• Wer nahe an Grünanlagen lebt, leidet seltener unter Angst, Depression und Herz-Kreislauferkrankungen.
• Beim Blick ins Grüne vom Krankenhauszimmer aus werden weniger Schmerzmittel benötigt, wird seltener nach dem Pflegepersonal gerufen als beim Blick auf eine Backsteinwand.
• Großstädter sind öfter psychisch krank, auch durch Alltagsstress in Ballungsräumen.
• Immer häufiger wird wegen psychischer Krankheiten krank geschrieben; steigende Anforderungen in der Arbeitswelt wie Arbeitsverdichtung, Zeitdruck und wenig Anerkennung tragen dazu bei.
• Schulkinder aus Wohnungen in den unteren Stockwerken von Hochhäusern lesen lärmbedingt schlechter als die aus den oberen Etagen.
• Kinder, denen Naturerfahrung fehlt, sind anfälliger für Übergewicht, Depression und ADHS.
• Mieter von Wohnungen in drei- bis vierstöckigen Wohnblocks leiden signifikant häufiger unter verschiedenen Erkrankungen, insbesondere psychischen Störungen, als Vergleichsgruppen aus Einfamilienhäusern.
Was lesen wir aus diesen und ähnlichen bekannten Fakten? Naturfernes Leben und Arbeiten, wie wir es heute fast alle praktizieren, machen eher krank als Leben und Arbeiten in bzw. mit der Natur. Doch „Natur“ gibt es nicht mehr. Nahezu jeder Winkel dieser Erde ist zivilisiert und kultiviert, die letzten verbliebenen Völker von Ureinwohnern werden von Sozial- oder Sprachforschern aufgespürt und mit der westlichen Zivilisation infiziert.
Wir spüren, dass wir in eine Sackgasse geraten sind, dass wir umkehren müssten, doch wohin? Und genau das macht Angst. Es ist die „Sehnsucht nach der verlorenen Heimat“, wie die SZ vorgestern in diesem Zusammenhang titelte. Die „American Psychological Association“ hat letztes Jahr ein 200-Seiten-Werk zum Zusammenhang zwischen Psychologie und Klimawandel vorgelegt. Demnach kann der Klimawandel zu wachsendem Stress und Beklemmung führen, selbst ohne direkte Auswirkungen können Vorstellung und Angst vor dem Klimawandel die geistige Gesundheit gefährden. Und dies betrifft natürlich nicht nur den Klimawandel, sondern die ganze Zuspitzung ökologischer Probleme heute (Ölknappheit, Artensterben, Bodenverlust, Wassermangel …).
So werden wir depressiv durch die Entfremdung von der Natur einerseits und die pathologischen Folgen andererseits, die dadurch entstehen, dass wir die Zerstörung ohnmächtig mit ansehen müssen. Diese Zerstörung (durch Klimawandel, Bodenversiegelung, Überfischung, Ölkatastrophen, Abgase, …) hat eben nicht nur materielle Auswirkungen. Sie betrifft uns im tiefsten Inneren, verunsichert, lässt verzweifeln, gerade die Umweltschützer, die sich ja eigentlich so sehr engagieren, die unaufhaltbar fortschreitende Vernichtung jedoch mit ansehen müssen.
Ich denke, das ist unsere Situation heute. Der Rückweg zur ruhigen, überschaubaren Natur mit Leben in kleinen Gruppen ist versperrt, vorwärts geht es auch kaum noch. Es bleibt: die Gegenwart hier so gut wie möglich zu ertragen, möglichst miteinander, was schon mal Kraft und Trost spendend sein kann (wer mehr dazu wissen will, zu Situation und ihrer möglichen Bewältigung, schaue gerne ins Buch „Mensch was nun? Wie wir der ökologischen Krise begegnen – können“, www.mensch-was-nun.de ).
Andreas Meißner, Psychiater und Psychotherapeut
Autor des Buches "Mensch, was nun? Wie wir der ökologischen Krise begegnen - können"
www.mensch-was-nun.de


Kommentare (18)
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Daniel Überall
schrieb am 23.07.2010 um 16:02 ¶gerfi
schrieb am 23.07.2010 um 16:14 ¶Die Analyse daraus, das Fazit, dem möchte ich mich nicht anschliessen.
<< Ich denke, das ist unsere Situation heute. Der Rückweg zur ruhigen, überschaubaren Natur mit Leben in kleinen Gruppen ist versperrt, vorwärts geht es auch kaum noch. Es bleibt: die Gegenwart hier so gut wie möglich zu ertragen, möglichst miteinander, was schon mal Kraft und Trost spendend sein kann >
Das ist doch die Kopf-in -den-Sand Politik. Resignierend.
Warten auf was, den Untergang?
Wenn der kommt, dann wird er sicher nicht aufzuhalten sein. Ich möchte keine Weltuntergangsstimmung, sondern optimistische und auch in die Zukunft hinein projezierte Ideen, die jetzt machbar sind. Dazu gehört, dass die Gesellschaft sich in ihrem Bewusstsein verändert..
Und ich denke, daran arbeiten wir doch alle daran.
Ein Leben zurück in Natur eind Eintracht, die wird es allerdings ohne Neuanfang nicht geben, aber das hiesse, eine neue Spezie müsste sich entwickeln, die nach einem Untergang wie Phönix aus der Asche hervorkommt, versehen mit dem ethischen, moralischen Wert, der ein Leben auch wieder lebenswert macht.
Ist das Utopie?
Meissner Andreas
schrieb am 23.07.2010 um 19:00 ¶Schön wäre es, wenn man die Gesellschaft so einfach im Bewusstsein verändern könnte - ein hoher Anspruch. Ich glaube, wichtiger noch ist es, am eigenen Bewusstsein zu arbeiten, und da stimme ich Daniel zu: unter Bäumen liegen kann für Kinder (und für uns) schon so schön und erholsam sein. Ich glaube, das Beste, was wir unseren Kindern schenken können, ist "Natur", und ist Zeit, Zeit, Zeit.
Daher ist für mich jede Minute mit meinem Sohn auch ökologisches Engagement. In dieser Zeit tue ich etwas für meine Beziehung zu ihm, für mein und sein Wohlergehen, und damit für seine Stabilität, die es ihm vielleicht später auch ermöglicht, sich für andere (und andere Themen - außer Schule, Studium, Beruf, Hausbau etc.) zu interessieren. Diese vermeintlichen Kleinigkeiten im eigenen Umfeld bewusst zu leben, das ist wichtig - nicht immer, die ganze Welt umkrempeln zu wollen (auch wenn ich selbst leider noch viel zu oft in diesen missionarischen Reflex verfalle).
Im günstigsten Fall hat mein persönliches Tun eine (vielleicht sogar vorbildhafte?) Außenwirkung, und das bewirkt mehr als tausend schöne Worte und Reden. Soweit meine im Grunde oft gar nicht so resignativen Gedanken dazu.
Meissner Andreas
schrieb am 23.07.2010 um 19:03 ¶inaktiver User 1038
schrieb am 25.07.2010 um 00:39 ¶Das Fazit stimmt nicht: sehr wohl gibt es ein zurück: wenn Öl zu teuer wird oder ein Totalzusammenbruch des globalen Finanzsystems ähnliche Auswirkungen hat, werden ausschließlich die kleinen Gruppen überleben, die sich bis dahin am Land angesiedelt haben und funktionierende und belastbare klein-solidarische, technikarme Strukturen entwickelt haben. Die Menschen, die es nicht schaffen, sich rechtzeitig herauszukaufen und das zu etablieren und Teilhabe an den Ressourcen kleiner Gruppen zu erwerben, werden sterben (z.B. ich)?
Später in der Zeit ist unklar, was wird, weil Grundbücher dann niemand mehr interessieren, schlicht deswegen, weil es sie nicht mehr geben wird? Global ist noch unklarer, was wird, weil der Kampf um das Öl (und andere Ressourcen) neue Parameter haben wird, deren Existenz wir heute noch nicht einmal ahnen können. Letztlich werden aber alle auf die lokalen Ressourcen zurückgeworfen sein, weil der globale Transport nicht mehr so gut geht?
Es steht zu hoffen, dass das alles eher bald als unbald passiert, denn wenn der Klimawandel seine positiven Feedbackschranken überschritten haben wird (falls er das nicht schon hat), dann ist sowieso alles nur noch Spielball dieser großen Kräfte, die auch alle Menschen zusammen nicht mehr aufhalten können.
Kein Wunder, dass die Menschen angesichts solcher Szenarien depressiv (d.h. persönlich perspektivlos und handlungsgehemmt) werden: es gibt nicht mehr sehr viel Handlungsspielraum.
Nur noch die Utopie, dass gemeinsames Handeln jetzt das Ruder doch noch herumreissen kann, man muss sich ja nicht gleich rauskaufen, sondern kann reionale Biokisten bestellen, oder CSA machen und andere lokale Dinge tun. (Problematisch bei Computern, usw ... ). Vielleicht sehe ich es auch zu pessimistisch und eine kleine globale Technik kann langfristig bestehen, wenn wir vernünftiger werden.
Meissner Andreas
schrieb am 25.07.2010 um 12:17 ¶schön, von Dir mal wieder zu lesen bzw. zu hören. Danke für Deinen Kommentar, ich stimme ihm voll und ganz zu. Ich interessiere mich sehr für die Ökodorf-Bewegung, weil ich denke, dass das am ehesten in die Richtung geht, die Du beschreibst: es "werden ausschließlich die kleinen Gruppen überleben, die sich bis dahin am Land angesiedelt haben und funktionierende und belastbare klein-solidarische, technikarme Strukturen entwickelt haben" (bin daher in meinem Buch, www.mensch-was-nun.de , auch darauf eingegangen).
Natürlich habe ich auch die Biokiste, doch die wird im Falle des auch von Dir prophezeiten Zusammenbruchs als regionale Versorgungsstruktur nicht mehr ausreichen. Wir Städter (ich glaube, Du bist ja auch einer) werden uns dann schwer tun.
Und ich stimme Dir zu, dass der Zusammenbruch, wenn schon unvermeidbar, dann auch eher bald erfolgen sollte, der Klimafolgen wegen, aber auch, um endlich die Chance zu haben, gezwungenermaßen ein neues System zu etablieren, wenn dies uns Menschen schon freiwillig so schwer fällt. Das klingt jetzt natürlich naiv, und ist auch gefährlich, denn so ein Crash wird mit hoher Wahrscheinlichkeit mit heftigen Krisen, Katastrophen und auch Kriegen einhergehen.
Daher auch: ein Zurück zum alten Naturleben in kleinen Gruppen wird es so einfach nicht geben. Denn diese Kriege und Katastrophen werden Verwüstungen hinterlassen, das Klima wird das Seine dazu tun, und wir werden erst mühsam alte Lebenstechniken wieder neu lernen müssen. Und: 82 Millionen Menschen in Deutschland bzw. bald 9 Milliarden Menschen auf der Welt (im Jahr 2050) können nicht ohne Weiteres in kleinen Gruppen verteilt im Ländlichen leben. Zynisch und pervers: aber die erwähnten Krisen werden hier wohl mit zur nötigen Dezimierung beitragen müssen.
Besser natürlich, wir kriegen das anders hin, dem gilt meine Sorge und mein Streben. Und: weiter ringe ich darum, die Gegenwart nicht nur negativ und pessimistisch zu sehen und zu leben, sondern trotz dieser frustranen Aussichten noch Lebensfreude zu bewahren, meine Stärken zu nützen, und nicht die ganze Welt immer ändern zu wollen, was ich eh nicht kann. Diesen Spagat auszuhalten, dem dient der Austausch, hier z.B. (daher sind wohl all die Foren und Blogs hier und auf anderen Webseiten so wichtig, auch wenn ich es hier mittlerweile reichlich unübersichtlich finde), und das spendet mir zumindest Kraft und Trost.
In diesem Sinne: schönen Sonntag! Andreas
inaktiver User 1038
schrieb am 29.07.2010 um 10:43 ¶ich spüre auch (?) oft die Versuchung, in Angst abzugleiten,
und in eine "rette sich wer kann"-Stimmung zu verfallen.
Aber erstens sind wir bereits mitten im Zusammenbruch:
jeden Tag sterben viele Menschen an Hunger, Vergiftung, usw,
jeden Tag sterben Arten aus (nicht Individuen, Arten, das
muss man sich erst mal geben), das mit dem Zusammenbruch
bezieht sich ohnehin nur auf den hochtechnisierten Teil
des menschlichen Daseins.
Und zweitens will ich bei einem Zusammenbruch weder
in der Stadt noch in einem Ökodorf leben (denn da werden
die hungernden Städter dann auch hingehen und plündern).
Ich sterbe dann lieber, ich kämpfe nicht ums Überleben:
entweder es geht mit (immer mehr) nachhaltiger Kooperation,
oder es geht halt nicht, zumindest nicht für mich.
Insofern ist mein Interesse an Ökodörfern (das ich auch habe)
ein anderes: hier in der Stadt bekomme ich keine Mischung aus
Selbstversorgung und Teilnahme an der komplexen Zivilisation hin,
keinen Nährstoffkreislauf (Komposttoilette, usw). (Die Ölschmiere
von meinen Balkonpflanzen esse ich nicht, die dürfen die Pendler
essen, die hinaus in ihre grünen Domizile pendeln).
Bei mir wird's mangels Kapital zum Rauskaufen und mangels
handwerklicher Ausbildung wohl auf Teilnahme an einem CSA-Projekt
(Community Supported Agriculture) hinauslaufen, wenn ich meine
Fedenkrais-Ausbildung fertig habe.
Viele Grüße,
Jonas.
lukita
schrieb am 31.07.2010 um 10:08 ¶In dem Zusammenhang finde ich die Idee der Reinkarantion ganz spannend. Dann kann man nämlich nicht "einfach sterben" ...
gerfi
schrieb am 31.07.2010 um 12:09 ¶Letzlich fokusieren wir uns zu sehr auf das "Hier", zwar absolut richtig, vergessen dabei aber völlig, dass die Unendlichkeit noch viel weiteres Spannendes für uns bereit hält.
Also kopf hoch, es gibt auch noch andere Spielplätze.
Chrissy
schrieb am 31.07.2010 um 12:18 ¶Wir sind hier nur auf der "Durchreise" .
acte
schrieb am 31.07.2010 um 12:41 ¶bhellweg
schrieb am 31.07.2010 um 12:34 ¶Im übrigen vermehrt sich der heutige hedonistisch eingestellte Mensch kaum noch... Wenn alle Gesellschaften den europäischen Modell folgen gibt es irggendwann den Peak "Homo Sapiens" und ab da werden es immer weniger...... Und nach einigen 100 Jahren wohnen nur noch ganz wenige Menschen auf unseren Planeten und das dann ganz friedlich miteinander zusammen.. Wäre das keine Utopie?
partikel
schrieb am 31.07.2010 um 12:45 ¶Ich stimme der Aussage von Andreas Meißner: "im eigenen Umfeld bewusst zu leben, das ist wichtig" vollkommen zu, denn auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass das eigene Handeln, welches man für richtig hält, einem Wassertropfen auf einem heißen Stein gleicht, sollte man in Betracht ziehen, dass der Stein unter ständigem Einwirken von Tropfen brechen wird. Manchmal bewirkt man viel mehr als man selber wahrnimmt und mit eigenem Beispiel vorangzugehen und nach bestem Gewissen zu leben, empfinde ich als notwendig um die eigene Glückseligkeit zu sichern und andere damit anstecken zu können.
Ich möchte mich auch noch zu der Weltuntergangsstimmung äußern^^ :
Mir persönlich ist es gleich woran ihr glaubt oder in welchen Dimensionen ihr Halt findet, wichtig finde ich nur, dass man etwas hat. Menschen sind sehr sensible und zerbrechliche Geschöpfe und es ist wichtig, dass sie etwas haben an das sie festhalten können, da sie sich sonst verloren fühlen und umherirren.
Ihr scheint mir überzeugt davon, dass die Welt wie wir sie kennen bald ihr Ende findet und das hoffe ich auch, denn wenn ich ehrlich bin gefällt sie mir momentan überhaupt nicht. Ich hoffe dass die Natur, Mutter Erde oder welcher Begriff euch auch am liebsten ist das Ganze wieder hinbiegt.
Wenn unsere Rasse überlebt, würde nämlich genau das passieren, was Jonas geschildert hat, es würden sich "funktionierende und belastbare klein-solidarische, technikarme Strukturen entwickel[n]" und das halte ich für einen schönen Gedanken.
gerfi
schrieb am 31.07.2010 um 15:59 ¶Denke, dass dies auch auf die gesamte belebte Natur anzuwenden ist. Der Mensch im allgemeinen ist zu egoistisch und wie wir wissen für einen grossen Teil der ökologischen Katastrophen verantwortlich, also er ist demnach nicht unbedingt sensibel, zumindest ist er es nicht im Umgang mit der Natur gewesen.
Wenn dann nun das Ergebnis zurückkommt (Ursache/Wirkung), bitte nicht weinen.
Auch müssen wir keine Endzeitstimmung predigen, genauso wenig wie ich glaube, dass die von Jonas genannten "funktionierende und belastbare klein-solidarischen, technikarmen Strukturen " den Menschen als solchen überlebensfähig halten werden.
Das "zurück zu Natur", was von manchen oft probagandiert wird, wird nicht das "Überleben" garantieren, sondern nur der Bewusstseinswandel des Menschen. Das "Überleben" wird gerade die technische Fähigkeit des Menschen benötigen, um zu überleben, aber mit neuem Bewusstsein, das auch anerkennt, dass Leben immer einem geistig schöpferischen Plan zu grunde liegt, der weit über das hier bekannte materielles Wirken hinausgeht.
Wichtig scheint mir aber, dass wir nicht resignieren, sondern unsere Gedanken, unser Bewusstsein auch in diesem Leben dafür verwenden, die "Schieflage unserer Gesellschaft" zu verändern, ob für die Nachkommen, ob für die Vorstellung wieder mal auf dieser Erde zu wandeln, das mag zunächst sekundär sein, wichtig ist, wir tun es, jeder so gut er kann.
partikel
schrieb am 31.07.2010 um 16:29 ¶Der Egoismus des Menschen liegt in seiner Natur, selbst wenn er etwas scheinlich Selbstloses tut, ist es eine Bedürfnisbefriedigung und kann wieder als egoistisch angesehen werden. Für mich ist der Begriff "Egoismus" demnach nichts Negatives.
Die Problematik besteht darin, dass der Mensch sehr wohl sensibel ist, nur fehlte ihm lange Zeit das Wissen über die Konsequenzen seines Handelns und der Mensch ist ein Gewohnheitstier, sodass bestimmte Lebensweisen nur schwerlich abzuschütteln sind (in Bezug auf eine Gesellschaft; Ausnahmen ausgeschlossen).
Mir erschließt sich nicht warum du Die Wortwahl: "[N]ur der Bewusstseinswandel" verwendet hast, da der Bewusstseinswandel doch mit am wichtigsten ist...
Die technische Fähigkeit des Menschen überfordert den Menschen, da die technische Entwicklung viel schneller erfolgt als die des Verstandes.. Das hat zur Folge, dass der Mensch, stolz auf sein Werk, keine Ahnung hat, welche Auswirkungen ihr Handeln hat und daran geht er kaputt.
Im letzten Punkt sind wir uns wieder einig (=
gerfi
schrieb am 31.07.2010 um 17:57 ¶Wenn du den ersten Halbsatz liest, dann erschliesst sich doch, das "NUR" gleichbedeutend mit "ausschliesslich" gemeint ist, also ich meine ausschliesslich der Bewusstseinswandel wird.....
<< Die technische Fähigkeit des Menschen überfordert den Menschen.... >>
Stimme überein, dass die immer schneller sich entwickelnde Technik den Menschen überfordert, vieles davon auch wirklich nicht lebensnotwendig ist, dennoch behaupte ich, dass wir ohne "Technik" nicht überleben werden können, zumindest bezieht sich das auf Energie-Erzeugung, Mobilität, Kommunikation (im besseren Sinne auch mit anderem Leben im Universum).
Es ist schon richtig, der Satz "der Mensch forsche, solang er lebe", den auch dies trägt zur Erkenntnis bei.
partikel
schrieb am 01.08.2010 um 14:41 ¶Kommentar schreiben
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