Ich habe das Buch von der Utopia Redaktion bekommen und mich gefreut, dass ich die Buchempfehlung weitergeben könnte. Ich beschäftige mich beruflich schon seit langem mit dem Thema Ernährung, Vitaminen und Krankheiten.
Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit besteht darin, die Menschen zu einer für sie angepaßten und gesunderhaltenden Ernährung zu führen. Das schließt die Empfehlung einer Nahrungszubereitung aus frischen Zutaten ein. Auch muß ich erklären, dass eine Ursache der Erkrankungen in den immer mehr werdenden Nahrungsmittelzusätzen zu suchen ist. Diese tun nicht gut und immer mehr Menschen reagieren darauf sensibel.
Auf den ersten Blick - also auch für viele Ärzte - haben die Beschwerden der Menschen nichts mit den Zusatzstoffen zu tun. Wie wunderbar aber, wenn man die Ernährung anpaßt und aus naturbelassenen Zutaten selbst zubereitet, verschwinden viele Beschwerden. Hier möchte ich jedoch vor dem Trugschluß warnen, dass allein die Umstellung auf Naturbelassenes von heut auf morgen zu einer Heilung von Leiden führen kann. Aber es ist ein guter Ansatz, vor allem um gesund zu bleiben.
Hätte ich mir das Buch gekauft, dann wäre es währscheinlich schnell in einer Ecke gelandet. Denn wahrlich neues schreibt der Autor nicht. Der Schreibstil ist mir auch zu negativ und Angst verbreitend. Das hat mit sachlicher Aufarbeitung nichts zu tun.
Auf Seite 50 wird Taurin als "maskuliner Bestandteil" deklariert. Taurin ist eine Aminosäure, die Männer wie Frauen benötigen. Sie hat in unserem Körper verschiedene Aufgaben auf intrazellulärer Ebene. Außerdem schützt Taurin Nevengewebe. Bei Mann und Frau. Daran ist nichts Maskulines und Taurin führt auch nicht zu einer Vermännlichung von Frauen.
Normwerte für Blutwerte weden grundweg pauschal abgelehnt, die Wichtigkeit der Darmflora für den Menschen ebenso. (Seite 52 des Buches).
Auf Seite 62 werden alle Bakterien über einen Kamm geschoren. Bakterien werden in der industriellen Mast eingesetzt. Probiotika können deshalb nur schlecht sein. Der Autor setzt sich jedoch inhaltlich und fachlich in keinster Weise mit den Probiotika auseinander. Korrekt müßte man meiner Meinung nach sagen: Joghurts sind keine Probiotika, das sind Nahrungsmittel. In der Apotheke gibt es Probiotika. Es gibt davon recht verschiedene, die verschiedene Anwendungszwecke haben. Probiotika müssen individuell ausgewählt werden - passend zur Darmflora. Nur so funktioniert es. Fakt ist, dass Clostridien im Darm (und hier meine ich nicht die meldepflichtigen) Toxine produzieren, die demMenschen schaden. Auch Darmpilze, so sie denn Überhand nehmen, können Alkohole produzieren und schaden so beispielsweise der Leber. Über Probiotika kann man die Darmflora dahingehend korrigieren, dass diese Schadstoffbildung eingeschränkt oder verhindert wird. Das ist jedoch Aufgabe von Fachleuten. Ein Joghurt kann das natürlich nicht leisten.
Herr Grimm meint auf S. 65, dass Vitamin C schädlich ist, weil 3 - 4 Gramm täglich zu Magenbeschwerden führen können. Das ist eine derart hohe Dosierung, die man gar nicht problemlos hinbekommt. Ausgehend von einer durchschnittlichen Dosierung eines Supermarktpräprates von 250 bis 300 Milligramm müssen hier bis zu 16 Kapseln!!! täglich eingeworfen worden sein. Kein Therapeut würde das empfehlen. Außerdem wurde nicht geklärt, ob die oft in den Kapseln vorhandenen Beistoffe zu den Magenbeschwerden beigetragen haben.
Wer sich mit Vitamin C befaßt, weiß, dass die Bildung von Nierensteinen eine rein theoretische Möglichkeit ist, an die bei Infusionen im Bereich von über 50 Gramm gedacht werden muß. Eine solche Dosierung ist jedoch in der Eigenmedikation nicht machbar, da es bis zu 200 Kapseln bedeuten würde.
Weiter schreibt Herr Grimm an dieser Stelle zu Vitamin C: "Wissenschaftler .... haben .. Frauen mit Diabetes 15 Jahre lang beobachtet. Diejenigen, die mehr als 300 mg Vitamin C am Tag einnahmen, hatten ein fast doppelt so hohens Risiko, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, als die anderen." Diese Studienwertung ist völlig unklar. Es wird nicht gesagt, wieviel Vitamin C diese Patientinnen tatsächlich zu sich genommen hatten - es kann eine beliebig hohe Menge gewesen sein, die deutlich über dem Bedarf lag. Was war das für eine Kontrollgruppe? Frauen ohne Diabetes? Diabetiker haben statistisch ein viel höheres Risiko an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben. Oder vergleicht man hier mit Frauen, die etwas anderes eingenommen oder getan haben? Ist der Lebensstil beider Gruppen identisch? Machten beide Gruppen gleichsam Sport? Die Studie wird auch nicht benannt - also es gibt keine Möglichkeit der Auflösung der Fragen. Auf Seite 180 beschreibt Herr Grimm, wie Studien manipuliert wurden durch Unterschlagung von Infomationen über die Probanden der Kontrollgruppe und dass man sie komplett lesen und kennen muß, um sich ein Urteil zu bilden. Diesen Informationsprinzipien sollte sich auch Herr Grimm unterwerfen.
Dass Vitamin C nicht notwendig sei, begründet Herr Grimm mit einer These aus dem Jahre 1933, als das Herstellungsverfahren gerade entdeckt wurde. Forschung darüber gab es zu diesem Zeitpunkt fast gar nicht. Sieht man sich die Vielzahl an wissenschaftlichen Publikationen an, die es seit dem gegeben hat, so hat sich der Kenntnisstand seit 1933 doch erheblich verändert.
In dieser Art geht es durch das ganze Buch. Schwangere sollen keine Folsäure und Kinder kein Vitamin D. Begründet wird das beispielsweise beim Vitamin D mit einem Zwillingspärchen von Jungs, die einen Gendefekt im Kalziumstoffwechsel hatten.
Mit solchen Argumenten den Menschen Angst zu machen finde ich unverantwortlich!
Das Auseinandernehmen der einzelnen Textstellen erlasse ich mir und den Lesern, kann bei Interesse aber nachgeholt werden.
In meiner Arbeit teste ich bei Verdacht Vitamine und deren Marker im Blut. Gerade bei Kranken lassen sich hier oft hohe Defizite finden. Es gibt Erkrankungen, die durch Vitaminmangel begünstigt oder verursacht werden! Hier spreche ich nicht von der Rachitis, die heute nur noch selten ist oder der Skorbut oder Beri-Beri.
Aus welchem Grunde sollte man diese Defizize nicht ausgleichen und das Befinden des Betroffenen damit deutlich bessern? Was spricht dagegen? Nichts.
Ich möchte nicht sagen, dass ich die Anreicherung von Lebensmitteln mit irgendwelchen Stoffen für gut heiße. Da bin ich selbst auch sehr kritisch und kaufe beispielsweise keine Sojamilch plus Kalzium sondern die ohne Zusätze. ACE-Säfte gibt es bei uns grundsätzlich nicht, da ich diese Stoffe nicht unkontrolliert einnehmen möchte. Für mich haben Vitamine, Mineralien und Pflanzenstoffe jedoch eine medizinische Berechtigung, auch wenn sie keine Medikamente sind. Auch sehe ich die Verwendung von Präparaten aus dem Supermarkt kritisch. Sie sind oft unausgewogen zusammengestellt, enthalten unnötige Beistoffe und Allergene. Auch ist es für den Laien schwer erkennbar, was ihm nutzt und was er besser lassen sollte.
Das heißt aber nicht, dass die Anwendung generell schlecht ist.
Wenn man die Vitaminproduzenten der Pharmalobby unterordnen möchte, dann denke ich, dass man da nicht richtig liegt. Ich denke eher, dass die Pharmaindustrie nichts von den Vitaminen hat. Ansonsten würde sie darauf achten, dass bei Statinen gleich das Q10 mit verabreicht werden muß (es gibt Länder wo das Pflicht ist) und bei den Magensäureblockern ein vernünftiges Vitamin B12, welches vom Intrinsic-Faktor unabhängig aufgenommen werden kann. Es gibt Medikamente, die aufgrund der Stoffwechselwirkugnen zu Vitaminmangel führen können. Wer sich dafür interessiert, sollte sich in Sachen Medikamentennebenwirkungen weiterbilden.
Für Laien gibt es auch sehr interessante Bücher über Homocystein, die über die Notwendigkeit von VItaminen aufklären.
Auf Seite 51 spricht sich Herr Grimm gegen übertriebene Pränataldiagnostik und den Druck auf die werdenden Mütter aus. In diesem Punkt untestütze ich Herrn Grimm. Auch ungeborenes Leben, das nicht unseren Gesellschaftsnormen entspricht, ist Leben! Mütter, die ein behindertes Kind nicht töten lassen, werden in der heutigen Gesellschaft stigmatisiert. Die Kinder ebenso.
Ich stimme zu, dass gesunde Menschen bei einer gesunden Ernährung bleiben sollen. Dabei darf die natürliche Bewegung an frischer Luft in ausreichendem Maß nicht vergessen werden. Was dem Biobauern vielleicht noch gelingt, schafft die Sekretärin, die nach Arbeit Ihr Kind holt, Wäsche wäscht und die Familie versorgt, nicht mehr. Unser industrieller Lebensstil, der nicht allein über den Einkaufswagen festgemacht werden kann, hat seine Folgen.
Ist jedoch jemand krank oder fühlt sich schön länger als zwei Wochen nicht optimal, dann sollte man daran denken, dass hier vielleicht etwas nicht stimmt. Sollte streßbedingt oder durch Antibiotika die Darmflora aus dem Gleichgewicht sein, dann darf man ohne schlechtes Gewissen korrigieren. Sollte, wie bei den meisten Menschen, Vitamin D fehlen, darf man auch hier korrigieren. Das hilft dem Immunsystem - das ist mittlerweile bewiesen.
Fazit: Buch bringt nichts Neues, ist mir zu reißerisch und verkauft sich über die Angst. Journalismus sollte neutral sein. Für mich ist das keine Aufklärung. Viele gute Ansätze, die letztlich meinem Gefühl nach in Missionarismus enden. Ich werde es nicht weiterempfehlen.


Kommentare (20)
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Sicher hätte ich es auch ohne Dein Fazit nicht gekauft, dieses bestätigt mich aber in meinem Eindruck.
Daß Vitamine als Nahrungsergänzungsmittel oft zu unkritisch aufgenommen werden und dann auch schädlich wirklen können, habe ich jetzt allerdings schon häufiger gehört.
Und ich kann Dir da nicht ganz zustimmen, daß die Pharmaindustrie nichts davon hat.
(Ohne irgendwelche Belege dafür oder dagegen zu haben).
Aber so wie Du es propagierst:
Vitamine als Medikament und das nach genauer Prüfung des Bedarfs, finde ich es sinnvoll.
Insgesamt ist es ein sehr interessantes Thema, das mich aus verschiedener Hinsicht sehr interessiert.
Ich finde vor allem spannend, was man über die Zusammenhänge alles noch n i c h t genau weiß.
Würde mich sehr freuen, an anderer Stelle mehr davon zu lesen von Dir, da Du Dich ja offensichtlich gut damit auskennst.
ich freue mich, dass mein Kommentar zum Buch gelesen wird.
Viele Kassenschlager der Pharma haben Nebenwirkungen, die durch Vitamine gedämpft werden könnten. Die Pharma weist aber auf diesen Zusammenhang - zumindest in Deutschland, wo dies nicht staatlich vorgeschrieben wurde - NICHT hin.
Würde propagiert werden, dass zu Medikament X eine Dosis von .. mg des Vitamins Y gegeben werden sollte, um Nebenwirkungen zu reduzieren, so wäre es in vielen Fällen sinnvoll. Würde die Pharma an diesen Vitaminen verdienen, so wäre sie sicher so schlau, diese Hinweise zu vermarkten.
Stattdessen bleibt dies fleißigen Wissenschaftlern vorbehalten, die sich um das Wohl der Menschen bemühen.
Ich gestehe ein, dass ich nicht weiß, wer genau was produziert und woran verdient wird. Außer bei Q10, das kommt überwiegend von einer japanischen Firma,hergestellt in USA als Rohstoff. Wird von verschiedenen Anbietern in Europa weitervermarktet. Viele Hersteller von homöopathischen und pflanzlichen Medikamenten haben eine kleine Sparte Vitaminpäparate, oft auch Ampullen zur Injektion. Die bekommt man natürlich nicht im Supermarkt. Auch machen diese mittelständischen Firmen damit nicht die Riesenumsätze.
Wer von den Großen der Pharmaindustrie was mit Vitaminen zu tun hat, weiß ich nicht. Freue mich aber über jede neue Information.
ich habe dazu ein paar Einwände hinsichtlich von Pillen etc. Ich beschäftige mich nun auch schon eine Weile mit Ernährung, Gesundheit, Körper, Geist und dem Leben als Ganzen. Dabei war ich nicht nur an dem Buch "Vom Verzehr wird abgeraten" interessiert und habe es gelesen, sondern auch viele andere.
Zur Zeit lese ich "Peace-Food - Wie der Verzicht von Fleisch und Milch Körper und Seele heilt". Es kommt noch zu weitaus radikaleren Standpunkten, die Rüdiger Dahlke aber im Gegensatz zu Herrn Grimm tiefgehend er- und begründet mit vielen Studien und Anhaltspunkten, warum Industrie, Ärzte und Gesundheitsberater diese verschweigen, weiter falsche und schädliche Ratschläge erteilen.
Die Antwort, warum sie ALLE das tun, ist ganz simpel, weil sie dadurch ihren Lebensunterhalt verdienen, Mediziner verdienen an kranken nicht an gesunden Menschen, denn wären wir alle gesund, hätten Mediziner kaum noch Arbeit. So kann man auch die Nahrungs-, Gesundheits- und Pharmaindustrie veranschaulichen. Es geht nicht um unsere Gesundheit, denn wären wir gesund, dann müssten wir auch keine Pillen schlucken, zusätzliche Vitamine nehmen usw. Warum sie nicht wollen, das wir gesund werden, eben darum, damit weiter Arzneimittel, Lebensmittel mit Vitaminzusätzen usw. verkauft und damit Gewinn gemacht werden kann. Das ist Wirtschaft. Da geht es nicht um die Menschen, sondern um Gewinn. Leider.
Ich merke es an mir, ich habe lange Zeit Antidepressiva genommen wegen Depressionen, Activia gegessen wegen meine Verstopfungen, meine Mutter hat uns im Winter einen hochkonzentrierten Vitaminsaft gegeben, um Erkältungen u.a. vorzubeugen, sie hat mir auch Johanniskrautpräparate gegeben, um meine Depressionen zu lindern - NICHTS hat wirklich und dauerhaft geholfen.
Aus Erfahrung kann ich sagen, wer sich gesund ernährt, also vollwertig, sich regelmäßig an der Sonne und frischer Luft bewegt, Techniken zur Stressreduktion erlernt, der braucht all das nicht. Ich merke, wie gut es meinem Körper tut, wenn ich mir Vitamine durch frisches Obst und Gemüse einverleibe, biologische Kost ohne die ganze Chemiekeule der Industrie, wie sinnvoll es ist auf die ganzen "verarbeiteten" Produkte zu verzichten. Mein Körper dankt es mir auch, dass ich die Antidepressiva ausschleiche. Es geht mir von Tag zu Tag besser und ich bin dankbar auf einige schlaue Ratschläge von Ärzten oder Therapeuten mit Skepsis reagiert und sie schließlich in den Wind geschossen zu haben - zu Recht.
Ich könnte da jetzt viele Beispiele nennen, angefangen von der mich noch kranker machenden Ausbildung, wo ich am besten noch eine dritte Wiedereingliederung hätte machen sollen nach meinem fünften Krankenhausaufenthalt. Doch da habe ich verstanden, dass man zwar manchmal auf Ärzte hören sollte, aber viel eher auf sein Herz und sein Gefühl. Fast alle meinten, ich soll noch durchhalten, "Das halbe Jahr schaffst du auch noch", klar, aber zu welchem Preis? Ich habe Menschen gesehen, die nichts mehr hinbekamen, weil sie sich "durchgequält" haben mit Tabletten, Präparaten und Pillen, die am Ende nur noch in ein betreutes Wohnen gebracht werden konnten, weil zum Arbeiten nicht mehr in der Lage waren, täglich kurz vor dem Suizid.
Warum ich dieses harte Beispiel bringe? Weil es die heutige Realität spiegelt. Anstatt uns auf Langsamkeit, Bewusstheit, Qualität, Nachhaltigkeit und auf unsere wirklichen Bedürfnisse zu besinnen, geht es den meisten nur noch um das Prinzip "schneller, höher, weiter", sofort funktionieren, gar nicht wieder krank werden und ich denke, deswegen ist Hans-Ulrich Grimm so wütend und beängstigend, verteufelt alles "Industrielle", weil uns genau das krank gemacht hat. Derselben Ansicht ist auch Rüdiger Dahlke. Darum plädieren beide für naturbelassene Nahrung, dafür das Anbauen, Kochen und Essen zu zelebrieren, weil uns genau das fehlt, uns selbst Zeit zu schenken und uns wertzuschätzen. Denn dann braucht es keine Zusätze mehr, kein Fast Food etc., weil wir dann erkennen, das es nicht notwenidg ist und wir uns damit vergiften, körperlich und seelisch.
Kurzzeitig, wenn man im Begriff ist sein Leben zu ändern, mag ein Vitaminzusatz sinnvoll sein oder Antidepressiva, um den Mensch überhaupt erstmal in die Lage zu bringen, was zum Positiven zu verändern, aber dauerhaft werden sie nie eine Lösung darstellen, denn dazu muss man immer tiefer graben und bei den Wurzeln anfangen, bei Ernährung, Lebenstil, Arbeit, Familie, verborgenen Sehnsüchten, Wünschen und Träumen. Uns mit Vitaminen vollzupumpen, mit Nährstofftabletten, Schmerzmitteln etc. macht uns nicht gesünder, nein es sorgt nur für noch mehr Anpassung an einen schädlichen Lebensstil, der uns am Ende schneller ins Grab bringen wird, als uns lieb ist. da gebe ich sowohl Herrn Grimm als auch Herrn Dahlke vollends Recht. Ich habe lange gebraucht, um das zu verstehen, aber jetzt habe ich es verinnerlicht und ich bin frei, wie lange nicht mehr.
Nächtliche Grüße
ich freue mich, dass es Dir gelungen ist, Deinen Lebensstil grundlegend zu ändern.
Freue mich auch, dass Du meine Kritik gelesen hast.
Wie ich schon geschrieben habe: Für den Biobauern beispielsweise ist ein naturgemäßer Lebensstil weniger ein Problem, der hat noch ausreichend Bewegung in der Natur.
Was macht aber die arbeitende Mutter, die aus Verantwortungsgefühl nicht einfach Ihren Job aufgeben mag? Sie wird das Wohl des Kindes / der Familie naturgemäß vor ihr eigenes stellen. Sie kann sich nicht einfach und von heute auf morgen aus diesem industriellen Lebensstil rausnehmen.
Solche Menschen können wir nur langsam zu einer Änderung bewegen. Hier finde ich es menschlich, das Leid bzw. die Krankheit nach den Möglichkeiten zu bearbeiten oder für eine Gesunderhaltung -auch mit Vitaminen oder Probiotika - zu sorgen. Eine Verweigerung der Unterstützung ist für mich nicht hinnehmbar.
Dass wir uns in der Einstellung zu den krankmachenden Faktoren der Industrialisierung im Wesentlichen einig sind, dürftest Du meinem Text entnommen haben.
Änderungen können hier momentan nur über Bewußtmachung langsam erfolgen. Ich erlebe regelmäßig, dass Menschen nur schwer bereit sind, ihre Ernährung zu ändern. Sie definieren leider einen großen Teil Ihres Glücks in der Nutzung der ach so leckeren Industrienahrung. Hier ringe ich teilweise um Tage des Durchhaltens einer gesunden Ernährung, die notwendig sind, um einen positiven Effekt zu spüren. An eine Umstellung des Lebensstils ist da oft überhaupt nicht zu denken.
Ich finde es falsch, alle Menschen, die sich berufsmäßig für das Wohl Ihrer Mitmenschen einsetzen zu diffamieren. Mit eben dieser Begründung müßtest Du auch die Schamanen und Medizinmänner der Naturvölker unakzeptabel finden, da auch bei diesen das Wissen um die Gesundheit etc. ihre Lebensberechtigung ist. Und natürlich den Hern Dahlke und den Herrn Grimm, die Ihren Lebensunterhalt mit ihren Büchern verdienen.
Letzlich möchte auch der Biobauer Geld von uns haben, da auch er Wasser und Strom bezahlen muß. Aus diesem monetären System kommen wir noch nicht ganz raus. Das macht unsere Arbeit deswegen nicht schlechter.
Der Hauptfehler in unserem Gesundheitssystem besteht meiner Meinung nach darin, dass es nicht in erster Linie um die Gesunderhaltung geht. Mit dem Leid der Menschen wird Geld gemacht, nicht mit der Gesunderhaltung.
Gerade in der asiatischen Medizin wurde ein großer Teil der Wissens dafür verwendet, die Menschen gesund zu erhalten und leistungsfähig. Im Frühjahr wurde dann eben mal vorsorglich die Leber gepflegt. Schon kleinste Abweichungen vom Idealzustand sind in der Diagnostik der asiatischen Medizin erkennbar und können sofort behandelt werden. Eine ganze Philosophie war darauf ausgerichtet, auf natürlichem Wege ein langes und gesundes Leben zu leben.
Heutzutage gibt es Prophylaxe in größerem Maße nur bei den Zahnärzten. Wohl auch deshalb, weil gesunde Zähne ästhetischer sind und keiner mit schwarzen Beißerchen oder Lücken rumlaufen mag.
Ich finde es jedoch klasse, dass Du es geschafft hast, diesen industriellen Lebensstil hinter Dir zu lassen.
Vielleicht kannst Du Tipps zur Umstellung des Lebensstiles geben, wie man es schafft, ohne Kinder und Familie in Gefahr zu bringen? Schon der Gedanke an die regelmäßigen Lebenshaltungskosten, die bezahlt werden müssen, macht mich hier ratlos.
Wie kann man den Menschen die Angst nehmen? Noch lange bevor sie den Punkt erreicht haben, dass sie im Leben nichts mehr zu verlieren haben?
Würde mich über Deine Meinung und Ideen freuen!
Auch Grüße udn Wünsche für eine erholsame Nacht
du scheinst in Thema sehr gut bescheid zu wissen. Ich habe gehört, dass künstlich hersgestellte Vitamine wesentlich schlechter wirken als natürliche. Begründet wurde es mit der Vermutung, dass die geometrische Struktur der künstlichen Vitamine etwas anders ist als die der natürlichen (also wie bei links- und rechtsdrehenden Milchsäuren). Weißt du etwas dazu?
Und eine zweite Frage habe ich. Kannst du uns Quellen nennen, wo wir nachlesen können, bei welchen Medikamenten welche Vitamine genommen werden sollten, um die Nebenwirkungen zu verringern?
Sonnige Grüße
Dude
Fachwissen gibt es ja in Fachbüchern, nur für einen Laien dauert das mit dem Suchen der Infos.Letzendlich haben auch die Ärzte ihr Wissen aus Büchern und Weiterbildungsinfos ect.
Wenn jeder sein eigener Arzt sein kann, Stichwort viel Wissen über den Körper und die Nahrungsmittel, brauchen wir nicht mehr so viele Ärzte, ha Scherz, dann können sie auch nicht so viel verdienen...Nur noch die "Schlachter" ne scherz, die Chirugen. Das kann man schlecht selber tun!
Vitamin B12 gibt es beispielsweise nicht sinnvoll in natürlicher Form. Vitamin D ebenso nicht.
Ich denke, dass hier auch viel Falschinformation unterwegs ist.
Es gibt beispielsweise eine große amerikanische Direktvertriebsfirma, die über Ihre Vertriebler mit der Aussage wirbt, dass ihr Vitaminpräparat natürlich sei. Dazu sind Inhaltsangaben, dieziemlich exakt den DGE-Werten entsprechen oder exakte Prozente dessen. Mit rein natürlichen Stoffen ist eine solche exakte Dosierung überhaupt nicht hinzubekommen. Aufmehrfache Anfragen hin, woher beispielsweise das Vitamin B12 stamme, kamen keine Antworten.Es ist nach meiner Lesung der Inhaltsangabe schlicht ein Vitaminpräparat, dem Pflanzenteile zugesetzt wurden. Ist nichts schlechtes, jedoch wird dem Konsumenten etwas anderes vermittelt, um den zu hohen Preis zu rechtfertigen.
Einen direkten Vergleich zwischen natürlichen Vitaminen und künstlichen kenne ich ehrlich gesagt nicht. Natürliche Vitamine sind in der notwendigen Dosierung nur schwer machbar und für Injektionen fallen sie ohnehin ganz weg. Wichtig sind wohl die sekundären Pflanzenstoffe, die die Aufnahme der Vitamine begünstigen, wenn Sie eingenommen werden. Deshalb kann Vitaminpräparate gut zu den Mahlzeiten zu sich nehmen oder mit Früchten / Fruchtsaft.
B12 kommt natürlicherweise hauptsächlich in Fleisch und tierischen Produkten vor. Die künstliche Herstellung erfolgt meines Wissens nach hauptsächlich über Bakterien. Vielleicht wird diese Herstellungsweise mitunter als natürlich propagiert?
Ich arbeite meist mit künstlichen Präparaten, weil vieles nicht anders zur Verfügung steht und habe damit recht gute Erfolge.
Die Informationen zu den Nebenwirkungen entstammt meinen Weiterbildungen, an denen ich teilgenommen habe. Diese Weiterbildungen sind Fachkreisen vorbehalten. Diese öffentlich zu machen stellt leider einen Gesetzesverstoß dar.
Aber in Wikipedia kannst Du beispielsweise mal Protonenpumpenhemmer eingeben - ein Medikament, das früher nur bei schweren Refluxerkrankungen gegeben wurde und mittlerweile rezeptfrei und das Arztbudget nicht mehr belastend zu erhalten ist. Dort steht etwas zu Eisen und B12.
Das ist ein sehr häufig eingenommenes Medikament.
Eisen bitte nie ohne Kontrolle des Eisenstoffwechsels einfach so einnehmen!
Schick uns noch etwas Sonne, hier ist es heute wieder ein ganz schön trübes Wetter. Die Gartensaison ruft!
Verstehe ich das richtig? Es stellt einen Gesetzesverstoß dar, wenn du uns erzählst, an welchen Fortbildungen du teilgenommen hast? Welches Gesetz soll das denn decken?
Der Wikipedia Artikel gibt leider so gut wie gar nichts her.
die Veröffentlichung von Fortbildungsinhalten würde gegen 1. Heilmittelwerbegesetz und 2. Urheberrechte verstoßen.
Ersteres wird mindestens so eng betrachtet wie das zweite beim Herrn v. Guttenberg. Deshalb gibt es in dem Bereich so viele Seiten, auf die man nur mit einem Doccheck-Paßwort kommt.
Welche Fortbildungen ich besucht habe, darf ich natürlich nennen. Aber Du wolltest sicher nicht wissen, wann ich wo gewesen bin, sondern was vermittelt wurde.
Der Artikel in Wikipedia gibt für den Wissenden (wenns auch nur ist zu wissen wonach man suchen muss) schon etwas her. Es wurde der Zusammenhang von Protonenpumpenhemmern mit Aufnahmestörung des Vitamins B12 hergestellt.
Ein rotes Warnlicht kann man bei diesem Thema nicht erwarten, aber dieser Zusammenhang ist wissenschaftlich fundiert und betrifft vor allem die Menschen, die das regelmäßig einnehmen.
So ähnlich gibt es Zusammenhänge auch für andere Arzneimittel.
natürlich wollte ich nicht wissen, wann du wo gewesen bist. Das habe ich auch nicht gefragt. Ich wollte nur wissen, was das für Fortbildungen waren. Beispielsweise was genau das Thema war, welche Literatur es zu dem Thema gibt, (vielleicht auch welcher Veranstalter und welcher Referent bietet so etwas an und wie ich an so einer Fortbildung teilnehmen könnte.)
Dass eine derartige Information gegen das Heilmittelwerbegesetz oder Urheberrechte verstöße kann ich nicht nachvollziehen. Auch dass eine Beschreibung des Inhalts der Fortbildung mit deinen eigenen Worten dagegen verstoßen würde, kann ich genauso wenig nachvollziehen. Dass es gegen Urheberrechte verstoßen würde, wenn du Inhalte einfach hierher kopieren würdest, sehe ich schon. Was das mit dem Heilmittelwerbegesetz zu tun hätte, verstehe ich allerdings nicht soweit ich das Gesetz verstanden habe http://de.wikipedia.org/wiki/Heilmittelwerbegesetz da so eine Information es wohl kaum einer Werbung gleichzusetzen ist.
Das der Zusammenhang von Protonenpumpenhemmern mit Aufnahmestörung des Vitamins B12 hergestellt wurde, habe ich wohl gelesen. Ich hatte jedoch erwartet, dass es auch einen Hinweis gibt, dass die Auswirkungen solcher Aufnahmestörungen durch Gaben von Vitaminen vermindert werden können, so wie du es beschreibst. Das fehlt jedoch. Deshalb war ich etwas enttäuscht. (Dass es somit nicht wissenschaftlich fundiert sei, will ich damit nicht sagen.)
das mit dem Heilmittelwerbegesetz wird im Zweifelsfall sehr eng gesehen. In den Geltungsbereich begibst Du dich schon, wenn Du auch nur den Namen der Arzneimittel benennst. Die besuchten Vorträge sind nicht öffentlich zugänglich, sondern nur mit Bescheinigung, dass Du zu den Fachkreisen gehörst.
Kaum ein Referent wird bei einem öffentlichen Vortrag ein Medikament benennen - eben aufgrund dieses Gesetzes. Wenn Du dich erinnerst: auch das Zeigen einer Zigarettenverpackung im Film ist Werbung. Auch wenn das nicht beabsichtigt ist oder sogar eine Negativdarstellung. Die Juristen freuen sich über Möglichkeiten des Abmahnens.
Ist ein leidiges Thema, mit dem ich selbst auch nicht so ganz glücklich bin.
Du kannst aber mal unter medivere.de schauen, da gibt es auch sehr schöne Vorträge, wissenschaftlich fundiert und öffentlich zugänglich.
Weiterbildungen zu diesem Thema machen der Herr Gröber und Dr. Kuklinski. Von beiden habe ich Bücher angegeben, wo Du zum Thema nachlesen kannst.
Im Juni wird Dr. Kuklinski ein Seminar geben. Da bin ich mir nicht ganz sicher, ob das für Interessenten geöffnet wird, die nich zu den sogenannten Fachkreisen gehören. Wenn diese Veranstaltung öffentlich sein wird, kann ich sie Dir hier, sobald ich es weiß, posten.
ich bin auch irritiert von Deinen Aussagen. Es wäre sehr wünschenswert und würde die Glaubwürdigkeit Deiner Aussagen auch untermauern, wenn du Quellenangaben liefern könntest.
Tut mir leid, ansonsten sind das pure Behauptungen, von meiner Seite aus nicht nachvollziehbar und auch nicht glaubwürdig.
Eine vollwertige Ernährung liefert alle Vitamine, die der Körper braucht. Vitamin D wird durch den Aufenthalt an frischer Luft ,möglichst noch bei Sonnenschein, gebildet.
Künstlich - das ist immer zweite Wahl und nicht wirklich empfehlenswert.
bitte richtig lesen bevor Du mich hier als unglaubwürdig hinstellen magst!
Welche Quellenangabe vermißt Du? Ist Wikipedia keine? Bitte lies DIr das erstmal komplett durch.
Dort gibt es einen Hinweis auf Aufnahmestörung von B12 - das wars doch wonach gefragt wurde?
Ich kann schon mitteilen, welche Fortbildungen ich besucht habe. Jedoch darf ich nicht den Inhalt der Fortbildung veröffentlichen (ich klau ja nicht anderer Leute geistiges Eigentum) - was ist daran nicht plausibel?
Kauf Dir beispielsweise mal Bücher von Herrn Uwe Gröber, bei dem habe ich u.a. Fortbildungen gehabt. Da kannst Du gern nachlesen. Ein gutes heißt "Arzneimittel und Mikronährstoffe". Das gibts bei den großen Internetanbietern zu kaufen. Ich hoffe, dass das Dir weiter hilft, denn in seinen Fachbüchern geht er recht gut auf diese Problematik ein.
Wie schon geschrieben: ich finde es ideal, einen augeglichenen Lebensstil mit ausreichend Bewegung an frischer Luft. Es geht mir jedoch um die Menschen, die das arbeitsbedingt nicht schaffen.
Deine Behauptung, dass die Vitamine über die Ernährung gedeckt werden ist falsch. Warum werden dann labordiagnostisch so viele Defizite an Vitaminen festgestellt? Hier erwarte ich jetzt von Dir einen Beleg für die Behauptung, dass die ausreichende Versorgung gewährleistet ist. Ich habe Gegenteiliges labordiagnostisch festgestellten müssen.
Wenn Du das Buch von Herrn Gröber liest, dann weißt Du, warum das sein kann. Es gibt aber noch mehr Ursachen.
Du kannst Dir auch gern das Buch von Dr. Bodo Kuklinski "Schwachstelle Genick" holen, das ist leichter zu lesen als das andere von ihm fwas sich an Therapeuten richtet. Auch hier geht es um Erkrankungen und den Zusammenhang mti Vitaminen. Auch Dr. Kuklinski arbeitet mit Labordiagnostik und hat Heilungserfolge durch Vitamine.
War auch schon bei Fortbildungen mit ihm als Referenten u.a. und im Sommer ist eine weitere Fortbildung mit Dr. Kuklinski geplant.
Weiter gibt es Publikationen von Prof. Pall "explaining unexplained illnesses" allerdings nur auf englisch soweit ich weiß.
Weiter werde ich auf das Thema Fortbildungen nicht eingehen.
In meiner Buchkritik geht es aber nicht darum, dass ich darzulegen habe, welche Arzneimittel was im Körper tun. Das ist nicht meine Aufgabe. Es ging darum, dass man VItamine nicht generell verteufeln kann, da es auch heute noch Vitaminmangel bei den Menschen gibt.
Dreissig Jahre praxiserprobt mitz dem Ergebniss: gesund, keinen Vitaminmangel, fit, vital und glücklich :-))
Dr. Bruker - Unsere Nahrung - unser Schicksal
http://www.buecher.de/shop/gesundheit--medizin/unsere-nahrung-unser-schicksal/bruker-max-o-/products_products/detail/prod_id/00045398/
Das große Dr. Max Bruker Ernährungsbuch
http://www.buecher.de/shop/vollwertkueche/das-grosse-dr-max-otto-bruker-ernaehrungsbuch/gutjahr-ilse/products_products/detail/prod_id/06510038/lfa/related-1/
Barbara Rütting - Gesundheitsberaterin nach Bruker
Essen wir uns gesund
http://www.perfektegesundheit.de/shop/product_info.php?products_id=1002
wäre schön wenn es so wäre. Habe leider Menschen kennen gelernt, wo es mit der veganen Vollwertkost und der Gesundheit nicht funktioniert hat.
Bei Herrn Bruker geht es auch nur um die ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten. Also Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht. Finde ich dafür auch OK, ich denke, da bringt diese Umstellung echt Punkte.
Was ist mit den übrigen Erkrankungen? Rheuma, Multiple Sklerose, Alzheimer, Morbus Crohn, Zölikie und viele andere? Multiple Chemikalien Sensitivität?
Magst Du Dich mal ensthaft mit meinen Quellen auseinandersetzen, um die Du mich gebeten hast? Wäre schön, wenn Du das Thema konstruktiv mit mir beleuchten würdest. Würde mich über eine Bereicherung an neuen Ideen freuen.
Ich habe auch ein Kochbuch "Vegan & vollwertig genießen", es bezieht sich auf Herrn Bruker, entwickelt seine Idee aber weiter, indem es Fleisch und Milchprodukte weglässt, wie es einer veganen Ernährung entspricht, die man guten Gewissens als die gesündeste Art der Ernährung bezeichnen kann, WENN - das ist der wichtige und entscheidende Punkt - man sie richtig plant und durchführt. Dass das einiges an Kreativität, Raffinesse und Durchhaltevermögen erfordert, ist auch klar - nicht umsonst gibt es die Vegan Buddies, die bei der Umstellung helfen. Nach der Lektüre dieser Bücher kann ich nur jedem empfehlen, Vitamine, Nährstoffe durch frische Lebensmittel aufzunehmen wie beispielsweise Obst und Gemüse, denn dadurch werden chemische Pillen überflüssig. Wobei ich es halte wie Herr Dahlke, Schritt für Schritt lernen und wenn man dann feststellt, dass es wirklich nicht funktioniert, Bauch und Herz einen anderen Weg weisen, dann sei es so. Er selbst nutzt lieber seine Eigenkreation, die viel Aufwand und Zeit spart: http://www.heilkundeinstitut.at/catalog/product_info.php?products_id=402 Selbst werde ich so ein Pulver nur testen, wenn wirklich Mangelerscheinungen bei mir auftreten und das kann ich mir hoffentlich ersparen, wenn ich die vegane, vollwertige Ernährung richtig umsetze.
Das heißt für mich allerdings auch, dass nach der Behandlung der Symptome die Ursachen angegangen werden müssen. Und hier ist meines Erachtens die größte Schwäche unseres Gesundheitssystems (das man ehrlicherweise Krankheitssystem nennen müsste). Und so wie ich sie verstanden habe befürwortet sanbalance dies auch.
Für die meisten Leute, die sich hier bei Utopia bewegen, mag das selbstverständlich sein und sie mögen dementsprechend auch handeln. Jedoch ist dies bei dem Großteil der Bevölkerung nicht zu erwarten. Sanbalance hat auch schon beschrieben, dass es außerordentlich schwierig ist, Menschen dazu zu bewegen für ihre Gesundheit ihren Lebensstil zu ändern.
Das steckt imPrinzip alles in den ersten drei Sätzen:
"Den ursprünglichen Ansatz von Hans-Ulrich Grimm, für eine naturbelassene Nahrung und das Zubereiten in der eigenen Küche zu plädieren, kann ich nur voll unterstützen.
Den Teil jedoch, dass er Vitamine als Arznei generell als tödlich, gefährlich und deshalb generell verwerflich hinstellt, unterstütze ich nicht."
Ich habe das kritisierte Buch nicht gelesen, aber wenn ich es richtig verstehe (Untertitel: "Wie uns die Industrie mit Gesundheitsnahrung krank macht"), geht es in dem Buch hauptsächlich um mit Zusatzstoffen angereicherte Nahrungsmittel (functional food).
So wie ich es sehe bezieht sich die Kritik von sanbalance aber gar nicht darauf, sondern auf den Aspekt, dass in dem Buch die zusätzliche Gabe von Vitaminen grundsätzlich als falsch dargestellt wird.
Als Diskussionspunkte bleibt für mich die Fragen, ob mehr als nur die großen Zivilisationskrankheiten durch guten Lebenswandel wesentlich vermindert werden können. Und ob der normale Mensch bei vollwertiger Ernährung und regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft Vitaminmangel haben kann oder ob so etwas nicht auch wie oben am Buch kritisiert ein Einzelfall ist.
wenn Du meine Text gelesen hast, so ist das auch meine Einstellung. Eine Umstellung der Ernährung ist auf jeden Fall notwendig. Ohne diese geht es nicht zur Gesundheit. Ich habe mit vegetarischer Kost ein paar Jahre lang selbst sehr gute Erfahrung gemacht. Biologische Vollwertkost ist Grundvorraussetzung jeglicher Gesundheit. Die Industrienahrung macht nunmal krank. Das immer und immer wieder zu argumentieren mache ich täglich und deshalb ist es vielleicht etwas untergegangen.
Insofern stimme ich Hern Dahlke etc. voll zu und für mich war das schon lange vor Erscheinen dieser Bücher keine Frage und ich praktiziere das auch schon weit länger als es diese Bücher gibt.
Meine tägliche Arbeit bestätigt dieses nur.
Bücher sind immer schöne Theorien. Ich kenne keinen, der mit der Ernährung von schwerwiegenden Erkrankungen geheilt wurde. Eher Menschen, die das alles tun und dennoch krank werden oder krank bleiben. Auch mit der Dahlke-Methode. Habe mich erst gestern mit jemandem, der das erfolglos versuchte, unterhalten. Das heißt aber nicht, dass diese Ernährung deshlab schlecht ist. Ich unterstütze das sogar.
Der Punkt der Kritik meinerseits ist der, dass man Vitamine bei Mangelzuständen (Labordiagnostik) nicht vorenthalten darf.
Es geht auch nicht um gesunde Menschen. Es geht um Kranke.
Es geht um Menschen, die auf Ihrem Weg noch nicht so weit gekommen sind. Nicht um "uns Utopisten". Es sind in der Regel Menschen, die voll im Berufsstreß stehen und sich abends kraftlos nur noch eine Fertigpizza reinschieben können oder was vom Chinesen um die Ecke holen. Irgendwann kommt dann der Zusammenbruch und diese kaputten Körper samt der innewohnenden Persönlichkeit brauchen Hilfe auf Ihrem Weg zu einem gesunden Leben. Auch diese Menschen haben ein Recht auf Hilfestelllung und Hilfeleistung nach bestem Wissen.
Womit hast Du es dann zu tun? Mit einem ausgepowerten, völlig defizitärem System. Wenn Du diesen Menschen dann erklärts: Nun geh mal in den Bioladen und lern erstmal vollwertig kochen - rennst Du gegen die Wand. Schließlich muss ja mit der letzten Kraft der Lebensunterhalt für die Familie erwirtschaftet werden und die Raten für Häuschen, Auto oder was auch immer wollen pünktlich bezahlt werden.
Hier muß man schnell das System wieder auf die Beine bringen und zu einem geünderen Lebensstil begleiten.
Wer Gesundheit schaffen will, kommt um eine naturbelassene Ernährung (ohne haufenweise Zusatzstoffe) nicht herum. Eben auch selbst kochen.
Dazu ist von der bisherigen Ernährung und dem Streß oft auch der Darm schon geschädigt - sonst würde kein Mangelzustand und damit verbundene Krankheitserscheinungen entstehen.
Also kann es sinnvollerweise für den hier notwendigen schnellen Weg nur mehrere logische Säulen geben: Ernährungsumstellung, Heilung des Darmes, damit die Ernährung verträglich ist (auf einen entzündeten Darm kann man nunmal kein Vollkornschrot oder Müsli geben) und Ausgleich des über Jahre erwirtschafteten Defizits an Nährstoffen. Ohne Supplementation von Nährstoffen dauert das mit der Ernährung Jahre und der Mensch hat nicht die Kraft, das durchzuhalten.
Sind die Schädigungen bereits so tiefgreifend, dass sich zu dem Nährstoffdefizit ein erhöhter Verbrauch an Nährstoffen gesellt, dann hast Du allein mit der Ernährung keine Chance mehr.
Dann kann die Ernährung noch so vollwertig sein, was für einen gesunden Menschen ausreicht, reicht für einen kranken schon lange nicht mehr.
Also eine Ernährungsumstellung ist ein Muß auf einem Weg zu dauerhafter Gesundheit. Jedoch kann man damit allein nicht alles heilen. Manches ist auch überhaupt nicht mehr vollständig heilbar (siehe auch Dr. Kuklinski). In solchen defizitären Situationen sind Vitamine und Mineralstoffe für die verbleibende Lebensqualität unverzichtbar.
Oberste Richtlinie ist, den Menschen so gut es geht zu helfen. Zur Ernährungsumstellung kann man nur raten. Wir sind keine Richter über den Lebensstil, den sich jemand auferlegt. Jedoch Defizite an Nährstoffen zu erkennen ud nicht auszugleichen wäre in meinen Augen fahrlässig. Den Menschen geht es damit deutlich besser.
Meine Aufgabe sehe ich in der Begleitung von Menschen, nicht darin, über sie zu richten.
Das finde ich einen sehr guten Satz.
Es ist einfach eine schöne Illusion zu glauben, daß wir mit gesunder Ernährung alles erreichen können.
Ich bin in diesem Glauben erzogen worden und bin auch dankbar dafür, weil ich viele wichtigen Punkte schon als Kind mit auf den Weg bekommen habe.
Die von Bada genannten Bücher sind mir z.B. seit Jahrzehnten bekannt.
Inzwischen habe ich viele der Empfehlungen beibehalten und Einiges revidiert.
Meine Erfahrung kann ich in dem Punkt zusammen fassen:
"Ohne gesunde Ernährung ist alles nichts, Gesunde Ernährung ist aber nicht alles".
Ich hatte auch Jahre meines Lebens, wo ich mich nicht im geringsten gesund gefühlt habe.
Trotz gesunder Ernährung. Aber das nur am Rande.
Entscheidend ist doch, daß so viele Menschen erst in späten Jahren anfangen, sich mit gesunder Ernährung / Lebensweise zu beschäftigen.
Manche haben geradezu Raubau betrieben.
Für die kann im Einzelfall eine zustätzliche Vitamin-Gabe sehr vorteilhaft sein.
Solchen Menschen hilft man einfach nicht damit, daß man sagt, "Hättest Du Dich früher sinnvoll ernährt, nicht geraucht, keinen bedenklichen Alkoholkonsum gepflegt und keinen Stress gehabt, dann hättest Du jetzt keinen Ärger mit Deiner Gesundheit".
Vitamin C Zusatz in Getränken usw.
Meiner Meinung nach ist die Warnung von H.U. Grimm diesbezüglich gerechtfertigt,und das Buch sehr lesenswert. Die Menschen aber, die sich damit auseinandersetzen müßten, lesen die Infos nicht.
Hier kann jeder sich schlau machen:
http://www.food-detektiv.de/