Werraversalzung
Die Werra ist der vermutlich am stärksten durch Versalzung belastete Industriefluss Deutschlands. Während die historische Salzgewinnung eher marginale und örtlich begrenzte Auswirkungen hatte, werden seit circa 100 Jahren im Einzugsgebiet der Werra (Mittel- und Unterlauf) Kalisalze industriell abgebaut. Die Kaligruben liegen in den heutigen Bundesländern Thüringen und Hessen. Kalisalze (KCl und MgSO4) sind Grundstoffe für die Düngemittelindustrie und werden weltweit nachgefragt. Jedoch kommen sie in der Natur nur im Gemisch mit anderen löslichen Salzen und schwerlöslichen Mineralien vor. Die Entsorgung der bei der Kalisalzgewinnung und Aufbereitung anfallenden Abfallsalze erfolgt im Wesentlichen durch drei Varianten: die Aufhaldung, die unterirdische Verklappung im Plattendolomit sowie die Einleitung von Salzabwasser in die Werra. Neben den natürlichen Salzeinträgen durch Auswaschung liegen die derzeit großen Einleitungsstellen bei Unterbreizbach (Ulster), Dorndorf (Werra) und Heringen (Werra).
Schon ab etwa 1900 wurde zusätzlich zu den natürlichen Soleeinträgen Salz durch industrielle Nutzung in die Werra eingeleitet. Unter anderem wurde dadurch auch schon Anfang des 20. Jahrhunderts die Trinkwasserversorgung flussabwärts liegender Orte, beispielsweise der Stadt Bremen, gefährdet. Um eine annähernde Trinkwasserqualität für die Stadt Bremen zu gewährleisten, wurden Grenzwerte für den Salzgehalt in der Werra festgelegt und wiederholt erhöht bis zum Jahre 1942 mit einem Wert von 2500 mg/L Chlorid am Pegel Gerstungen. Jedoch wurde auch in den folgenden Jahren dieser Grenzwert nicht eingehalten. Verschärfend kam hinzu, dass seit den 1960er Jahren in der DDR alle Rückstände der Kaliaufbereitung in katastrophalem Umfang in den Fluss Werra eingeleitet wurden, da die Verbringung unter Tage in Ostdeutschland eingestellt wurde.
Sander sieht Pläne für Salzpipeline zur Nordsee skeptisch
07. September 2009
Eine schnelle Realisierung der von dem Düngemittelhersteller K+S geplanten Salzpipeline an die Nordsee zur Entlastung der Flüsse Werra und Weser wird es nach Einschätzung von Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) nicht geben. «Jede Kommune, durch deren Gebiet Sie müssen, hat Einspruchsmöglichkeiten. Und wenn Sie an die Küste kommen, dann wird der Widerstand noch größer», sagte Sander dem Bremer «Weser Kurier» (Montagausgabe).
So müsse die Salzlauge unter anderem genau auf ihre Auswirkungen auf die Muschelbänke untersucht werden. Auch an der Ems, an der entlang die Pipeline gebaut werden soll, gebe es «große Proteste». «Es ist also aus zeitlichen Gründen schon mehr als fraglich, ob man mit der Pipeline die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie erfüllen kann», sagte Sander dem Blatt. Er fügte hinzu: «Und solange nicht alles Mögliche und Erdenkliche von K+S getan worden ist, um diese Salzfracht zu reduzieren, sollten wir nicht auf den billigen Zug der Entsorgung durch eine Pipeline draufsteigen.»
Laut der Wasserrahmenrichtlinie der EU sind die Länder ab 2012 verpflichtet, für eine bessere Wasserqualität in den Flüssen zu sorgen. Der Düngemittelhersteller K+S aus Kassel hatte im Frühsommer die Pläne für eine Pipeline zur verträglicheren Entsorgung seiner Salzlauge angekündigt. Bislang pumpt der Konzern die Lauge in die ohnehin schon stark verschmutze Werra, die sich in Hann. Münden mit der Fulda zur Weser vereinigt.
K+S zu diesem Thema:
Weitere Verbesserungen nach 2015
Mit dem umfangreichen Maßnahmenpaket setzt K+S, auch nach Einschätzung des Runden Tisches „Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion“, die nach heutigem Stand der Technik gegebenen Möglichkeiten zur Salzabwasserreduzierung um und geht damit zugleich an die Grenzen des wirtschaftlich Vertretbaren. Das Unternehmen wird auch künftig in seinen Anstrengungen nicht nachlassen, die in der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung beschriebenen Ziele und die in der EU-Wasserrahmenrichtlinie formulierten Anforderungen auch über 2015 hinaus zu erfüllen. Dazu gehört unter anderem die konsequente Fortsetzung der seit Jahren intensiv betriebenen Forschung und Entwicklung bei K+S, deren wegweisende technische Innovationen den Stand der Technik in der Aufbereitung von Kalisalzen markieren und global Maßstäbe für den Wettbewerb setzen.
Schwerpunkte dieser Anstrengungen werden sowohl im bergbaulichen Bereich wie auch in der verfahrenstechnischen Aufbereitung und der Behandlung von Produktionsrückständen liegen. Besondere Aufmerksamkeit kommt in diesem Zusammenhang allen Fragen der Rückstandsvermeidung und -nutzung sowie dem umweltverträglichen Haldenbetrieb zu.
Quellen und weitere Links:
http://www.k-plus-s.com/de/presse/presseinformationen/news.html?uri=/de/data/news/presse-091104.html
http://www.handelsblatt.com/newsticker/unternehmen/absatz-weserbund-laender-sollen-k-s-salzpipeline-mitfinanzieren;2487725
http://www.news-adhoc.com/sander-sieht-plaene-fuer-salzpipeline-zur-nordsee-skeptisch-idna2009090749642/
http://www.living-rivers.de/werra/themen/kali.html
http://www.runder-tisch-werra.de
http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=3058&key=standard_document_31649432&msg=15662
Wie steht ihr dazu und wer kann Informationen zur möglichen Gefährdung der Nordsee geben?


Kommentare (22)
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Andreanders
schrieb am 22.12.2009 um 17:01 ¶Im Hydrologiestudium besprachen wir schon damals die Problematik. Aber es gab keine sinnvollen Lösungsansätze.
Kali ist für die Düngung mancher Böden nahezu unverzichtbar um halbwegs Erträge zu bekommen.
Was mich wundert, habe mich mit der Thematik schon lange nicht mehr beschäftigt, dass überhaupt Kalisalze eingeleitet werden müssen, da sie wichtige Rohstoffe sind. Im Meerwasser ist hauptsächlich NaCl und wenig KCl enthalten.
http://userpage.fu-berlin.de/~voelker/Vorlesung_Chemische/evaporite.html
Wenn schon eine so lange Pipeline gebaut werden muss, dann kann sie auch noch einige Kilometer in das Meer weiter führen und dort am Ende einen Verteiler bekommen, der bei Ebbe einleitet. Bei den Meerwassermengen und der Verdünnung würde sich die Zusammensetzung nur geringfügig ändern.
Besser wäre Kali zu 100 Prozent zu nutzen. Weltweit gibt es nicht viele Kalivorkommen. Und wie schon Liebig mit seinen Minimumregeln feststellte, wenn nur ein Spurenelement als Mangel vorhanden ist. leidet das gesamte Pflanzenwachstum.
mela
schrieb am 23.12.2009 um 02:30 ¶ich hab das nicht so verstanden, dass Kalisalze eingeleitet werden, sondern die bei der Kaligewinnung übrigen Abfallsalze. Ich schätze Kalisalze werden aus Salzgemisch rausgelöst und restliches Salzgemisch (mit Restbeständen Kali) wird dann eingeleitet. Dann wohl NaCl etc.
Thomas_M.
schrieb am 22.12.2009 um 17:16 ¶Ok, zum ordentlichen Verständnis: Man sollte aus Naturschutzsicht bei solchen Fragestellungen immer abwägen, welche Region ökologisch wertvoller ist. Wenn die Werra/Weser eh schon derart verschmutzt ist, dann macht es wohl mehr Sinn, das Geld, dass für den Bau einer Pipeline draufgehen würde, in noch mehr Innovation zu stecken. Jetzt eine Pipeline zu bauen und die Abwässer in die Nordsee zu leiten führt zu einer nachhaltigen Schädigung der Natur, die über den jetzigen Schaden hinausgeht. Viele Küstenregionen sind FFH-Gebiete (http://de.wikipedia.org/wiki/Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie), daher müsste eine Verträglichkeitsprüfung gemacht werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Aufwand den Gewinn rechtfertigt.
Davon abgesehen hören sich diese Phrasen wieder nach dem typischen Managergalber an. "[...]die nach heutigem Stand der Technik gegebenen Möglichkeiten zur Salzabwasserreduzierung um und geht damit zugleich an die Grenzen des wirtschaftlich Vertretbaren." Wenn ich solche Sätze schon lese kommts mir hoch. Viel einfacher wäre es, würde man wesentlich weniger Kunstdünger produzieren, die die Umwelt ja wieder belasten. Dann würde sich der ganze Rattenschwanz nicht ergeben. Am Ende wird wahrscheinlich die eine Richtlinie über die andere gestellt, anstatt vom Betreiber zu verlangen "noch mehr Innovation zu machen", denn warum sollten man derartige Belange an den ökonomischen Faktoren meßen und nicht an ökologischen? Dann wird in Zukunft eben die Firma diese Salze abbauen, die weder die Werra/Weser, noch die Nordsee verwüstet.
Andreanders
schrieb am 22.12.2009 um 18:33 ¶Aber wie schon oben erwähnt verstehe ich nicht, dass überhaupt eine Einleitung nötig ist, warum nicht alles genutzt werden kann.
Es erinnert ein wenig an die Politik der hohen Schornsteine:
http://www.umweltlexikon-online.de/fp/archiv/RUBluft/Schornstein.php
Thomas_M.
schrieb am 22.12.2009 um 19:09 ¶Ein Teil der Salze verbleibt auch in den Flüssen, im Sediment oder in den Lebewesen und im Wasser natürlich. Auf lange Sicht wird sich ein fließendes Gewässer natürlich besser erholen als ein stehendes Gewüsser. Der Fluss ist in diesem Fall eine Art Puffer (ich befürworte das hier nicht!) der je nach Länge mehr oder weniger große Teile der Salze vom Meer fern hält.
Das Meer ist sicher sehr groß, wie in dem von dir angegeben Link zu sehen ist, liegen die Anteile der Salze im ppm-Bereich. Man müsste sämtliche Salze in diesen Laugen bestimmen, sowohl Qualitativ als auch Quantitativ. Nun kann es aber sein, dass Kleinslebewesen im Meerwasser auch schon auf kleine Änderungen reagieren - ich weiß das auch nicht genau, aber ich würde eher davon ausgehen, dass es so ist - zum Beispiel die Kieselalgen, die auf eine bestimmte Calciumversogrung angewiesen sind. Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch kleine Änderungen in der stofflichen Zusammensetzung da große Auswirkungen im Ökosystem haben, da man immer irgendo einen Link zwischen Stoffkreisläufen und Trophiestufen finden kann. Das Meer ist ja auch nicht ein großes Ökosystem, sondern untergliedert sich auch nochmal. Auf diesen Ebenen können sich Auswirkungen irgendwelcher Änderungen zeigen, während diese Auswirkungen auf anderen Ebenen/Regionen nicht (so sehr) auftreten. Damit will ich sagen, dass die signifikante Verunreinigung sich lokal auswirken könnte, da die Stoffe nicht sofort überall hin diffundieren.
Sicher ist die Idee, die Lauge weiter draußen zu entsorgen besser, als das direkt an der Küste zu tun (siehe FFH-Problematik), aber das löst mMn nicht das Problem. Die Grundmentalität muss in der Tat die sein, die du angesprochen hast. Man muss versuchen einen Kreislauf zu schließen, also alles so gut wie möglich nutzen. Letztendlich findet sonst eine Akkumulation in irgend einem Teil des Ökosystems statt und das führt früher oder später zu irgendwelchen Problemen, die man heute vielleicht noch nicht abschätzen kann.
Andreanders
schrieb am 22.12.2009 um 21:03 ¶Auch der Bioanbau erlaubt die Düngung mit Stoffen, die in der Natur ohne chemische Prozesse vorkommen.
Ein Hauptübel der kommerziellen Landwirtschaft ist die Produktion von Stickstoff-Dünger. Es puscht die Pflanzen, verbraucht ungeheure Energiemengen (nicht umsonst lassen sich aus Stickstoffdünger ohne Probleme hochexplosive Sprengstoffe herstellen) und oft gibt es noch Beimischungen von schädlichen Stoffen.
http://green-24.de/forum/ftopic3675.html
http://www.bauernhof.net/lexikon/lex_fg/gesetz_vom_minimum.htm
http://www.gartentechnik.de/News/2005/08/19/justus_von_liebig_und_das_gesetz_vom_minimum/
http://de.wikipedia.org/wiki/Kalium
Nochmal, wenn innerhalb des Meeres, nah der Mündung der Weser keine nachteiligen Effekte in den vielen Jahren eingetreten sind, dann spricht wohl nicht direkt etwas dagegen.
Thomas_M.
schrieb am 22.12.2009 um 21:32 ¶Es geht oft auch nicht darum, was (dMn) "direkt" dagegen spricht, sondern was im GANZEN dagegen spricht. Schon mal was von Life-Cycle-Assesment gehört? Nur weil du denkst, dass die letzten 40/50 Jahre _viel_ sind und dass das demnach schon für signifikante Effekte reicht, heißt nicht, dass dem auch so ist.
Im Life-Cycle-Assesment müsste man den kompletten Lebenszyklus analysieren und da würde man darauf kommen, dass direkt ins Meer geleitet Salze sich dort in höherem Maße akkumulieren als über Flüsse dahin geleitete Salze (was einfach daher kommt, dass die Pipeline kein "Leakage" hat, der Fluss aber schon). Im Grenzwert kommt sicherlich beides aufs selbe raus, da auch die "gepufferten" Salze irgendwann im Meer ankommen. Aber der Grenzwert ist hier kein adäquates Maß zur Beurteilung des Zusammenhangs. (Ich sag ja nicht, dass ich das befürworte, ganz im Gegenteil, ich bin auch der Meinung, dass man solche Emissionen komplett verhindern sollte, zum zweiten Mal jetzt)
Da von dir aber lediglich Behauptungen und keine Begründungen kommen, werde ich an dieser Stelle nicht weiter diskutieren, da kann ich auch mit einem Buch diskutieren...
outlawjens
schrieb am 23.12.2009 um 00:06 ¶Andreanders
schrieb am 23.12.2009 um 01:06 ¶outlawjens
schrieb am 23.12.2009 um 01:24 ¶Es geht um Salz und Umwelt.
Andreanders
schrieb am 23.12.2009 um 09:38 ¶Berthild Lorenz
schrieb am 23.12.2009 um 19:22 ¶Wasser ist weltweit so versalzen, dass es weder Pflanzen noch Tiere gibt, nur noch Geld und
Ma - Nager, die es konsumieren ...
kristinakari
schrieb am 22.12.2009 um 17:31 ¶Eine dumme Laienfrage- warum muss das Wasser in so verschmutztem Zustand in Fluss oder Meer gepumpt werden? Warum wird es nicht vorher gereinigt? Sollte die Zeit nicht vorbei sein, in der Abwässer ungeklärt ins Ökosystem übergeben werden..
Thomas_M.
schrieb am 22.12.2009 um 18:13 ¶outlawjens
schrieb am 23.12.2009 um 00:09 ¶Thomas_M.
schrieb am 23.12.2009 um 12:21 ¶outlawjens
schrieb am 23.12.2009 um 15:13 ¶Würde mich interessen, wie und ob die überhaupt antworten. Habe auch nen Ansprechpartner:
Gerd Gimmig ist Vorstandsmitglied und u. a. für Umweltschutz zuständig.
Ansprechpartner K+S Aktiengesellschaft
Katja Seeger
Kommunikation
Bertha-von-Suttner Str. 7
34131 Kassel
Deutschland
Telefon: +49 561 9301 1322
Fax: +49 561 9301 1666
E-Mail: katja.seeger@k-plus-s.com
Thomas_M.
schrieb am 23.12.2009 um 15:54 ¶Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein dahergelaufener Student, der von der Gegend und der Politik, die da betrieben wird kaum eine Ahnung hat, da etwas bewegen kann.
Wenn ich die Zeit habe, werde ich mir da mal ein paar passenden Zeilen überlegen, man soll ja nicht aufgeben, bevor man es probiert hat... :)
KaiHai
schrieb am 22.12.2009 um 19:01 ¶Aber der größte Teil des Salzes kommt wohl hier aus Hessen (Philippsthal) und unsere Landesregierung hat es mit Umweltschutz ja so garnicht.
In Zeiten, in denen Lebensmittel für "Biosprit" vergeudet werden hat K+S natürlich Hochkonjunktur. In aller Welt wird künstlich gedüngt, was das Zeug hergibt. Und Umweltverschmutzung kostet immer noch (fast) nichts.
outlawjens
schrieb am 23.12.2009 um 00:00 ¶Aber keiner hat ihn gewählt. Komisch.....:D
Thomas_M.
schrieb am 23.12.2009 um 12:18 ¶Mein Problem ist (und deswegen habe ich vlt ein bisschen überreagiert), dass ich mich nicht gerne wiederhole. Ich erkläre etwas, nehme mir ziemlich viel Zeit das ordentlich zu formulieren, woraufhin die Behauptung, auf die ich eingegangen bin um eine Diskussion darüber loszutreten, einfach wiederholt wird (damit wird mein mühevoll geschriebenes einfach ignoriert). Stattdessen werden Grundlagen dargestellt, die eigentlich nichts mit der Frage zu tun haben (und auch nicht falsch sind, so viel steht fest) und ich weiß nicht, worauf das abzielen soll?
Also stelle ich noch einmal dar, wieso ich denke, dass meine Meinung richtig ist, aber selbst darauf wird nicht eingegangen, sondern lediglich auf meinen Stil.
Würde ich alles so darstellen, dass es jeder Laie versteht ohne einzelne Begriffe oder grundlegendes Verständniss nachzuschlagen, würden vermutlich 2 mal 5000 Zeichen nicht reichen. Außerdem ist meine Zeit nicht unbegrenzt... muss ja auch noch leben und Geld verdienen. Verwendet man die Fachbegriffe allerdings nicht, kommt es oft zu Mißverständnissen, dafür sind diese Begriffe doch da?!
@outlawjens: Ja sicher, u.a. die Böden nehmen die Salze auf und darin liegt ja auch ihre Pufferwirkung. Das versuche ich doch schon die ganze Zeit darzustellen ;). Ich sage nicht, dass das gut ist, aber es schwächt den Effekt, den die Salze aufs Meer haben ab.
Ich weiß jetzt nicht, welche Konzentration die Laugen haben, die da abgeleitet werden, aber sie wird sicherlich (weit?) über der Konzentration der Salze im Meer liegen. Klar ist das Meer ziemlich groß und damit ist die Gesamtsumme aller Salze wesentlich höher als die der Laugen. Ein stetes einleiten der Laugen sorg allerdings dafür, dass die Konzentration im Meer/Lauge-Gemisch irgendwann derart ansteigt, dass Effekte sichtbar werden. Die Salze akkumullieren sich dort und werden nicht wieder abgeführt. Kleinräumig könnten so gravierende Eingriffe ins Ökosystem stattfidnen. Wenn das lange genug gemacht wird, vielleicht sogar Großräumig. Ein Beispiel für Großräumige Effekte ist die Eutrophierung durch Stickstoff, der sich ebenfalls im Meer akkumuliert. Der sorgt für übermäßige Algenblüten, die nicht auftreten würden, wäre nicht so viel Stickstoff in den betreffenden Gebieten des Meeres. Es kann also passieren, dass Effekte auftreten. Daher finde ich es durchaus angebracht darauf hinzuweisen, dass auch eine Einleitung, weit von der Küste entfernt, negative Effekte haben könnte.
Andreanders
schrieb am 23.12.2009 um 13:15 ¶Die Salzkonzentration in der Werra messen, die Durchflussmenge und das gleiche noch einmal vor der Mündung der Weser. Daraus lässt sich mit einfachem Dreisatz bestimmen wie viel in etwa unterwegs verblieben ist.
Das auch Kali zu einer Algenblüte oder ähnlichen Erscheinungen führen kann, dem stimme ich zu.
Die Grundlagen über Kali habe ich geschrieben, damit anderen klar wird, dass mal nicht so eben eine Einstellung gefordert werden kann, wie bei einem Kohlekraftwerk.
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