Das ist ein großartiger Erfolg für den Umweltschutz, denn Mobiltelefone bestehen zu etwa 25% aus Metallen. Bei rund 70 Mio. ungenutzten Handys in Deutschland lassen sich daraus unter anderem ca. 1,7 Tonnen Gold, 18 Tonnen Silber und 630 Tonnen Kupfer gewinnen. Wertvolle Rohstoffe, die nicht in der Mülltonne landen sollten (http://www.utopia.de/blog/deutsche-telekom-ag-changemaker/juergen-resch-im-interview).
Natürlich verfolgen wir auch weiterhin das Ziel, möglichst viele alte Handys einzusammeln und damit viele Rohstoffe in den Kreislauf zurückzuführen. Wir freuen uns sehr, dass das Utopia-Team mit gutem Beispiel vorangeht und bei sich, Freunden und Bekannten über 25 Handys eingesammelt hat: http://www.utopia.de/galerie/recycling-handy-aktion
Machen auch Sie mit! Geben Sie Ihr altes Handy einfach beim nächsten Besuch im Telekom Shop ab oder schicken Sie es uns kostenlos per Post zu. Die dazugehörigen Versandetiketts finden Sie hier.


Kommentare (15)
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mela
schrieb am 15.02.2012 um 13:52 ¶jallajalla
schrieb am 16.02.2012 um 17:49 ¶jana
schrieb am 16.02.2012 um 19:04 ¶Grüße. Jana
Cornelia_Szyszkowitz
schrieb am 20.02.2012 um 09:53 ¶wir sammeln natürlich weiter alte Handys ein - das machen wir schon seit 2003 und da ja noch einige Millionen gebrauchte Handys in Deutschlands Schubladen liegen, werden wir uns weiter engagieren, diese hervorzuholen. Unsere Sammelaktivitäten mit der Deutschen Umwelthilfe bekommen auch zunehmend Unterstützung aus der Politik http://www.handysfuerdieumwelt.de/warum-abgeben/stimmen/
In 2012 werden wir eine landesweite Althandy-Sammelaktion des bayerischen Umweltministeriums unterstützen, das ab Ende April alle Schulen, Behörden und Unternehmen in Bayern einladen wird, beim Handy sammeln aktiv zu werden.
Viele Grüße
Cornelia Szyszkowitz
Telekom Deutschland/Umwelt & Nachhaltigkeit
Kollekind
schrieb am 20.02.2012 um 11:27 ¶Cornelia_Szyszkowitz
schrieb am 20.02.2012 um 12:16 ¶in meinem Kommentar unter http://www.utopia.de/blog/meikes-utopia-blog/yes-they-can-die-telekom-holt-1-million-handys-zurueck-wir#comment-542847
habe ich geschrieben, was mit den Handys passiert, die wir einsammeln.
Zur Zeit können in der Metallschmelze folgende Rohstoffe zurückgewonnen werden: Kupfer, Gold, Silber und Palladium. Das sind für verschiedene Produkte wichtige Metalle, deren Abbau massive Umweltschäden verursacht. Mehr dazu unter http://www.handysfuerdieumwelt.de/warum-abgeben/re-cycling/
Die Kunstoffe werden beim Recyclingprozess thermisch verwertet, also unter Nutzung der dabei entstehenden Wärmeenergie für den Metallschmelzungsprozess verbrannt.
In Bezug auf eine nachhaltigere Herstellung von Handys gibt es unterschiedlich starke Anstrengungen der Handyhersteller. Die Telekom stellt ja selbst keine Handys her, sondern kauft diese ein. In Sachen Nachhaltigkeit fällt Nokia immer wieder positiv auf, sie geben für jedes Handy ein Umweltprofil an:
www.nokia.com/ecoprofile
Viele Grüße
Cornelia Szyszkowitz
Telekom Deutschland/Umwelt & Nachhaltigkeit
Kollekind
schrieb am 20.02.2012 um 13:03 ¶Werden die Handys, die noch funktionieren ausschließlich in Entwicklungs- und Schwellenlndern verkauft oder für wen sind sie bestimmt?
Die sonstigen Bemühungen die Metalle zurückzugewinnen finde ich sehr lobenswert!
Wie groß schätzen Sie die noch verbleibende Umweltbelastung durch die Verbrennung der Kunststoffe ein?
In letzter Zeit hört man öfters von Nokia, dass sie sich bemühen. Aber als es um eine Transparente Kommunikation Ihrer Bemühungen bezüglich des problematischen Abbaus von Edelmetallen ging, zeigten sie sich alles andere als Ambitioniert. http://www.youtube.com/watch?v=dVLPsX-NgZs
Viele Grüße
Samuel
Cornelia_Szyszkowitz
schrieb am 21.02.2012 um 13:29 ¶nach den Abfallhierarchie, die der europäischen Abfallrahmenrichtlinie entspricht, ist die Weiterverwendung ( ReUse) als nachhaltiger einzuschätzen als das Recycling und das ist wiederum besser als die thermische Verwertung.
Daher bemühen wir uns, die ReUse-Quote bei den eingesammelten Handys zu erhöhen und sind zusätzlich eine Kooperation mit dem Ankaufsportal "wirkaufens" eingegangen, um den Handy-Besitzern das Spenden oder den Eintausch Ihrer hochwertigen Handys gegen einen Telekom-Shopgutschein möglichst einfach zu machen: www.t-mobile.de/handys-und-datengeraete/0,20620,24796-_,00.html
Kunden für funktionsfähige, hochwertige und datengelöschte Handys und Smartphones gibt es in Europa, Asien und Afrika.
Die thermische Verwertung geschieht im Zuge des Verhüttungsprozesses in Metallschmelzen innerhalb der EU, die entsprechende Umweltauflagen einhalten müssen. Die stoffliche Verwertung der Kunststoffanteile ist auf Grund der verschiedenen Farben und Kunststoffarten bei Handys nicht üblich.
Die problematischen Abbaubedingungen und die Verwendung von "Konfliktrohstoffen" wie Gold, Zinnstein, Wolframit und Coltan aus der DR Kongo und den Nachbarstaaten ist nicht nur für die Handyhersteller relevant, sondern die gesamte ICT-Branche. Die Telekom ist sich der Problematik bewusst und hat daher ein Coltan-Stament bzw. ein "Statement on Extractives" veröffentlicht und unsere Lieferanten aufgefordert, die entsprechenden Anforderungen einzuhalten. Mehr dazu in unserem CR-Bericht: http://www.cr-bericht.telekom.com/site11/de/lieferanten/rohstoffeinsatz/index.php#ff,42686
Auch ist die Telekom - gemeinsam mit anderen Unternehmen der Branche - in der Global e-Sustainability Initiative (GeSi) aktiv und unterstützt deren Aktivitäten zur Verbesserungen der Transparenz in der Rohstoffkette und der Produktionsbedingungen in Zentralafrika wie die Zertfizierung von "Conflict-free smelters" http://www.conflictfreesmelter.org.
Viele Grüße
Cornelia Szyszkowitz
mela
schrieb am 21.02.2012 um 13:43 ¶Danke für die Antworten, ich habe trotzdem noch eine Rückfrage.
Ich vermisse noch eine Aussage zum Coltan. Sie schreiben, dass Kupfer, Gold, Silber und Palladium wiedergewonnen werden können.
Was passiert dann mit den auf Coltan basierenden Bestandteilen, können diese nicht wiederverwendet werden? Coltan wird doch immer wieder als Grund für notwendiges Handy-Recycling genannt.
vielen Dank für Ihre Antwort,
mela
Cornelia_Szyszkowitz
schrieb am 21.02.2012 um 14:21 ¶Danke für Ihre Nachfrage, da kommt es tatsächlich öfters zu Verwechslungen und immer wieder gibt es die Behauptung, dass zur Zeit Coltan aus alten Handys wiedergewonnen werden könnte. Wir haben genau deswegen mehrmals bei verschiedenen Recyclingexperten nachgefragt und immer die Antwort bekommen, dass es zur Zeit noch kein wirtschaftlich einsetzbares Recyclingverfahren gibt, um das Coltan, das ja in sehr kleinen Mengen in den Kondensatoren verarbeitet ist, aus Handys wiederzugewinnen - siehe auch unter http://www.handysfuerdieumwelt.de/warum-abgeben/re-cycling/
Wir hoffen, dass sich die Recyclingtechnologien in Bezug auf die Wiedergewinnung von Coltan und seltenen Metallen aus alten Handys in Zukunft verbessern werden. Voraussetzung dafür ist, dass vermehrt gebrauchte Handys zurückgegeben werden und nicht in den Schubladen "verstauben" oder gar in den Hausmüll geworfen werden.
Viele Grüße
Cornelia Szyszkowitz
mela
schrieb am 21.02.2012 um 14:53 ¶Danke für die konkrete Antwort. Das ist natürlich schade. Dann bleibt im Endeffekt nur das "Re-Use" um dem Coltanabbau entgegenzuwirken - was völlig zu Recht an oberster Stelle steht. Trotzdem ist natürlich die Wiedergewinnung der anderen Metalle auch ein Gewinn für die Umwelt.
Haben die Recyclingexperten denn eine Zahl von abgegebenen Handys genannt, ab der sich ein Recycling von Coltan rechnen würde?
Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit, die Kondensatoren als Ganze wieder zu verwenden?
mit den besten Grüßen,
mela
Kollekind
schrieb am 21.02.2012 um 16:47 ¶Cornelia_Szyszkowitz
schrieb am 22.02.2012 um 12:52 ¶das Problem beim Recycling von Tantal/Coltan ist, dass es hier um ein komplexes Stoffgemisch mit extrem unterschiedlichen Eigenschaften geht. Es wäre nicht sinnvoll, wenn man die Verfahren so umstellen würde, dass Tantal zurückgewonnen werden würde, dann aber Gold, Silber, Palladium etc. statt dessen verloren ginge. Es geht nicht, die Edelmetalle und Coltan/Tantal gleichzeitig zurückzugewinnen.
Aus anderen Materialien (z.B. Tantallegierungen oder Produktionsschrotten von Tantal-Kondensatoren) kann man aber Tantal aber zurückgewinnen, bei Handys macht es aus den oben genannten Gründen zur Zeit keinen Sinn.
Eine Wiederverwendung von einmal eingebauten Tantal-Kondensatoren ist nicht praktikabel, diese sind winzig klein, kaum wirtschaftlich und technisch aus- und wiedereinbaubar und auch relativ schnell "veraltet".
Viele Grüße
Cornelia Szyszkowitz
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