessnatur kommen, erhalten Sie ihr Geld von der Treuhänderin zurück.
Mehr als 2500 MitarbeiterInnen, KundInnen und SympathisantInnen haben hnGeno bereits Mitgliedschaftszusagen und -unterlagen zukommen lassen!
Auf www.hnGeno.de - der Homepage der Genossenschaft zur Weiterführung von Hess Natur - finden Sie weitere Infos:
* das Betriebsfortführungskonzept: http://is.gd/UZ29PV
* Spendenkonto u. Unterstützungsmöglichkeiten: http://is.gd/Tzmhyz
* Medienresonanz: http://www.hngeno.de/neue/medienresonanz/
* eine Liste mit Fragen & Antworten (FAQ): www.hngeno.de/info/faq
* Selbstdarstellungs-Flyer: http://is.gd/X6QjQ1
(Die Gründungsinitiative der Hess Natur Genossenschaft ist ein eigenständiges Projekt von Freundinnen und Freunden des Unternehmens Hess Natur. Attac Deutschland ist kein Mitglied der Genossenschaft, unterstützt aber die Aktivitäten als Vorbild für weitere Initiativen Solidarischer Ökonomie).
H i n t e r g r u n d
Durch die Insolvenz des Mutterkonzerns Arcandor (ehemals Karstadt-Quelle) steht Hess Natur zum Verkauf. Der Pionierbetrieb im Bereich Naturtextilien und Sozialstandards ist wirtschaftlich gesund. Mitte Dezember wurde bekannt, dass ausgerechnet Carlyle - einer der weltweit größten Rüstungs- u. Finanzinvestoren - sich gern mit dem alternativen Versandunternehmen schmücken würde. Doch bevor Hess Natur in den Einkaufskorb wanderte, hagelte es Boykott-Androhungen von fast 10.000 KundInnen!
Die Attac AG Solidarische Ökonomie und die Initiative Netzwerk Solidarische Ökonomie e.V. luden am 10. Januar nach Frankfurt ein, um ein demokratisches Alternativkonzept zur Weiterführung von Hess Natur
vorzustellen. Der Betriebsrat von Hess Natur und erste KundInnen schlossen sich an, sogar LieferantInnen meldeten großes Interesse an der Idee. Das ZDF-Mittagmagazin berichtete noch am gleichen Tag. Auch die Kampagne für Saubere Kleidung ist Mitglied der Initiative.
Juristisch und betriebswirtschaftlich wird die Gruppe u.a. von mehreren ExpertInnen des Zentralverbands deutscher Konsumgenossenschaften und der innova eG begleitet.
Verhindern wir gemeinsam, dass rein renditeorientierte "Heuschrecken" einen Vorreiterbetrieb für Ökotextilien aufkaufen und ausplündern.
Werden Sie Mitglied unter http://www.hngeno.de/mitglied-werden. -
Gemeinsam können wir es schaffen!
Mit solidarischen Grüßen,
Attac und
die hnGeno - Genossenschaft zur Weiterführung von hessnatur
--- Bitte unterstützen Sie uns außerdem, indem Sie diese Mail an FreundInnen und Interessierte weiterleiten - danke! ---
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Siehe http://www.attac.de/aktuell/neuigkeiten/detailansicht/datum/2011/06/10/hess-natur-mitbieter-paragon-partners-eng-mit-carlyle-verbunden-1/?no_cache=1&L=2
Dem Noch-Eigentümer ist das Genossenschaftsangebot anscheinend nicht geheuer (oder nicht hoch genug), also wird die hnGeno als Bieter ausgeladen und schnell mal auf schmutzige Weise öffentlich nachgetreten ... unglaublich. Zitat: "Das Angebot der HNGeno war nicht solide finanziert und konnte weder den Unternehmenswert angemessen reflektieren noch künftiges Wachstum finanzieren" - da frage ich mich doch, in welchem Zusammenhang den ***Verkäufer*** das "***künftige*** Wachstum" des Unternehmens überhaupt interessiert. Ihm müsste auch klar sein, dass nach einem Verkauf an einen Finanzinvestor (ob nun an Carlyle oder einen anderen) das Image und die Reputation von hess natur in den Keller gehen - aber wahrscheinlich ist das für ihn dann auch nicht mehr relevant.
Bestellen werde ich aber wohl so lange, bis endgültig feststeht, wer der Käufer ist.
ich stimme dir was die Richtigkeit dieser Aussagen betrifft voll und ganz zu. Es wird sicherlich bald noch eine Info von der Genossenschaft bzw. Pressemitteilung geben.
Vielen Dank, dass du weiterhin treuer Kunde bleibst, denn schlimm wäre jetzt in der heißen Phase schon das Handtuch zu werfen. Ich denke auch, dass man erst mal abwarten sollte, wer am Ende der Käufer ist, dann kann man immer noch dementsprechend handeln.
Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche
Tanja
http://www.hngeno.de/wp-content/uploads/2011/01/20110620_PM_hnGeno_will_zurueck_an_den_Verhandlungstisch.pdf
Liebe Grüße
Tanja
Schöner Beitrag - insbesondere der Aufruf an potenzielle Mitstreiter und grüne Investoren!
http://fraujonason.blogspot.com/2011/06/knalleffekt-um-hess-natur-verkauf-hn.html
Hessnatur: »hnGeno« will weiter verhandeln - Butzbach - Wetterauer Zeitung
www.wetterauer-zeitung.de
Butzbach (pm). Nach der am Donnerstag verkündeten Absage für einen Verkauf des Ökotextilien-Versenders Hessnatur an die Genossenschaft »hnGeno« hofft diese doch noch auf einen Umschwung, der sie wieder ins Spiel bringt. Derweil warnt Sprecher Walter Strasheim-Weitz weiter vor einem Verkauf an einen...
Liebe Grüße
Tanja
Der Verkaufsprozess von hessnatur ist ausgesetzt worden; hier lest Ihr unsere aktuelle Stellungnahme dazu:
http://www.hngeno.de/2011/06/24/hngeno-verwundert-ueber-aussetzung-des-verkaufsprozesses/
danke dass du uns hier so auf dem Laufenden hältst. Hast du eine Ahnung, warum der Verkaufsprozess zum Erliegen gekommen ist? Soll der Wert neu geschätzt werden? Oder soll gewartet werden, bis etwas Gras über die Sache gewachsen ist und dann "still und heimlich" verkauft werden?
viele Grüße!
mela
das mache ich sehr gerne.
Deine Frage kann ich dir leider nicht beantworten, dazu kann sich nur jeder selbst Gedanken machen und eine These aufstellen. Sicher sagen könnte das nur der Verkäufer.
Wir bleiben jedenfalls dran, sammeln weiter Geld um das Eigenkapital der Genossenschaft zu erhöhen und signalisieren dem Verkäufer weiterhin unsere Kaufabsichten.
Liebe Grüße
Tanja
Kommentar in der Frankfurter Rundschau zum Verkauf von hessnatur:
http://www.fr-online.de/wirtschaft/in-gefahr/-/1472780/8570320/-/index.html
Kommentar zu Hessnatur: In Gefahr | Wirtschaft - Frankfurter Rundschau
www.fr-online.de
Wie viel ist ein Unternehmen wert, das zum Verkauf steht? Klar, genau so viel, wie der Höchstbietende dafür zu zahlen bereit ist. Im Fall des Ökoversandhauses Hessnatur birgt dies jedoch Gefahren.
Liebe Grüße
Tanja
Schöner Artikel in der FAZ, "Kunden als idelologische Gemeinschaft" - welche Form passt da besser als die der Genossenschaft?
http://www.faz.net/artikel/C30535/hess-natur-kunden-als-ideologische-gemeinschaft-30451642.html
Hess Natur: Kunden als ideologische Gemeinschaft - Wirtschaft - Rhein-Main-Zeitung - FAZ.NET
www.faz.net
Liebe Grüße
Tanja
www.hl-live.de
HnGeno Genossenschaft
Heute - am Montag, 11. Juli um 16.05 bis 17.00 Uhr - ist hnGeno-Vorstand Walter Strasheim-Weitz im Offenen Kanal Lübeck als Interviewpartner zu Gast. Das Interview wird auch online zu hören sein. Mehr Infos zu der Sendung gibt es hier: http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=70419
Reinhören lohnt sich bestimmt.
Liebe Grüße
Tanja
Liebe Mitglieder und Freunde der hnGeno,
es geht weiter – schauen wir nach vorne! Der Verkaufsprozess für hessnatur wurde seitens der Primondo Speciality Group (PSG) ausgesetzt. Nach Erklärung des Verkäufers wird demnächst ein neuer Verkaufsprozess eingeleitet werden. Die hnGeno ist verwundert darüber, da der Verkäufer laut Presseveröffentlichungen im Juni noch einen neuen Eigentümer nennen wollte und nun das Ganze ausgesetzt hat. Unsere Stellungnahme dazu können Sie hier in unserer Pressemitteilung lesen.
Das Aussetzen des Verkaufsprozesses und der Rückzug der Finanzinvestoren zeigen ganz klar, dass an der hnGeno und der Zukunft von hessnatur, an der Kunden, Mitarbeiter und nachhaltig gesonnene Menschen beteiligt sind, kein Weg vorbei führt! Denn sowohl Carlyle als auch Finanzinvestoren, die Presseberichten zufolge zu den einzigen verbliebenen Kaufinteressenten gehört haben sollen, haben von ihrem Kaufinteresse Abstand genommen!
Das Verkaufsverfahren wurde seitens des Verkäufers mit hohem Zeitdruck gefahren und hat auch im Nachgang zu etlichen Fragezeichen geführt. Die Akteure, die hier in der Verantwortung sind und über eine nachhaltige Zukunft von hessnatur entscheiden, werfen mit ihrem Verhalten und ihren Äußerungen Fragen auf. Die Chronologie der Ereignisse haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Festzuhalten bleibt: hessnatur wird verkauft werden und es wird einen neuen Verkaufsprozess geben. Der Verkäufer spielt jetzt auf Zeit, um uns auszuhöhlen und um damit die Chance zu minimieren, dass die hnGeno hessnatur kauft.
Wir sind uns alle mit Ihnen einig: die hnGeno ist der einzige Kaufinteressent, der sich zu den Kriterien des Verkäufers – die Einhaltung der hessnatur-Standards und die Fortführung und die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells im Spirit von Heinz und Dorothea Hess - ganz klar bekannt hat. Und der seitens der Kundschaft einen klaren Auftrag sieht, hessnatur als Genossenschaft weiterzuführen.
Damit wir auch weiter stark bleiben und mit Ihnen gemeinsam die Ziele erreichen können, bitten wir Sie um Ihre weitere Unterstützung. Gewähren Sie uns die Zeit, die wir benötigen, um weitere Mitglieder zu werben und gestärkt in den neuen Verkaufsprozess gehen zu können. Mehr Mitglieder – das steigert nicht nur unseren Eigenkapital-Anteil weiter, der mittlerweile beträchtlich angewachsen ist, sondern zeigt dem Verkäufer die Macht und den Willen der Community von hessnatur.
Stocken Sie Ihre Anteile auf, werben Sie weiter für die hnGeno - jedes Mitglied zählt!
Alle Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.hnGeno.de
Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!
Herzliche Grüße,
Walter Strasheim-Weitz Christina Poettner Dagmar Embshoff
- Vorstand der hnGeno -
Der Bericht von heute morgen wurde nochmals überarbeitet.
Mitarbeiter kämpfen um Arcandor-Perle Hessnatur
www.welt.de
http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13523247/Mitarbeiter-kaempfen-um-Arcandor-Perle-Hessnatur.html
Sie geben nicht auf: Weil dem Ökoversand Hessnatur der Verkauf an Finanzinvestoren droht, bieten jetzt die Mitarbeiter selbst um ihre Firma.
die hnGeno ist aus der Sommerpause zurück, es geht weiter und bleibt spannend
HnGeno Genossenschaft
http://www.hngeno.de/2011/08/21/neue-offerte-fur-hessnatur/
Neue Offerte für hessnatur
www.hngeno.de
Die Genossenschaftsinitiative hnGeno meldet sich aus der Sommerpause zurück.
Liebe Grüße
Tanja
Publiziert am 19. September 2011 von Admin
Die hnGeno hält auch nach Aussetzen des Verkaufsprozesses von hessnatur an ihrem Vorhaben fest, das Ökomodelabel zu übernehmen und als Genossenschaft weiterzuführen.
Der durch den Verkäufer betriebene und schließlich im Juni ausgesetzte Verkaufsprozess war mit äußerst kurzen Fristen versehen, so dass die hnGeno stark getrieben war, in einer kurzen Zeit Eigenkapital, Eigenkapital ersetzende Mittel als auch Fremdmittel auf den Punkt vertraglich festzusetzen, um für den Kauf von hessnatur ein verbindliches Angebot abzugeben. Die entsprechenden Presseartikel gibt es– soweit online zugänglich – in unserem Pressearchiv.
Wir möchten hier den Hinweis geben, dass Besserungsscheine dann angeboten werden, wenn Probleme identifiziert wurden und diese in der gebotenen Zeit – in diesem Fall – vom Verkäufer nicht gelöst wurden. Mit dem Besserungsschein hat ein Verkäufer die Möglichkeit, Probleme auszuräumen und dann den vollen Kaufpreis zu erlösen. Dies sichert dem Unternehmen – hier hessnatur – finanzielle Mittel, da es ansonsten belastet werden könnte.
In den vergangenen Wochen haben wir im Hinblick auf eine neue Offerte für hessnatur weiter gearbeitet. Dank der hohen Unterstützung, die viele Treugeberinnen und Treugeber der hnGeno während der ganzen Zeit gewährt und damit auch die Eigenkapitalbasis der hnGeno weiter gestärkt und ausgebaut haben, konnten die Eigenkapital ersetzenden Mittel mit weiteren nachhaltigen Investoren besetzt werden, die die gleichen – langfristigen und auf das Unternehmen zugeschnittenen – Ziele haben.
Mit diesen Vorbereitungen ist es nun an der Zeit, den Verkäufer von hessnatur zu motivieren, sich mit uns zurück an den Verhandlungstisch zu begeben, damit ein für alle Seiten passendes Ergebnis gefunden wird. Wir rechnen hier allerdings mit einem längeren Zeitlauf, da die Verhandlungen ein für beide Seiten tragfähiges Ergebnis bringen müssen.
Damit wir auch weiter stark bleiben und mit Ihnen gemeinsam die Ziele erreichen können, bitten wir Sie um Ihre weitere Unterstützung. Stocken Sie Ihre Anteile an der hnGeno auf, machen Sie auf uns unser Vorhaben aufmerksam, werben Sie für mehr Mitglieder – das steigert nicht nur unseren Eigenkapital-Anteil weiter, sondern zeigt dem Verkäufer die Macht und den Willen der Community von hessnatur. Alle Informationen und Formulare zum Zeichnen und Aufstocken von Anteilen finden Sie hier auf unserer Website. Wir freuen uns zudem über Ihre Rückmeldungen als Kommentar hier auf der Website oder auf unserer Facebook-Seite.
Bitte unterstützt uns weiter,
vielen herzlichen Dank und liebe Grüße
Tanja
Dass Unternehmen erfolgreich sein können, die sich nicht am maximalen Gewinn, sondern am Wohl von Mensch und Umwelt orientieren, zeigen zahlreiche Beispiele in ganz Deutschland. Gleiches Prinzip vertritt auch Walter Strasheim-Weitz, Betriebsratsvorsitzender des Biomode-Herstellers Hessnatur. Hessnatur, im Besitz der insolventen Arcandor-Gruppe, soll verkauft werden. Belegschaft und Kunden haben eine Genossenschaft gegründet, um den Betrieb zu kaufen und sich so gegen eine Übernahme durch Investmentgesellschaften zu stemmen. Strasheim-Weitz erklärt im Interview, wie solidarische Unternehmensführung aussehen sollte und fordert mehr Unterstützung durch die Politik.
Walter Strasheim-Weitz, Betriebsratsvorsitzender bei hessnatur. Foto: hessnatur
26.09.2011 Bad Boll (UD/pm) - Herr Strasheim-Weitz, warum wehren Sie und Ihre Mitstreiter sich gegen eine Übernahme von Hessnatur durch einen ausländischen Investor?
Strasheim-Weitz: Wir wehren uns gegen Investoren, die ihr Wirtschaftsziel ausschließlich auf Gewinnmaximierung und Renditen ausrichten. Das passt nicht zur Philosophie von Hessnatur und hat mit Nachhaltigkeit nichts zu tun, wie sie
vom Konzept her die Genossenschaft bieten will und kann. Nämlich ökonomische, ökologische, soziale und gesellschaftsrelevante Ziele in Einklang zu bringen. Natürlich werden wir auch Umsatz und Gewinn machen – aber mit unserem Konzept Kunden, Mitarbeiter und die Menschen entlang der Wertschöpfungskette am Erfolg von Hessnatur beteiligen, die ihn ermöglichen. Ein Investor wie Carlyle oder Paragon – beide waren für die Übernahme von Hessnatur im Gespräch – arbeitet in eine ganz andere Richtung.
Wie haben Sie Beschäftigte und Kunden überzeugt, selber Unternehmer zu werden?
Strasheim-Weitz: Kunden und Mitarbeiter haben eine sehr enge Bindung an Hessnatur. Man kann sogar fast sagen, dass sie an die Philosophie und die ökologische und soziale Ausrichtung glauben, ihr vertrauen. Das Konzept der Genossenschaft hnGeno baut auf diesem Grundsatz auf, arbeitet transparent und entwickelt die Vision unseres Gründers Heinz Hess weiter. Zum Beispiel dadurch, dass wir einen fixen Satz unserer Unternehmensgewinne in die Förderung von Projekten stecken wollen, uns stärker als bislang engagieren wollen. Hessnatur hat viel bewegt und kann viel bewegen in der Zukunft. Kunden und Mitarbeiter – und viele nachhaltig gesonnene Menschen – haben das Potenzial erkannt und sind davon einfach überzeugt. Deswegen haben wir ja auch bereits viele Mitglieder und einige Millionen an Eigenkapital. Und es werden täglich mehr.
Derzeit ist das Bieterverfahren ausgesetzt, das erste Angebot der Genossenschaft wurde abgelehnt – laut Medienberichten auch, weil der Genossenschaft Eigenkapital fehlt. Wie geht es jetzt weiter?
Strasheim-Weitz: Die Darstellung in der Presse ist eher durch eine Schieflage als durch Fakten aufgefallen. Wir haben eine solide Finanzierung inklusive Besserungsschein gehabt, was bei Unternehmenskäufen gang und gäbe ist. Und wir hätten von unserem finanziellen Spielraum her auch noch weiter mit dem Verkäufer verhandeln können und wollen – leider wollte er nicht. Mittlerweile sind einige Wochen verstrichen, seitdem der Verkaufsprozess für Hessnatur ausgesetzt wurde, und die finanzielle Situation der Genossenschaft hat sich weiter verbessert. Wie bereits gesagt, haben wir mehr Eigenkapital als im Juni. Und unsere Geldgeber stehen nach wie vor geschlossen hinter uns. Wie es weitergeht: Wir werden eine neue Offerte für den Kauf von Hessnatur abgeben und wollen mit dem Eigentümer weiter verhandeln. Nach wie vor sehen wir uns als den bestmöglichen Kandidaten – alle Private Equitys und Finanzinvestoren haben sich zurückgezogen, weil sie erkannt haben, dass Hessnatur mit dem Geld der Kundschaft wirtschaftlich erfolgreich ist. Und die Kunden werden ganz genau hinschauen, bei wem sie ihr Geld lassen. Das macht den Investmentgesellschaften Angst, weil sie selbst merken, dass Hessnatur mittlerweile nur als Genossenschaft funktionieren wird.
Was können andere vom Fall Hessnatur lernen?
Strasheim-Weitz: ...dass solidarisches Wirtschaften, nachhaltige Ökonomie möglich ist. Hand in Hand mit Mitarbeitern und Kunden. Und dass Durchhaltevermögen und Glauben an die Sache und den Erfolg einen weiter ans Ziel bringt. Noch mal: Die Genossenschaft hat in der Hinsicht ihre Aufgaben gemacht, wir stehen bereit und nun ist der Verkäufer am Zug, um das Projekt im Sinne von Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten doch noch erfolgreich mit der Übergabe an die Genossenschaft zu Ende zu bringen.
Der Ruf nach ethischer Unternehmensführung ist spätestens seit der Finanzkrise wieder in. Aber was müsste sich konkret ändern, um Initiativen wie Ihre besser zu unterstützen?
Strasheim-Weitz: Hier ist die Politik gefragt, um bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, um Unternehmen in solche neuen Wege des Wirtschaftens zu führen. Wir haben mit vielen Politikern gesprochen und um öffentliche Unterstützung für unsere Sache gebeten. Das Feedback war mehr als bescheiden – hier brauchen wir mehr laute Stimmen, die uns unterstützen und sich für eine neue Nachhaltigkeit in der Wirtschaft einsetzen.
Sie haben in kurzer Zeit viele Unterstützer gewonnen. Nehmen Sie ein Bedürfnis nach verantwortlichem Wirtschaften wahr, nach einem Gegenentwurf zum reinen Gewinnstreben? Meinen Sie, dass die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise dazu beigetragen hat?
Strasheim-Weitz: Auf jeden Fall! Mit reinem Wachstum wird die Wirtschaft nicht mehr lange weitermachen können. Wir müssen uns auf Werte der ehrbaren Kaufmänner besinnen. Die unternehmerische Verantwortung ist nicht die, sich möglichst schnell den Geldbeutel ordentlich voll zu machen. Wir alle brauchen einen gefüllten Geldbeutel – aber das geht auch, wenn ich mein Geschäftsmodell nicht nur nach mir, sondern auch nach und mit anderen ausrichte: zusammen mit Kunden, mit Kolleginnen und Kollegen, mit Produktionspartnern im In- und Ausland. Da ist bei Hessnatur auch noch Spielraum nach oben, um so einen ganzheitlichen wirtschaftlichen Weg zu gehen. Den kann, da bin ich ebenso überzeugt wie viele Hessnatur-Kunden, nur die Genossenschaft gehen. Den anderen geht dabei die Puste aus.
Publiziert am 1. Oktober 2011 von hnGeno
Am vergangen Samstag waren wir beim Sozialwissenschaftlichen Forum in Berlin eingeladen, um hier den Werdegang der hnGeno vorzustellen und mit dem Publikum die Möglichkeiten eines solidarischen Wirtschaftsmodells wie das der Genossenschaft zu diskutieren. Wir waren begeistert vom großen Interesse der Zuhörer und verschiedener Berliner Initiativen. Teilgenommen haben Kunden von hessnatur und Mitglieder der hnGeno, Aktivisten der sozialen Ökonomie und viele Menschen, die sich mit dem Thema nachhaltiges Wirtschaften beschäftigen.
Spannend war auch der Vortrag, den Johannes Mosmann vom Institut für soziale Dreigliederung gehalten hat. Er referierte über mögliche Kommunikationswege zwischen Konsumenten und Produzenten. Sein Resümee: Jeder Mensch ist gleichzeitig immer Konsument und Produzent. Konsumenten und Produzenten müssen mehr miteinander kommunizieren, um besser einschätzen zu können, welche Bedürfnisse existieren. Das wollen wir in Zukunft auch verstärkt in die hnGeno einbringen – aktive und offene Informationspolitik, um alle Mitglieder der Genossenschaft direkt „abzuholen“ und zu informieren. Auch wenn es in der jetzigen Phase, wenn es um unsere Offerten an die Eigentümer von hessnatur geht, auch nicht immer möglich sein wird, über bestimmte Dinge zu berichten – wir sind jederzeit ansprechbar und offen für Fragen und Rückmeldungen. Eine Anregung – die Diskussionsmöglichkeit und der Austausch von Mitgliedern und Interessierten auf unserer Website – haben wir mitgenommen und werden überlegen, wie wir diese umsetzen können.
Von Seiten des Plenums wurde hinterfragt, warum es keine Reaktion auf den Verkaufsprozess seitens hessnatur gebe und warum der Eigentümer nicht einfach an die hnGeno verkaufe? – Fragen, die der Vorstand der hnGeno auch nicht beantworten konnte. Das liegt daran, dass zum einen das Unternehmen hessnatur und die Genossenschaft hnGeno zwei verschiedene, eigenständige Organisationen sind; zum anderen, weil der Verkäufer von hessnatur – der KQMT – den Verkaufsprozess gesteuert hat und die hnGeno darauf keinen Einfluss nehmen kann.
Ein Ergebnis des Forums: Die Gründung einer Initiative von Bürgern, um in Berlin die hnGeno bekannter zu machen und den Verkauf von hessnatur an die Genossenschaft zu unterstützen – was uns natürlich sehr freut. Einstimmiges Feedback der Teilnehmer war, dass die hnGeno die einzige Chance zur Weiterentwicklung von hessnatur ist. Alle Zuhörer waren begeistert, wie weit wir mit unserer Initiative bislang gekommen sind!
Walter Strasheim-Weitz, Vorstand hnGeno
http://www.hngeno.de/2011/10/01/hngeno-beim-sozialwissenschaftlichen-forum-in-berlin/
BUTZBACH (pm). Völlig enttäuscht und stark irritiert reagiert der Betriebsrat des Ökoversandhauses hessnatur in Butzbach auf die Mitteilung, dass ab 1. Januar 2012 ein neuer Geschäftsführer zusätzlich zum Geschäftsführer Wolf Lüdge die Geschicke des Unternehmens leiten soll. Diese Management-Veränderung sei „aus heiterem Himmel“ gekommen, heißt es in der Pressemitteilung des hessnatur-Betriebsrates. hessnatur und die Primondo Speciality Group (PSG), die als Management-Organisation die Ziele für den Butzbacher Versender vorgibt, hatten am gestrigen Montag mitgeteilt, dass Maximilian Lang ab Januar 2012 als Co-Geschäftsführer zum Ökomodelabel kommen werde. Auch die Mitarbeiter seien, so Walter Strasheim-Weitz, Vorsitzender des hessnatur-Betriebsrates, „irritiert“ über diese Neuerung gewesen, die ihnen am Montag im Rahmen einer Betriebsversammlung übermittelt worden sei. Dem BR sei der neue Geschäftsführer noch nicht mal vorgestellt worden.
„Diese Veränderung ist seitens des hessnatur-Managements bei der Primondo Speciality Group (PSG), die hessnatur für den Eigentümer KQMT führt, alles andere als nachvollziehbar. hessnatur steht mit dem aktuellen Management mehr als erfolgreich dar. Wir haben gerade das erfolgreichste Jahr unserer 35-jährigen Unternehmensgeschichte erzielt. Der Betriebsrat vermutet, dass die PSG im Zuge des Verkaufs von hessnatur hier die Fäden in die Hand nehmen und mit dem neuen Geschäftsführer einen Statthalter positionieren will. Der hessnatur-Betriebsrat spricht deswegen der PSG-Geschäftsführung, namentlich Herrn Matthias Siekmann, sein Misstrauen aus."
Laut den jüngsten Presseberichten hat hessnatur im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Rekordergebnis von über 73 Million Euro eingefahren und den Gewinn mit 5 Million Euro verdoppelt, wie es in der Pressemitteilung der PSG heißen würde. Diese sei auf der hessnatur-Homepage nachzulesen. Mit der hessnatur-Geschäftsführung um Wolf Lüdge gebe es nicht nur eine langjährige, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit, sondern seit Juni auch eine wichtige Betriebsvereinbarung, die Transparenz und offene Kommunikation und Information im Hinblick auf den Verkauf des Unternehmens garantiere. Diese stehe nun auf dem Spiel, „da die PSG offenbar einen erneuten Anlauf zum Verkauf des Hauses hessnatur nimmt, und diesen stillschweigend abwickeln will", so Walter Strasheim-Weitz.
Die Informationspolitik seitens des Primondo-Managements stehe für Intransparenz. „Der Betriebsrat fühlt sich an die Monate erinnert, an denen in diesem Jahr immer wieder unterschiedliche Eckdaten für den hessnatur-Verkauf genannt worden sind.“ Informationen dazu seien im Juni 2011 erst mit Unterstützung der Einigungsstille geflossen und mussten erzwungen werden. „Als vor einem Jahr einige Spezialversender der PSG an Carlyle verkauft wurden, sind die Mitarbeiter von BabyWalz und Co. im Rahmen von Betriebsversammlungen auf die gleiche Art und Weise über den neuen Eigentümer informiert worden wie die hessnatur-Belegschaft heute über den neuen Chef – aus heiterem Himmel.“
Durch die organisatorischen Veränderungen, die praktisch „über Nacht“ über das Unternehmen hereingebrochen seien, sehen die Betriebsräte ein Risiko für die erfolgreiche Weiterführung des Geschäfts. Eine Neuaufteilung der Geschäftsbereiche sehe laut Pressemitteilung von hessnatur und PSG vor, dass der neue Geschäftsführer wichtige Abteilungen wie Beschaffung, Design und Vertrieb übernehmen werde. „Gerade im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung des hessnatur-Stils und der Kollektionen sowie des stetigen Nachhaltens unserer strengen Standards in der Produktion hat hessnatur in den vergangenen Jahren viel erreicht und umgesetzt. Warum diese Abkehr vom erfolgreichen Kurs?“, fragen die Betriebsräte. Der Bereich Innovation & Ökologie, der „einmalig“ im Versandhandelsgeschäft sei, wie es in der Pressemitteilung des Betriebsrates heißt, und der mit den strengen ökologischen und sozialen Standards praktisch „die Markenwerte von hessnatur“ überwache, solle ebenfalls dem neuen Geschäftsführer unterstellt werden. .„Offenbar geht es der PSG und dem hessnatur-Eigentümer darum, das gewinnbringende Geschäft um jeden Preis zu optimieren. Es geht nur noch ums Geld, nicht mehr um Mitarbeiter, Kunden und nachhaltiges Wachstum. Kurzfristiger Profit steht hier eindeutig über der nachhaltigen Ausrichtung und dem maßvollen Wachstumskurs der vergangenen Jahre“, kritisieren die hessnatur-Betriebsräte.
Hier noch der Link zur Seite:
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/2011/12/hessnatur-betriebsrat-misstrauisch-gegen%C3%BCber-managementver%C3%A4nderung-zweiter-gesch%C3%A4ftsf%C3%BChrer-kommt-aus.html
Neues von der hnGeno gibt es auch, die Info folgt so schnell wie möglich.
Liebe Grüße
Tanja
Liebe Freunde und Mitglieder der hnGeno,
heute wollen wir Sie auf den neuesten Stand bringen - es ist viel passiert in den vergangenen Wochen. Dieser Newsletter wurde deshalb auch von unserer Treuhänderin GENO EQUITY eG an alle registrieren Mitglieder der Genossenschaft verschickt.
Wie angekündigt haben wir dem Eigentümer von hessnatur, dem Karstadt Quelle Mitarbeiter Trust (KQMT), zum Kauf des Unternehmens ein Angebot unterbreitet. Leider sind die Geschäftsführungen des Eigentümers scheinbar der Ansicht, dass sich die hnGeno auflösen würde und sie das Unternehmen, wie im Bieterverfahren im Mai bereits beschlossen, in das ursprüngliche Verkaufspaket aller Versender wieder eingliedern können. Von daher von unserer Seite die große Bitte: Zeigen Sie, dass die hnGeno jederzeit und immer ihr Ziel, hessnatur zu kaufen, verfolgen wird!
Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir im Zuge unserer laufenden Gespräche in den vergangenen Monaten einen strategischen Partner gefunden haben, mit dem wir den Weg des Kaufes von hessnatur und den Ausbau einer nachhaltigen Gemeinwohlstrategie bei hessnatur gehen können. Die Deutsche Industrie Holding, die bereits nachweislich ähnliche gelagerte Ziele bei Sinn Leffers umsetzt und die Ziele der hnGeno unterstützt, wird den Weg mit uns weiter gehen. Ebenfalls sind die Fremdkapitalgeber nach wie vor an Bord. Sie alle glauben weiterhin an den Erfolg der Genossenschaft! Wir werden daher dem hessnatur-Eigentümer ein neues finanzbestätigtes Angebot in Kürze überreichen. Die Ankündigung hierzu geht in den nächsten Tagen an den Eigentümer.
Zwischenzeitlich gab es im hessnatur-Umfeld auch interessante Neuigkeiten: Durch Ihre Unterstützung auch von hessnatur wurde ein beachtliches Ergebnis erzielt und der Gewinn nach Medienberichten nahezu verdoppelt. Allerdings fließt dieser Gewinn nicht dem Unternehmen zu, sondern der Primondo Speciality Group (PSG) als Management-Organisation von hessnatur bzw. dem eingetragenen Eigentümer, dem KQMT. Daher unsere Bitte: Unterstützen Sie die hnGeno mit weiteren Mitgliedern, indem Sie anderen davon zu erzählen. Im Zuge der Übernahme von hessnatur durch die hnGeno wären Unternehmensgewinne zweifelsfrei Mittel, die der Genossenschaft und dem gezielten Fördern von nachhaltigen Projekten zur Verfügung stünden – und nicht in Kassen von Konzernen abwandern würden, was nicht nachhaltig ist.
Seitens der PSG wurde in den Presseberichten zum hessnatur-Geschäftsjahr bekundet, dass der Verkauf nicht im 1. Quartal 2012 stattfinden werde - das können wir seitens der Gespräche weder bestätigen noch dementieren. Erinnern Sie sich: Im Frühjahr dieses Jahres wurde in der Presse angekündigt, dass es in absehbarer Zeit keinen Verkauf geben werde. Dann auf einmal sollte hessnatur bis Juni ganz plötzlich den Besitzer wechseln und der Verkaufsprozess sollte schnell über die Bühne gehen. Ankündigungen von möglichen Zeitfenstern für den Verkauf sind demnach also mit einem kritischen Abstand zu betrachten.
Das Engagement der hnGeno und der große Rückhalt der Community seit Bekanntwerden der möglichen Carlyle-Übernahme haben bislang alle Investoren vor einem Kauf von hessnatur zurückgehalten. Die Werte, die Konzepte und die nur als Genossenschaft mögliche, nachhaltige Fortführung von hessnatur als die Weiterentwicklung des Unternehmens kann kein anderer als die hnGeno bieten. Dem KQMT ist dies offenbar noch nicht klar geworden, obwohl er für die Ausschüttung der Karstadt-Betriebsrenten auf solvente Mittel angewiesen sein dürfte und nach eigenen Angaben verkaufen muss.
Um hier ein Zeichen zu setzen und ihre Forderung des hessnatur-Verkaufs an die Genossenschaft zu unterstreichen, wollen wir am Samstag, 17. Dezember, dem „Jahrestag“ des Antrittes gegen einen Private Equity Investor, dessen Hauptbeteiligungen im Rüstungsgeschäft liegen, erneut demonstrieren – und zwar vor der Zentrale des KQMT in Düsseldorf, dem eigentlichen Eigentümer von hessnatur. Seien Sie auch bei der Aktion am 17. Dezember dabei! Treffpunkt für alle, die sich für den Verkauf von hessnatur an die hnGeno und konsequente Weiterführung als Genossenschaft einsetzen wollen, ist an diesem Tag um 11.30 Uhr am Eingang des Düsseldorfer Hauptbahnhofs. Weitere Informationen dazu erfolgen in Kürze auf unserer Website www.hnGeno.de. Von dort aus wird es ebenso in Kürze auch einen Link zu einer neuen Kampagnen-Website geben, mit der auf die hnGeno aufmerksam gemacht wird.
Alle Beteiligten und insbesondere auch die Mitglieder erklären uns durch ermutigende E-Mails und Briefe weiterhin ihre Unterstützung. Das stärkt uns! Aus Kreisen der an den Gesprächen zum hessnatur-Verkauf Beteiligten wissen wir, dass es - so lange es die Genossenschaft gibt - keine weiteren interessierten Investoren an hessnatur gibt, die das Unternehmen kaufen und nachhaltig weiterführen wollen. Und dass der KQMT in absehbarer Zeit hessnatur und die ebenfalls noch bei ihm verbleibende TriStyle-Gruppe verkaufen will und über den Zeitgewinn wahrscheinlich versucht, hessnatur in das ursprüngliche Verkaufspaket zurück zu bringen. Hier wird die hnGeno ihre Übernahmeabsichten weiterhin mit Ihnen untermauern.
Wir danken Ihnen für die geleistete Unterstützung und hoffen weiterhin auf einen großen gemeinschaftlichen Erfolg. Einer möglichen Taktik, auf Zeit zu spielen und nicht an die hnGeno zu verkaufen, wird sich der Vorstand der hnGeno nicht beugen - und wie bereits geschrieben: Solange die hnGeno aktiv ist und an hessnatur als Genossenschaft festhält, wird sich kein Investor an den Kauf des Unternehmens wagen.
Herzliche Grüße,
Walter Strasheim-Weitz, Christina Pöttner
- Vorstand hnGeno eG -
P.S. Und noch eine gute Nachricht zum Schluss: Der Magistrat der hessnatur-Heimatstadt Butzbach hat ebenfalls vier Anteile an der hnGeno gezeichnet, wie der Presse zu entnehmen war. Vielleicht kennen auch Sie noch weitere Kunden, Menschen und Institutionen, die das Ziel der hnGeno mittragen und unterstützen? Empfehlen Sie die Genossenschaft weiter!
sehr gerne und es gibt schon wieder eine sehr wichtige Neuigkeit:
Demo in Düsseldorf am 17.12.: „hessnatur an die hnGeno“
Publiziert am 8. Dezember 2011 von Admin
Am 17 Dezember 2010 haben Attac, hessnatur-Kunden und –Mitarbeiter in Butzbach gegen den geplanten Verkauf des Ökomodelabels an den Rüstungsinvestor Carlyle demonstriert. Mit großem Erfolg: Carlyle hat sich öffentlich zurückgezogen und andere rein Rendite-orientierte Private Equity Fonds ebenso. Die Gründung der hnGeno eG durch Betriebsrat, Kunden, Mitarbeiter und nachhaltig interessierten Menschen sowie ihre öffentliche und ernsthafte Kaufabsicht hat ebenso einiges dazu beigetragen.
Doch wir sind noch nicht am Ziel: Am Samstag, 17. Dezember 2011 – dem Jahrestag der Demo gegen Carlyle – wollen wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern, dem hessnatur-Betriebsrat, Mitarbeitern, Kunden, Attac und dem Kampagnen-Bündnis „Betriebe in Belegschaft“ den hessnatur-Eigentümer KQMT dazu auffordern, hessnatur endlich an die Genossenschaft zu verkaufen! Die Community darf nicht länger im Unklaren gelassen werden über die Zukunft des Unternehmens, dem im Januar 2012 zudem eine Veränderung des Managements ins Haus steht, da ein zweiter Geschäftsführer seitens der Management-Holding Primondo Speciality Group (PSG) bestellt wurde.
Kommen auch Sie nach Düsseldorf und demonstrieren Sie mit uns unter dem Motto “hessnatur an die hnGeno!”. Treffpunkt ist um 11.30 Uhr vor dem Eingang des Hauptbahnhofs in Düsseldorf. Von dort geht es zum hessnatur-Eigentümer, dem KarstadtQuelle Mitarbeiter Trust e.V. (KQMT) und dann über den Weihnachtsmarkt zurück zum Bahnhof.
Wir wissen, dass ein Verkauf nach wie vor geplant ist. Rein finanziell interessierte Investoren wurden offenbar nachhaltig abgeschreckt, wärend die hnGeno nach wie vor bereit ist und die Mittel hat, um hessnatur zu kaufen.
Zeigen auch Sie dem Verkäufer ihre Meinung und kommen sie am 17. Dezember mit uns nach Düsseldorf!
Herzliche Grüße,
Walter Strasheim-Weitz Christina Pöttner Dagmar Embshoff
P.S.: 2012 ist übrigens das UN-Jahr der Genossenschaft (“coopsyear”). Vorurteile gegenüber Genossenschaften sind von gestern, denn Kooperativen stehen für demokratisches und nachhaltiges Wirtschaften!
Wir freuen uns über jeden Teilnehmer :-)
Herzliche Grüße
Tanja
http://www.scharf-links.de/47.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=20667&tx_ttnews%5BbackPid%5D=56&cHash=dff050cbc2
Kampagne Betriebe in Belegschaftshand
16.12.11
Bewegungen, Wirtschaft, NRW, Düsseldorf
von Attac Deutschland
Genossenschaft statt Spekulanten – Hessnatur in die Hände von Kunden und Belegschaft!
Aktion in Düsseldorf / Ein Jahr Widerstand gegen Verkauf an Private Equity
Samstag, 17. Dezember 2011, 11.30 Uhr
Start am Hauptbahnhof Düsseldorf, von dort Demo zum KQMT-Sitz, Immermannstraße 51
"Genossenschaft statt Spekulanten – Hessnatur in die Hände von Kunden und Belegschaft": Unter diesem Motto ziehen Aktive der Kampagne Betriebe in Belegschaftshand, des globalisierungskritischen Netzwerks Attac sowie der von Mitarbeitern und Kunden gegründeten Genossenschaft hnGeno am Samstag vor den Düsseldorfer Sitz des Karstadt-Quelle-Mitarbeiter-Trusts (KQMT/Eigentümerin von Hessnatur).
Sie fordern den Verkauf des Naturtextilversenders Hessnatur an die hnGeno. Die Aktivisten verteilen auch Kekse an Passanten – nach der Devise "Spekulatius statt Spekulanten".
Am 17. Dezember vor genau einem Jahr ging Attac mit einer Protestaktion vor dem Hessnatur-Sitz in Butzbach an die Öffentlichkeit, um den Verkauf des Naturtextilherstellers an den Rüstungsinvestor und Private-Equity-Fonds Carlyle zu verhindern. Der Demonstration schlossen sich spontan 200 Hess-Natur-Mitarbeiter und -Kunden an. Attac sammelte in kurzer Zeit 10.000 Boykottandrohungen gegen Hess-Natur für den Fall seines Verkaufs an Carlyle.
"Unsere Proteste waren erfolgreich - wir haben Carlyle verhindert. Aber nicht nur das: Gemeinsam mit der Kampagne Betriebe in Belegschaftshand, dem Betriebsrat und Kunden Hessnaturs haben wir mit der Gründung der Genossenschaft auch eine konkrete Alternative ins Spiel gebracht", sagte Jutta Sundermann vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.
Erneut Kaufwillen bekundet
"Wir haben alles vorbereitet, um Hessnatur zu einem Leuchtturmprojekt nicht nur für ökologisch und fair produzierte Textilien, sondern auch für Solidarische Ökonomie und Wirtschaftsdemokratie zu machen", betonte Dagmar Embshoff vom Vorstand der der hnGeno. "Wir wollen wieder an den Verhandlungstisch."
Erst vor einigen Wochen hat die Genossenschaft dem KQMT erneut ihren Kaufwillen schriftlich bekundet. Ein Bieterverfahren, an dem sich auch die hnGeno beteiligte, hatte KQMT im Sommer abgebrochen.
Mehrere tausend Personen haben die Aufnahme in die Genossenschaft beantragt und ein beträchtliches Eigenkapital gesammelt. Nach wie vor gehen Mitgliedsanträge ein. Hessnatur gehörte bis zum Konkurs von Arcandor zum Konzernverbund. Der öko-faire Textilversender ist dabei kein Pleiteopfer: Noch nie hatte das Unternehmen so gute Jahresergebnisse wie 2011, dem Jahr, in dem viele Kundinnen und Kunden auch wegen des aktuellen Konfliktes auf das Unternehmen aufmerksam wurden. Dagmar Embshoff: "Nun fordern die Kundinnen und Kunden Transparenz und Teilhabe, wohl wissend, dass sie es eigentlich sind, die Hessnatur tragen."
* News der hnGeno:
http://www.hngeno.de/2011/12/06/neues-von-der-hngeno-%E2%80%93-es-geht-weiter
* Bundesweite Attac-AG Solidarische Ökonomie:
http://www.attac-netzwerk.de/ag-solioeko/?L=2
* Netzwerk Solidarische Ökonomie:
http://www.solidarische-oekonomie.de
hier freut man sich über einen guten Kommentar von euch
HnGeno Genossenschaft
http://wir-sind-die-konsumenten.de/
Berlin – Im Auftrag einiger Kunden von hessnatur haben zwei Berliner eine Webseite eingerichtet, über die Kunden dem Unternehmen ihren „Konsumentstandpunkt“ mitteilen können: Ihre Meinung zu dem geplanten Verkauf des Unternehmens, und vor allem ihr zukünftiges Konsumverhalten in Bezug auf dessen Produkte. Hintergrund ist die Gründung der Genossenschaft hnGeno durch Arbeiter und Kunden von hessnatur, um den geplanten Verkauf an die Private-Equity-Gesellschaft Carlyle zu verhindern. Durch die Artikulation der eigenen Kaufabsicht über die Webseite wir-sind-die-konsumenten.de wollen Kunden deutlich machen, dass die hnGeno mit der Treue ihrer Kunden rechnen darf, sollte sie das Unternehmen kaufen dürfen, und dass bei einer Fair-Trade-Marke diese Kundentreue nicht auf jeden beliebigen Eigentümer übertragen werden kann. Es ist nicht auszuschliessen, dass eine umfassende Bekanntmachung der Kundenwünsche einen Einfluss auf die Verkaufsverhandlungen haben wird, da der Wert eines Unternehmens entscheidend von seinen Kunden abhängt.
und hier noch eine Seite für gute Wünsche
www.hngeno-positiv.de
also schreibt fleißig :-)
Ich wünsche allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten
Rutsch ins neue Jahr.
Herzliche Grüße
Tanja
Publiziert am 21. Januar 2012 von Redaktion
BUTZBACH (Pressebericht)
Die Arbeitsgemeinschaften SPD AfA – Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, SPD 60plus -Arbeitsgemeinschaft für Senioren – des Wetteraukreises, vertreten durch den Vorsitzenden Karlheinz, Hümmer Butzbach und der Ortsverein der SPD Butzbach, vertreten durch den Vorsitzenden Michael Mentz, der Bürgermeister der Stadt Butzbach Michael Merle und als Gast der Landrat des Wetteraukreises Joachim Arnold, laden die Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung zur Situation der Firma Hess Natur recht herzlich ein.
Die Veranstaltung findet am 30.01.2012 um 19.00 Uhr im Gruppenraum Bürgerhaus Butzbach Gutenbergstr.19 in 35510 Butzbach statt. Thema des Abends wird der bevorstehende Verkauf des mittlerweile über die europäischen Grenzen hinaus bestens etablierten, einmaligen ökologischen Textilien-Unternehmens sein. Die Arbeitsgemeinschaft sieht darin die drohende Gefahr eines Verkaufs an einen Finanzinvestor, wie es in 2011 bereits drohte, oder gar eine Zerschlagung.
Bei der Firma Hess Natur handelt es sich um ein Unternehmen, das in jahrzehntelanger Arbeit von den Mitarbeitern und der Kundschaft des Unternehmens erfolgreich aufgebaut wurde. Walter Strasheim-Weitz, Vorstand und Mitgründer der neu gegründeten Genossenschaft hnGeno, wird allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die seitherigen Details vorstellen und Fragen beantworten. Es ist zu begrüßen, dass sich mittlerweile schon mehr als 3000 Frauen und Männer angeschlossen haben, damit auf keinen Fall, und dies gilt es mit allen Mitteln zu verhindern, sich hier „Heuschrecken“ einkaufen und somit das Unternehmen zerschlagen.
Laut Presseberichten hat Hess Natur im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Rekordergebnis erzielt, hier müssten doch auch bei den verantwortlichen Politikern auf allen Ebenen die Alarmglocken läuten. Letztendlich werden bei der Zerschlagung eines Unternehmens, wie wir ja bestens Land-auf und Land-ab feststellen können, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze vernichtet – von dem Wegfall der Steuern für die Kommune erst gar nicht zu sprechen. Wir dürfen diesen Prozess der Vernichtung der Firma Hess Natur nicht mitmachen. Wir als Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht wie zu oft in den vergangenen Jahren in unserer Stadt geschehen, den Preis der Vernichtung von Arbeitsplätzen hinnehmen. Wir Bürgerinnen und Bürger müssen hinter der Forderung der Mitarbeiter stehen.
Wir Bürgerinnen und Bürger und die zahlreichen Kunden müssen für den Erhalt des Unternehmens in der einzig richtigen Weiterführung als Genossenschaft kämpfen.
Wir, die Veranstalter hoffen, dass es die politisch Verantwortlichen aller Couleur verstehen worum es hier geht. In Hoffnung auf regen Besuch möchten wir Sie alle recht herzlich zu dieser wichtigen Veranstaltung einladen.
Jeder ist herzlich willkommen :-)
Liebe Grüße
Tanja
Hessnatur-Übernahme geht in Runde zwei
Im zweiten Quartal 2012 soll der Verkauf des Ökotextil-Labels Hessnatur über die Bühne gehen. Die Mitarbeiter-Genossenschaft hnGeno sieht sich inzwischen als einzigen Bieter.
Von Thomas Kopp
Butzbach. Walter Strasheim-Weitz "Es ist für die 360 Mitarbeiter zermürbend, in einer schier endlosen Verkaufsphase zu stecken", sagt hnGeno-Vorstand Walter Strasheim-Weitz, der gleichzeitig Betriebsratsvorsitzender im Unternehmen ist. Hessnatur in Butzbach gehört noch zur Primondo Specialty Group (PSG) des insolventen Konzerns Arcandor (Karstadt, Quelle). Jetzt aber scheint Bewegung in die Sache zu kommen.
Strasheim-Weitz beruft sich auf Matthias Siekmann, ehemaliger Geschäftsführer von Hessnatur, jetzt an gleicher Position bei PSG. Der habe ihm mitgeteilt, dass der ausgesetzte Verkaufsprozess im zweiten Quartal 2012 fortgeführt wird. Die erste Phase war am 21. Juni 2011 ausgesetzt worden. "Eigentlich hätten wir an diesem Tag die Sektkorken knallen lassen müssen", sagt Strasheim-Weitz. Denn schließlich seien auch andere Bieter nicht berücksichtigt worden, etwa Paragon Partners, ein Privat-Equity-Fonds.
Jetzt geht hnGeno davon aus, der letzte seriöse Bieter im Rennen zu sein. Um im Vergleich zum vorigen Verkaufsprozess zu punkten (damals wurden eine zu geringe Kaufsumme, unsolide Finanzierung und Verhaltensfehler seitens des Verkäufers moniert), soll ein strategischer Partner ins Boot geholt werden. Es handele sich um ein branchennahes Familienkonglomerat. Näher wollte sich Strasheim-Weitz aber noch nicht dazu äußern.
Ein Schub für Hessnatur
Weiterhin werde hnGeno eine massive PR-Kampagne starten. Dies habe die Genossenschaft auch schon vorher getan und damit maßgeblichen Anteil daran gehabt, dass Hessnatur mit einer Steigerung von 60 auf 72 Millionen Euro Umsatz das beste Geschäftsjahr seit Gründung des Unternehmens 1976 hingelegt habe. Strasheim-Weitz begründet das damit, dass Kunden sich mit hnGeno solidarisierten, ihren weiteren Einkauf beim Label aber von der Übernahme durch die Genossenschaft abhängig machten.
Dass der Kaufpreis durch dieses Verhalten steigen kann, habe auch Strasheim-Weitz schon vernommen. "Ich bezahle aber nichts, was ich selber generiert habe", gibt er sich kämpferisch. Man werde einen "guten Preis bieten", dabei aber berücksichtigen, dass Hess Natur nicht nach wenigen Jahren wegen zu hoher Zinszahlungen vor dem Aus stehe. Doch im Vergleich zum Juni habe man nun das "x-fache an Mitteln" zur Verfügung.
Zur Unterstützung des Kaufwunsches hätten sich bereits "weiße Ritter" der Branche bei hnGeno gemeldet. Strasheim-Weitz kalkuliert nach der Übernahme mit einem Wachstum von 1,5 bis 3,0 Prozent pro Jahr, eine Umsatzrendite von acht Prozent sei machbar. Die rund 3000 Teilhaber sollen nach dem Kauf vier Prozent Rendite erhalten.
Auch der Wetterauer Landrat Joachim Arnold und Butzbachs Bürgermeister Michael Merle (beide SPD) haben privat Anteile gekauft. Das Stadtoberhaupt verspricht sich aber nicht nur einen privaten Gewinn, sondern will das Unternehmen auch wieder als Steuerzahler in seiner Stadt wissen. Dass der Run auf die Anteile weiterhin Bestand hat, steht für Strasheim-Weitz fest. "Innerhalb der nächsten Wochen werden wir unser Angebot festgelegt haben. Dann wird es keine Anteile mehr geben."
Artikel vom 01. Februar 2012, 03.26 Uhr (letzte Änderung 01. Februar 2012, 10.10 Uhr)
Es geht weiter, freu :-)
Liebe Grüße
Tanja
es gibt einen neuen Newsletter der hnGeno eG, hier der Link
http://www.hngeno.de/neue/neuigkeiten/
und hier der Text:
Verkaufsprozess für hessnatur ab April 2012
Publiziert am 29. Februar 2012 von hnGeno
Liebe Freunde und Mitglieder der hnGeno,
auch wenn der Verkauf von hessnatur im vergangenen Jahr vom Karstadt Quelle Mitarbeiter-Trust (KQMT) gestoppt wurde, rechnen wir uns sehr gute Chancen aus, jetzt im neuen Verkaufsprozess den Zuschlag für hessnatur zu bekommen. Denn die hessnatur-Managementholding Primondo Speciality Group (PSG) wird, so ihre Ankündigung in der Presse, den Verkauf des Ökomodelabels im 2. Quartal 2012, sprich ab April, wieder aufnehmen.
Wie im vergangenen Newsletter bereits angekündigt, waren wir in den vergangenen Monaten aktiv, haben ein integratives Nachhaltigkeitskonzept für hessnaturals Genossenschaft entwickelt und gemeinsam mit unserem strategischen Partner (den wir in Kürze öffentlich vorstellen werden) die Finanzierung für den Kauf von hessnatur auf lange Sicht sichergestellt, um im neuen Verkaufsprozess schnell und zielsicher agieren zu können.
Wie Sie sich vielleicht erinnern, hat die PSG der hnGeno im Zuge des Verkaufsprozesses im vergangenen Jahr eine mangelnde Finanzierung vorgeworfen. Dem war seinerzeit nicht so. Um dieses aus unserer Sicht fadenscheinige Argument zu entkräften, werden wir uns im neuen Anlauf zusammen mit unserem Partner ganz klar als solvente Genossenschaft positionieren.
Den neuen Verkaufsprozess wollen wiröffentlichkeitswirksam begleiten – sofern dies selbstverständlich im Rahmen der Verhandlungen und Gespräche mit dem Eigentümer möglich ist. Dafürhaben wir unser Kommunikationskonzept neu abgestimmt und werden passend zum diesjährigen UN-Jahr der Genossenschaften in Interviews und Pressegesprächen die Vorteile der Geschäftsform der Genossenschaft, unsere Strategie für die Weiterführung und -entwicklung von hessnatur als auch unsere finanzielle Basis transparent machen.
Auch Sie können und sollen in unserer Kommunikationweiterhin eine wichtige Rolle spielen: In Zukunft werden wir Sie regelmäßig einmal pro Monat über den aktuellen Stand informieren. Was uns sehr freut: Eine Initiative von Berliner hessnatur-Kunden sammelt unter der Internetadresse www.wir-sind-die-konsumenten.de Stimmen aus der Community, die sich zu Einkäufen bei hessnatur bereit erklären – wenn die Genossenschaft das Unternehmen übernimmt und damit eine nachhaltige Weiterführung und Weiterentwicklung garantiert ist. Und das vor allem, ohne dass der Jahresgewinn in Konzernkassen gespült wird. Beteiligen auch Sie sich und signalisieren Sie damit dem Verkäufer bzw. auch möglichen anderen interessierten Finanzinvestoren, dass hessnatur einzig und allein mit dem Geld seiner Community erfolgreich ist. Damit wird ein Verkauf von hessnatur an andere Investoren weiter unwahrscheinlicher.
Jeder andere potenzielle Käufer wird hessnatur reinprofit-orientiert führen. Aktuell erleben wir einen Paradigmen-Wechsel in der Wirtschaft. Rendite um jeden Preis ist und kann nicht nachhaltig sein. Natürlich wird auch die Genossenschaft wirtschaftlich arbeiten:Das Konzept sieht vor, die strengen ökologischen und sozialen Standards von hessnatur beizubehalten, die Nachhaltigkeitsansätze gleichwohl weiter auszubauenund dabei immer ökonomisch zu handeln. Unter der Konzernregie von Arcandor ist das in der Form nicht möglich gewesen, wie es jetzt die hnGeno vorhat. In dieser Hinsicht arbeiten wir bereits an einem Stiftungskonzept zur nachhaltigen Etablierung weiterer Projekte in der Wertschöpfungskette. Zusammen mit unserem strategischen Partner haben wir auch die Gemeinwohlökonomie-Matrix in unsere Genossenschaftsverträge aufgenommen, die wir Ihnen im kommenden Newsletter vorstellen möchten.
Wichtig ist noch einmal festzuhalten, dass hessnatur verkauft werden wird. Dies steht außer Frage, denn der KQMT als Eigentümer braucht das Geld vom Verkauf, um weiterhin Betriebsrenten an die Karstadt-Pensionäre zahlen zu können., wie bereits in der Presse vom Juni letzten Jahres zu lesen war.Deswegen wird hessnatur einen neuen Eigentümer bekommen.
Wir von der hnGeno sehen uns weiterhin als der einzig ernstzunehmende Kaufinteressent, und wissen, dass die Kunden einen Kauf seitens der Genossenschaftwollen. Unterstützen Sie uns weiter in unserem Vorhaben, empfehlen Sie unsere Internet- und Facebookseite und werben Sie für Anteile an der Genossenschaft. Wir freuen uns über den Zuwachs an Mitglieder in den vergangenen Wochen und Monaten.
Vielen Dank für Ihre Treue und Unterstützung!
Herzliche Grüße,
Walter Strasheim-Weitz Christina Poettner Dagmar Embshoff
- Vorstand der hnGeno -
es gibt eine neue Pressemitteilung der hnGeno eG:
http://www.hngeno.de/2012/05/30/hngeno-und-dih-wollen-gemeinsam-hessnatur-erwerben/
hnGeno und DIH wollen gemeinsam hessnatur erwerben
Publiziert am 30. Mai 2012 von hnGeno
Liebe Freunde und Mitglieder der hnGeno,
wir freuen uns, Ihnen und Euch zusammen mit unserem strategischen Partner, der Deutschen Industrie Holding (DIH), nachfolgende Pressemitteilung bekanntzugeben, die heute veröffentlicht wird.
PRESSEMITTEILUNG
hnGeno und DIH wollen gemeinsam hessnatur erwerben
■Zusammenarbeit zwischen der Genossenschaft mit dem Mittelstandsinvestor notariell beurkundet
■Offerte an den bisherigen Eigentümer geplant
■Gemeinsames Konzept sieht Weiterentwicklung und Forcierung der nachhaltigen Ausrichtung von hessnatur vor
Vertragsunterzeichnung in Butzbach mit (v.l.) Walter Strasheim-Weitz, Christina Pöttner (beide hnGeno) und Matthias von Tettau (DIH)
Butzbach, 30. Mai 2012. Die hnGeno eG, die Genossenschaft zur Weiterführung von hessnatur, plant gemeinsam mit der Deutschen Industrie-Holding (DIH) das Naturmodeunternehmen zu erwerben, das Geschäft weiterzuführen und weiter zu entwickeln. Ein entsprechender Konsortialvertrag wurde bereits notariell beurkundet.
In den kommenden Wochen wird das Konsortium Kontakt zu dem bisherigen Eigentümer, der Primondo Specialty Group (PSG) aufnehmen, um sich über den Ablauf und die Möglichkeiten eines Kaufprozesses zu verständigen. Zuletzt wurde ein geplanter Verkauf im vergangenen Jahr ausgesetzt.
„Mit der DIH als strategischem Partner können wir von deren Erfahrung im Bereich Textilien und stationärer Handel und auch bei Eintritt in neue Märkte profitieren. Uns beeindruckt bei der DIH besonders, wie sehr sie sich mit dem sozialen und ökologischen Konzept von hessnatur auseinandergesetzt hat und identifiziert“, sagt Walter Strasheim-Weitz, Vorstand der hnGeno.
Auch seitens der DIH wird in der Weiterentwicklung des bestehenden Konzepts ein großes Potenzial gesehen. „Ungeachtet der Tatsache, dass wir mit hessnatur profitabel wirtschaften wollen, wissen wir, dass die enorme Entwicklung des Unternehmens mit seiner Glaubwürdigkeit und seiner Transparenz zusammenhängt. Diese wollen wir erhalten und sinnvoll ausbauen“, erläutert Matthias von Tettau, Geschäftsführender Gesellschafter der DIH.
Das Konsortium, an dem die hnGeno zu 51 % und die DIH zu 49 % beteiligt ist, ist zuversichtlich, einen angemessenen Kaufpreis für hessnatur aufzubringen. Sollten sich weitere hessnatur-Kunden, nachhaltig interessierte Privatpersonen oder Institutionen an dem Konsortium beteiligen wollen, können diese weiterhin Genossenschaftsanteile an der hnGeno erwerben und stärken damit weiter den Eigenkapital-Anteil der Genossenschaft.
Es geht also weiter und mit großen Schritten voran.
Herzliche Grüße
Sternchen
http://www.derhandel.de/news/unternehmen/pages/Online--und-Versandhandel-Schweizer-Investoren-uebernehmen-Hessnatur-8627.html
Offenbar wurde hier eine ganz miese Hinterzimmer-Tour durchgezogen, die angesichts des Managements der Primondo Specialty Group aber nicht ganz unerwartet kommt. Und ob dieser Finanzinvestor "nachhaltig" ist, darf man getrost bezweifeln. Nachhaltig zählt für solche Unternehmen nur die Renditemaximierung.
http://www.hngeno.de/2012/06/01/aktuelles_geschehen/
Schweizer Investor will hessnatur übernehmen
Publiziert am 1. Juni 2012 von hnGeno
Liebe Freunde und Unterstützer der hnGeno,
heute haben wir in kürzester Zeit verschiedene Presseberichte zur Übernahme von hessnatur durch den Schweizer Finanzinvestor Capvis zu bewerten und diese auch in den Kontext der eigenen Vorgehensweise zu setzen. Wir werden uns entsprechend über Capvis informieren.
Vergangene Woche fand ein persönliches Gespräch mit Herrn Haselmann vom KarstadtQuelle Mitarbeitertrust (KQMT) statt. An den Pensionfonds KQMT ist hessnatur verpfändet. Das Ergebnis des Gesprächs war, dass man ein Angebot des Konsortiums hnGeno-DIH bei einem Ankaufsfaktor von 7 berücksichtigen würde.
Das war vor neun Tagen – umso mehr überrascht uns nun die heutige Mitteilung, dass Capvis der neue Eigentümer von hessnatur werden soll. Nach wie vor sind wir überzeugt, dass die hnGeno in ihrer Struktur den höchsten Kaufpreis für hessnatur gezahlt hätte und zahlen kann. Im folgenden haben wir den Ablauf eines Kaufprozesses skizziert, der auch aufzeigt, dass wir immer noch eine Chance haben, hessnatur kaufen zu können:
1.Es werden Kaufpreise auf Basis des EBITs errechnet, die man mittels einem Ankaufsfaktor, in diesem Fall x 7, errechnet. Dies würde bedeuten, dass wir einen Kaufpreis von ca. 30 bis 35 Mio € bieten.
2.Es wird ein erstes Angebot, das eine Finanzierungsbestätigung enthält, bestehend aus Eigenkapital und Fremdkapital, an den Verkäufer abgegeben.
3.Danach folgt eine entsprechende Überprüfung des zu kaufenden Unternehmens und Verhandlungen über Abzugspositionen oder Garantien. Dies wird in einem Ankaufsvertrag festgehalten.
4.Sofern der Ankaufsvertrag ausgehandelt wurde und dieser unterzeichnet wird, spricht man vom sogenannten Signing.
5.Nach dem Signing sind offene Fragen endgültig zu klären, Garantien auszutauschen und der endgültige Abschluss des Ankaufsvertrages vor einem Notar durchzuführen. Dies nennt man dann Closing, da danach keine Veränderungen oder neue Angebote berücksichtigt werden können.
Nach uns vorliegenden Informationen aus Finanzkreisen hat Capvis nicht den vom Konsortium möglichen Kaufpreis geboten und ist im Signing. Da zwischen Signing und Closing noch einiges passieren kann, wird die hnGeno zusammen mit der DIH weiter die Fremdkapitalseite finalisieren und ein entsprechendes Angebot gemäß dem Gespräch mit Herrn Haselmann abgeben.
Leider wurde der Verkaufsprozess von Anfang an unter schwierigen Bedingungen geführt, sodass es jetzt wichtig ist, dass die hnGeno weiterhin Ihre Unterstützung und auch Mithilfe für weiteres Eigenkapital erhält.
Wir danken Ihnen für Ihre Treue, bitte unterstützen Sie uns weiter in derselben positiven Weise wie in den vergangenen Monaten!
Herzliche Grüße
Walter Strasheim-Weitz Christina Pöttner
- Vorstand der hnGeno -
Noch ist es nicht zu spät, aber wir müssen jetzt massiv kämpfen, bitte unterstützt die MitarbeiterInnen von hessnatur und die hnGeno eG.
Vielen Dank und liebe Grüße
Sternchen
hier ein paar neue Links zu dem Thema:
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/butzbacher-oekomode-haendler-verkauf-von-hess-natur-umstritten-11774151.html
http://www.scharf-links.de/43.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=25419&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=c3b3173510
Die neuesten Infos findet ihr immer auch unter:
http://www.hngeno.de/neue/medienresonanz/
Es wäre super, wenn sich auf der Konsumentenseite von Berlin noch mehr Leute
eintrage würden
www.wir-sind-die-konsumenten.de
Herzliche Grüße
Sternchen
hessnatur hat Capvis - und wird es wieder los!
hier ein paar Links zu neuen Artikeln
http://www.derhandel.de/news/unternehmen/pages/Hessnatur-Schicksal-Neuer-Hessnatur-Eigner-will-Mitarbeiter-beruhigen-8671.html
http://www.bio-markt.info/web/Fachwissen/Allgemeines/Neuer_Investor_von_Hess_Natur_umstritten/72/83/0/12613.html
Liebe Grüße
Sternchen
http://www.schrotundkorn.de/wp/2012/06/14/unklarheit-ueber-zukunft-von-hess-natur/
Liebe Grüße
Sternchen
http://www.jungewelt.de/2012/07-04/019.php
»Beobachten die Aktivitäten von Capvis mit Argusaugen«
Der Schweizer Finanzinvestor hat den deutschen Ökomode-Pionier »hessnatur« geschluckt. Ein Gespräch mit Dagmar Embshoff
Interview: Ralf Wurzbacher
Dagmar Embshoff ist aktiv im Forum Solidarische Ökonomie (*SÖ) und im globalisierungskritischen Netzwerk ATTAC
Vor eineinhalb Jahren drohte der Verkauf der führenden deutschen Ökomodefirma »hessnatur« an den US-amerikanischen Private-Equity-Fonds Carlyle (jW berichtete). Daraus wurde nichts, auch wegen der Proteste von Belegschaft und Kunden. Vergangene Woche hat nun der Schweizer Finanzinvestor Capvis das Unternehmen geschluckt. Ist das das kleinere Übel?
Der einzige Unterschied ist, daß Capvis nicht selbst in Rüstung investiert. Einige Fonds, wie etwa Habourvest, die Geld bei Capvis angelegt haben, tun dies aber sehr wohl. Das Hauptinteresse jedes Private-Equity-Fonds ist, hohe Renditen für seine Anleger zu erwirtschaften. Je nach Kaufpreis und Renditeerwartung ist der Druck unterschiedlich hoch. Solange »hessnatur« hinreichend abwirft, mag das im Einklang mit den bisherigen ökologischen und sozialen Standards passieren. Einigen Kunden wird dennoch nicht gefallen, daß Capvis und seine Anleger an dem verdienen, was sie an Aufpreis für ökologische und faire Arbeitsbedingungen zahlen. Außerdem hat der Fonds mit der Biobranche keinerlei Erfahrung.
Womit verdiente der bislang sein Geld?
Capvis hat bisher rund 40 Unternehmen gekauft und nach wenigen Jahren an einen anderen Investor weiterverkauft oder an die Börse gebracht. Manche wurden auch zerschlagen und dann in Teilen verkauft, andere sind in die Insolvenz gegangen. Sicher ist vor allem, daß die Zukunft von »hessnatur« ungewiß ist. Der Betriebsrat der Küchengerätefirma WMF, die ebenfalls von den Schweizern übernommen wurde, berichtete, daß der Betrieb »strikt auf Rendite getrimmt« worden sei und ein Teil der Produktion nach China verlagert wurde. Auch sank die Zahl der Tarifverträge. Oft kommen die Entlassungen oder die Insolvenz auch erst beim zweiten oder dritten Investor, wenn finanziell nichts mehr zu holen ist.
Der Beteuerung des Capvis-Managements, an den ökologischen und sozialen Standards von »hessnatur« festzuhalten, trauen Sie also nicht?
Sobald die Umsätze nicht den Erwartungen entsprechen, wird Capvis die Rendite über alles andere gehen. Die Prioritäten und Werte beider Unternehmen stehen sich dann diametral gegenüber. Es fehlt auch an schriftlichen Garantien. Einige Kunden haben daher im Internet ihren Boykott angekündigt. Sehr viele sehen die von Kunden und Belegschaft gegründete hnGeno eG als die bessere Alternative und hoffen nun, daß Capvis »hessnatur« über kurz oder lang an diese Genossenschaft weiterverkaufen wird.
Im Übernahmepoker um »hessnatur« kam die Genossenschaft nicht zum Zug. War der Ansatz nicht naiv?
Die hnGeno eG war kurz nach Gründung im vergangenen Frühjahr ins Bieterverfahren aufgenommen worden und hatte ein ernstzunehmendes Angebot eingereicht. Inzwischen wäre sie sogar in der Lage, einen noch höheren Kaufpreis zu zahlen.
In der juristischen Auseinandersetzung hat der Betriebsrat inzwischen das Handtuch geworfen. Weshalb?
Zwischen dem Einreichen der Klage und dem Verhandlungstermin konnte der Verkauf an Capvis abgeschlossen werden. Das Ziel einer aufschiebenden Wirkung des Prozesses war damit nicht mehr erreichbar. Der gesamte Vorgang verlief reichlich eilig und intransparent. Die geringen Konsequenzen beim Verstoß gegen die Informationspflichten laut Betriebsverfassungsgesetz werden in solchen Fällen einfach in Kauf genommen.
Welche Möglichkeiten der Gegenwehr bleiben noch?
ATTAC, die Kampagne für Saubere Kleidung, die hnGeno eG und viele Kunden werden Capvis’ Aktivitäten bei »hessnatur« mit Argusaugen beobachten. Doch das Ganze hat eine neue Dimension über den bekannten Öko-Textilpionier hinaus erreicht: Das Kampagnen-Bündnis »Betriebe in Belegschaftshand« fordert ein generelles Mitbestimmungsrecht für Betriebsräte bei Unternehmensverkäufen. Schließlich ist die Belegschaft bei einem Besitzerwechsel am stärksten betroffen. Nicht nur bei Unternehmensverkäufen, sondern auch bei drohender Insolvenz und Nachfolgeproblemen im Betrieb sehen die beteiligten Organisationen Betriebsfortführungen durch Belegschaften als eine sinnvolle Perspektive.
Liebe Grüße
Sternchen
Publiziert am 7. Juli 2012 von Admin
BUTZBACH. Die von hessnatur-Kunden, Lieferanten und der Belegschaft gegründete Genossenschaft hnGeno eG hält an ihrem Ziel fest, hessnatur fortzuführen. „Mit Erstaunen haben wir der Presse die Aussage des Private Equity Fonds Capvis entnehmen können, die Genossenschaft hnGeno müsse nach dem mittlerweile abgeschlossenen Verkauf von hessnatur aufgelöst werden.“, erklärt Andrea Rothkegel, Aufsichtsratsvorsitzende der hnGeno eG. „Unserer Satzung und dem Genossenschaftsgesetz nach müssten hierzu drei Viertel der Mitglieder bei einer Generalversammlung zustimmen. Für die Einberufung einer solchen Versammlung sehen wir derzeit keinen Anlass.“, so Rothkegel weiter. Ebenso sehe man anders als hessnatur-Eigentümer Capvis den Vorstand der hnGeno in keinem Interessenkonflikt durch seine Tätigkeit als Betriebsrat bei hessnatur.
Es sei keinesfalls ausgeschlossen, dass die hnGeno eG die eigenen Ziele zu einem späteren Zeitpunkt erreichen werde. Schließlich habe Capvis zugegeben, nur vorübergehendes Interesse an hessnatur zu haben. Für den Pionier im Bereich ökologischer und fairer Textilien sei eine Fortführung in Verbindung mit der hnGeno eG nach wie vor die sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltigste Alternative.
Kontakt: Andrea Rothkegel, AR-Vorsitzende hnGeno eG, Tel.: 0160 / 96 98 23 25.
es gibt große Veränderungen bei hessnatur, hier die Pressemitteilung des Betriebsrates
http://www.karmakonsum.de/wp-content/uploads/2012/08/20120808_PM_hessnatur.pdf
Pressemitteilung des Betriebsrates von hessnatur
Betriebsrat bedauert Ausscheiden von Wolf Lüdge
Herzliche Grüße
Sternchen
http://etailment.de/2012/hess-natur-neuer-aerger-im-biowolle-paradies/
Wie kann man nur so stumpf lügen wie Capvis?
Immerhin: Der Kundenprotest scheint sich auch in Zahlen niederzuschlagen..
http://www.dreigliederung.de/news/12083100.html ("Capvis: Fährt Hessnatur Karussell mit Bertelsmann?")
http://www.dreigliederung.de/news/12083101.html ("Hessnatur: Boykott führt zu Gewinnrückgang von 45%")
http://www.dreigliederung.de/news/12090600.html ("Capvis: Ökopionier ohne Kopf? Bei Hessnatur geht die Angst um")
http://www.dreigliederung.de/news/12090601.html ("Hessnatur versus Capvis: Marc Sommer und das Kommunikationsproblem")
ich habe jetzt erst mitbekommen,dass hess natur nun verkauft wurde - das klingt ja alles sehr zweifelhaft. Gibt es da Neuigkeiten? Kann man da wieder/weiter ohne schlechtes Gewissen einkaufen? Momentan habe ich entschieden fürs Erste nichts mehr bei hess natur zu kaufen,,,