Es gab einmal eine Zeit, da konnte man sich und die Umwelt noch hören.
Da benötigte man kein akustisches Sedativ.
Erst gestern fiel es mir in München wieder auf:
Was wohl ein Vorfahre (so vor etwa 50 Jahren oder früher) dazu gesagt hätte?
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Ich bekenne mich schuldig, ich mache es auch, obwohl ich mit den Stöpseln der ersten Generationen immer Probleme hatte, da sie mit meiner Anatomie schlecht eine Symbiose eingingen.
Ich bin aber auch sehr schnell dabei, die Stöpsel herauszuziehen, wenn ich z. B. auch eine/n Fremde/n begrüße. Und ich nutze es auch erst ab einer zu erwartenden Zeit / Strecke von mindestens 30 Minuten.
Als alter Radioanhänger sehe ich es einfach als sinnvolle Zeitnutzung während des Fahrradfahrens (ich weiß, es ist nicht erlaubt!) oder Wanderns mich zu informieren und / oder auch Musik zu genießen.
Und wenn mir mein empfangsstarker Weltempfänger zu groß und zu scher ist, dann ist es eben nur mp3-Musik vom Mobiltelefon und ich genieße es, aber planvoll.
Alle in jener Cafeteria erlebten dieses beglückende Gefühl des gemeinsamen Teilhabens an diesem Chorgesang! Wie zufrieden und ergriffen viele, sowohl der Singenden als auch der Zuhörenden schienen! Wunderbar, wie hier Freude an Musik in den Alltag getragen wurde! Tolle Idee und grandiose Umsetzung!
Als Schülerin habe ich viele Jahre mittwochs eine Stunde vor regulärem Schulbeginn im Schulchor gesungen und irgendwann wie alle Chormitglieder mit Begeisterung für die Aufführung des Messias geübt, weshalb mir natürlich dieser berühmte Satz des Oratoriums im Detail noch mehr als lebhaft in Erinnerung geblieben ist.
Wunderbar, dass Händel in so ungewöhnlicher Umgebung wie der Cafeteria eines Einkaufszentrums zur Aufführung kommen konnte. Wunderbar auch, dass sich selbst dort sehr viele der Anwesenden beim Hören dieses Satzes erhoben, wie das vielfach an anderen, 'üblicheren' Aufführungsorten ebenso geschieht. Sogar Kinder, deren Mamas oder Papas noch saßen, standen wie selbstverständlich auf!
Auch mir geht das Halleluja erneut unter die Haut!
Musik ist - neben bildender Kunst - ein Kommunikationsmittel der besonderen Art.
Wenn sich alle Menschen, soweit sie nicht nur existentielle Bedürfnisse haben, sich mehr mit Musik, Kunst, Literatur, halt den "septem artes liberales" (Malerei, Bildhauerei etc. ist hier leider nicht vertreten) beschäftigen würden, wäre der Welt schon sehr geholfen.
Lasst mich vermuten: Da gäbe es keinen Westerwelle, keine Merkel, keinen Seehofer. Die haben andere Hobbies.
Ich gehöre zu denen, die das Ohr bewaffnet haben. Ich nutze die Zeit, die ich für den Weg zur Arbeit benötige (zu Fuß), um ganz bewusst Musik zu hören. Oftmals ist das nach einem Arbeitstag nicht möglich, weil viele andere Verpflichtungen darauf warten, erledigt zu werden. Beim morgend- u. abendlichen musikalisch begleiteten Weg ist mein Blick aber immer nach vorne gerichtet. Bei vielen Mitmenschen, insbesondere bei Jugendlichen ist mir aufgefallen, dass der Kopf grundsätzlich zum Boden gesenkt ist. Oder sie gehen nebeneinander her, haben die Stöpfel in den Ohren und haben sich offensichtlich nichts zu sagen. Sprachlosigkeit?
Kommentare (12)
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Mit Waffen zieht die Welt meist in Kriege gegen so genannte Feinde. Ein Ohr, das sich 'bewaffnete', gegen wen zöge das in den Kampf?
Richteten sich die 'Waffenträger', wenn's denn Waffen wären, nicht speziell gegen sich selbst, auch wenn es vordergründig nicht so erscheinen mag?
Ich bin aber auch sehr schnell dabei, die Stöpsel herauszuziehen, wenn ich z. B. auch eine/n Fremde/n begrüße. Und ich nutze es auch erst ab einer zu erwartenden Zeit / Strecke von mindestens 30 Minuten.
Als alter Radioanhänger sehe ich es einfach als sinnvolle Zeitnutzung während des Fahrradfahrens (ich weiß, es ist nicht erlaubt!) oder Wanderns mich zu informieren und / oder auch Musik zu genießen.
Und wenn mir mein empfangsstarker Weltempfänger zu groß und zu scher ist, dann ist es eben nur mp3-Musik vom Mobiltelefon und ich genieße es, aber planvoll.
Aber was ich immer wieder beobachte, ist für mich akustischer Autismus.
Wie viele in einigen Jahren schwerhörig sind, sei dahingestellt.
von Herzen
und mit Freudentränen!
Alle in jener Cafeteria erlebten dieses beglückende Gefühl des gemeinsamen Teilhabens an diesem Chorgesang! Wie zufrieden und ergriffen viele, sowohl der Singenden als auch der Zuhörenden schienen! Wunderbar, wie hier Freude an Musik in den Alltag getragen wurde! Tolle Idee und grandiose Umsetzung!
Dieses Video werde ich mit Freuden verbreiten!
Wunderbar, dass Händel in so ungewöhnlicher Umgebung wie der Cafeteria eines Einkaufszentrums zur Aufführung kommen konnte. Wunderbar auch, dass sich selbst dort sehr viele der Anwesenden beim Hören dieses Satzes erhoben, wie das vielfach an anderen, 'üblicheren' Aufführungsorten ebenso geschieht. Sogar Kinder, deren Mamas oder Papas noch saßen, standen wie selbstverständlich auf!
Auch mir geht das Halleluja erneut unter die Haut!
Musik ist - neben bildender Kunst - ein Kommunikationsmittel der besonderen Art.
Wenn sich alle Menschen, soweit sie nicht nur existentielle Bedürfnisse haben, sich mehr mit Musik, Kunst, Literatur, halt den "septem artes liberales" (Malerei, Bildhauerei etc. ist hier leider nicht vertreten) beschäftigen würden, wäre der Welt schon sehr geholfen.
Lasst mich vermuten: Da gäbe es keinen Westerwelle, keine Merkel, keinen Seehofer. Die haben andere Hobbies.
@YouMe. Danke für diesen tollen Link. Grandios.