"Ein Gesetztentwurf zum Verbot von Stierkämpfen in der spanischen Region Katalonien hat am Freitag die erste Hürde im Regionalparlament genommen. Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich dafür, den auf einem Volksbegehren beruhenden Entwurf zur Debatte anzunehmen. 180000 Menschen hatten den Antrag unterstützt, die als Tierquälerei kritisierten blutigen Stierkämpfe zu verbieten.
Sollte das geplante Gesetz in Kraft treten, wäre Katalonien nach den kanarischen Inseln die zweite spanische Region, die Stiekämpfe verbietet. Die geheime Abstimmung am Freitag fiel mit 67 zu 59 Stimmen aus, fünf Abgeordnete enthielten sich. Der Entwurf wird nun in Parlamentsausschüssen geprüft, eine abschließende Abstimmung des Regionalparlaments wird in einigen Monaten erwartet.
Trotz des Engagements von Tierschützern betrachten viele das Referendum als politisch motiviert: Das im Nordosten Spaniens gelegene Katalonien verfügt seit 2006 über eine weitgehende Autonomie, und viele Einwohner lehnen traditionell spanische Symbole ab, zu denen auch der Stierkampf gehört. Josefina Elias von eunem Umfrageinstitut in Barcelona erklärte, der Einsatz für ein Verbot werde vermutlich an Schwung verlieren: Katalonien sei zu einem großen Teil vom Tourismus abhängig, und einige Urlauber kämen explizit wegen der Stierkämpfe."


Was sagt uns das? Wenn Urlaub in Katalonien, oder auch Spanien allgemein, bitte auf keinen Fall Stiekämpfe besuchen!