Liebes Werder Bremen,


obwohl ich aus Süddeutschland komme, warst Du mir meistens sympathisch.

Immer wieder warst Du ein ernstzunehmender Konkurrent für den FC Bayern. Statt im schnelllebigen Trainer-Wechsel-Geschäft mitzulaufen, hast Du unaufgeregt zwei Trainer-Dynastien sich erheben lassen.

Dabei hast Du immer angenehm nordisch gewirkt. Leicht mürrisch, so dass man Lust auf ein Pils bekam.

In den letzten Jahren hast Du nacheinander die Abgänge von drei großartigen Spielmachern verkraften müssen, die Du zuvor fast aus dem Nichts herbeigezauberr hattest: Johann Micoud, Diego und Mezut Özil. Trotzdem hast Du es irgendwie geschafft. Zugegeben, das Fehlen des Letzen macht Dir immer noch Schwierigkeiten. Aber dafür tust Du mir jetzt nicht mehr Leid.

Wie ich höre, willst du für Wiesenhof werben, Deutschlands verschrieensten Geflügel-Produzenten.
Und wer unsägliche Massetierhaltung mit seinem Gesicht gutheisst, den mag ich nicht.

Viele Grüße,
ein enttäuschter ehemaliger Sympathisant

P.S.: Wahrscheinlich wird auch diese Saison keine gute für Dich, wenn Deine Spieler beschämt, in gebückter Haltung dem Ball hinterher rennen müssen.



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