Zugegeben, meine märchenhafte Einleitung hinkt etwas – aber warum geradeaus schreiben, wenn die Protagonisten der Geschichte schräg daherkommen bzw. gerade gefallen sind ...?



PETA und der Wulff


Soeben ist bei mir die Pressemeldung der Tierschutzorganisation PETA zum Rücktritt von Bundespräsident Wulff eingetrudelt. Darin heißt es:

„Wulff trieb in Niedersachsen die konventionelle Massentierhaltung massiv voran. So ernannte er Grotelüschen als Landwirtschaftsministerin, obwohl diese von der Mastputen-Brüterei Ahlhorn GmbH & Co KG stammt. Angesichts der vor allem durch die UN auch aktuell wieder bestätigten Fakten, dass die Fleischproduktion als einer der Hauptverursacher der Klimakatastrophe gilt, war die Ernennung Wulffs zum Bundespräsidenten nicht akzeptabel. Horst Köhler war in Fragen des Tierschutzes sehr sensibel und aufgeschlossen."

Zur Erklärung: Als Astrid Grotelüschen – auch als Mastputen-Ministerin bekannt – für das "Familienunternehmen" Alhorn arbeitete, wurde dessen Fleisch unter der Massentierhaltungs-Marke Wiesenhof verkauft. Diese war jüngst immer wieder wegen Tierquälerei-Skandalen in den Medien, genauso die Fleisch-Lobbyistin Grotelüschen selbst, nachdem Wulff sie in seiner Zeit als Niedersächsischer Ministerpräsident trotz allem zur Argrarministerin ernannte. Darum also begrüßt PETA die überfällige Entscheidung des Bundespräsidenten, nach Ansicht der Tierschutzorganisation der "Oberste Tierquäler des Staates".


Klar, PETA kämpft für eine gute Sache, gegen Tierquälerei. Aber manche ihrer Aktionen wirken irgendwie verschroben. Gerne erinnere ich an den alles andere als unschuldigen Schoko-Keks, der dazu anreizen sollte, Osama Bin Laden den Kopf abzubeißen.

Was sagt ihr zu Wullf-Aktion: Erzwingt sich PETA damit die Aneignung der Causa-Wullf oder bezieht die Tierschutzorganisation berichtigterweise Position?
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