Zugegeben, meine märchenhafte Einleitung hinkt etwas – aber warum geradeaus schreiben, wenn die Protagonisten der Geschichte schräg daherkommen bzw. gerade gefallen sind ...?
PETA und der Wulff
Soeben ist bei mir die Pressemeldung der Tierschutzorganisation PETA zum Rücktritt von Bundespräsident Wulff eingetrudelt. Darin heißt es:
„Wulff trieb in Niedersachsen die konventionelle Massentierhaltung massiv voran. So ernannte er Grotelüschen als Landwirtschaftsministerin, obwohl diese von der Mastputen-Brüterei Ahlhorn GmbH & Co KG stammt. Angesichts der vor allem durch die UN auch aktuell wieder bestätigten Fakten, dass die Fleischproduktion als einer der Hauptverursacher der Klimakatastrophe gilt, war die Ernennung Wulffs zum Bundespräsidenten nicht akzeptabel. Horst Köhler war in Fragen des Tierschutzes sehr sensibel und aufgeschlossen."
Zur Erklärung: Als Astrid Grotelüschen – auch als Mastputen-Ministerin bekannt – für das "Familienunternehmen" Alhorn arbeitete, wurde dessen Fleisch unter der Massentierhaltungs-Marke Wiesenhof verkauft. Diese war jüngst immer wieder wegen Tierquälerei-Skandalen in den Medien, genauso die Fleisch-Lobbyistin Grotelüschen selbst, nachdem Wulff sie in seiner Zeit als Niedersächsischer Ministerpräsident trotz allem zur Argrarministerin ernannte. Darum also begrüßt PETA die überfällige Entscheidung des Bundespräsidenten, nach Ansicht der Tierschutzorganisation der "Oberste Tierquäler des Staates".
Klar, PETA kämpft für eine gute Sache, gegen Tierquälerei. Aber manche ihrer Aktionen wirken irgendwie verschroben. Gerne erinnere ich an den alles andere als unschuldigen Schoko-Keks, der dazu anreizen sollte, Osama Bin Laden den Kopf abzubeißen.
Was sagt ihr zu Wullf-Aktion: Erzwingt sich PETA damit die Aneignung der Causa-Wullf oder bezieht die Tierschutzorganisation berichtigterweise Position?
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Mehr zum Gauckler und dem bösen Wulff auf Utopia.de
bubensteyn: Karikaturen Gauck der Kandiat aller Parteien, Suche nach einer zeitlosen Lichtgestalt
berniewa: Der Schwulffpelz
Bada: Jetzt kommt der Gauckler
gerfi: Wulff uuuuund Klappe! Der schale Geschmack der Politik
Bild: Wikipedia (common license)
Böser (Christian) Wulff: Oberster Tierquäler des Staates zurückgetreten


Kommentare (116)
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berniewa
schrieb am 17.02.2012 um 12:39 ¶fantast67
schrieb am 26.02.2012 um 18:21 ¶danke!
Stefan_Thiesen
schrieb am 17.02.2012 um 14:38 ¶Nein aber... Peta mag in der Sache mal wieder recht haben, schießt aber methodisch weit über das Ziel hinaus. Offenbar neigt Herr Wulff dazu, sich von allen möglichen Wirtschaftslobbys weichklopfen zu lassen. Da gibt es ja ein gewisses Muster. Er ist meines Erachtens mit einem eigenständigen Geist wie Herrn Köhler gar nicht zu vergleichen.
Ich frage mich viel mehr: wer machts jetzt? Wie wärs mit Klaus Töpfer? Aber der will bestimmt nicht...
Martin Tillich
schrieb am 17.02.2012 um 14:42 ¶grüneZukunft
schrieb am 17.02.2012 um 15:22 ¶Stefan_Thiesen
schrieb am 17.02.2012 um 15:44 ¶inaktiver User 78783
schrieb am 23.02.2012 um 20:49 ¶Bada
schrieb am 23.02.2012 um 21:24 ¶Woher hast Du denn Deine schlechte Meinung?Wenn du solche Behauptungen aufstellst, dann belege sie doch bitte ansonsten ist das ziemlich üble Meinungsmache und total unfair.
gerfi
schrieb am 24.02.2012 um 09:01 ¶Es ist einfach unfair Behauptungen aufzustellen, dieDu nicht belegen kannst.
Das Thema Wulff war sicherlich zum gegenwärtigen Zeitpunk nicht angebracht, aber Freude kann man auch nicht verwehren. Dass Wullf in der Geflügelszene in Niedersachsen ein offenes Ohr hatte, wird man ja nicht leugnen können.
gerfi
schrieb am 17.02.2012 um 16:06 ¶Eine Tierschutz-Organisation darf sich nicht aus der Politik heraushalten, muss sich auch mit den politischen Befürwortern der Massentierhaltungs-Lobby auseinandersetzen dürfen.
Allerdings ist kein Zusammenhang zwischen den momentanen Vorgängen, die jetzt zum Rücktritt von Wulff führten und den in der Pressemitteilung genannten Behauptungen zu erkennen.
Das Übel, welches von PeTA angeprangert wurde, ist ja dadurch nicht beseitigt.
Ute H.
schrieb am 17.02.2012 um 16:53 ¶Das es nun einen weniger gibt, der den Tierschutz nicht wichtig nimmt ... auch gut ....
HappyAnimal
schrieb am 17.02.2012 um 20:06 ¶Wulff war kein Freund der Tiere, im Gegenteil.
Gut, dass er weg ist und hoffentlich ohne die 200.000,- € Pension jährlich.
mctobi
schrieb am 18.02.2012 um 08:44 ¶doch nur ums Geld. Eine Freundin von mir sagt, sie schmeckt keinen Unterschied bei
Eiern aus der Massenproduktion und Eiern vom Bauernhof.
Aber auch wenn ein Politiker weg ist, kein Problem es gibt noch genug von seiner Sorte
in der Schublade.
Bei uns sind diese Woche ueber 6000 Huehner bei einer Explosion in die Luft geflogen.
Aber kein Problem der Hof hat ueber 30000 Huehner, solange es kein Verbot fuer
solche Massentierhaltung gibt sind wir auf dem Holzweg.
bhellweg
schrieb am 18.02.2012 um 11:29 ¶grüneZukunft
schrieb am 18.02.2012 um 14:38 ¶"Bewahrung der Schöpfung" auf der Agenda steht.
fantast67
schrieb am 18.02.2012 um 15:24 ¶Hr. Dr. Hagencord wird in einem Interview gefragt wie es zu dieser industrialisierten Entwicklung mit diesen Zuständen überhaupt kommen konnte.
Seine Antwort: es liegt an der Geisteshaltung die zum Ausdruck kommt. Er hat sich damit beschäftigt woher sie kommt und wann sie anfängt. Er findet den Ursprung in der Neuzeit 16. / 17. Jahrhundert in der Tiere von großen Denkern als Sache deklariert wurden und diese Einstellung sich ausbreitet und etabliert.
Desweiteren wird er gefragt, ob sich auch die Kirche mit dem Thema beschäftigt.
Er meint die Kirche hat die Tiere im Zuge dieses neuen Denkens völlig "vergessen", obwohl sie auf jeder Seite der Bibel nicht nur als Beiwerk vorkommen.
grüneZukunft
schrieb am 18.02.2012 um 17:06 ¶HappyAnimal
schrieb am 18.02.2012 um 23:04 ¶Ganz genau so ist es.Wer Massentierhaltung unterstützt (also die große Mehrheit der Bevölkerung), der handelt nicht christlich.
Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen: Wer Fleisch ist und damit also das Töten (und Quälen in Massentierhaltungen) in Auftrag gibt, handelt ebenfalls nicht christlich, denn in den 10 Geboten steht eindeutig: Du sollst nicht töten. Da steht nicht: Du sollst nicht morden (was das Töten von Menschen bedeutet), sondern: Du sollst nicht töten. Damit sind eben auch die Tiere gemeint.
fantast67
schrieb am 19.02.2012 um 10:54 ¶für mich ist das Fatale, dass die "Kirchenoberen" sich aus dieser Diskussion scheinbar raushalten.
Aber sie sollen doch Orientierung geben.
Das ist wohl das, was Dr. Rainer Hagencord der Leiter des Instituts für theologische Zoologie (andere TV- und Radiobeiträge unter http://www.theologische-zoologie.de/11.html) mit "sie haben die Tiere vergessen" meint.
Wenn sich Christen an ihren Obrigkeiten orientieren (was sie eigentlich sollten), kann man zumindest denen die dazu erzogen worden sind diese Vorgaben zu vertrauen, "erstmal" !! keinen Vorwurf machen. Im Alltag ist das Leiden nicht präsent und eigentlich nicht vorstellbar.
Für mich ist es durchaus ein Unterschied, ob die Tiere Zeit ihres Lebens gequält oder ein tiergerechtes Leben haben und am Ende möglichst "einfühlsam" getötet werden.
Das gibt es und gab es früher wahrscheinlich noch häufiger.
Es gäbe die Möglichkeit, die Tiere im gewohnten Umfeld mittels mobiler Schlachtbox am Hof zu töten ...
Damit würden sie nicht dem oft tragischen Transport und dem Akkordschlachten ausgesetzt sein.
Damit wäre das Leben und Töten der Tiere näher in der Gesellschaft, beim Bauern des Vertrauens und dadurch auch beim "Verbraucher".
Wenn einer seine Tiere katastrophal hält und er seine "Produkte" am eigenen Hof anbieten muss, da blieben die Kunden schnell weg.
Mit dem Bezug zum Tier das man später essen möchte, würde sich meiner Meinung nach sehr viel ändern.
madt
schrieb am 18.02.2012 um 13:28 ¶Bassam.Tibi
schrieb am 18.02.2012 um 20:01 ¶HappyAnimal
schrieb am 18.02.2012 um 23:05 ¶Kannst es ja mal vergleichen.
fantast67
schrieb am 19.02.2012 um 11:23 ¶Alle Vorfälle die ihm jetzt angelastet werden, gehören aufgeklärt und in die Öffentlichkeit.
Wie bei jedem anderen Politiker auch.
Das Schlimme ist nicht "Wulff", sondern er als Beispiel dafür dass es so scheint, als wenn es kaum noch Politiker mit reiner Weste gibt.
Umso mehr wenn man die "Nachrichten aus der Gentechnik" oder Lobbycontrol verfolgt oder ganz einfach in die Politik ein wenig zurückschaut.
Interessant zu lesen:
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"Störfall Bundespräsident
warum Christian Wulff wirklich zurücktreten musste - Gerhard Wisnewski
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/gerhard-wisnewski/stoerfall-bundespraesident-warum-christian-wulff-wirklich-zuruecktreten-musste.html;jsessionid=7661805D017187F8C421009098537DE8
Mal ehrlich: Christian Wulff hätte bleiben sollen.
Denn immerhin war er der am besten durchleuchtete Bundespräsident aller Zeiten.
Das ist wohl das wichtigste Ergebnis der monatelangen Medienkampagne.
Wulffs Fehler liegen denn auch nicht in irgendwelchen Bobby-Car- oder Handy-Affären.
Sie liegen darin, dass der Mann plötzlich und unerwartet anfing, zu denken.
Und das ist hierzulande niemandem erlaubt – und einem Bundespräsidenten schon gar nicht.
....
Ein Bundespräsident läuft aus dem Ruder...
Ganz einfach: Der Mann hatte plötzlich angefangen zu denken – und das ist für einen Bundespräsidenten ganz verboten. Denn ein Bundespräsident, der denkt, handelt womöglich auch noch.
Beziehungsweise, er handelt nicht –
nämlich, wenn es um das Unterschreiben von Gesetzen geht, die ihm der Bundestag vorsetzt.
Nach Artikel 82 Grundgesetz werden die »nach den Vorschriften dieses Grundgesetzes zustande gekommenen Gesetze ... vom Bundespräsidenten nach Gegenzeichnung ausgefertigt«.
Bevor die Gesetze also in Kraft treten können, müssen sie vom Bundespräsidenten unterzeichnet werden.
Was der Bundespräsident an einem Gesetz genau prüfen und bemängeln und aus welchem Grund er die Unterschrift verweigern darf, liegt in seinem Ermessensspielraum.
Was natürlich überhaupt kein Problem ist, solange ein Bundespräsident für die parlamentarischen und sonstigen Strippenzieher berechenbar bleibt –
dann ist sein Wirken äußerst nützlich,
weil seine Unterschrift auch verfassungswidrigen Gesetzen Legitimation verleiht.
Denn schließlich wurden alle vom Bundesverfassungsgericht im Laufe der Jahre eingeschränkten oder gekippten Gesetze zuvor von einem Bundespräsidenten unterschrieben.
Gänzlich unerwünscht ist es dagegen, wenn sich ein Bundespräsident plötzlich aus dem Ruder läuft und sich zu dem, was ihm der Bundestag so vorsetzt, seine eigenen Gedanken macht.
Auch Christian Wulffs Vorgänger Horst Köhler trat 2010 mitten in der Finanzkrise zurück.
2006 war er der erste Präsident seit langem, der von seinem Recht, eine Unterschrift zu verweigern, gleich zweimal Gebrauch machte (bei einem Gesetz über die Flugsicherung und bei einem neuen Verbraucherinformationsgesetz).
Richtig wichtig wird der Bundespräsident, wenn der Bundestag offensichtlich verfassungswidrige, ja sogar verfassungsfeindliche Gesetze plant, also die Verfassung ganz offen überstrapaziert und den Bundespräsidenten damit quasi provoziert.
Wie zum Beispiel bei der geplanten Ratifizierung des ESM-Vertrags.
Mit diesem so genannten »Europäischen Stabilitätsmechanismus« soll ab Mitte 2012 in Europa eine verfassungsfeindliche Finanzdiktatur errichtet werden ..."
jallajalla
schrieb am 19.02.2012 um 12:00 ¶ist für mich so gar nicht utopisch, mich mit solchen Leuten rumschlagen zu müssen.ich empfehle dringlichst, sich zu informieren: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Kopp_Verlag
Aufgeklärte Grüße.Tom
fantast67
schrieb am 19.02.2012 um 12:07 ¶wir können gerne über die sachlichen Themen und Inhalte diskutieren!
und anhand derer herausfinden wem wir mehr Glauben schenken wollen.
fantast67
schrieb am 19.02.2012 um 12:10 ¶aber vielleicht findet sich auch jemand gegen BüSo?
_________________________________________________________
http://www.youtube.com/watch?v=axgAoBeAsc&feature=channel
"Aus Berlin: Bleiben Sie im Amt, Herr Wulff!
Jeder, der sich kritisch über die Rettungspakete äußert, wird politisch kalt gestellt, so auch Bundespräsident Wulff. Dieser hatte sogar mehrfach die Bankenwelt öffentlich hart angegriffen. Die BüSo demonstrierte nun bei einer Veranstaltung mit Wulff ihre Unterstützung des Bundespräsidenten.
Lesen Sie hierzu:
Bleiben Sie im Amt, Herr Wulff! Sie hatten recht mit Ihrer Lindauer Rede!
- Artikel von Helga Zepp-LaRouche
http://bueso.de/node/5330
Medienzensur: Was Bundespräsident Wulff wirklich zur Finanzkrise sagte
- das Motiv für die mediale Rufmordkampagne gegen Wulff
http://bueso.de/node/5341
"Globale Finanzmärkte benötigen Ordnungsrahmen"
- eine Sammlung von Reden von Bundespräsident Christian Wulff zur Wirtschaftsfragen
http://www.bundespraesident.de/DE/Bundespraesident-Christian-Wulff/Reden-und-Interviews/reden-und-interviews-node.html "
___________________________________________
bhellweg
schrieb am 19.02.2012 um 12:27 ¶HappyAnimal
schrieb am 19.02.2012 um 12:39 ¶Natürlich brauchen wir Landwirte.
Aber wir brauchen KEINE Industrie, die mit Tieren umgeht wie mit Gegenständen.
Tiere sind Lebewesen mit arteigenen Bedürfnissen und die Politik sollte ihnen als MINDESTANFORDERUNG das Ausleben ihrer arteigenen Bedürfnisse SICHERN.
Die Folge wäre, dass Tiere NICHT mehr in der bisherigen Weise gehalten werden dürften.
Dann erst kann man davon sprechen, dass es sich um Landwirtschaft handelt und nicht mehr um Agrarindustrie.
jallajalla
schrieb am 19.02.2012 um 14:29 ¶"Und dabei ist die Ideologie der „Grünen“ absolut nicht mit den physikalischen Prinzipien des Universums vereinbar: Veränderung, Wachstum und Erhöhung der Energieflussdichte."
ich fasse es echt nicht, was du uns hier als Informationsquellen servierst. Verschwörungstheorie trifft den (begründeten) Wunsch nach einer besseren Welt und macht daraus...etwas sehr befremdliches...
Wulff ist also laut büso "abserviert" worden, weil er die Bankenrettung kritisiert hat und sich damit gegen die Finanzwelt gestellt hat? Das ist meiner Meinung nach Unfug und darf nicht unwidersprochen bleiben.
So ich kümmer mich jetzt wieder um meine Energieflussdichte, die ist ja ganz ganz wichtig:)
fantast67
schrieb am 19.02.2012 um 14:51 ¶ich interpretiere nicht und behaupte nicht, dass es so oder so war - wie könnte ich.
allerdings halte ich diese Informationen für relevant, wie einiges andere von KOPP.
über BüSo kann ich nichts sagen, kenne nur diesen Beitrag der sich zufällig deckt.
Vielleicht magst du doch noch auf Inhalte eingehen.
Das fände ich in der Diskussion hilfreich.
Maria_L
schrieb am 19.02.2012 um 16:28 ¶wenn es so vorrausehbar war, daß W. gehen mußte, weil er unbequem war, dann steht doch sicher auch schon fest, welcher Kandidat genehm ist, oder?
Was galubst Du? Wer wird Nachfolger?
iolo
schrieb am 18.02.2012 um 22:10 ¶Martin Tillich
schrieb am 20.02.2012 um 08:43 ¶HappyAnimal
schrieb am 19.02.2012 um 12:26 ¶So eine Forderung würde sicherlich jeder andere Politiker (außer vielleicht die FDP-Politiker) ebenfalls unterschreiben.
Außerdem glaube ich auch nicht, dass aus dem Wulff, der in Niedersachsen eine rechte Poltik gemacht hat (mit der besagten Unterstützung der Tierausbeutung im großen Stil), nun ganz plötzlich in seinem Präsidentenamt ein Linksliberaler geworden ist.
Hinweisen möchte ich dabei auf Wulffs Buch "Besser die Wahrheit", in dem er Ehrlichkeit und Transparenz in der Politik FORDERT (finde ich super), sich aber dann eben gerade NICHT daran hält.
HappyAnimal
schrieb am 19.02.2012 um 12:27 ¶fantast67
schrieb am 19.02.2012 um 12:43 ¶http://www.bundespraesident.de/DE/Bundespraesident-Christian-Wulff/Reden-und-Interviews/reden-und-interviews-node.html
berniewa
schrieb am 19.02.2012 um 19:02 ¶Nur, schöne und/oder gute Reden zu halten reicht m.E. nicht ganz, um Bundespräsident zu sein
Dagmara
schrieb am 19.02.2012 um 13:01 ¶Gestern bestätigte Hans-Werner Sinn, Chef des Münchner Ifo-Instituts in einem Zeit-Interview, was Kritiker des Euro-Rettungs-Aktionismus (einschließlich Christian Wulff) schon länger kommen sahen. „Sowohl beim Euro als auch bei Fragen der Energiewende wird das Parlament nicht als Herz der Demokratie gestärkt und empfunden“, hatte Christian Wulff gegenüber der ZEIT beklagt.
Siehe Interview mit Sinn: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/im-gespraech-oekonom-hans-werner-sinn-wir-sitzen-in-der-falle-11653095.html
"Die Rettungsschirme werden in Kürze verbraucht sein. Dann wird man Deutschland bedrängen, die Summe zu erhöhen, um die alten Kredite zu schützen. Man wird immer wieder neues Geld dem alten hinterherwerfen, um sich bis zur jeweils nächsten Wahl zu retten. Im Endeffekt werden dreieinhalb Billionen Staatsschulden der Südländer vergemeinschaftet sein. Deutschland wird einen erheblichen Teil seines Auslandsvermögens verlieren - entweder über Staatskonkurse, über Inflation oder, am wahrscheinlichsten, über Steuererhöhungen zur Finanzierung der anstehenden Transferunion."
Noch deutlicher wurde Wulff am 24. August 2011 in seiner Rede vor Nobelpreisträgern in Lindau am Bodensee: „Über viele Jahre wurden in vielen Ländern Probleme immer wieder über höhere staatliche Ausgaben, höhere Schulden und billigeres Geld vor sich hergeschoben. Dabei wurde im großen Stil konsumiert und spekuliert, anstatt in gute Bildung und Ausbildung, in zukunftsweisende Forschung und Innovationen zu investieren, in das, was eine produktive und wettbewerbsfähige Wirtschaft ausmacht. Nun klaffen in den öffentlichen Kassen Löcher, wertvolles Saatgut wurde verzehrt, statt fruchtbaren Boden zu bestellen. Politik mit ungedeckten Wechseln auf die Zukunft ist an ihr Ende gekommen. Was vermeintlich immer gut ging - neue Schulden zu machen -, geht eben nicht ewig gut. Es muss ein Ende haben, sich an der jungen Generation zu versündigen. Wir brauchen stattdessen ein Bündnis mit der jungen Generation. (…) Ich verstehe die Empörung vieler Menschen. Es sind ihre Zukunftschancen, die hier auf dem Spiel stehen.“
Wulff erklärte die Waghalsigkeit der Euro-Rettungsschirme mit folgendem Vergleich: „Mit wem würden Sie persönlich einen gemeinsamen Kredit aufnehmen? Auf wen soll Ihre Bonität zu Ihren Lasten ausgedehnt werden? Für wen würden Sie persönlich bürgen? Und warum? Für die eigenen Kinder - hoffentlich ja! Für die Verwandtschaft - da wird es schon schwieriger. Vielleicht würden wir bürgen, wenn nur so der andere die Chance bekommt, wieder auf die eigenen Füße zu kommen. Sonst doch nur dann, wenn wir wüssten, dass wir uns nicht übernehmen und die Bürgschaft in unserem, dessen und dem gemeinsamen Interesse ist. Auch der Bürge kann sich unmoralisch verhalten, wenn er die Insolvenz nur hinauszögert.“
madt
schrieb am 25.02.2012 um 19:33 ¶http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/09/110928-60-Jahre-Bundesverfassungsgericht.html
Habe sie gelesen, weiß aber nicht, was da so schlimmes drinstehen soll. Ich bin ein wenig offen für Verschwörungstheorien, hier aber skeptisch.
madt
schrieb am 25.02.2012 um 19:38 ¶SInd das die Sätze derentwegen Wulff gehen muss?
http://eurodemostuttgart.wordpress.com/2012/01/04/sind-das-die-satze-derentwegen-wulff-gehen-muss/
fantast67
schrieb am 26.02.2012 um 18:59 ¶@madt
"Ich dache Wulff soll wegen seiner Rede beim BVerfG-Jubiläum in Karlsruhe abgesägt worden sein, nicht für die in Lindau"
ich denke, wenn es so wäre bräuchte man es nicht EINEM Ereignis zuordnen, man spürt eine gewisse Haltung in den verschiedenen Reden.
aber dein letzter Link ist auf jeden Fall sehr interessant!
danke!
madt
schrieb am 26.02.2012 um 19:17 ¶"Schließlich ist bei der Verabschiedung eines Gesetzes die mehrfache verfassungsrechtliche „Vorabkontrolle“ gewährleistet – durch den Bundestag, den Bundesrat, durch die Bundesregierung und am Ende auch durch den Bundespräsidenten.
Die Politik neigt heute bisweilen dazu, diese vom Grundgesetz vorgegebenen Verfahrensregeln unter der Maxime von Dringlichkeit oder gar Alternativlosigkeit als unnötige Last zu qualifizieren.
Auch die zweite Stufe der Wandlung von Politik in Recht, die Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs, wird teilweise nicht mehr als die ureigene Aufgabe der Politik verstanden, sondern als Beratungsdienstleitung, die Private vermeintlich schneller und effektiver erbringen können. Aber: Sind Private wirklich dem Allgemeinwohl verpflichtet?"
fantast67
schrieb am 26.02.2012 um 19:24 ¶das stimmt!
Stephan Rieping
schrieb am 19.02.2012 um 13:40 ¶Schließlich ist auch ein Wulff Tier und hat Rechte! ;-)
Interessant ist, dass in beiden Erzählungen der Wulff so gierig schluckt, dass die Verschluckten überleben.
Ich überlege die ganze Zeit, was mir das sagen will?
Martin Tillich
schrieb am 20.02.2012 um 09:04 ¶Apropos "Sinn" - ja der drängt sich geradzu auf. Deine Beobachtung ist 1a: "Interessant ist, dass in beiden Erzählungen der Wulff so gierig schluckt, dass die Verschluckten überleben". Aber der Bedeutung bin ich mir auch noch nicht sicher :-).
Aber das kann ich schon vorwegnehmen: Vermutlich steht das Kreiden von Wulffs Stimmbänder in "Wulff und die Geislein", eindeutig für Wulffs versuchte Eingriffe in die Pressefreiheit - er hat sozusagen versucht, seine Worte weiss zu malen:
"Es dauerte nicht lange, so klopfte jemand an die Haustür und rief: "Macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von euch etwas mitgebracht!" Aber die Geißlein hörten an der rauen Stimme, dass es der Wolf war. "Wir machen nicht auf", riefen sie, "du bist unsere Mutter nicht, die hat eine feine und liebliche Stimme; aber deine Stimme ist rau, du bist der Wolf!" Da ging der Wolf fort zu einem Krämer und kaufte ein großes Stück Kreide, die aß er und machte damit seine Stimme fein."
Stephan Rieping
schrieb am 20.02.2012 um 10:01 ¶Martin Tillich
schrieb am 20.02.2012 um 10:22 ¶Stefan_Thiesen
schrieb am 19.02.2012 um 15:56 ¶Das Problem bei Verschwörungstheorien: klar gibts Verschwörungen, aber man weiß so wenig darüber. Deswegen ist der Begriff falsch. Es müßte viel mehr "Verschwörungsphantasien" heißen.
Stephan Rieping
schrieb am 19.02.2012 um 17:46 ¶Da die Niniviten zusammen mit ihren Tieren (!) 40 Tage büßen, wird die Stadt von Gott begnadigt.
Vielleicht hat der Wulff ja auch noch ne Chance! ;-)
berniewa
schrieb am 19.02.2012 um 19:05 ¶Falls der Link nicht direkt zu meinem Kommentar geht, sondern 'nur' zum Blogtext, dann dort einfach nach unten scrollen bis zu meinem heutigen Kommentar am 19.02.2012 um 18:48
Zusätzlich: Da könnte man auch sagen, weil er sich zugunsten der Integration von jüdischen und muslimischen Menschen in Deutschland geäußert hat, sei er von irgendwelchen Kreisen abgesägt worden, die das eine oder das andere ganz schlecht finden / fanden. Auch das halte ich für einen Fall von nicht besonders gut begründeten ' Verschwörungstheorien '
HappyAnimal
schrieb am 19.02.2012 um 22:24 ¶Habe die Wulff-Rede vom 24. August in Lindau gelesen und kann da nichts entdecken, was geeignet wäre, Wulff von irgendeiner Seite aus "absägen" zu wollen.
fantast67
schrieb am 24.02.2012 um 08:38 ¶____________________________________________________________
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/gerhard-wisnewski/stoerfall-bundespraesident-warum-christian-wulff-wirklich-zuruecktreten-musste.html;jsessionid=7661805D017187F8C421009098537DE8
" .... bei einer Rede vor Nobelpreisträgern in Lindau am 24. August 2011 stellte Wulff unbequeme Forderungen auf:
»In freiheitlichen Demokratien müssen die Entscheidungen in den Parlamenten getroffen werden. Denn dort liegt die Legitimation.«
Ein besonderes Problem hatte Wulff mit der Finanzkrise, den Banken und der »Euro-Rettungspolitik«:
»Erst haben Banken andere Banken gerettet, und dann haben Staaten Banken gerettet, dann rettet eine Staatengemeinschaft einzelne Staaten. Wer rettet aber am Ende die Retter? Wann werden aufgelaufene Defizite auf wen verteilt beziehungsweise von wem getragen?«
nur kleine Ausschnitte - wer mehr wissen möchte sollte sich den KOPP-Film ansehen.
da sind die interessanten Zitate zusammengeschnitten, die es nicht in die Mainstream-Medien geschafft haben. ..."
Chrissy
schrieb am 20.02.2012 um 10:50 ¶Dagmara
schrieb am 20.02.2012 um 11:55 ¶Auszug von Chrissy empfohlen (http://www.themen-der-zeit.de/content/Gauck_Die_neue_Inszenierung.1576.0.html): Vielleicht sollten wir darauf achten, dass da nicht ein Gaukler auf der Besetzungsliste steht, der uns etwas vorspielt. Es wäre durchaus möglich, dass auch Herr Gauck in der Vergangenheit an Stücken mitgewirkt hat, die heute - verständlicherweise - nicht mehr besonders gut ankommen.
Ich finde diesen Artikel, schon allein die Überschrift grässlich. Noch nicht mal im Amt, schon geht es los mit Mutmaßungen. Ich sehe schon vor meinem geistigen Auge: "Gauck hat Details über Gysis Vergangenheit im Schredder verschwinden lassen." Gruselig, wie schnell hierzulande Menschen vorverurteilt werden.
Ich bin überzeugt, würde man an den Oberflächen einiger Politiker kratzen, auch von Herrschaften aus der Hochfinanz und Top-Managment, sonst wären die meisten nicht dort wo sie jetzt sind, bekämen unsere Mainstream-Medien heftig Stoff zum Schreiben.
rehse
schrieb am 23.02.2012 um 18:17 ¶Bada
schrieb am 20.02.2012 um 12:03 ¶Liebe Chrissy, das tut hier niemand. Herr Gauck hat dies mit seinen Äußerungen zu Sarrazin und der Occupy Bewegung ganz alleine gemacht.
http://www.tagesspiegel.de/politik/leserdebatte-als-gauck-sarrazin-mut-attestierte/6226656.html
http://www.sueddeutsche.de/politik/wissenschaftler-widersprechen-gauck-kritik-an-occupy-protest-alles-andere-als-albern-1.1166557
Jetzt bekommen wir also einen, der Proteste gegen den Kapitalismus albern findet und Sarrazin mutig.
Keine wirkliche Verbesserung oder?
Chrissy
schrieb am 20.02.2012 um 12:53 ¶http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/frau-bk-merkel-joachim-gauck-kann-es-ja-muss-es-machen/
Aber leider nur für gewisse Leute :-)
Stefan_Thiesen
schrieb am 20.02.2012 um 12:54 ¶"Ich sage: Das Land mag kapitalistisch sein, aber es ist lernfähig. Wer ausgerechnet aus der Wirtschaft alle Freiheit herausnimmt, der wird scheitern. Ich plädiere es so zu machen wie im Sport: Wir schaffen den Fußball nicht ab, weil es Raubeine und Foulspiele gibt, aber wir setzen Regeln und sanktionieren den Regelverstoß."
Was das Sarrazin Zitat angeht: Gauck hat definitiv NICHT gesagt daß er die Thesen Sarrazins unterstützt. Er hat ihm lediglich Mut dafür bescheinigt seine Ansichten so klar zum Ausdruck zu bringen und daß er sich wünschen würde alle Politiker täten das. Dann wüßten wir immerhin, woran wir sind. Über Frau Merkel sagte er z.B: er achte Sie, könne sie aber nicht erkennen. Eben weil die klare Linie fehlt.
Ich finde wir müssen erst einmal abwarten wie sich das entwickelt. Mir persönlich wäre Herr Töpfer lieber gewesen. Aber Gauck scheint ja durchaus dem Mehrheitswillen der Bevölkerung zu entsprechen. Somit hat das Ganze ja einen Hauch von Demokratie...
Stefan_Thiesen
schrieb am 20.02.2012 um 12:59 ¶Gauck zur SZ; "Wenn er das so behauptet, dann würde ich das auch kritisieren. Ich kann nicht einfach zum Parteigänger werden, aber ich würde mir sehr sorgfältig überlegen, ob ich den Typ aus der SPD ausschließe."
http://www.sueddeutsche.de/politik/gauck-gespraech-von-die-leute-muessen-aus-der-haengematte-aufstehen-1.1288292-4
Dagmara
schrieb am 20.02.2012 um 12:47 ¶Darüber hinaus - sollten wir nicht Gauck eine Chance geben, die sich Jeder von uns bei einem Neustart wünscht? Lassen wir ihn doch erst einmal loslegen und begleiten ihn, statt jetzt schon jetzt vor zu verurteilen.
Ich dachte, wir wollten uns auf dieser Plattform in demokratisch-toleranten Regeln üben und Werte pflegen, die unsere zwischenmenschlichen Beziehungen gelingen lassen: Vertrauensbildung, Verantwortung, Mitgefühl, gegenseitige Hilfe und Kooperation.
Chrissy
schrieb am 20.02.2012 um 13:27 ¶Dagmara
schrieb am 20.02.2012 um 17:12 ¶Dagmara
schrieb am 20.02.2012 um 13:30 ¶Frage in die Runde: warum stemmte sich Merkel gegen seine Nomierung - trotz ähnlicher Wurzeln?
Stefan_Thiesen
schrieb am 20.02.2012 um 13:44 ¶Vermutungen, Vermutungen. Wir müssen abwarten. So ein Amt verändert den Menschen ja auch, und er wird einige Einblicke bekommen, die er zuvor nicht hatte.
Maria_L
schrieb am 20.02.2012 um 15:45 ¶Ja, das wäre interessant zu wissen.
Und ansonsten denke ich auch,daß wir nur abwarten können und vielleicht mehr erfahren werden, wie er was genau meint.
jargon
schrieb am 22.02.2012 um 21:11 ¶madt
schrieb am 24.02.2012 um 20:36 ¶Haldor
schrieb am 23.02.2012 um 16:29 ¶Stefan_Thiesen
schrieb am 23.02.2012 um 17:04 ¶Dagmara
schrieb am 23.02.2012 um 19:24 ¶Die Aktion GEN-Klage hat eine Woche vor seiner Ernennung bereits Strafanzeige wegen illegaler Freisetzungen gentechnisch veränderter Pflanzen gegen Wulff und Verantwortliche der Niedersächsischen LRG wg. gestellt. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zu diesem Verstoß gegen das Gentechnikgesetz aufgenommen, aber nicht weiter aktiv geworden. "Man wollte die Ernennung Wulffs nicht gleich von Anfang an in die Kritik bringen". Auch die Staatsanwaltschaft hat bis heute alles getan, um kein abschließendes Urteil fällen zu müssen, was in irgendeiner Weise Wulff in schlechtes Licht stellt”.
“Nun hoffen wir, dass das Verfahren endlich abgeschlossen wird. Es entstand für Bauern, Imker und andere dadurch ein Schaden in Millionenhöhe - ganz davon abgesehen, dass unerlaubte GEN-Pflanzen auf deutschen Ackern standen, die kontaminieren und nicht reversibel sind.
HappyAnimal
schrieb am 25.02.2012 um 00:00 ¶was du da zum Thema Schächten behauptest, stimmt so nicht.
Sehr wohl engagieren sich Tierschützer gegen das Schächten.
Bisher leider ohne Erfolg.
Im Übrigen halte ich es für stratefisch falsch ein Unrecht gegen die Tiere gegen ein anderes Unrecht aufzurechnen.
Wenn man durchaus ein Hauptproblem angehen will, so ist es sicherlich das Fleischessen, das die meisten Opfer kostet.
Eine sehr gute Arbeit zur Verbesserung des Loses der Tiere macht nach meiner Meinung die Albert-Schweitzer-Stiftung.
Hier arbeiten Leute, die sich mit großem Sachverstand und ohne ideologische Verblendung engagiert und konsequent für die Tiere einsetzen. Ich empfehle dir, dir mal die Webseite anzusehen.
Zum Thema Wulff:
Ich denke nicht, dass die Vorwürfe gegen Wulff aus der Luft gegriffen sind. Ich empfinde es als Korruption, wenn Politiker Vorteile aufgrund ihrer Position erhalten, wie es im Fall Wulff offensichtlich der Fall war.
Daher würde ich es z.B. befürworten, wenn Politiker alle ihre Nebenjobs offenlegen müssten und wenn ihr Einfluss in Aufsichtsräten o.Ä. sehr stark beschränkt würde.
Bada
schrieb am 23.02.2012 um 19:50 ¶Dagmara
schrieb am 23.02.2012 um 21:19 ¶Dagmara
schrieb am 23.02.2012 um 21:22 ¶.......Aktion Gen-Klage bleibt Herrn Wulff auf den Fersen. Wir recherchieren, ob die Nachlässigkeit Wulffs zugunsten der Agro-Gentechnikfirma Pioneer auch das Ergebnis einer Urlaubsreise oder sonstiger Begünstigungen dieser Firma für Wulf war. Nach den Enthüllungen der letzten Wochen drängt sich dies ja förmlich auf. Wir bitten auch unsere Unterstützer, uns zu melden, wenn sie
von verdächtigen Begünstigungen Wulffs erfahren, konkret,wenn Firma der Agro-Gentechnik sich großzügig gegenüber Wulff zeigten. Dann legen wir nach und stellen Strafanzeige wegen Bestechlichkeit, nicht wegen Vorteilsnahme, denn die illegalen Freisetzungen des Jahres 2010 in Niedersachsen stellten eine Straftat dar.......
Dr. iur. Christoph Palme
Wissenschaftliche Beratung Wirtschafts- und Umweltrecht
Legal Research Commercial- and Environmental Law
Waldhäuserstr. 51
72076 Tübingen
Deutschland
0049 (0)7071 687038
0049 (0)176 425 62441
ridscheina
schrieb am 24.02.2012 um 07:58 ¶Die Aktion kann so falsch nicht gewesen sein. So viel Unruhe und Diskussionsstoff, wie sie geliefert hat...
:-)))
fantast67
schrieb am 24.02.2012 um 08:24 ¶Als Bundespräsident hat er doch glatt versucht etwas für "mehr Demokratie" zu tun, zumindest hat er sich öffentlich dafür ausgesprochen.
Ob ihm das zum Verhängnis wurde?
warten wir ab, da kommt noch ne Welle nach - Georg Schramm wird sich schon drum kümmern.
Ob er (Schramm) sich für so manches harte Wort gegen Wulff entschuldigt, wie das schon so mancher mehr oder weniger insgeheim tut.
ich bin gespannt.
Stefan_Thiesen
schrieb am 24.02.2012 um 10:07 ¶fantast67
schrieb am 24.02.2012 um 10:22 ¶Schramm kann Irrtümer zugeben, so schätze ich ihn ein - da brauch ich gar nichts fordern.
wenn es denn ein Irrtum gewesen sein sollte, wird er es uns schon kundtun.
Stefan_Thiesen
schrieb am 24.02.2012 um 10:47 ¶Was ihm zum Verhängnis wurde, war sein eigenes politisches Verhaltensmuster, das offenbar bis hinein in strafrechtlich relevante Bereiche ragte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht aus Langeweile. Es gilt immer die Unschuldsvermutung, und Anfangs erschien mir die Kritik an Christian Wulff auch massiv übertrieben. Am Ende wurde es einfach zu viel, und womöglich sehen wir auch nur die Spitze des Eisberges. Der Stil (Wulff Bashing) ist z.T. fragwürdig. Satiriker dagegen genießen - wie alle Künstler - im Sinne des Wortes weitgehende Narren-Freiheit. Grenzen findet das vielleicht, wenn es um Verletzung der Persönlichkeitsrechte geht. Das kann ich nicht beurteilen, schon weil ich die entsprechenden Beiträge von Schramm nciht kenne.
fantast67
schrieb am 24.02.2012 um 10:58 ¶das fordere ich sicher nicht - da mach ich mir keine Sorgen.
So ziemlich alles was ihm angelastet wird war vorher schon bekannt oder im Gespräch und wurde abgeblockt.
wie gesagt - ich war kein Fan, aber er wurde mir auf den zweiten Blick sympathischER.
Mein Wunsch-Präsident war und wäre er trotzdem nicht, weil ich gegen eine industrielle Agrarwirtschaft bin und er nach wie vor sehr Industrielastig war.
Stefan_Thiesen
schrieb am 25.02.2012 um 12:34 ¶das fordere ich sicher nicht - da mach ich mir keine Sorgen.
PUH. DA BIN ICH JA BERUHIGT ;-).
Übrigens habe ich zufällig gesehen, daß der Herr Wulff auch noch ein Jagdfreund ist und bei diversen Gelegenheiten der Jägerschaft geziehlt den Rücken gestärkt hat. Das passt leider für mich auch wieder ins Bild. Leider wird er mir je mehr ich erfahre immer unsympathischer. Ich sage leider, weil ich es immer traurig finde, wenn mir jemand unsympathisch ist. Ich möchte Menschen lieber mögen. So ist das.
fantast67
schrieb am 25.02.2012 um 15:29 ¶Mir sind die Menschen auch lieber sympathisch. Da haben wir doch noch etwas gemeinsam.
Und im Vergleich zu meiner Einstellung Wulff gegenüber ist es halt so,
dass er MIR vorher unsympathisch war (weil kein Tierfreund und mir bereits bekannt)
ABER als Bundespräsident IN SEINER AUFGABE ALS BUNDESPRÄSIDENT nun doch noch sympathischer wurde, weil er sich MEHR ALS VORHER als Demokrat zeigte
- auch wenn er zu keinem Tierfreund geworden ist UND insgesamt Industrie-lastig unterwegs war.
Aber wer weiß - vielleicht wird das ja alles noch in seiner künftig vielleicht freien Handlungsweise ...
Stefan_Thiesen
schrieb am 27.02.2012 um 09:43 ¶Wir haben bei nährem Hinsehen bestimmt noch viel mehr gemeinsam.
Herr Wulff hat als Präsident einige Dinge gesagt, die vielleicht ausgleichend wirken aber m.E. bestenfalls gesunder Menschenverstand sind. Daß es z.B. mutig sein soll, die Tatsache öffentlich festzustellen, daß der Islam inzwischen "auch zu Deutschland" gehört (wie definitionsgemäß jede andere Religion, denn die Verfassung garantiert Religionsfreiheit) habe ich nicht verstanden. Alle die sich darüber aufgeregt haben, haben scheinbar ein Problem mit unserem Grundgesetz. Und irgendwann hat er sich dann auch noch zur Pressefreiheit bekannt. Als hätte er da eine Wahl.
Um ehrlich zu sein: vor seiner Zeit als Präsident hatte ich Herrn Wulff praktisch gar nicht wahrgenommen. Ich wußte, daß es ihn gab. Mehr nicht. Als er Präsident wurde, fand ich ihn weitgehend einfach sehr farblos und im Vergleich zu Köhler zu glatt. Zu undefiniert. Uninteressant. Und dann kamen all diese merkwürdigen Kleinigkeiten. Aus uninteressant und glatt wurde in meiner Wahrnehmung unseriös und ölig. Und damit ging für mich der letzte Rest an Autorität flöten. Bei Gauck habe ich den starken Eindruck, der ist integer und steht für etwas, und zwar mit Nachdruck (d.h. nicht, daß ich seine Ansichten teile). Bei Herrn Wulff weiß ich gar nicht, ob der überhaupt für etwas steht, daß aus ihm selber kommt, oder ob er weitgehend fremdgesteuert ist.
Haldor
schrieb am 26.02.2012 um 14:07 ¶Wenn Tierschützer sich tatsächlich gegen das Schächten engagiert haben, nehme ich selbstverständlich meinen Vorwurf zurück. Nur gehört habe ich von derartigen Tierschützer-Aktionen noch nichts. Die sollten vielleicht mal etwas lautstärker (in dieser Hinsicht) auftreten. – Zu Wulff: Natürlich ist Wulff kein Unschuldslamm. Er steht – wie es ein CDU-Politiker formuliert hat – im Zwielicht. Doch ob das alles strafrechtlich relevant gewesen ist, muss erst noch abgewartet werden. Aber jetzt, da Wulff zurückgetreten ist, sollte man nicht ständig „nachfeuern“. Der Mann hat lange genug am Pranger gestanden.
Jetzt noch einige Worte zum „Verrechnen“: Das ist so ein Standard - , fast würde ich sagen: Totschlagsargument, mit dem einem, der ein berechtigtes Anliegen ausspricht, von vornherein der Wind aus den Segeln genommen wird. Vermutlich sind Sie von der jahrzehntelange Nazi-Debatte beeinflusst. Hier wird ja auch immer jemandem, der z.B. auf die Massenmorde durch britische Flächenbombardements auf Hamburg 1943 / Dresden 1945, Würzburg März (!) 1945 hinweist, sofort unterstellt, er wolle „verrechnen“, obwohl eine derartige „Verrechnungs-Einstellung“ gar nicht vorhanden ist. M.a.W.: man will mit einem derartigen (Verrechnung-)Vorwurf von vornherein eine berechtigte Diskussion über zweifellos geschehene Verbrechen schleunigst abwürgen. Auch bezüglich dem Schächten ist das jetzt wieder der Fall: Es gibt eben unwiderlegbar grauenvolles Schächten in Deutschland, und der Widerstand dagegen ist offensichtlich so schwach wie ein laues Frühlingslüftchen. Dass ich mit diesem Hinweis angeblich irgend etwas „verrechnen“ möchte, eine solche Unterstellung bitte ich möglichst zu unterlassen!
HappyAnimal
schrieb am 26.02.2012 um 17:30 ¶zum Thema Schächten:
Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt?
Ich möchte meinen Standpunkt daher noch einmal hoffentlich klar vorstellen:
1. Ich kenne persönlich einige Tierschützer/-rechtler und jeder dieser Menschen spricht sich ganz klar gegen das Schächten aus. Außerdem habe ich schon einige verschiedene Petitionen gegen das Schächten unterschrieben und sogar auf der Bürgerdialogseite von Angela Merkel gibt es eine Forderung für ein Verbot des Schächtens. Weiterhin habe ich persönliche Briefe an das Bundesministerium für Landwirtschaft (etc.) zum Thema Schächten geschrieben sowie meinen Protest beim Bundesverwaltungsgericht gegen das Schächturteil in einem persönlichen Brief kundgetan. Wenn ich ihn finde schicke ich dir auch noch den Link zur Seite eines in dieser Frage sehr engagierten Menschen, auf der du auch sehr gute Informationen zum Thema Schächten finden kannst.
Ich hoffe du konnstest erkennen, dass sich Tierschützer/-rechtler sehr wohl mit diesem Thema befassen.
2. Wahrscheinlich ist es dir nicht bekannt, aber die Arbeitsbedingungen in den deutschen Schlachthäusern (und nicht nur da) sind so extrem, dass es nicht selten vorkommt, dass Tiere unbetäubt den Schlachtprozess durchlaufen. Sehr konservative Schätzungen sprechen von 1% der Schlachttiere, wahrscheinlich liegt der Anteil sehr viel höher. Rechnet man also nur 1% der in Deutschland geschlachteten Schweine und Rinder aus, so kommt man auf Horrorzahlen. Bei Hühnern und Puten scheint es eine Nachkontrolle zu geben, aber ich bin sicher, dass auch hier Tiere allein aufgrund der Geschwindigkeit des Bandes übersehen werden.
3. Ich habe den Eindruck, dass dein Interesse am Thema Schächten mit deiner politischen Ansicht zu tun hat, einer politischen Ansicht, die ich - um es vorsichtig auszudrücken - in der rechten Ecke verorten würde, da du auch die Bomben auf Hamburg und Dresden ansprichst.
Die Bombardements von Hamburg und Dresden war zweifellos ein Kriegsverbrechen, aber ich glaube, dass manche Leute die Bombardements und die Toten hervorheben wollen, um die Deutschen als Opfer hinzustellen und damit ihre damalige Zustimmung zum Verbrechen des Zweiten Weltkrieges und ihre Schuld daran zu verkleinern. Die Kriegskritiker waren ja seit 1933 durch Verhaftungen, Folterungen. Ermordungen und KZ-Aufenthalte mundtot gemacht worden.
Zum Thema Wulff:
Wulff hat als Ministerpräsident von Niedersachsen Frau Grotelüschen als Agrarministerin eingesetzt, obwohl ihm bekannt war, dass sie mit der Massentierhaltung von Puten zu tun hat. Frau Grotelüschen war also zumindest in dieser Frage befangen, doch das hat Wulff nicht interessiert. Unter seiner Ägide sind in Niedersachsen Entscheidungen z.B. für den Großschlachthof für Geflügel (Hähnchen) in Wietze getroffen worden (u.a. gefördert mit Millionenbeträgen). Google gern selbst, ich kann dir aber auch gern Links zu diesem Schlachthof schicken oder weitere Infos, falls es dich interessiert.
Für diese Politik zeichnet letztlich Herr Wulff verantwortlich. Daher kann ich ihn sehr wohl als Tierquäler bezeichnen. Er hat nicht einmal den Hauch eines Versuchs unternommen, das Leid der Tiere zu vermindern.
HappyAnimal
schrieb am 26.02.2012 um 17:32 ¶Hier ein Link zum Tierschutzbund zum Thema Schächten:
http://www.tierschutzbund.de/schaechten.html
HappyAnimal
schrieb am 26.02.2012 um 17:44 ¶http://www.arbeitskreis-tierschutz.de/
HappyAnimal
schrieb am 26.02.2012 um 17:51 ¶http://www.vgt.ch/news2008/080623-schaechten_im_ard.htm
In nur wenigen Minuten findet man also jede Menge Material zum Thema Schächten bei Tierschutz- und Tierrechtsorgas.
Daher frage ich mich wirklich: Hast du dich überhaupt bemüht, dich zum Thema zu informieren, oder hattest du nur das "Bauchgefühl", dass sich Tierschützer und Tierrechtler damit nicht befassen würden?
Haldor
schrieb am 27.02.2012 um 00:40 ¶Beste Grüße
Haldor
rehse
schrieb am 27.02.2012 um 10:15 ¶Wenn man sich über Wulff und sein politisches Wirken in Niedersachsen aufklären lassen will, sollte man vielleicht an den Abgeoredneten der Grünen im Landtag von Niedersachsen schreiben.Seine Adresse lautet: stefan.wenzel@lt.niedersachsen.de Der gibt sicher gern Auskunft das Wirken von Wulff. Es ist jedenfalls eine Schande, dass diese Massenmastbetriebe in Niedersachsen und anderswo genehmigt und betrieben werden.
Ein_Baum
schrieb am 01.03.2012 um 14:17 ¶"PETA appelliert an Christian Wulff, der seinerzeit als niedersächsischer Ministerpräsident die Agrarindustrielle Astrid Grotelüschen zur Landwirtschafsministerin ernannte und somit die skandalösen Zustände in Putenmastställen wissentlich unterstützte, seinen Ehrensold für Tierrechtsarbeit zu spenden und somit die Tiere gewissermaßen zu entschädigen. Unzählige überfüllte Tierheime und ausgelastete Gnadenhöfe, die ausgebeutete Tiere aus der tierquälerischen Intensivtierhaltung aufnehmen – Niedersachsen ist mit der höchsten Tierdichte weltweit maßgeblich daran beteiligt – sind händeringend auf Spenden angewiesen"
http://www.peta.de/web/debatte_um.5486.html
gerfi
schrieb am 01.03.2012 um 15:35 ¶Was willste machen, wenn das Gewissen nicht plagt, wenn keine Einsicht innewohnt in so einer Seele.
Da er ja jetzt Zeit hat, würde mein Vorschlag sein täglich 2 Stunden in einem Tierheim jobben, kostenlos natürlich, lebenslang!
HappyAnimal
schrieb am 01.03.2012 um 23:18 ¶Sehr guter Vorschlag.
madt
schrieb am 02.03.2012 um 18:46 ¶Haha, das gefällt mir!
HappyAnimal
schrieb am 01.03.2012 um 16:00 ¶Kennt jemand Wulffs Privatadresse?
Ich würde ihm den sehr guten Vorschlag gern im freundlichen Ton per Brief mitteilen.
Auf die Antwort bin ich sehr gespannt.
LG
Bassam.Tibi
schrieb am 03.03.2012 um 20:25 ¶jargon
schrieb am 04.03.2012 um 15:10 ¶rehse
schrieb am 04.03.2012 um 19:49 ¶HappyAnimal
schrieb am 04.03.2012 um 21:39 ¶Weswegen denn?
Brisante Reden hat er nicht gehalten, es bewegte sich alles im schwarzen-gelben Bereich.
Er hätte jedes Gesetz fein unterschrieben, was man ihm vorlegte, auch sämtliche Rettungsschirme o.Ä..
Ein Bundespräsident steht nun mal im öffentlichen Interesse. Daher muss er sich auch gefallen lassen, dass man über ihn redet.
Nur zur Erinnerung: Die Tierschützer haben Wulff schon als Ministerpräsidenten für seine extrem agrarindustriefreundliche Politik kritisiert (s.o.: Grotelüschen als Agrarministerin, der man auch fundiert Voreingenommenheit/Parteinahme für die Massentierhaltung vorwerfen konnte, weil ihr Ehemann eine Putenbrüterei besitzt und ihre Politik entsprechend war).
Haldor
schrieb am 05.03.2012 um 19:20 ¶Wulff ist von der Kampagnen-Presse und von einem Hannoveraner Staatsanwalt „abgesägt“ worden. Die Kampagnen-Journalisten haben so lange bei Wulff in den Krümeln gesucht, bis sie einiges gefunden haben, was nicht so ganz astrein erscheint. Doch bei welchem gebrechlichen Menschen findet man nichts in den Krümeln, wenn man nur lange darin sucht? Und „gebrechlich“ sind wir doch alle, sagt jedenfalls die Bibel. Jetzt aber stellt sich heraus, das diese investigativen Journalisten unseren Staat empfindlich geschädigt haben, denn wir alle (die Steuerzahler) müssen dem 52-jährigen Wulff sofort bis an sein Lebensende 200 000.- € Ehrensold und 280 000.- € für Dienstwagen, Chauffeur und Gorilla bezahlen, für’s Nichtstun! Auch der neue Bundespräsident bekommt für sein Wirken sofort ein äußerst stattliches Salär (wohl auch 200 000 € pro Jahr). Alle diese hohen finanziellen Aufwendungen haben die Steuerzahler dem Ehrgeiz von Kampagnen-Journalisten zu verdanken, die unbedingt, indem sie bei Wulff angebliche Vergehen aufgedeckt haben (denn bewiesen ist noch nichts!), die Bundeskanzlerin treffen wollten. An Wulffs Stelle würde ich diesem Staat, der mich so behandelt hat (auch etliche Politiker haben ständig „nachgefeuert“), keinen abgeschliffenen Cent schenken. Ich würde selbstverständlich die 480 000 € pro Jahr in voller Höhe beanspruchen. Wenn sich erst einmal der Pulverdampf verzogen hat und Wulff den Stress der vergangenen Monate verarbeitet hat, kann er sich von den opulenten Salärs ein schönes Leben machen (schließlich kann man nicht bis ans Ende seiner Tage ständig über Wulff palavern). Er kann Bücher schreiben, seine verschiedenen Hobbys pflegen, tolle Reisen unternehmen, Gesundheitskuren buchen, nur noch in Bio-Restaurants essen, sodass er so alt wird wie Jopi Heesters. Wulff wird zusammen mit seiner attraktiven Gattin und ihrem niedlichen Kind in der Villa von Burgwedel ein glückliches Leben führen.
HappyAnimal
schrieb am 05.03.2012 um 22:41 ¶Ich gehörte nicht zu denjenigen, die Wulffs Rücktritt gefordert haben, obwohl ich meine, dass sein Verhalten als Korruption bezeichnet werden kann.
Du findest nichts dabei und verniedlichst es als "Krümel" - ich sehe das eben anders.
Allerdings stimmt es wahrscheinlich, dass man bei vielen Politikern solche "Krümel" finden könnte - was aber nach meiner Meinung nicht heißt, dass dieses Verhalten in Ordnung ist, sondern dass auch andere Politiker bestechlich sind.
Die Alimentation ehemaliger Bundespräsidenten ist eine Frechheit. Diese Regelung gehört dringend reformiert, völlig unabhängig von der Causa Wulff.
Haldor
schrieb am 05.03.2012 um 23:29 ¶"In den Krümeln suchen" ist metaphorisch anders gemeint, als du es interpretiert hast. Außerdem: wenn Wulff von der unabhängigen richterlichen Justiz wegen Korruption (Vorteilsannahme etc.) verurteilt wird (Wulff wird vermutlich bis zur letzten Instanz prozessieren, mit Hilfe der opulenten Mittel seines Ehrensolds), sieht die Sache anders aus. Aber noch steht ein solches (rechtskräftiges) Urteil aus. Dass der Staatsanwalt jetzt Wulff wegen der Anstellung seiner ersten Frau etwas anhängen will - das ist ja nun wirklich 'in den Krümeln gesucht' - , ist für mich ein Indiz, dass sie in den beschlagnahmten Akten und Comutern Wulffs nichts Brauchbares, was zur Verurteilung führen könnte, gefunden haben.
Beste Grüße
Haldor
Stefan_Thiesen
schrieb am 06.03.2012 um 10:35 ¶HappyAnimal
schrieb am 06.03.2012 um 20:37 ¶Sehr gut gesagt, 100% Zustimmung.
rehse
schrieb am 06.03.2012 um 10:15 ¶Natürlich gehöre ich zu denen, die seinen Rücktritt gefordert haben. Warum? Ganz einfach, solche Politiker brauchen wir nicht. Andere, die sich wie Wulff verhalten, allerdings auch nicht. Und in einem 80 Mio,. Volk gibt es halt genügend integre Persönlichkeiten, die nicht als Raffke entlarvt werden. Aber die Parteien haben sich sehr weit vom Volk entfernt und deshalb bröckelt es ka an allen Ecken und Enden bei den sogen. "Volksparteien." Bei deren engstem Anhängtsel namens FDP (fies dreist platt) bröckelt es auch gleich mit.
Aber wir sollten diese Bedingungen (Parteiengekungel ) nicht so ohne weiteres hinnehmen und uns dagegten wehren. Da gibt es "mehr Demokratie e.V.", wo man sich mit Fragen an Abgeordnete wenden kann, deren Antwort dann öffentlich wird. Die Abgeordneten, die da nicht antworten, werden dann auch öffentlich und die Wähler können sich ein Bild von denen machen.
Da Du Deinem Nick nach ein ausgemachter Tierfreund zu sein scheinst, können wir aber auch Niedersachsen als wirklich abscheuliches Beispiel für die unnötige Massentierhaltung nehmen. Das entwickelte sich unter einer SPD-Landesregierung, ging über auf Wulff und wird von Mcallister fortgesetzt.
Ich meine, nur deshalb ist Wulff hier zur Sprache gekommen, weil er eine Landwirtschaftsministerin eingesetzt hat, die offen Lobbyarbeit für den familieneigenen Betrieb machen durfte. Sie ist dann aber schneller zurückgetreten als Wulff.
Stefan_Thiesen
schrieb am 06.03.2012 um 10:41 ¶Maria_L
schrieb am 06.03.2012 um 11:33 ¶Hähä....der Kommentar kommt zwar gute 30 Jahre zu spät.
Triffts aber wirklich hervorragend ;-)
HappyAnimal
schrieb am 06.03.2012 um 20:45 ¶Ja, das eigentliche Thema war Wulffs Zeit als Ministerpräsident in Niedersachsen, in der er mit der Nominierung von Frau Grotelüschen eine Lobbyistin der Massentierhaltung zur Landwirtschaftsminsterin gemacht hat.
Mit Fug und Recht kann man ihn daher als Tierquäler bezeichnen. Klar ist auch, dass er sich dieses System nicht ausgedacht hat und auch unter Mc Alister hat sich so gut wie nichts geändert, was nicht verwundert, dann am Tierleid verdienen nun mal sehr Viele im Argrarland Niedersachsen.
Was du zum Fehlverhalten Wulffs und anderer Politiker schreibst, unterstütze ich voll und ganz
Bassam.Tibi
schrieb am 10.03.2012 um 09:42 ¶rehse
schrieb am 10.03.2012 um 16:44 ¶madt
schrieb am 11.03.2012 um 11:41 ¶Nichtsreimtsichauf
schrieb am 12.03.2012 um 21:44 ¶rehse
schrieb am 13.03.2012 um 07:20 ¶Stefan_Thiesen
schrieb am 13.03.2012 um 09:20 ¶Kommentar schreiben
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