Wirtschaftlichkeitskonzept des Hauses:


Eine hervorragende Dämmung entsteht durch eine massive Strohballenwand, die innen und aussen eine Feuchtigkeit ausgleichende Lehmschicht besitzt. Neben einem Feuerhemmungsgrad von F90 hat diese Konstruktion den Vorteil, kostengünstig und leicht zu verarbeiten zu sein. Da die Dämmung nur im Innenhaus durchgeführt wird, sind keine Dampfbremsen und Windsperren nötig. Die Wände können atmen. Für Witterungsschutz und Winddichtigkeit sorgt das äussere Glas- oder Polycarbonatverkleidete "Gewächshaus", das auch gleichzeitig die Sonnenwärme als Luftkollektor einfängt.
Durch den zusätzlich geschaffenen Lebensraum im Aussenhaus müssen Bereiche, die nicht unbedingt "stubenwarm" sein müssen, nicht im inneren Haus entstehen, sondern können in der Pufferzone des Luftkollektors eingerichtet werden. Dies vermindert die zu beheizende Fläche zusätzlich.
Der Luftkollektor kann durch Bepflanzung die Wärmespeicherkapazität erhöhen und spendet im Sommer Schatten, lässt aber im Winter mehr Sonne herein. Eine Bepflanzung als Nutzgarten trägt zusätzlich zum Küchenzettel bei. Beim Blick auf die Kosten für frisches Obst und Gemüse ein nicht unerheblicher Faktor.

Geheizt werden soll über eine in die Wand verlegte Strahlungsheizung. Diese wird aus einem Wärmepuffer gespeist, in dem durch einen Wärmetauscher auch das frisch aus der Leitung kommende Brauchwasser erwärmt wird.

Auch die dafür nötige Heizenergie wird weitgehend durch Sonnenstrahlung erzeugt. Hierzu werden schwarze Rohre/Schläuche auf dem Flachdach des Innenhauses verlegt, die das darin zirkulierende Wasser erwärmen und in dem im Innenhaus befindlichen Speicher sammeln.

Bei Bedarf kann entweder ein mit Ökostrom betriebener elektrischer Heizstab das Wasser erwärmen, oder ein Holzofen mit Durchlauferhitzer angeschlossen werden.



Wirtschaftlichkleit des Projekts:


Davon ausgehend, dass die sogenannte Babyboomer Generation jetzt um die 50 Jahre alt ist und es darin sehr viele "gebrochene" Lebensläufe gibt die mit sehr vielen Minirenten, bzw. Sozialhilfe verbunden sind, dazu die Beobachtung, dass die Zahl der Obdachlosen Monat für Monat zunimmt, kann man nicht umhin eine Lösung für die daraus entstehenden Probleme zu suchen.Zu einer Lösung soll das 10000 € Haus beitragen indem es Menschen wieder sesshaft macht und ihnen einen Lebensmittelpunkt gibt. Mag es Jugendlichen noch sehr angenehm erscheinen, alles mobil und beliebig zu erleben, werden sie mit zunehmendem Alter eine Vorstellung von ihrem Lieblingsplatz entwickeln, dem Ort den sie zum weiterleben einrichten wollen. Eine solche Idee ist nur dann abwegig, wenn man nie die Chance sieht einen solchen Ort sein Eigen zu nennen. Hier soll eine erweiterbare Version des Hauses die Möglichkeit bieten, auch skurrile Hobbies in den arbeitsbefreiten Alltag ( von Hartz 4 Empfängern oder Rentnern) einzubinden. Genauso sollten solche Erweiterungen wieder ohne große bauliche Maßnahmen zurückgenommen werden können.
Damit wird das Haus auch für Menschen mit einem flexiblen Lebensentwurf interessant.

Das Projekt kann also die zu erwartenden sozialen Aufgaben von Städten und Gemeinden in einem überschaubaren Bereich halten, bevor es zu Slumbildung und sozialen Brüchen in der Gesellschaft kommt. Gleichzeitig können sich selbst organisierende Verbände arbeitsloser Handwerker diese Häuser bauen und somit wieder ein Auskommen finden. Da die Häuser erweiterbar und flexibel gestaltbar sind, können auch andere Zielgruppen als die oben genannten das Haus erwerben und den Verbänden eine dauerhafte Einkommensquelle erschließen. Dies trägt zur Vergünstigung der Baupreise bei und entlastet Gemeinden vom aufwändigen herkömmlichen sozialen Wohnungsbau.

Zudem entlastet das Projekt den Sozialhaushalt und die Liegenschaftsverwaltung von Gemeinden, indem es einen Teil der sozialen Leistungen von Subsistenzmitteln in Investitionen in die Zukunft der Leistungsempfänger umwandelt.